WERKZEUGMASCHINE MIT EINER LUFTKÜHLUNG UND VERFAHREN ZUM SCHUTZ EINES ANWENDERS EINER WERKZEUGMASCHINE VOR STAUB
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine mit einer Luftkühlung für die Kompo nenten der Werkzeugmaschine. Dabei umfasst die Werkzeugmaschine Ausblasöffnungen zur Abgabe der verbrauchten Luft an die Umgebung der Werkzeugmaschine. In einem zweiten As pekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Schutz eines Anwenders einer Werkzeugmaschine vor Staub. Die Erfindung ist mit dem wesentlichen Vorteil verbunden, dass durch die Luftkühlung im Inneren der Werkzeugmaschine bestehende Luftströmungen ausgenutzt werden, um den bei Betrieb der Werkzeugmaschine anfallenden Staub in eine Raumrichtung „von dem Anwender weg“ zu blasen. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung kann durch die ausgeblasene Luft ein Luftvorhang im Sinne eines Staubschildes gebildet werden, der den Anwender wirksam vor Staub schützt, indem der Luftvorhang den Staub von dem Anwender und seinen Atemwe gen fernhält.
Hintergrund der Erfindung:
Es ist bekannt, dass es bei der Bearbeitung von abrasiven Untergründen mit Werkzeugmaschi nen häufig zu einer unerwünschten Staubentwicklung kommt. Dies kann beispielsweise bei der Anwendung von Trennschleifern oder Schlitzgeräten der Fall sein, mit denen beispielsweise der Untergrund „Beton“ bearbeitet wird. Insbesondere wird der Staub bei den mit der Werkzeugma schine durchgeführten Schneid- oder Schleifprozessen erzeugt. Dieser Staub kann in vielen Fällen gesundheitsgefährlich sein. Insbesondere sollte der bei der Arbeit mit der Werkzeugma schine entstehende Staub nicht eingeatmet werden und auch nicht in die Atemwege des Bedie ners gelangen. Um dies zu vermeiden, sind im Stand der Technik verschiedene Maßnahmen und Vorrichtungen bekannt, um zu verhindern, dass der Anwender der Werkzeugmaschine den Staub einatmet. Beispielsweise sind sogenannte Staubhauben bekannt, die um das Werkzeug der Werkzeugmaschine herum angeordnet sein können und dazu eingerichtet sind, den beim Betrieb der Werkzeugmaschine anfallenden Staub aufzufangen bzw. aufzunehmen. Bei dem Werkzeug der Werkzeugmaschine kann es sich beispielsweise um eine Schneid- oder Trenn scheibe eines Trennschleifers oder Schlitzgeräts handeln. Konventionelle Staubhauben, wie sie
aus dem Stand der Technik bekannt sind, dienen der Vermeidung der Staubausbreitung in Ver bindung mit der Arbeit mit einer Werkzeugmaschine, um die Gesundheit eines Benutzers der Werkzeugmaschine vor dem Staub und seinen möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen. Allerdings hat sich gezeigt, die bekannten Maßnahmen zur Staubbindung oder Staubabsaugung häufig zusätzliche Komponenten oder Zubehör an der Werkzeugmaschine erfordern, was von vielen Nutzern nicht akzeptiert wird oder die Handhabung der Werkzeugma schine wesentlich erschwert. Häufig weisen Staubhauben oder dergleichen ein großes Volumen auf oder ihre Verwendung führt dazu, dass die Werkzeugmaschine unhandlich wird.
