AT103488B - Vorrichtung zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz- oder Härteöfen. - Google Patents
Vorrichtung zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz- oder Härteöfen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Vorrichtung zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz-oder Härteofen. Das Anheizen der bekannten Salzbadöfen bietet, da die verwendeten Salze im kalten Zustand nichtleitend sind, Schwierigkeiten. Es geschah bisher in der Weise, dass man mit einem Stückchen Bogenlampenkohle, das gegen die eine Hauptelektrode gedrückt wurde und dadurch an den einen Pol des Transformators angeschlossen war, einen Lichtbogen zwischen der Kohle und einer in dem Salzbade verschiebbar angeordneten, an die gegenüberliegende Hauptelektrode angeschlossenen Hilfselektrode bildete. Sobald das Salz des Schmelzbades unter der Einwirkung des Lichtbogens zu schmelzen begann, wurde der Strom mittels der Hilfselektrode durch das geschmolzene Salz von der einen Hauptelektrode zur andern geleitet. Das Ziehen des Lichtbogens mit dem Kohlestückchen ist umständlich und kann auch bei ungeübter Handhabung zu Verletzungen des Arbeiters führen. Vor allem musste jedoch bei den bekannten Ausführungen eine wesentlich höhere Spannung als die Betriebsspannung zur Verfügung stehen, um den Zündvorgang einzuleiten, was mit verschiedenen Nachteilen für die Ausführung und Bedienung der Einrichtung verbunden ist. Um diesem Übelstand abzuhelfen, ist nach der Erfindung eine Vorrichtung geschaffen, welche aus mehreren an einem Griff oder einer sonstigen Haltevorrichtung angeordneten Hilfselektroden besteht, die auf das Salz aufgesetzt wird. Die Anwendung von mehreren Hilfselektroden, die in kürzester Entfernung voneinander angeordnet sein können, verkürzt gewissermassen den Abstand zwischen den Hauptelektroden während des Anlassvorganges und gestattet daher, mit der Betriebsspannung oder einer nur durch Umschaltung von Stern auf Dreieck erhöhten Betriebsspannung den Zündvorgang einzuleiten. Vorher wird auf das Salz zwischen die Hilfselektroden ein stromleitender Körper, z. B. Kohlegries, gestreut und dann der Strom zu den Hilfselektroden eingeschaltet. Der als elektrischer Widerstand wirkende Kohlegries erhitzt sich schnell und bringt das darunter befindliche Salz zum Schmelzen. Durch Bewegen der Hilfselektroden entlang der Salzoberfläche zwischen den Hauptelektroden des Ofens können die Salze sehr schnell geschmolzen werden, so dass eine stromleitende Verbindung zwischen den Hauptelektroden entsteht. In manchen Fällen kann der zwischen die Kohlenelektroden gestreute Kohlegries durch Verunreinigung des Bades störend wirken. Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung kann die Verwendung von Kohlegries vermieden werden, indem dieser durch feste Kohle ersetzt wird, u. zw. werden bei dieser Ausführungsform die aus Kohle bestehenden Hilfselektroden in diesem Falle so angeordnet, dass sich ihre unteren Enden berühren und somit der Stromübergang unmittelbar von einer Elektrode zur andern erfolgt, ohne dass Kohlegries zwischen diese gestreut werden müsste. Ausführungsbeispiele nach der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 und 2 zeigen in Seitenansicht und in Draufsicht Hilfselektroden, zwischen deren unteren Enden Raum freigelassen ist, während in Fig. 3 und 4 in ein Bad getauchte Hilfselektroden in Ansicht und Draufsicht dargestellt sind, deren untere Enden zusammenstossen. Die Vorrichtung besteht aus den drei Hilfselektroden a, al, a2, die bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2 beispielsweise aus Eisen, bei der Ausführung nach Fig. 3 und 4 zweckmässig aus Kohle oder andern Leitern mit hohem Widerstand bestehen. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel sind die Strom- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 zuführungssehiene b1 ist ein Griff f zum Halten der Vorrichtung angebracht. