Beschreibung
SAW-Filter mit Impedanz-Transformation
Die Erfindung betrifft ein SAW-Filter, insbesondere ein Dual- Mode-SAW-Filter, auch DMS-Filter genannt, wie sie insbesonde¬ re im Front End von Funkeinrichtungen verwendet werden.
Im Empfangspfad von Handys, im so genannten RX-Pfad, findet sich üblicherweise die eine Reihenschaltung Antenne - Anten¬ nenschalter - RX-Filter - Anpassungsschaltung - LNA - Mi¬ scher. Für das so genannte Front End von Handys, das zumin¬ dest einen Teil des RX Pfads enthält, werden komplette Chip¬ sätze oder gar Module angeboten, die aufeinander abgestimmte Einzelkomponenten umfassen oder integrierte Schaltungen sind bzw. mehrere oder alle Komponenten integriert auf einem Modul enthalten. Aufgrund ihres günstigen Preises werden für den LNA (Low Noise Amplifier) vermehrt CMOS-Schaltungen verwen¬ det. Solche LNAs weisen Eingangsimpedanzen von beispielsweise 800 Ω und mehr auf. Sie besitzen meistens eine schlechte Rauschzahl, sodass ein Eingangssignal mit möglichst hoher Amplitude, also mit geringer Dämpfung, benötigt wird, um die Anforderungen an das Gesamtsystem zu erfüllen.
Für das Front End von Handys werden für den RX-Zweig und auch für den TX-Zweig SAW-Filter mit einer reellen Ausgangsimpe¬ danz von typisch bis zu 200 Ω eingesetzt. Die Anpassung an den LNA mit der höheren Eingangsimpedanz gelingt mit externen Komponenten, die allerdings endliche Güten aufweisen und da¬ mit Verluste erzeugen. Zur Minimierung dieser Verluste ist es bekannt, diese Anpassungskomponenten ganz oder teilweise auch in Module zu integrieren. Dennoch werden dabei im Eingangs- pfad des Handys Verluste von typisch 2,0 dB allein durch das
SAW-Filter und zusätzlich typisch ca. 1,0 dB durch das exter¬ ne Matching zur Impedanztransformation auf die reellen 800 Ω in Kauf genommen.
Aus der US 6,353,372 A ist ein DMS-Filter bekannt, bei dem die Impedanz des Ein- oder Ausgangsfilters durch Wichtung be¬ stimmt ist. Dabei ist dieser Wandler in zwei Teilwandler auf¬ geteilt, die zumindest teilweise in Serie geschaltet sind. Die Aufteilung des Ein- oder Ausgangswandlers in zwei Teil- wandler kann dabei horizontal erfolgen, wobei die Teilwandler dann transversal nebeneinander in der akustischen Spur ange¬ ordnet sind. Möglich ist es auch, die Teilwandler vertikal in zwei Teilwandler zu teilen, wobei die Teilwandler dann in longitudinaler Richtung innerhalb der akustischen Spur neben¬ einander angeordnet sind. Bei einer Aufteilung in zwei Teil- wandler, bei der die Größe des Gesamtwandlers inklusive der Anzahl der Finger unverändert bleibt, erhält man so in beiden Fällen eine Impedanz-Transformation zwischen Eingangsseite und Ausgangsseite um den Faktor 4.
Zur Anpassung eines Eingangsfilters zwischen einer Antenne mit 50 Ω Impedanz und einem LNA mit einer EingangsImpedanz von 800 Ω ist jedoch eine höhere Impedanz-Transformation er¬ forderlich, die mit bekannten SAW-Filtern allein noch nicht erreicht werden konnte.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein SAW- Filter mit integrierter Impedanz-Transformation um mindestens den Faktor 6 anzugeben, ohne dass dabei weitere elektrische Verluste durch die Transformation in Kauf genommen werden müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Filter mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausges¬ taltungen der Erfindung gehen aus weiteren Ansprüchen hervor.
