AT101956B - Verfahren zur Herstellung tulaartig gemusterter Metallplatten mit ebener Unterfläche. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung tulaartig gemusterter Metallplatten mit ebener Unterfläche.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die Erfindung betrifft die Herstellung tulaartig oder ähnlich gemusterter Metallplatten, die als Vorprodukt für die Uhren- und Schmuckindustrie sowie für alle möglichen andern Zwecke bestimmt sind. Es kam bei der Schaffung des neuen Verfahrens darauf an, den angestrebten Zweck auf möglichst einfache und wirtschaftliche, für die Massenfabrikation geeignete Weise, aber vor allem auch unter Ausschluss der Verwendung edler Metalle (Gold, Silber etc.) und teurer Auflagen (Email etc.) zu erreichen, wobei noch gleichzeitig die Forderung nicht ausser acht gelassen werden durfte, dass hinsichtlich Haltbarkeit und Aussehen das Produkt hinter dem teuren und schwierig herzustellenden Originaltula und dem echten handtauschierten Artikeln nicht zurückstehen soll. Es galt also, die Arbeitsmetalle und die Art und Folge der wesentlichen Arbeitsoperationen, wie sie dem Fachmann zur Verfügung stehen, unter diesen Gesichtspunkten auszuwählen und zweckentsprechend zu kombinieren, so dass die Gesamtheit von Material und Arbeitsoperationen den erwähnten besonderen wirtschaftlichen Bedingungen genügen. Gemäss der Erfindung wird nun als Arbeitsstück eine Platte aus zwei verschiedenartigen Metallen genommen, welche durch Verlötung oder Verschweissung vereinigt sind : die Platte wird vor der Bildung des Musters noch auf die erforderliche Materialstärke zu einem dünnen Metallblech ausgewalzt. Auf diesem Metallblech wird das gewünschte Muster in an sich bekannter Weise erzeugt, indem durch Tiefenwirkung (z. B. Tiefätzung) entsprechend der Musterzeichnung Teile der oberen Schicht soweit entfernt werden, dass die untere Schicht an den betreffenden Stellen zutage tritt, worauf zwecks Erzielung der koloristischen (hauptsächlich Schwarz-Weiss-) Wirkung die stehengebliebenen Partien der Oberschicht (eventuell auch die zutage getretenen Partien der Unterschicht) mit chemischen Färbemitteln behandelt werden. Man nimmt beispielsweise Neusilber und schweiss oder lötet auf dasselbe ein dünneres Eisenblech. worauf dann das Werkstück in bekannter Weise zu dünnem Blech ausgewalzt wird. Auf diesem werden dann mittels Druckverfahrens od. dgl. bestimmte Stellen der masterform gemäss abgedeckt, worauf die nicht abgedeckten Stellen so tief geätzt werden, dass an diesen Stellen die Eisenschicht verschwindet und die Unterschicht, das Neusilber, zutage tritt. Hierauf kann man, falls gewünscht, das Metallblech nochmals walzen, wenn etwa durch die Ätzung erhebliche (störende) Höhenunterschiede entstanden sind. Das so bearbeitete Metallblech, bei dem das ausgesparte Muster in weissem Neusilber im dunklen Eisen erscheint, wird nunmehr noch der Färbung auf chemischem Wege unterworfen, u. zw. durch geeignete Färbemittel, welche das Neusilber weiss lassen. dem Eisen aber tiefschwarze Färbung verleihen. Nach Polieren hat dann das Werkstück ein dem Tulametall gleiches Aussehen bei völlig ebener Unterfläche. so dass es als Vorprodukt ohne weiteres für alle Zwecke, besonders auch Uhrgehäuse, benutzt werden kann. Anstatt durch Ätzen kann das überflüssige Metall an den gemäss dem Muster auszusparenden Stellen der Oberschicht auch in anderer Weise (z. B. maschinell durch Fräsen etc.) entfernt werden, sofern es sich um streifen-oder kreisförmige oder sonstwie regelmässig durchlaufende Muster handelt, die eine EMI1.2 z. B. Metallegierungen, verwendet werden, wie auch noch falls besondere Wirkungen erzielt werden sollen. den beschriebenen weitere (Neben-) Operationen hinzugefügt werden können. Bei dem Verfahren nach der österreichischen Patentschrift Nr. 64684 handelt es sich um die Erzielung ähnlicher Wirkungen wie bei dem Erfindungsgegenstande, jedoch unterscheidet sich dieser prinzipiell von dem Verfahren nach der österreichischen Patentschrift dadurch, dass bei ihm von einem zwei- <Desc/Clms Page number 2> schichtigen Blech ausgegangen wird, auf dem durch teilweises Decken und Wegätzen deFeinenSchichte die Musterung erzeugt wird, während das Verfahren nach der österreichischen Patentschrift von einem einschichtigen Blech ausgeht, auf dem nach teilweiser Abdeckung das Muster elektrolytisch niedergeschlagen wird. Die Musterungen werden also offensichtlich bei beiden in Frage stehenden Verfahren auf durchaus verschiedenen Wegen erzeugt. Der Fall liegt hier so, dass bei beiden Verfahren teilweise wohl gleiche Mittel verwendet werden, jedoch immer in einer Kombinationsgemeinschaft, die für jedes Verfahren typisch ist. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung tulaartig gemusterter Metallplatten mit ebener Unterfläche, dadurch gekennzeichnet, dass das Muster auf einem zweischichtigen, dünn ausgewalzten Metallblech in der Weise erzeugt wird, dass durch Tiefenwirkung (z. B. Tiefätzung) entsprechend der Muster. zeiehm. mg Teile der oberen Schicht (z. B. Eisen) soweit entfernt werden, dass die untere Schicht (z. B. Neusilber) an den betreffenden Stellen zutage tritt, worauf zwecks Erzielung der koloristischen Wirkung die stehengebliebenen Partien der Oberschicht (eventuell auch die zutage tretenden Partien der Unterschicht) mit chemischen Färbemitteln behandelt werden.
Claims (1)
- 2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Platten mit durchlaufenden Mustern (z. B. streifenformigen, ringformigen Dessins ete.) die Entfernung der überflüssigen.Teile der Oberschicht auf anderem Wege (z. B. maschinell durch Fräsen etc.) erfolgt.
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