Konventionelle Staubhauben werden auch häufig in Verbindung mit einem Staubsauger ver wendet, um den Staub aus dem Bereich der Werkzeugmaschine abzusaugen. Allerdings kön nen Staubsauger aus Platz- und/oder Versorgungsgründen nicht überall auf jeder Baustelle ein gesetzt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die vorstehend beschriebenen Nachteile und Mängel konventioneller Staubschutzvorrichtungen zu überwinden und eine Werkzeugmaschine bereit zustellen, bei der ein Kontakt des Anwenders mit dem bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine entstehenden Staub von vornherein sicher vermieden bzw. deutlich reduziert wird. Darüber hin aus soll ein Verfahren zum Schutz des Anwenders vor Staub bereitgestellt werden. Im Kontext der Erfindung wäre es wünschenswert, wenn die bereitzustellende technische Lehre nicht dazu führt, dass zusätzliche Komponenten an der Werkzeugmaschine befestigt werden müssen, die die Werkzeugmaschine klobiger und unhandlicher machen und dadurch die Arbeit mit der Werk zeugmaschine erschweren. Es wäre insbesondere wünschenswert, wenn die Konstruktion be kannter Werkzeugmaschinen möglichst wenig abgeändert werden müsste, um dennoch einen wirksamen Staubschutz für den Anwender der Werkzeugmaschine zur Verfügung stellen zu können.
Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Aus führungsformen zu dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche finden sich in den abhängi gen Ansprüchen.
Beschreibung der Erfindung:
Erfindungsgemäß ist eine Werkzeugmaschine mit einer Luftkühlung für die Komponenten der Werkzeugmaschine vorgesehen, wobei die Werkzeugmaschine Ausblasöffnungen zur Abgabe der verbrauchten Luft an die Umgebung der Werkzeugmaschine umfasst. Die Werkzeugma schine ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblasöffnungen so ausgestaltet sind, dass ein
während des Betriebs der Werkzeugmaschine entstehender Staub von einem Anwender der Werkzeugmaschine fortgeblasen wird. Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass mit der vorgeschlagenen Werkzeugmaschine bestehende Luftströmungen innerhalb der Werk zeugmaschine ausgenutzt werden können, um den Staub vom Anwender wegzublasen. Die Luftströmungen innerhalb der Werkzeugmaschine gehen vorzugsweise auf die Luftkühlung zu rück, die verwendet wird, um die Komponenten und Bestandteile der Werkzeugmaschine zu kühlen und vor einer unerwünschten Überhitzung zu schützen. Mit anderen Worten werden im Kontext der vorliegenden Erfindung vorhandene Luftströmungen, die wegen der Luftkühlung der Komponenten durch die Werkzeugmaschine geführt werden, verwendet, um einen zusätzlichen technischen Effekt zu bewirken, nämlich das Fortblasen des Staubs, der beim Betrieb der Werk zeugmaschine entsteht.
Der Begriff „verbrauchte Luft“ steht im Sinne der Erfindung bevorzugt für die Luft, die von der Luftkühlung durch die Werkzeugmaschine geführt wurde und nach Durchgang durch das Gerät an den Ausblasöffnungen aus der Werkzeugmaschine ausgeblasen wird. Die verbrauchte Luft wird dadurch an die Umgebung der Werkzeugmaschine abgegeben. Sie ist durch die Verwen dung als Kühlluft im Vergleich zu der übrigen Umgebungsluft erwärmt. An anderen Stellen kann die Werkzeugmaschine Einsaugöffnungen aufweisen, an denen frische, unverbrauchte Luft aus der Umgebung eingesaugt wird, um als Kühlluft durch die Werkzeugmaschine geführt zu wer den. Es kann vorgesehen sein, dass im Kontext der vorliegenden Erfindung eine zusätzliche Luftströmung erzeugt wird, wobei hierfür vorzugsweise die zur Kühlung vorhandene bzw. benö tigte Luftströmung verwendet werden kann.
