LU85591A1 - Reinigungseinrichtung und reinigungsverfahren,insbesondere fuer hohlkoerper,rohrleitungen,schlaeuche und endoskope - Google Patents
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Description
, 4
Reinlqunqselnrlchtung und Reinigungsverfahren.
Insbesondere für Hohlkörper. Rohrleitungen,.
Schläuche und Endoskope.
Pie Erfindung betrifft eine Reinigungseinrichtung sowie ein Verfahren, insbesondere zur Einigung yon Hohlkörpern, Schläuchen und Endoskopen mit einer desinfektionsmittelhaltigen Reinigungsflüssigkeit.
Es ist bereits bekannt, zur Reinigung und Desinfektion von medizinischen Geräten und von Endoskopen Desinfektionsmittellösungen durch die zu behandelnden Hohlräume zu leiten. Dazu werden die in niedriger Konzentration vorliegenden Desinfektionsmittellösungen angeschlossen Vorratsbehältem entnommen und nach der Verwendung wieder zurückgeführt, wobei die Lösung mehrfach verwendet wird. Dieses Verfahren ist mit erheblichen Nachteilen verbunden, da sich in der Desinfektionsmittellösung nach häufiger Anwendung über einen längeren Zeitraum Verunreinigungen und Keime ansammeln können. Außerdem erfolgt nach längerer Anwendung eine Verdünnung der Lösung durch das zugeführte Wasser.
Weiterhin ist ein Reinigungsgerät bekannt, in dem ein Desinfektionsmittel im Kreislauf längere Zeit durch die zu behandelnden Hohlräume gepumpt wird, was aber zur Folge aht, daß das medizinische Gerät in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung steht. Dies ist besonders nachteilig für die Endoskopreinigung, da diese teuren Geräte jeweils nur in geringer Zahl in der Endoskopie-Abteilung der Klinik oder der Artzpraxis vorhanden sind.
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Ferner sind auch schon Apparate zur Endoskopreinigung bekannt, die eine in niedriger Konzentration vorliegende Desinfektions-mittellösung einem angeschlossenen Vorratsbehälter entnehmen und durch die zu reinigenden Endoskophanäle leiten. Die Lösung wird einmal verwendet. Der Nachteil der Reinigungsverfahren, die mit diesen Vorrichtungen vorgeschlagen werden, besteht darin, daß jeweils nur ein sehr begrenzter Vorrat an Reinigungslösung • -zur Verfügung steht. Da Endoskope aber bekanntlich nach jeder An wendung gründlich gereinigt und desinfiziert werden müssen und die Untersuchungen oder Behandlungen mit solchen Geräten in kurzen Zeitabständen erfolgen, erfordern solche Reinigungsverfahren den häufigen und regelmäßigen Austausch bzw. ständiges Nachfüllen der Vorratsbehälter. Ein weiterer Nachteil dieser Reinigungsgeräte und Verfahren besteht darin, daß aufwendige Apparaturen erforderlich sind und die Behandlung nur mit Desinfektionslösungen möglich ist, die Raumtemperaturen besitzen.
Ferner ist zu beachten, daß diese Verfahren nur dort durchführbar sind, wo ein gewisser Überdruck eingesetzt werden kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Beseitigung dieser Nachteile und der Schaffung eines Reinigungsgerätes sowie eines Reinigungsverfahrens, das in einfacher und schneller Weise eine desinfizierende Reinigung der genannten Gegenstände ohne aufwendige Apparaturen ) gestattet.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Reinigungsgerät, insbesondere für die Reinigung von Hohlkörpern, Rohren, Schläuchen und Endoskopen mit einer desinfektionsmittelhaltigen Reinigungsflüssigkeit, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es aus einer an eine Wasserzuführung anschließbaren Dosiervorrichtung, mindestens einem Konzentratbehälter, gegebenenfalls mindestens einem Druckminderventil und einem Anschlußteil besteht, wobei diese Teile des Gerätes durch Leitungen miteinander verbunden sind'und keine Rückläufeinrichtung für die verwendete Reinigungsflüssigkeit besteht.