Die Erfindung gibt ein SAW-Filter an, bei dem innerhalb einer akustischen Spur, welche eine Apertur A0 aufweist, zumindest ein erster und zumindest ein zweiter elektroakustischer Wand¬ ler angeordnet sind. Beträgt die Gesamtanzahl der elektro- akustischen Wandler mehr als zwei, so sind die Wandler alter¬ nierend nebeneinander angeordnet. Dabei ist der oder die ers¬ te Wandler mit der elektrischen Ausgangsseite und der oder die zweiten Wandler mit der elektrischen Eingangsseite ver¬ bunden. Der erste Wandler umfasst dabei eine Serienschaltung von n Teilwandlern, die durch horizontale Aufteilung des Wandlers in Teilaperturen mit geringerer Teilapertur Aj er¬ halten werden, wobei die Summe der Teilaperturen gleich der Apertur A0 der akustischen Spur ist. Ist mehr als ein erster Wandler vorhanden, so sind zumindest zwei der ersten Wandler elektrisch in Serie geschaltet.
Auf diese Weise wird ein SAW-Filter vom DMS-Typ erhalten, welches auf der elektrischen Ausgangsseite ein balanced Sig¬ nal liefern kann und daher auf dieser Seite symmetrisch be¬ trieben werden kann. Ein solches Filter kann vorteilhaft im RX-Pfad einer Kommunikationseinrichtung, insbesondere eines Handys, eingesetzt werden. Es weist eine integrierte Impe¬ danzanpassung auf, die auf einen Wert von mindestens insbe¬ sondere 6 eingestellt werden kann. Bereits mit einfachsten Ausführungen der Erfindung werden Impedanz-Transformationen um den Faktor 8 und 9 erhalten. Damit gelingt eine einfache und stabilere Anpassung des Filters an die gebräuchlichen differentiellen Verstärker auf CMOS Basis mit den üblicher¬ weise hohen Eingangsimpedanzen.
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Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass alle ersten Wandler des Filters in gleicher Weise in Teilwandler aufgeteilt sind. In gleicher Weise bedeutet dabei, dass alle Teilwandler in die gleiche Anzahl von Teilwandlern aufgeteilt sind, wobei letztere gleiche Teilaperturen aufweisen. Ein solches Filter ist symmetrisch aufgebaut, erleichtert daher den symmetri¬ schen Anschluss der ersten Wandler an der elektrischen Aus¬ gangsseite.
In Weiterbildung der Erfindung ist ein erster Wandler in Aus¬ breitungsrichtung der Oberflächenwelle in hintereinander an¬ geordnete, elektrisch parallel geschaltete Wandlerabschnitte aufgeteilt. Die Wandlerabschnitte sind zumindest zum Teil in Teilwandler aufgeteilt, wobei im ersten Wandler die Anzahl der Teilwandler pro Wandlerabschnitt unterschiedlich ist.
Die Aufteilung des ersten Wandlers in Wandlerabschnitte mit unterschiedlicher Anzahl an Teilwandlern kann durch eine oder mehrere mittlere Stromschienen erfolgen, die sich parallel zur Ausbreitungsrichtung der Oberflächenwelle gesehen über einen der Wandlerabschnitte erstrecken. Zumindest einer der übrigen Wandlerabschnitte weist keine solche mittlere Strom¬ schiene auf. Pro zusätzlich eingefügter mittlerer Stromschie¬ ne wird die Anzahl der Teilwandler um 1 erhöht, sodass bei einer Anzahl von n mittleren Stromschienen eine Aufteilung in n+1 Teilwandler erfolgt.
Ein erfindungsgemäßes SAW-Filter kann mehrere erste Wandler umfassen. Dabei kann vorgesehen werden, dass auf einer ersten Seite der akustischen Spur alle Stromschienen aller ersten Wandler mit der elektrischen Ausgangsseite, zum Beispiel mit den symmetrischen Anschlüssen des Ausgangs, die Stromschienen
auf der anderen Seite der akustischen Spur dagegen alle je¬ weils mit Masse verbunden sind. Werden die ersten Wandler auf der elektrischen Ausgangsseite mit einem symmetrischen An- schluss verbunden, so werden bei mehr als zwei vorhandenen ersten Wandlern diese in zwei Gruppen geteilt, die je einem der beiden symmetrischen Anschlüsse zugeordnet sind. Ist mehr als ein erster Wandler vorgesehen, so ist die Anzahl der ers¬ ten Wandler geradzahlig, sodass sich eine einfache Aufteilung in zwei Gruppen realisieren lässt. Innerhalb jeder Gruppe sind die einem Anschluss des symmetrischen Tores zugeordneten Wandler elektrisch parallel geschaltet.
