AT101449B - Hilfseinrichtung für Kinokapellmeister, Regisseure usw. - Google Patents

Hilfseinrichtung für Kinokapellmeister, Regisseure usw.

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AT101449B
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Jenoe Wirtschafter
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Jenoe Wirtschafter
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  Hilfseinrichtung für Kinokapellmeister,   Regisseure usw.   



   Um im Kinoorchester die Begleitmusik zum Film dem Inhalt desselben (im Hinblick auf den
Szenenwechsel, auf Änderungen in der Laufgeschwindigkeit des Filmes, etwaiges Abreissen der Bild-   reihe usw. ) stets anzupassen, ist der Kapellmeister bisher genötigt, die Leinwand fortlaufend im Auge   zu behalten, um die erforderlichen Änderungen im Orchesterspiel rechtzeitig veranlassen zu können.
Diese aus dem Wesen des heutigen Filmes sich ergebende Forderung belastet die eigentliche Tätigkeit des Kapellmeisters, Lesen der Partitur bzw.

   des Notenheftes und Dirigieren des (ohnehin nicht auf der
Höhe eines Symphonieorchesters stehenden) Kinoorchesters, umsomehr, als die Bilder angesichts der geringen Entfernung (bloss einige Meter) vom Dirigenten flimmern und sich unscharf darbieten und ferner angesichts des Standortes des Dirigenten unterhalb der Leinwand ein Aufschlagen der Augen bzw. Anheben des Kopfes erforderlich ist. Diese Schädigung der Sehkraft und Ermüdung des Kopfes erschwert die bekanntlich ohnedies mühselige Berufstätigkeit des Kinokapellmeisters um ein Beträchtliches. 



     Diesen Ubelständen wird   gemäss der Erfindung dadurch abgeholfen, dass an dem Notenpult des
Kapellmeisters ein an sich bekanntes Linsen-und Spiegel (Prismen) system derart angeordnet ist, dass die auf der Leinwand projizierten Filmbilder vor dem Auge des in das Notenheft   blickenden   Dirigenten, vorteilhaft in der Notenblattebene selbst (z. B. seitlich oder oberhalb) verkleinert, mithin schärfer und übersichtlicher erscheinen. Der Dirigent ist demnach in den Stand gesetzt, das Ablaufen des Filmes deutlich und ohne Ermüdung zu verfolgen, sich infolgedessen seiner eigentlichen Dirigiertätigkeit vollkommener zu widmen. 



   Es sei bemerkt, dass bisher lediglich bekannt geworden ist, bei den sogenannten Singfilmen das Taktgeberbild mittels eines zwischen Projektionskopf und Leinwand angeordneten Spiegels ausser den Rahmen des eigentlichen Handlungsbildes zu werfen, um dieses nicht zu stören. 



   Die Hilfseinriehtung gemäss der Erfindung kann auch dem Regisseur, der den neu aufgenommenen Film sich vorführen lässt, um allenfalls Änderungen (z. B. Kürzungen)   durchzuführen,   ausgezeichnete Dienste leisten. Der Regisseur bedarf nämlich bisher, da er auf die Leinwand blicken muss, für die Niederschrift seiner Bemerkungen und Anweisungen   einer Sehreibkraft.   Die vorliegende Hilfseinrichtung aber - das an dem Schreibblock entsprechend angeordnete Linsensystem-indem sie das Bild dem Regisseur auf seine Schreibfläche (Schreibebene) bringt, ermöglicht sie diesem, ohneweiters zu schreiben und macht so die Schreibkraft entbehrlich. 



   Ebenso ermöglicht diese Einrichtung dem Dramaturg, Journalisten, Kritiker und andern Personen, mit der Beobachtung des Filmes auch gleichzeitig und unbehindert ihre Berufstätigkeit (Einsetzen der sogenannten Titel, Anfertigen von Beschreibungen, Kritiken usw.) durchzuführen. Auch sonstige Personen, denen   eine verdeutlichte (verschärfte)   Wiedergabe des Bildes von Wert ist, bedienen sich der Einrichtung mit Vorteil. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Hilfseinrichtung für Kinokapellmeister u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass an dem Notenpult des Kapellmeisters ein an sich bekanntes System von Linse und Spiegel (Prisma) derart angeordnet ist, dass die auf der Leinwand projizierten Bilder verkleinert auf dem Notenpult erscheinen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT101449D 1924-09-19 1924-09-19 Hilfseinrichtung für Kinokapellmeister, Regisseure usw. AT101449B (de)

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