Die Erfindung kann insbesondere bei der Verwendung der Werkzeugmaschine im Freien einge setzt werden. In solchen Anwendungsfällen ist es häufig ausreichend, dass der Anwender dadurch vor Staub geschützt wird, dass der Staub von vornherein von ihm weggeblasen wird und der Anwender und seine Atemwege dadurch nicht oder im Wesentlichen nicht mit dem Staub in Berührung kommen. Tests haben gezeigt, dass eine Strömungsgeschwindigkeit und/oder ein Volumenstrom des Luftvorhanges eine optimale Schutzwirkung für den Anwender ermöglichen können. Insbesondere können die Strömungsgeschwindigkeit und/oder der Volu menstrom der Luftströmung durch die Anordnung oder Positionierung der Ausblasöffnungen eingestellt werden. Darüber hinaus können die Strömungsgeschwindigkeit und/oder der Volu menstrom innerhalb der Luftströmung durch die Ausgestaltung der Ausblasöffnungen, zum Bei spiel hinsichtlich ihrer Form, beeinflusst werden.
Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Größe bzw. Stärke der erzeugten Luftströ mung in Abhängigkeit von dem Kühlluftstrom des Motors, des Volumenstroms einer Staubsaug vorrichtung und/oder der Umfangsgeschwindigkeit der Trennscheibe der Werkzeugmaschine bestimmt wird. Vorzugsweise wird die Strömungsgeschwindigkeit im Kontext der vorliegenden Erfindung so ausgewählt, dass die Strömungsgeschwindigkeit größer ist als die Geschwindigkeit der Staubpartikel an einem Punkt X. Dies bedeutet beispielsweise im Falle eines Trennschlei fers, dass eine Strömungsgeschwindigkeit in einem Bereich von 5 bis 200 m/s liegt, vorzugswei se in einem Bereich von 5 bis 50 m/s, besonders bevorzugt in einem Bereich von 5 bis 20 m/s und am meisten bevorzugt bei größer als 10 m/s. Es ist im Sinne der Erfindung insbesondere bevorzugt, dass die Strömungsgeschwindigkeit in Abhängigkeit von einem Abstand des Punkts X zu einem Scheibenumfang und/oder einer Oberfläche des bearbeiteten Materials ausgewählt werden kann. Der Volumenstrom der Luftströmung liegt vorzugsweise in einem Bereich von größer als 20 l/s. Besonders bevorzugt liegt der Volumenstrom des Kühlluftstroms in einem Be reich von größer als 30 l/s. Diese Werte haben sich in Tests als besonders gut geeignet erwie sen, um einen wirksamen Luftvorhang auszubilden und den Nutzer der Werkzeugmaschine ef fektiv vor Staub zu schützen.
Auch die Richtung, in die die Luft aus den Ausblassöffnungen herausgeblasen wird, kann im Kontext der vorliegenden Erfindung so eingestellt werden, dass der Staub im Wesentlichen voll ständig von dem Anwender weggeblasen wird. Dadurch kann vorteilhafterweise erreicht werden, dass eine Staubentwicklung und/oder eine Strömung des Staubs in Richtung des Kopfes des Anwenders allenfalls sehr gering ausfällt oder vollständig unterbleibt. Tests haben gezeigt, dass die Erfindung überraschend wenig anfällig auf Wind reagiert. Es ist im Sinne der Erfindung be sonders bevorzugt, dass der Anwender seine Arbeit mit der Werkzeugmaschine an eine aktuelle Windrichtung anpasst, wodurch die Fortblaswirkung der Erfindung weiter verstärkt werden kann. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Ausblasöffnungen in Bezug auf ihre Position, Gestaltung und/oder Richtung variiert werden können, um den während des Betriebs der Werk zeugmaschine entstehenden Staub vom Anwender der Werkzeugmaschine fortzublasen. Mit anderen Worten ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass durch eine Position, Gestaltung und/oder Richtung der Ausblasöffnungen der luftgekühlten Werkzeugmaschine der bei der An wendung entstandene Staub vom Anwender weggeblasen wird.