Bei einem erfindungsgemäßen SAW-Filter mit mehr als zwei ers¬ ten Wandlern sind demzufolge vier, sechs, acht oder mehr ers¬ te Wandler vorhanden. Die ersten Wandler sind zumindest pro Filterhälfte alternierend mit den zweiten Wandlern so ange¬ ordnet, dass sich bezüglich der Anordnung eine Symmetrieachse quer zur Ausbreitungsrichtung der Oberflächenwelle bestimmen lässt. Beiderseits der Symmetrieachse sind die Wandler auf der elektrischen Ausgangsseite wie gesagt elektrisch zu zwei Parallelzweigen geschaltet. Auf der anderen Seite der akusti¬ schen Spur ergeben sich passend dazu zwei Möglichkeiten der Verschaltung. Alle Wandler können auf der elektrischen Ein¬ gangsseite gegen Masse geschaltet sein. Möglich ist es auch, die beiden innersten, der Symmetrieachse am nächsten gelege¬ nen ersten Wandler elektrisch in Serie zu schalten, die übri¬ gen ersten Wandler auf der elektrischen Eingangsseite dagegen gegen Masse zu schalten. Zwischen den beiden innersten, e- lektrisch in Serie geschalteten ersten Wandlern kann ein zweiter Wandler angeordnet sein. In einer anderen Ausführung sind die beiden innersten ersten Wandler einander direkt be¬ nachbart .
In einer Ausführung der Erfindung ist lediglich ein erster Wandler vorgesehen, der in Transversalrichtung in mehr als zwei Teilwandler aufgeteilt ist. Die beiden äußeren Strom¬ schienen dieses ersten Wandlers sind dabei mit den symmetri¬ schen Anschlüssen verbunden, sodass dieser Wandler differen- ziell betrieben werden kann.
In einer weiteren Ausführung der Erfindung ist eine ungerad¬ zahlige Anzahl erster Wandler im Filter vorgesehen. Bezüglich der Anordnung aller Wandler weist das Filter eine Symmetrie¬ achse auf, die außerdem den mittleren Wandler, der ein erster Wandler ist, in zwei zueinander gegenphasig arbeitende Wand¬ lerhälften symmetrisch teilt. Eine äußere Stromschiene des mittleren Wandlers ist elektrisch unterbrochen und so in zwei Hälften unterteilt, wobei jede Hälfte der Stromschiene mit je einem aus zwei symmetrischen Anschlüssen der elektrischen Ausgangsseite verbunden ist. Über die ungeteilte andere Stromschiene sind die beiden Hälften des Wandlers elektrisch in Serie geschaltet .
Dabei ist es möglich, dass jede der beiden Wandlerhälften zu¬ sätzlich noch in serielle Teilwandler aufgeteilt ist, wobei die Aufteilung in transversaler Richtung quer zur Ausbrei¬ tungsrichtung der Oberflächenwelle erfolgt.
Die durch Aufteilung einer Stromschiene erhaltenen Wandler¬ hälften des mittleren ersten Wandlers können ausgangsseitig mit je einem weiteren ersten Wandler parallel geschaltet sein. Eingangsseitig ist dieser weitere erste Wandler dann gegen Masse geschaltet.
In einer Ausführungsform der Erfindung sind sämtliche zweiten Wandler elektrisch parallel geschaltet und eingangsseitig mit
einem unsymmetrischen Anschluss verbunden. Die parallelen zweiten Wandler sind somit single-ended gegen Masse geschal¬ tet.
Ein erfindungsgemäßes Filter funktioniert nach dem DMS- Prinzip, bei dem die akustische Spur vorteilhaft an beiden Enden von je einer Reflektorstruktur begrenzt ist. Die Re¬ flektorstruktur kann ein Gitter von Metallisierungsstreifen umfassen, die frei floatend, elektrisch kurzgeschlossen und wahlweise mit einem Bezugspotenzial verbunden sind.
Aufgrund des reziproken Verhaltens von SAW-Filtern und SAW- Strukturen ist es klar, dass ein erfindungsgemäßes Filter auch mit umgepolten bzw. vertauschten Anschlüssen betriebsfä¬ hig ist. Möglich ist es daher, die ersten Wandler mit der e- lektrischen Eingangsseite, die zweiten Wandler dagegen mit der elektrischen Ausgangsseite zu verbinden.
Eine vorteilhafte Anwendung findet ein erfindungsgemäßes Fil¬ ter im Empfangszweig einer Funkeinrichtung. Dort ist es vor¬ zugsweise im Signalpfad zwischen einer Antenne und einem Ver¬ stärker (LNA) angeordnet.
