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Einrichtung zum Trocknen von Milch und anderen Flüssigkeiten, Pulvern usw.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, um durch Zerstäubung von flüssigen Stoffen unter Benutzung von Trockenluft eine Trocknung und Überführung des Trockengutes in pulverförmigen Zustand herbeizuführen.
Hiebei wird von dem bekannten Verfahren ausgegangen, die zu trocknende Flüssigkeit in feiner Verstäubung in einen grossen Raum einzublasen, um einerseits durch die Kleinheit der Flüssigkeitteile an sich, anderseits durch ein lange dauerndes Schweben der Flüssigkeit in der Luft, eine ausreichende Trocknung auch bei Anwendung niedriger Temperaturen zu erzielen. Eine Verbesserung des Trocknungsvorganges ist, soweit die physikalischen Vorgänge in Betracht kommen, in zweierlei Weise möglich.
Einmal kann der Wassergehalt des getrockneten Produkts gleichmässiger als bisher sein, anderseits können die spezifischen Trocknungskosten, d. h. die Kosten der Einheit der Trockensubstanz im fertigen Produkt, verringert werden. Eine Verringerung der spezifischen Trocknungskosten kann erreicht werden, indem unter Beibehaltung der Qualität der Trocknung entweder die quantitative Leistung erhöht wird, oder aber die Anlage-, Abschreibung-, Reparatur-oder laufenden Betriebskosten verringert werden.
Beides stellt denselben technischen Fortschritt dar, der durch die Höhe der spezifischen Trocknungkosten bestimmt wird.
In Fig. 1 bis 3 der Zeichnung ist die neue Trockeneinrichtung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt die Einrichtung in ihrer technischen Anordnung schematisch dargestellt. Fig. 2 und 3 sind Erläuterungs- darstellungen.
An der einen Wand des Troeknungsraumes a ist eine an sich bekannte, durch Rohre gebildete Rieselwand b, über welche die zu trocknende Flüssigkeit von einem Behälter c aus geleitet wird, angebracht. Am unteren Ende der Rieselwand befindet sich ein Rohr j, in welches Druckluft eingeleitet wird.
Die Wand dieses Rohrses ist mit Öffnungen oder Düsen versehen, welche so angeordnet sind, dass die aus ihnen austretende Luft die über die Wand b rieselnde Flüssigkeit fein zerstäubt. Unterhalb der Zerstäubungsvorrichtung sind Düsen d angebracht, aus denen ein Trockenluftstrom austritt, welcher
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ihre Feuchtigkeit entzieht, so dass sie teilweise in dem Raume a zu. Boden fallen, teilweise durch den abziehenden Troeknungsluftstrom mitgeführt werden.
Die bis jetzt erwähnten Teile der dargestellten Einrichtung sind bekannt. Der Erfindung gemäss
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des Raumes a aus schräg nach unten bis in die Nähe der Wand h verläuft. Unterhalb des Bodens e, in der Nähe seines der Wand h zunäehstliegenden Endes, befindet sich im Boden des Raumes a eine Öffnung i, durch welche der die zu trocknenden Teilchen mitführende Luftstrom abgesaugt wird. Gegebenenfalls wird dort ein Filter aufgestellt. Die getrocknet m Teilchen fallen nieder und lagern sich zum Teil auf dem Boden e ab. von dem sie durch irgendeine geeignete Vorrichtung entfernt werden.
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das Teilchen während des Trocknungsvorganges die verschiedenen Teile der Luft berührt bzw. von der Menge der Luft, welche das Teilchen innerhalb des Trocknungsvorganges berührt.
Je kleiner die Flüssig-
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sinnig darauf hin, dass in Fig. 2 die vom Luftstrom weiter hingetragenen Teilchen f-k stärker getrocknet werden als die bald niederfallenden Teilchen j-l ; dieser Wirkung wird durch die Bedingung des Luftwechsels nicht entgegengearbeitet. Diese Anschauung findet eine Stütze in der beweisbaren Beobachtung, dass bei der früheren Anordnung nach Fig. 2 etwaige feuchte Stellen sich immer in der Nähe von ! gezeigt
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werden also ungefähr gleich lang. Infolgedessen wird der Unterschied in der Stärke der Trocknung für die Teilchen f-m und f-l verringert. Au#erdem wird die Trocknung der Teilchen f-l erhöht, indem die Ausströmungsöffnung nach i verlegt und damit der Luftwechsel verstärkt wird.
Da die Teilchen bei i in eine Lufcschicht kommen, die in der Pfeilrichtung abströmt und damit sich in relativer Geschwindigkeit zu ihnen befindet, werden sie stärker getrocknet, indem die bereits befeuchtete Lufthülle jedes Teilchens
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Flüssigkeitsteilehen, Trocknungszeit, relative Luftgeschwindigkeit) in richtiger Weise für die Teilchen f-n und f-l ab, so lässt sich ein gleichmässiger getrocknetes Produkt als früher erzielen. Durch die gleichmässigere Trocknung verbessert aber die vorliegende Einrichtung den Troeknungsvorgang.
Nach angestellten Versuchen hat sich ergeben, dass durch die eigenartige Wirkung des schrägen
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Trocknungsvorgang erreicht wird, d. h. an jeder Stelle des Bodens gleichtrockene Pulverteilehen festgestellt wurden.
Die Verbesserung der Qualität wird bei der vorliegenden Anordnung durch eine Verkleinerung des Troekenraumes erreicht. Dadurch werden, da der freigewordene Raum anderweitig benutzt werden kann und da die Ausstrahlungsfläche des Troekenraumes vermindert wird, die spezifischen Trocknung- kosten verringert. Hierin liegt die zweite Verbesserung der Trockenwirkung der vorliegenden Einrichtung.