Es kann im Sinne der Erfindung insbesondere bevorzugt sein, dass die durch die Ausblasöff nungen abgegebene verbrauchte Luft einen Luftvorhang zum Schutz des Anwenders vor Staub bildet. Eine bevorzugte Ausgestaltung eines solchen Luftvorhangs ist in Fig. 1 dargestellt (siehe gestrichelte Linie). Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass mit dem Strom der verbrauch-
ten Luft, die durch die Ausblasöffnungen der Werkzeugmaschine abgegeben wird, ein Luftvor hang gebildet werden kann, der vorzugsweise einen hinteren Bereich der Werkzeugmaschine und den Anwender, der sich bei der Bedienung der Werkzeugmaschine in diesem hinteren Be reich der Werkzeugmaschine aufhält, von dem Staub, der bei Betrieb der Werkzeugmaschine entsteht, abschirmt. In Fig. 1 ist zu sehen, wie sich eine Staubwolke im vorderen Bereich der Werkzeugmaschine bildet, die vorteilhafterweise durch die Abschirmung durch den Luftvorhang nicht oder im Wesentlichen nicht in den Bereich des Kopfes des Anwenders im hinteren Bereich der Werkzeugmaschine gelangen kann. Dadurch kann der Anwender wirksam vor dem Staub und dem unerwünschten Einatmen desselben geschützt werden. Der Anwender kann sich vor teilhafterweise frei in dem hinteren Bereich der Werkzeugmaschine bewegen, da vorzugweise der gesamte hintere Bereich der Werkzeugmaschine von dem Luftvorhang abgeschirmt und vor Staubeinwirkung geschützt ist. Tests haben gezeigt, dass sich der erzeugte Luftvorhang überra schend stabil gegenüber der Einwirkung äußerer Störungen verhält. Beispielsweise bleibt die Wirkung des Luftvorhangs auch bei leicht wehenden Winden bestehen. Es kann im Sinne der Erfindung auch bevorzugt sein, dass die Ausblasöffnungen in Bezug auf ihre Position, Gestal tung und/oder Richtung variiert werden können, um aus der verbrauchten Luft der Luftkühlung einen Luftvorhang zum Schutz des Anwenders vor Staub zu bilden. Dadurch kann beispielswei se die Form oder die Ebene, in der sich der Luftvorhang ausbildet, beeinflusst oder eingestellt werden.
Der Luftvorhang wird vorzugsweise von einem Luftstrom gebildet, der von der Luftkühlung in Verbindung mit den Ausblasöffnungen der Werkzeugmaschine erzeugt wird. Die Luftkühlung umfasst vorzugsweise eine Pumpe, die die Luftströmung im Inneren der Werkzeugmaschine erzeugt, wobei mit der Luftströmung die Komponenten der Werkzeugmaschine gekühlt werden. Der Begriff «Luft» bezeichnet im Sinne der Erfindung ein Gasgemisch, das insbesondere Stick stoff N2 und Sauerstoff 02, sowie verschiedene weitere Gase und Gasgemische umfasst. Vor zugsweise wird die Luft von der Pumpe der Luftkühlung der Werkzeugmaschine aus der Umge bung der Werkzeugmaschine eingesaugt und durch das Gerät geführt. Die verbrauchte Luft wird durch die Ausblasöffnungen wieder an die Umgebung abgegeben. Vorzugsweise können die Ausblasöffnungen lochartig oder düsenartig ausgebildet sein. Es stellt einen besonderen Vorteil der Erfindung dar, dass die Luftströmung durch die Ausblasöffnungen und ihre Ausgestaltung so geformt werden kann, dass der Staub, der bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine entsteht, besonders wirksam von dem Anwender weggeblasen werden kann bzw. dass ein besonders kräftiger und robuster Luftvorhang zum Schutz des Anwenders vor Staub gebildet werden kann.