Ein erfindungsgemäßes Filter kann mit weiteren gleich oder ähnlich aufgebauten Filtern kaskadiert werden. Möglich ist es beispielsweise, zwei vorzugsweise identische erfindungsgemäße Filter so in Reihe zu schalten, dass die gleichartigen An¬ schlüsse miteinander verbunden werden. Dabei werden bei¬ spielsweise die differenziellen Anschlüsse der elektrischen Ausgangsseite eines ersten Filters mit den differenziellen Anschlüssen der Ausgangsseite des zweiten Filters verbunden. Die Eingangsseite des ersten Filters wird dann mit dem Ein-
gang, die Eingangsseite des zweiten Filters dagegen mit dem Ausgang der Anordnung verbunden.
Parallel oder seriell zu erfindungsgemäßen Filtern können Re¬ sonatoren geschaltet sein. Möglich ist es auch, gleichzeitig Resonatoren parallel und seriell zu einem erfindungsgemäßen Filter zu schalten.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei¬ spielen und den dazugehörigen Figuren näher erläutert . Die Figuren dienen allein der besseren Veranschaulichung der Er¬ findung und sind daher nur schematisch und nicht maßstabsge¬ treu ausgeführt . Gleiche oder gleich wirkende Teile sind da¬ bei mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes SAW-Filter mit drei Wand¬ lern in schematischer Darstellung,
Figur 2 zeigt ein weiteres SAW-Filter mit fünf Wandlern in schematischer Darstellung,
Figur 3 zeigt ein SAW-Filter mit fünf Wandlern und zwei e- lektrisch verbundenen ersten Wandlern,
Figur 4 zeigt ein Filter mit sechs Wandlern und zwei verbun¬ denen ersten Wandlern,
Figur 5 zeigt ein SAW-Filter mit sieben Wandlern und elekt¬ risch verbundenen mittleren ersten Wandlern,
Figur 6 zeigt ein SAW-Filter mit fünf Wandlern,
Figur 7 zeigt eine Anordnung aus zwei SAW-Filtern, die in Kaskade zueinander geschaltet sind,
Figur 8 zeigt einen ersten Wandler, der nur teilweise in Teilwandler aufgeteilt ist.
Figur 9 zeigt ein beidseitig unsymmetrisch beschaltetes er¬ findungsgemäßes SAW-FiIter,
Figur 10 zeigt ein auf zwei Spuren aufgeteiltes SAW-Filter,
Figur 11 zeigt ein bekanntes SAW-Filter mit drei Wandlern, das beidseitig balanced ausgeführt ist.
Figur IA zeigt eine erste einfache Ausführungsform der Erfin¬ dung. Das SAW-Filter ist aus zwei zweiten Wandlern (Eingangs¬ wandlern) EWl, EW2 und einem ersten Wandler (Ausgangswandler) AW aufgebaut, die innerhalb der gemeinsamen akustischen Spur nebeneinander angeordnet sind. Beiderseits ist die akustische Spur von je einem Reflektor REF begrenzt. Die zweiten Wandler EWl, EW2 sind beiderseits des ersten AW angeordnet, auf einer Seite der akustischen Spur single-ended mit einem Eingang IN verbunden und auf der anderen Seite gegen Masse geschaltet. Der erste Wandler AW ist transversaler Richtung (quer zur Ausbreitungsrichtung der Oberflächenwelle) in drei Teilwand¬ ler aufgeteilt. Die akustische Spur und damit die kompletten Wandler weisen eine Gesamtapertur A0 auf. Ebenso addieren sich die Teilaperturen A1, A2 und A3 für die drei Teilwandler zur Gesamtapertur A0.
Figur 11 zeigt im Gegensatz dazu ein bekanntes Filter, bei dem zwischen zwei parallel geschalteten zweiten Wandlern EW ein einzelner ungeteilter erster Wandler AW angeordnet und
mit einem symmetrischen Ausgang OUT verbunden ist. Bei einer Normimpedanz Z0 ergibt sich eine Eingangsimpedanz ZE von Z0/2, am Ausgang dagegen eine Impedanz ZA von Z0 und somit eine Impedanztransformation um Faktor 2. Meist wird jedoch durch Reduzierung der Fingeranzahl der zweiten Wandler EW von der Normimpedanz Z0 abgewichen und dabei erreicht, dass ZA = ZE.
