AT100025B - Sicherung gegen abnormale Spannungserhöhung in Wechselstromleitungen. - Google Patents

Sicherung gegen abnormale Spannungserhöhung in Wechselstromleitungen.

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AT100025B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sicherung gegen abnormale   Spannungserhöhung   in Wechselstromleitungen. 



   Eine zufällige Berührung zwischen Hoch-und Niederspannungsleitungen eines Wechselstromnetzes ist nicht immer genügend, um die Funkenstrecke der gewöhnlichen Spannungssicherungen in Tätigkeit zu setzen, obwohl die Spannung des Wechselstromes, welche auf diese Weise in das Hausnetz gelangt, eine gefährliche Höhe haben kann. 



   Auf Grund der vorliegenden Erfindung wird nun ein Wechselstromnetz bei abnormaler Erhöhung seines Potentials, auch wenn dieselbe nur von geringer Grösse ist, zuverlässig an Erde gelegt. 



   Das Prinzip, welches dem Apparat zugrundeliegt, bildet den Gegenstand des österreichischen Patentes Nr. 95192 und ist kurz folgendes : 
 EMI1.1 
 schluss der am Schenkel B C untergebrachten   Primärwicklung   E an eine Wechselstromleitung ein magnetischer Kraftfluss entstehen, der dem Weg des geringsten magnetischen Widerstandes entsprechend über A B C D fliessen wird. Es werden daher die Polfortsätze F und G keinerlei Polarität aufweisen. 



  Anders wird jedoch der Fall liegen, wenn die bisher als offen angenommene   Sekundärwicklung   H auf dem Schenkel A D über einen äusseren Widerstand kurzgeschlossen wird. Der in der   Sekundärwicklung   H nunmehr fliessende Strom wird einem dem ursprünglichen magnetischen   Kraftfluss   entgegengesetzt gerichteten erzeugen, welcher den ursprünglichen aus dem Schenkel A D verdrängt und so eine Ausbildung von zwei magnetischen Polen bei   F und G bewirkt.   Es wird daher im Moment des Kurzschliessens der Wicklung H die Ankerplatte K angezogen werden. 



   Das Schema des auf vorerwähntem Prinzip aufgebauten, den Gegenstand der Erfindung bildenden Apparates, zeigt Fig. 2. 



   ABC D ist der   lamellierte   Kern,   F und G   die   Polverlängerungen,   E die   Primärwicklung,   H die Sekundärwicklung, K die Ankerplatte, L die zwei Leitungen, die gegen die abnormale   Spannungserhohung   zu   schützen   sind. Die Ankerplatte K ist mechanisch mit einem als Kontakt ausgebildeten Hebel J verbunden, u. zw. derart, dass im Falle die Ankerplatte angezogen wird, der Kontakt J mittels der beiden Leitungen N die Leitungen L untereinander kurzschliesst und zugleich an Erde legt. Die äusseren Enden der Wicklung H gehen zu einem   Kurzschlussapparat   M. Dieser hat den Zweck, die Wicklung H kurzzuschliessen, sobald die in derselben induzierte Spannung eine gewisse genau einstellbare Grenze überschreitet. 



   Nachstehend sind zwei Beispiele über mögliche Ausführungsformen dieses Kurzschlussapparates   angeführt.   



   Er kann aus einem kleinen Gefäss   m   bestehen, in dessen Innerem sich zwei Elektroden n befinden und das mit einem Elektrolyten (z. B. Kupfersulfat) gefüllt ist, der den Strom nur dann durchgehen lässt, sobald die   aufgedruckte   Spannung einen fix begrenzten bestimmten Wert übersteigt. Die Festlegung dieser Grenze ist durch die chemische Zusammensetzung des Elektrolyten und der Elektroden und die Entfernung der Elektroden voneinander gegeben bzw. wählbar. 



   Man könnte als   Kurzschlussapparat   auch eine einstellbare Funkenstrecke (Fig. 3) verwenden und damit die Höchstspannung, über welche hinaus die Wicklung H sofort in Kurzschluss gesetzt wird, nach Belieben auf die erforderliche Grenze einstellen. Das lamellierte   Kernpaket und   die Wicklung E sind derart berechnet, dass der Kern bei Anschluss der Primärwicklung einerseits an die zu schützende 

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 Leitung, anderseits an die Erde nicht hoch gesättigt ist. Der   Kurzschlussapparat   muss so eingestellt sein, dass die hiebei in der Wicklung H induzierte Spannung nicht ausreicht, um die Widerstandstrecke des   Kurzschlussapparates   zu überbrücken. Solange daher die Spannung der Leitung L normal ist, ist die Sekundärwicklung offen.

   Der magnetische Fluss ist nur durch die Wicklung E hervorgerufen und kreist vollständig im Eisen. Auf die Ankerplatte K wirken keinerlei   Anzie hungskriifr e   ein. Der Energieverbrauch entspricht dem eines leerlaufenden Transformators. 



   Erhöht sich die Spannung der Leitungen L, so erhöht sich nahezu im gleichen Verhältnis auch die Spannung der Wicklung H. In dem Moment, in dem ihre Höhe gross genug ist, um die Widerstandsstrecke des   Kurzschlussapparates   zu überbrücken, wird der Stromkreis der Spule   H   kurzgeschlossen. 



  Die Ankerplatte X wird angezogen und damit gleichzeitig durch den Schalter J die Leitungen L kurzgeschlossen und an Erde gelegt, mithin die Überspannung der Leitung L über die Platte T an die Erde geleitet bzw. die Schmelzung der Sicherungen   S   bewirkt. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Sicherung gegen abnormale   Spannungserhöhung   in   WechselstTomleitungen   nach dem Patente Nr. 95192, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden der   Sekundärwicklung   zu einem Apparat führen, der sie automatisch kurzschliesst, sobald die Sekundärspannung die festgesetzte Grenze überschreitet, und die Kräfte der hiedurch im Kernkörper zur Ausbildung   gelargenden   Pole dazu benützt, mittels eines   Mechanismus   die Leitungen kurzzuschliessen oder an Erde zu legen und so die Überspannung unschädlich zu machen.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der den Kurzschluss der Sekundärwicklung besorgende Apparat von einem Gefäss gebildet ist, das mit einem geeigneten Elektrolyten und mit Elektroden versehen ist, wobei die Anzahl der Sekundärwicklungen derart berechnet ist, dass die normale Sekundärspannung etwas unter der Dissoziationsspannung des Elek- trolyten liegt, so dass der letztere bei normaler Spannung als isolierend und bei der Erhöhung der Primärspannung als Leiter betrachtet werden kann. EMI2.1
AT100025D 1921-11-21 1924-03-11 Sicherung gegen abnormale Spannungserhöhung in Wechselstromleitungen. AT100025B (de)

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