Insbesondere düsenartig ausgebildete Ausblasöffnungen erlauben eine Erhöhung der Strö mungsgeschwindigkeit im Luftstrom oder bei Bedarf auch ein Umlenken bzw. eine Änderung der Strömungsrichtung des Luftstroms. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Ausblas öffnungen düsenartig ausgebildet sein können, wobei der Luftvorhang oder der Luftstrom vor teilhafterweise von der Düse in geeigneter Weise geformt werden kann, um einen besonders wirksamen Staubschutz für den Anwender zu gewährleisten. Wenn die Ausblasöffnungen dü senartig ausgebildet sind, können die Düsen beispielsweise auch beweglich ausgebildet sein. Der Anwender kann den Luftvorhang bzw. die Ausblasrichtung dann nach seinen Bedürfnissen bzw. in Abstimmung auf den konkreten Anwendungsfall und seine räumlichen Gegebenheiten anpassen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Werkzeugmaschine über Stellmittel verfügen, mit denen die Strömungsgeschwindigkeit und/oder der Volumenstrom des Luftstroms, mit dem der Staub vom Anwender weggeblasen wird oder mit dem der Luftvor hang erzeugt wird, eingestellt werden kann.
In einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Schutz eines Anwenders einer Werkzeugmaschine vor Staub. Das Verfahren ist durch die folgenden Schritte gekennzeichnet a) Bereitstellung einer Werkzeugmaschine, wobei die Werkzeugmaschine eine Luftkühlung umfasst, b) Betrieb der Werkzeugmaschine, wobei durch den Betrieb Staub erzeugt wird, c) Betrieb der Luftkühlung der Werkzeugmaschine, wodurch eine Luftströmung innerhalb der Werkzeugmaschine erzeugt wird, d) Ausblasen der durch die Luftkühlung verbrauchten Luft durch Ausblasöffnungen, so dass der während des Betriebs der Werkzeugmaschine entstehende Staub von einem An wender der Werkzeugmaschine fortgeblasen wird.
Die für die vorgeschlagene Werkzeugmaschine eingeführten Begriffe, Definitionen und techni schen Vorteile gelten vorzugsweise für das vorgeschlagene Schutzverfahren analog. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass eine Werkzeugmaschine bereitgestellt wird, die eine Luft kühlungsvorrichtung („Luftkühlung“) aufweist. Die Luftkühlung kann eine Pumpe aufweisen, mit der Luft aus der Umgebung der Werkzeugmaschine eingesaugt wird, wobei diese Luft als Kühl luft durch die Werkzeugmaschine geführt wird, um die Bestandteile der Werkzeugmaschine, die vor einer Überhitzung geschützt werden sollen, zu kühlen. Die verbrauchte, d.h. insbesondere erwärmte Luft wird vorzugsweise durch Ausblasöffnungen wieder an die Umgebung abgegeben.
Bei der vorliegenden Erfindung wird der bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine erzeugte Staub durch die aus den Ausblasöffnungen strömende Luft vorzugsweise in einen Raumbereich geblasen, in dem sich der Anwender der Werkzeugmaschine nicht aufhält. Dieser Bereich kann im Sinne der Erfindung als „vorderer Bereich der Werkzeugmaschine“ bezeichnet werden. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann sich zwischen der Staubwolke, die bei der Nutzung der Werkzeugmaschine entsteht, und dem Anwender der Werkzeugmaschine ein Luftvorhang ausbilden, der wie ein Schutzschild des Anwenders gegen den Staub wirkt. In die ser Ausführung der Erfindung ist es bevorzugt, dass die durch die Ausblasöffnungen abgegebe ne verbrauchte Luft einen Luftvorhang zum Schutz des Anwenders vor Staub bildet.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figuren, die Be schreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen beziffert. Es zeigen:
Fig. 1 schematische Darstellung einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
Fig. 2 schematische Darstellung einerweiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
Ausführungsbeispiele:
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausgestaltung der vorgeschla genen Werkzeugmaschine (1), die von einem Anwender (5) benutzt wird. In Fig. 1 ist insbeson dere dargestellt, wie der Anwender (5) einen Untergrund mit einem Trennschleifer bearbeitet. Zu sehen ist dabei das Werkzeug der Werkzeugmaschine (1), in dem in Fig. 1 dargestellten Aus führungsbeispiel der Erfindung eine Trennscheibe. Die Werkzeugmaschine (1) wird von einem ersten Handgriff in einen vorderen Bereich und einen hinteren Bereich unterteilt. Im hinteren Bereich der Werkzeugmaschine (1) kann ein zweiter Handgriff angeordnet sein, der vorzugswei se als hinterer Handgriff der Werkzeugmaschine (1) bezeichnet wird. Der Anwender (5) steht bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine (1) zumeist hinter der Werkzeugmaschine (1), d.h. in dem Raumbereich, der dem hinteren Bereich der Werkzeugmaschine (1) zugeordnet werden kann. Dieser Bereich kann verkürzt als «hinterer Bereich der Werkzeugmaschine (1)» bezeichnet wer den.
Bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine (1) entsteht Staub (4). Dies insbesondere dann, wenn abrasive Untergründe, wie zum Beispiel Beton, mit der Werkzeugmaschine (1) bearbeitet wer den. Der Staub (4) ist in Fig. 1 schematisch als Staubwolke dargestellt; er kann jedoch beliebig in Raum verteilt sein. Die Werkzeugmaschine (1) weist eine Luftkühlung auf (nicht dargestellt, im Inneren der Werkzeugmaschine angeordnet), wobei die Werkzeugmaschine (1) die von der Luftkühlung verbrauchte Luft (3) über Ausblasöffnungen (2) an die Umgebung abgibt. Der Be griff «verbraucht» bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Luft (3) durch die Werk zeugmaschine (1) hindurchgeführt wurde, um die Komponenten der Werkzeugmaschine (1) vor einer möglichen Überhitzung zu schützen. Die Ausblasöffnungen (2) können verschiedene Aus gestaltungen aufweisen. Beispielsweise können sie düsenartig oder beweglich ausgebildet sein. Sie sind insbesondere dazu eingerichtet, die verbrauchte Luft (3) so an die Umgebung abzuge ben, dass der Staub (4), der bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine (1) entsteht, vom Anwen der (5) der Werkzeugmaschine (1) weggeblasen wird. Da der Anwender (5) üblicherweise hinter der Werkzeugmaschine (1) steht, wenn er mit ihr arbeitet, wird die verbrauchte Luft (3) vorzugs weise in eine Raumrichtung «nach vorne» von der Werkzeugmaschine (1) weggeblasen. Die verbrauchte Luft (3) bildet vorzugsweise eine Luftströmung, die von der Werkzeugmaschine (1) weg in die Umgebung der Werkzeugmaschine (1) strömt. Die Strömungsrichtung der verbrauch ten Luft (3) wird in Fig. 1 durch die Pfeile mit dem Bezugszeichen 3 dargestellt. Die von der ver brauchten Luft (3) gebildete Luftströmung reisst vorzugsweise den Staub (4), der bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine (1) entsteht, mit, so dass er von dem Nutzer (5) der Werkzeugma schine (1) wegtransportiert wird. Der Aufenthaltsort des so weggeblasenen Staubs (4) wird in
Fig. 1 durch die Staubwolke (4) angedeutet. Die Vielzahl der Pfeile 3 deutet an, dass die Werk zeugmaschine (1) mehrere Ausblasöffnungen (2) aufweist. Diese können vorzugsweise im Be reich des ersten Handgriffs der Werkzeugmaschine (1) angeordnet vorliegen und so ausgerich tet sein, dass die verbrauchte Luft (3), wie in Fig. 1 angedeutet, von der Werkzeugmaschine (1) und dem Anwender (5) weggeblasen wird. Insbesondere wird durch die Pfeile 3 eine Raumrich tung «nach vorne» festgelegt, während der Anwender (5) in Bezug auf die Werkzeugmaschine (1) eine Raumrichtung «hinten» oder «nach hinten» festlegt.