In den Figuren IB bis ID sind die in Figur IA verwendeten Symbole zur weiteren Erläuterung zusätzlich noch in anderer Darstellungsweise dargestellt. Figur IB zeigt in der linken Darstellung das in Figur IA für einen (zweiten) Wandler ver¬ wendete Symbol, während die mittlere Darstellung die Elektro¬ denstruktur des Wandlers angibt. Jeder Wandler (bzw. Teil- wandler) besteht aus einer ersten und einer zweiten Strom¬ schiene SSl, SS2, von denen alternierend ineinander greifende Elektrodenfinger EF ausgehen, sodass zwei ineinander gescho¬ bene Elektrodenkämme resultieren. In der rechten Darstellung ist die Impedanz Z0 des Wandlers durch ein entsprechendes Schaltsymbol verdeutlicht. Einem Wandler mit einer gegebenen Anzahl von Elektrodenfingern EF und einer Apertur A0 wird im Folgenden der Einfachheit halber eine Normimpedanz Z0 von 50 Ω zugeordnet. Es wird angenommen, dass alle Wandler die glei¬ che Grundfläche aufweisen. In der Realität kann natürlich durch entsprechende Bemessung von dieser Normimpedanz Z0 ab¬ gewichen werden.
Figur IC zeigt einen Wandler, bei dem hier zwei Teilwandler in Serie geschaltet sind. Der linke Teil der Figur zeigt die in Figur IA und den weiteren Figuren 2 bis 7 verwendete Dar¬ stellungsweise erste Wandler mit in Serie geschalteten Teil¬ wandlern, während die mittlere Abbildung wiederum der Elekt¬ rodenstruktur eines solchen aus Teilwandlern zusammengesetz-
ten Wandlers angibt. Dieser Wandler weist eine weitere mitt¬ lere Stromschiene SSm auf, deren Elektrodenfinger EF sowohl mit denen der ersten Stromschiene SSl, als auch mit denen der zweiten Stromschiene SS2 überlappen. Aufgrund der geringeren Apertur der Teilwandler, die hier wegen der Zweiteilung der halben Ausgangsapertur A0 entspricht, ist die Impedanz Z1 des ersten Teilwandlers ca. 2 * Z0. Auch für den zweiten Teil- wandler gilt: Z2 = 2 * Z0. Bei einer Normimpedanz Z0 = 50 Ω ergibt sich auf diese Weise für den aus zwei Teilwandlern zu¬ sammengesetzten Wandler in Figur IA eine Gesamtimpedanz ZA am Ausgang von ZA = 4 * Z0 = 200 Ω.
Figur ID schließlich zeigt eine beispielhafte Elektrodenstru- kur für eine Reflektorstruktur REF sowie das dafür verwendete Symbol .
Während in Figur IC eine Aufteilung in zwei Teilwandler dar¬ gestellt ist, ist der erste Wandler AW in Figur IA in drei Teilwandler aufgeteilt, wobei jedem Teilwandler wegen dessen verminderter Teilapertur von jeweils 1/3 * A0 die jeweils dreifache Normimpedanz Z0 zukommt. Dies bedeutet für die Se¬ rienschaltung aus drei Teilwandlern eine Gesamtimpedanz von 9 * Z0. Bei Zo = 50 Ω entsprechend der Eingangsimpedanz des Filters von 25 Ω (wegen der Parallelschaltung der beiden zei- ten Wandler EW) ergibt sich für die Impedanz ZA am Ausgang ein Wert von 450 Ω. Dies bedeutet, dass das in Figur IA dar¬ gestellte Filter eine Impedanz-Transformation zwischen dem Eingang IN und dem Ausgang OUT um den Faktor 18 bewerkstel¬ ligt. Indem die beiden äußeren Stromschienen des zweiten Wandlers AW mit je einem Anschluss des Ausgangs OUT verbunden werden, erhält man an den beiden Anschlüssen ein symmetri¬ sches oder balanced Signal .
Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungs¬ gemäßen Filters, welches hier aus insgesamt fünf Wandlern be¬ steht, nämlich einer alternierenden Anordnung aus drei zwei¬ ten und zwei ersten Wandlern. Die zweiten Wandler EWl, EW2, EW3 sind elektrisch parallel mit dem unsymmetrischen (unba- lanced) Eingang INU verbunden und auf der anderen Seite ge¬ gen Masse geschaltet. Die beiden ersten Wandler AWl, AW2 sind jeweils in zwei elektrisch seriell geschaltete Teilwandler aufgeteilt. Die beiden ersten Wandler AWl und AW2 sind auf der einen Seite der akustischen Spur mit jeweils einem An- schluss eines symmetrischen (balanced) Ausgangs OUTb verbun¬ den, auf der anderen Seite dagegen gegen Masse geschaltet. Über diese Masseanbindung ergibt sich eine serielle Verschal- tung der beiden ersten Wandler. Durch die serielle Verschal- tung der Teilwandler innerhalb jedes einzelnen Wandlers und die serielle Verschaltung der beiden ersten Wandler ergibt sich insgesamt eine serielle Verschaltung von vier Teilwand¬ lern, die jeweils im Vergleich zu Figur 2A eine Impedanz von 2 * Z0 aufweisen. Dies bedeutet, dass von der Eingangsseite IN hin zur Ausgangsseite OUT bei gleichen Wandlergrößen eine Impedanz-Transformation um den Faktor 24 bewirkt wird.
Bei entsprechender Variation der Fingeranzahl und damit der Wandlerlängen können bei diesem und allen anderen Ausfüh¬ rungsbeispielen entsprechend ungeradzahlige bzw. nicht ganz¬ zahlige Impedanz-Transformationsfaktoren erhalten bzw. einge¬ stellt werden. Möglich ist es auch, die Fingeranzahl für ers¬ te und zweite Wandler unterschiedlich zu gestalten. Vorteil¬ haft ist es jedoch, stets innerhalb der Gruppe der ersten Wandler eine in Bezug auf eine mittlere senkrecht zur akusti¬ schen Ausbreitungsrichtung stehende Symmetrieachse gleiche Anzahl von Elektrodenfingern zu verwenden. Vorzugsweise wer-
den in der Gruppe der zweiten Wandler ebenfalls nur Wandler mit gleicher Fingeranzahl eingesetzt.
Während die ersten Wandler AWl, AW2 in Figur 2 gegen Masse geschaltet sind, gelingt die serielle Verschaltung der beiden ersten Wandler in der Ausführungsbeispiel nach Figur 3 durch eine elektrische Verbindung der beiden ersten Wandler AWl, AW2. Dabei ist es möglich, aber nicht erforderlich, die Ver¬ bindung der beiden ersten Wandler AW an Masse anzuschließen. Die Verbindung kann auch floatend sein. Bezüglich ihrer E- lektrodenstrukturen sind die Filter der Figuren 1 und 2 an¬ sonsten identisch aufgebaut.
Figur 4 zeigt ein erfindungsgemäßes SAW-Filter mit vier ers¬ ten Wandlern AWl bis AW4 und zwei zweiten Wandlern EWl, EW2. Jeder der beiden zweiten Wandler EWl, EW2 ist zwischen je¬ weils zwei ersten Wandlern AW angeordnet, elektrisch parallel zwischen dem unbalanced Eingang INU und Masse geschaltet. In der Mitte des Filters grenzen zwei erste Wandler AW2, AW3 di¬ rekt aneinander und sind an einer äußeren Stromschiene elekt¬ risch miteinander verbunden. Auf der gleichen Seite der An¬ ordnung sind die beiden äußeren ersten Wandler AWl, AW4 mit Masse verbunden. Auf der anderen Seite der akustischen Spur sind jeweils zwei der ersten Wandler AWl, AW2 bzw. AW3, AW4 elektrisch verbunden und mit einem Anschluss des balanced Ausgangs OUTb verbunden. Ohne Aufteilung der ersten Wandler sind die Fingeranzahlen so gewählt, dass bei einer Normimpe¬ danz Z0 eines (zweiten) Wandlers die Impedanz ZA am Ausgang z.B. 200 Ω beträgt. Jetzt wird jeder der ersten Wandler AW außerdem in zwei seriell geschaltete Teilwandler aufgeteilt, sodass sich für jeden ersten Wandler eine Teilimpedanz von vier Mal der AusgangsImpedanz Z0 ergibt. Mit der Annahme, dass aufgrund gleicher Fingeranzahl jeder Ausgangswandler AW
(erster Wandler) die gleiche Anfangsimpedanz hat, weist das gesamte Filter zwischen Eingang IN und Ausgang OUT eine Impe¬ danz-Transformation um den Faktor 8 auf.