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Dosiereinrichtungen sind an sich bekannt und werden in Kliniken z.p. zur Bereitung von Desinfektionsmittellösungen, die für die Flächendesinfektion bestimmt sind, verwendet. Ebenfalls ist ihre prinzipielle Funktionsweise bekannt. Sie sind an eine Wasserzuführung und einen KonzentratbehSlter angeschlossen und liefern eine verdünnte Lösung des im allgemeinen in flüssiger Form vor-• liegenden Konzentrats des Desinfektionsmittels.
Bevorzugt werden solche Dosier- oder auch Mischvorrichtungen, die Lösungen mit einem geeigneten niedrigen Druck abgeben, so daß ^ einerseits die häufig empfindlichen Endoskope nicht beschädigt werden können, andererseits aber die Kanäle gut durchgespült werden.
Vorzugsweise liegt der Druck der desinfektionsmittelhaltigen Reinigungsflüssigkeit im Bereich von 0,5-1 bar wenn flexible Endoskope gereinigt werden sollen.
Dosiervorrichtungen, die bedingt durch ihre Bauweise die Lösungen unterzu hohem Druck abgeben, können in den erfindungsgemäßen Reinigungsgeräten zusammen mit einem Druckminderventil verwendet werden.
J Gemäß der Erfindung sind auch mehrere Vorratsbehälter an die Dosier- vorrichtung angeschlossen, so daß beispielsweise unterschiedliche Desinfektionsmittelkonzentrate wahlweise abwechselnd oder auch gleichzeitig zùgèmischt werden können.
Gegebenenfalls erforderliche Druckminderventile, die in dem erfindungsgemäßen Reinigungsgerät verwendet werden können, sind an sich bekannt.·. Bevorzugt wird ein regelbares Ventil, mit dem sich der Abgabedruck im Einblick auf die Eigenschaften der zu reinigenden Gegenstände Wählen läßt.
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Als Anschlußteil für die zu reinigenden Gegenstände können die bereits bekannten undVhierfür üblicherweise verwendeten Einzelanschlüsse und Vorrichtungen dienen.
Das erfindungsgemäße Verfahren, insbesondere zur Reinigung von Hohlkörpern, Rohren, Schläuchen und Endoskopen mit einer desinfektionsmitte lhaltigen Reinigungsflüssigkeit, ist dadurch gekennzeichnet, daß man einer Reinigungsflüssigkeit mittels einer Dosiervorrichtung ein Desinfektionsmittel zusetzt, diese desinfektionsmittelhaltige Reinigungslösung gegebenenfalls durch ein Druckminderventil und ^ einen Anschlußteil durch die zu reinigenden Teile leitet und sie anschließend nicht zurückführt, sondern in einen Abfluß oder Entsorgungsbehälter gelangen läßt.
Als Reinigungsflüssigkeit dient Wasser, das direkt dem Leitungsnetz' ‘ entnommen wird. Besonders vorteilhaft· ist es, das Reinigungsverfahren mit heißem Wasser durchzuführen. Dazu braucht die Dosiervorrichtung nur mit einem Heißwasseranschluß oder zweckmäßigerweise mit einer üblichen Mischbatterie verbunden zu werden, mit der die gewünschte Temeperatur Ohne weitere apparative Maßnahmen gewählt· werden kann.
Außer dem Desinfektionsmittelkonzentrat kann dem Wasser ein Reinigungsmitt él , beispielsweise auf der Basis von Tensiden oder ein Lösungsmittel, ) z.R. ein organisches Lösungsmittel wie Äthanol zugegeben werden.
Das erfindungsgemäße Reinigungsgerät und Reinigungsverfahren eignet sich besonders gut für medizinische oder chirurgische Geräte oder ' Instrumente, insbesondere aber für die Endoskopreinigung.