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 sind die drei Elektroden a, a1, aa derart an der gemeinsamen haltevorrichtung befestigt, dass sich ihre unteren konischen Enden x berühren. Die Haltevorrichtung besteht aus drei sehellenartigen Klemmen i, , , die je einen Flansch ', y'i, besitzen. Die drei Flanschen sind unter Zwischenschaltung von Isolierscheiben 7c, die aus Asbest oder Glimmer bestehen, übereinander angeordnet und durch eine durchgehende Hakenschraube l mit Muttern m, n verbunden. Die Schraube l muss von dem Flansch ebenfalls isoliert sein. Jede der Klemmen i, i", i2 besitzt noch einen zweiten Flansch o, o1, o2, der zum Anschluss der Stromzuführungen dient und zu diesem Zweck eine mit Gewinde versehene Bohrung besitzt. Mittels der EMI2.2 in den Schellen i, i1, i2 festgeklemmt oder nach Lösung der Schrauben entsprechend dem Abbrand verschoben werden. Zum Anlassen des Salzbades wird die Vorrichtung mit den drei Hilfselektroden auf den Salzinhalt des Bades gesetzt und zwischen die Elektroden gemäss Fig. 1 und 2 ein sti'omleitendes Pulver, z. B. Kohlegries, kleine Kohlenstückchen, Abfälle u. dgl., gestreut. Der Strom fliesst dann über den durch das Pulver gebildeten hohen Widerstand von Elektrode zu Elektrode, bringt das Pulver zum Glühen und das darunter befindliche Salz zum Schmelzen, das nun stromleitend wird. Nun nähert man die Hilfselektroden den im Salzbad angeordneten Hauptelsktroden-und schmilzt auf diese Weise das zwischen den Hauptelektroden befindliche Salz, die nun selbst die Stromführung übernehmen. Während die Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2 in kleinerer Ausführung gedacht ist, so dass sie der Arbeiter in der Hand halten kann, ist die Vorrichtung gemäss Fig. 3 und 4 für grössere Abmessungen bestimmt ; sie kann mit dem Haken l, z. B. an einen Flaschenzug gehängt und auf das Salz niedergelassen EMI2.3 enden x übertritt und infolge des hohen Widerstandes Wärme entwickelt. In dem Masse, wie das Salz unter der Einwirkung der Hitze schmilzt, sinken die Hilfselektroden von selbst immer tiefer in das Bad ein, wie Fig. 3 andeutet. Wenn der Salzinhalt des Bades so weit geschmolzen ist, dass eine leitende Verbindung zwischen den Hauptelektroden r, s, t hergestellt ist, treten diese in Tätigkeit und die Hilfs- elektroden können entfernt werden. Die dargestellten Ausführungsformen sind für die Verwendung von Drehstrom gedacht. Selbstverständlich kann die Zahl der Hilfselektroden jeder andern Stromart angepasst werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz-oder Härteöfen, dadurch gekenn- zeichnet, dass an einer Haltevorrichtung Hilfselektroden angeordnet sind, die voneinander geringeren Abstand haben, als die Hauptelektroden des Ofens, so dass, gegebenenfalls unter Zwischenstreuen eines Leiters von hohem Widerstand, z. B. Kohlegries, die erste Stromleitung zwischen den Hilfselektroden erfolgt, wodurch das Schmelzen des Salzbades eingeleitet wird.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Enden der zweckmässig aus Kohle bestehenden Hilfselektroden sich berühren.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwendung von Drehstrom drei Hilfselektroden an einer Handhabe isoliert vereinigt sind.4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektroden mit gleichen Abständen voneinander angeordnet sind.5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektroden entsprechend den Kanten einer regelmässigen Pyramide angeordnet sind.6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektroden in je einer Klemme lösbar und einstellbar gehalten sind.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmen mit je zwei Ansätzen versehen sind, von denen der eine zum Anschluss an die elektrische Leitung und der andere zur Befestigung der Elektrode an einem gemeinsamen Tragglied dient.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansätze unter Zwischenschaltung von Isolierschichten aus Asbest oder Glimmer durch einen gemeinsamen Schraubenbolzen aufeinander EMI2.4
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