Figur 5 zeigt eine Abwandlung dieser Anordnung, bei der zwi¬ schen den beiden mittleren ersten Wandler AW2 und AW3 ein weiterer zweiter Wandler angeordnet ist, sodass sich insge¬ samt ein Filter aus sieben alternierend angeordneter Wandler ergibt. Durch die Aufteilung jedes ersten Wandlers in eine serielle Verschaltung zweier Teilwandler und durch die se¬ rielle Verschaltung der beiden mittleren ersten Wandler er¬ gibt sich hier eine Impedanz-Transformation ungefähr um den Faktor 12.
Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungs- gemäßen SAW-Filters, das aus zwei ersten und drei alternie¬ rend dazu angeordneten zweiten Wandlern EW besteht. Jeder erste Wandler AW umfasst eine serielle Verschaltung dreier Teilwandler und ist auf der einen Seite mit einem Anschluss des Ausgangs OUT und auf der anderen Seite mit Masse verbun¬ den. Daraus ergibt sich eine serielle Verschaltung der beiden ersten Wandler AWl, AW2 zwischen den beiden Anschlüssen des Ausgangs OUT. Da jedem der ersten Wandler AW die neunfache Normimpedanz Z0 zukommt, ergibt sich durch die serielle Ver¬ schaltung der beiden ersten Wandler eine Gesamtimpedanz ZA am Ausgang von ZA = 18 * Z0. Bei einer typischen Normimpedanz Z0 = 50 Ω ergibt sich daher am Ausgang ein Wert von 900 Ω und somit gegenüber der Eingangsimpedanz ZE von Z0/3 eine Impe¬ danztransformation um den Faktor 54.
In Abwandlung der dargestellten Aufteilungen der ersten Wand¬ ler in zwei und drei Teilwandler sind erfindungsgemäß auch Aufteilungen in eine höhere Anzahl von Teilwandlern möglich.
Als begrenzender Faktor sind lediglich die Verluste durch Streuung und Beugung anzusehen, die bei zu klein werdender Teilapertur in Kauf genommen werden müssen. In allen Ausfüh¬ rungsbeispielen ist es auch möglich, die Aufteilung in Teil- wandler nicht symmetrisch vorzunehmen, sodass die Teilwandler unterschiedliche Teilaperturen aufweisen können. In allen Fällen ist es jedoch vorteilhaft, bei mehr als einem ersten Wandler eine symmetrische Aufteilung in Teilwandler vorzuneh¬ men. Von Vorteil sind stets SAW-Filter, die bezüglich der An¬ ordnung der Wandler symmetrisch aufgebaut sind.
Figur 7 zeigt eine Anordnung aus zwei kaskadierten SAW- Filtern, von denen ein jeder beispielsweise wie in Figur 2 aufgebaut ist. Die Kaskadierung erfolgt über die Seite der Filter mit den beiden symmetrischen Anschlüssen, indem ein¬ fach die beiden Anschlüsse für den Ausgang eines jeden Fil¬ ters miteinander verbunden werden.
Bei der Anordnung gemäß Figur 7 ergibt sich als weiterer Vor¬ teil, dass durch die Kopplung der beiden Spuren über die hochohmige Seite die resistiven Verluste verringert werden. Selbst wenn bei der Gesamtanordnung nach Figur 7 zwischen den beiden unsymmetrischen Anschlüssen Tl und T2 der Anordnung keine Impedanz-Transformation stattfindet, so hat die Impe¬ danz-Transformation innerhalb der Teilstrukturen den genann¬ ten Vorteil geringerer Verluste bei der Kopplung.