Im Gegensatz zu den bekannten Kaltreinigungs-Methoden können die genannten Gegenstände erfindungsgemäß schnell, kostengünstig und ohne apparativen Aufwand unter weitgehender Benutzung der z. B. in der Klinik schon vorhandenen Installationen oder Apparaturen gereinigt werden. Sehr günstig ist dabei auch, daß mit höheren Temperaturen höherem Druck und höher konzentrierten Reinigungslösungen gearbeitet v werden kann, ohne daß ein übermäßiger Aufwand an Arbeit bei der Bereitstellung der Desinfektions-, Reinigungs- oder Zusatz-Mittel erforder- 1 InVl ί fif n-a nnf n nrmnrran uf ο Λον ) » ' 5
Temperatur und der höheren Desinfektionsmittelkonzentration in der Reinigungsflüssigkeit auch die Reinigungszeit verkürzt werden kann, ist der Desinfektionsmittelverbrauch niedrig, obwohl die Reinigungsflüssigkeit nur einmal benutzt wird.
. In den Zeichnungen sind Aüsführungsformen des erfindungsgemäßen
Reinigungsgerätes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung des Geräts.
In eine Posiervorrichtung 1 führt eine Wasserzuführung 2 und eine Leitung 3, die in einen Vorratsbehälter 4 mit einem Desinfek-tignsmittelkonzentrat 4a führt. Fine Reinigungsflüssigkeitsleitung 5 führt dann zu einem Pruckminderventil 6 von dem eine weitere Leitung 7 zum Anschlußteil 8 führt, das mit Anschlußöffnungen 9 zum Anschluß an die zu reinigenden Gegenstände versehen ist.
Pie Fig. 2 und 3 zeigen als Auszug aus Fig..l zu Baueinheiten zusammengefügte Geräteteile t und 6 einerseits sowie 6 und 8 andererseits, wie in den Ansprüchen 4 und 5 eingegeben.
Pie einzelnen Teile des Gerätes sind über flexible oder starre Leitungen miteinander verbunden. Pabei können diese Verbindungsleitungen sowohl lösbar als auch unlösbar fest angebracht sein. Lösbare Verbindungen J _ können in an sich bekannter Weise als Schraub- oder Steckanschlüsse ausgeführt sein.
Pie einzelnen Geräteteile können alle zusammen in einer Baueinheit zusammengefaßt sein. Gegenstand der Erfindung sind·.aber auch solche > Baueinheiten die entweder von der Posiervorrichtung und dem Pruckminder ventil oder dem Anschlußteil und dem Druckminderventil gebildet werden.
Biese Baueinheiten lassen sich dann mit dem dritten Geräteteil im Sinne eines Baustein/Baukasten-Systems zusammensetzen. Die auf diese Weise verbesserten Kombinationsmöglichkeiten erleichtern den Einsatz in der Praxis erheblich.
Claims (7)
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- 1. Reinigungsgerät, insbesondere für die Reinigung von Hohlkörpern, Rohren, Schläuchen und Endoskopen mit einer desinfektionsmittel-haltigen Reinigungsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer an eine Wasserzuführung anschließbare Dosiervorrichtung, mindestens einem Konzentratbehälter, gegebenenfalls mindestens einem Druckminderventil und einem Anschlußteil besteht, wobei diese 0 Teile des Gerätes durch Leitungen miteinander verbunden sind und keine Rücklaufeinrichtung für die verwendete Reinigungsflüssigkeit besteht. D .
- 2. Reinigungsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Druckmittelventil besitzt. - 3. Reinigungsgerät mit einem Druckminderventil gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckmunderventil regelbar ist.
- 4. Reinigungsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch'', gekennzeichnet,' daß es zu einer Baueinheit zusammengefaßt ist.
- 5. Reinigungsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Dosierelement und Druckminderventil-, zu einer Baueinheit zusammen- ^ gefaßt sind.
- 6. Reinigungsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Druckmittelminderventil und Anschlußteil zu einer Baueinheit zusammengefaßt sind.
- 7. Verfahren, insbesondere zur Reinigung von Hohlkörpern, Rohren, Schläuchen und Endoskopen mit einer desinfektionsmittelhaltigen Reinigungsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man einer Reinigungsflüssigkeit mittels einer Dosiervorrichtung ein Desinfektionsmittel zusetzt, diese desinfektionsmittelhaltige Reinigungslösung gegebenenfalls durch ein Druckminderventil und einem Anschlußteil durch die zu reinigenden Teile leitet und sie anschließend nicht zurückführt, sondern in einen Abfluß oder Entsorgungsbehälter aelanaen läßt.
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