Figur 8 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der ein erster Wandler nur teilweise in Teilwandler aufge¬ teilt ist. Dieser Wandler weist in Ausbreitungsrichtung der akustischen Welle eine Aufteilung in drei Abschnitte AB auf, die alle elektrisch parallel geschaltet sind, indem bei¬ spielsweise alle Wandler zwei gemeinsame äußere Stromschienen
SSl, SS2 benutzen'. Die mittlere Stromschiene SSm erstreckt sich hier nur im Bereich des mittleren Abschnitts AB2, sodass nur dieser zweite Wandlerabschnitt AB2 in zwei Teilwandler TWl, TW2 aufgeteilt ist. In einem solcherart aufgeteilten Wandler ist es möglich, die Abschnittslängen für die Wandler¬ abschnitte AB unterschiedlich zu gestalten. Möglich ist es auch, die Wandlerabschnitte AB in eine unterschiedliche An¬ zahl von Teilwandlern aufzuteilen. Während in den Wandlerab¬ schnitten, die in Teilwandler aufgeteilt sind, die Impedanz erhöht ist, bleibt sie in den Abschnitten, die keine mittlere Stromschiene und daher keine Aufteilung in Teilwandler auf¬ weisen, unverändert. Die GesamtImpedanz eines solchen Wand¬ lers wird dann analog zu einer Parallelschaltung von Wider¬ ständen aus den Teilimpedanzen der Wandlerabschnitte AB be¬ rechnet. Die TeilImpedanzen der Teilwandler verhalten sich in erster Näherung indirekt proportional zur Länge des jeweili¬ gen Abschnitts. Dies bedeutet, dass ein längerer in Teilwand¬ ler aufgeteilter Wandlerabschnitt AB2 zu einer höheren Impe¬ danz führt als ein entsprechender Wandlerabschnitt mit gerin¬ gerer Länge. Ein derart aufgeteilter Wandler kann in allen Ausführungsformen der Erfindung als erster Wandler eingesetzt werden und dort den jeweils vollständig in Teilwandler aufge¬ teilten Wandler ersetzen.
Figur 9 zeigt eine Variation der Erfindung, bei der ein ers¬ ter Wandler AW in mehr als zwei Teilwandler -aufgeteilt ist und bei dem im Unterschied zu Figur IA der erste Wandler AW unbalanced gegen Masse geschaltet und betrieben ist.
Figur 10 zeigt eine Variante, bei der die Wandler des Filters über zwei akustische Spuren verteilt sind. Jede Spur ist da¬ bei zwischen zwei Reflektoren angeordnet . Jede Spur umfasst zwei parallel geschaltete zweite Wandler EW, zwischen denen
je ein erster Wandler AW angeordnet ist. Die zweiten Wandler beider Spuren sind parallel geschaltet. Jeder erste Wandler AW ist in zwei seriell geschaltete Teilwandler aufgeteilt und mit einem symmetrischen Anschluss des Ausgangs OUT verbunden.
Obwohl die Erfindung nur anhand weniger Ausführungsbeispiele dargestellt werden konnte, ist sie nicht auf diese be¬ schränkt. Möglich ist es beispielsweise, eine beliebige An¬ zahl erster und zweiter Wandler alternierend anzuordnen. Es gilt dabei jedoch stets, dass eine symmetrische Anordnung be¬ vorzugt ist, wobei die Symmetrieachse bei geradzahliger An¬ zahl von Wandlern zwischen zwei Wandlern, bei ungeradzahliger Anzahl jedoch in der Mitte eines Wandlers angeordnet ist. Es ist möglich, dass alle Wandler einer Kategorie, also erste oder zweite Wandler, gleich aufgebaut sind. Erste und zweite Wandler können sich dagegen in einzelnen Parametern unter¬ scheiden, insbesondere in der Wandlerlänge und damit in der Anzahl der Elektrodenfinger. Möglich ist es jedoch auch, in erfindungsgemäßen Filtern unterschiedliche zweite Wandler EW einzusetzen, die sich in der Anzahl der Elektrodenfinger bzw. in der Wandlerlänge unterscheiden können. Möglich ist es auch, dass auch die zweiten Wandler EW in Teilwandler aufge¬ teilt sind. Die Aufteilung der ersten Wandler AW ist jedoch dann so, dass sich auf der Ausgangsseite eine entsprechend erhöhte Impedanz ergibt .
Erfindungsgemäße Filter können außerdem in beliebiger Anzahl kaskadiert werden. Möglich ist es auch, einzelne oder mehrere kaskadierte erfindungsgemäße Filter seriell und/oder parallel mit Resonatoren, beispielsweise mit Eintor-Resonatoren, zu verbinden. Die Filter können auf beliebigen piezoelektrischen Substraten ausgebildet werden, vorzugsweise jedoch auf hoch¬ koppelnden Substraten wie Lithiumniobat und Lithiumtantalat .
Eine bevorzugte Verwendung finden erfindungsgemäße Filter im RX-Zweig von Endgeräten der mobilen Kommunikation, also im RX-Zweig von Handys.