Die Werkzeugmaschine (1) bzw. die Ausblasöffnungen (2) können vorzugsweise auch dazu eingerichtet sein, die verbrauchte Luft (3) so aus der Werkzeugmaschine (1) abzugeben, dass ein Luftvorhang (6) aus der verbrauchten Luft gebildet wird. Dieser Luftvorhang (6) kann flächig ausgebildet sein und beispielsweise eine Ebene bilden. Die Ebene, die von dem Luftvorhang (6) aufgespannt wird, kann beispielsweise so ausgebildet sein, dass der erste Handgriff der Werk zeugmaschine (1) in dieser Ebene liegt. Vorzugsweise markiert der Luftvorhang (6) eine Grenze zwischen einem vorderen Bereich der Umgebung der Werkzeugmaschine (1), in dem sich der Staub (4) ausbreiten kann, und einem hinteren Bereich der Umgebung der Werkzeugmaschine (1). Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass sich der Anwender (5) der Werkzeugmaschi ne (1) in dem hinteren Bereich der Umgebung der Werkzeugmaschine (1) aufhält, da der Staub (4) der Werkzeugmaschine (1) bewusst nicht in diesen Bereich geblasen wird. Darüber hinaus ist der hintere Bereich der Umgebung der Werkzeugmaschine (1) durch den Luftvorhang (6) vor dem Eindringen von Staub (4) geschützt. Es ist im Sinne der Erfindung insbesondere bevorzugt, dass die verbrauchte Luft (3) in einen Bereich eines Werkzeugs der Werkzeugmaschine (1) ge blasen wird. Bei dem Werkzeug der Werkzeugmaschine (1) kann es sich beispielsweise um die Trenn- oder Schneidscheibe eines Trennschleifers handeln. Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass sich der Anwender (5) der Werkzeugmaschine (1) insbesondere während des Betriebs der Werkzeugmaschine (1) zumeist nicht im Bereich des Werkzeugs der Werkzeugmaschine (1) aufhält, da diese einen Gefahrenbereich darstellen kann. Indem der Staub (4) in einen Raumbe reich geblasen wird, indem sich der Anwender (5) während der Arbeit mit der Werkzeugmaschi ne (1) praktisch nicht aufhalten wird, kann der Anwender (5) besonders wirksam vor dem Staub (4) und den mit Staub (4) assoziierten Gesundheitsbeeinträchtigungen geschützt werden. Vor zugsweise wird die Luftströmung, die von der verbrauchten Luft (3) gebildet wird, durch die Aus gestaltung und Anzahl, Anordnung und Ausrichtung der Ausblasöffnungen (2) geformt und in die gewünschte Richtung geblasen. Dazu kann die Werkzeugmaschine (1) über geeignete Stellmit tel (nicht dargestellt) verfügen.
Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung einerweiteren bevorzugten Ausgestaltung der vor geschlagenen Werkzeugmaschine (1). Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Werkzeugmaschine (1) sind die Ausblasöffnungen (2) so ausgebildet, dass der Luftvorhang (6), der von der verbrauchten Luft (3) der Werkzeugmaschine (1) gebildet wird, in einem anderen Winkel in Bezug auf eine zu bearbeitende Oberfläche erzeugt wird. Der Luftvorhang (6) kann beispielsweise im Wesentlichen senkrecht auf der zu bearbeitenden Oberfläche stehen. In die sem Fall beträgt der Winkel, der zwischen Luftvorhang (6) und Oberfläche eingeschlossen wird, circa 90 Grad. Der Luftvorhang kann aber auch - wie in Fig. 2 dargestellt - weiter nach vorne geneigt sein. Der Begriff «weiter nach vorne» bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich der Luftvorhang (6) von dem Nutzer (5) der Werkzeugmaschine (1) weg neigt. Der eingeschlossene Winkel zwischen Luftvorhang (6) und Oberfläche beträgt dann vorzugsweise weniger als 90 Grad. Beispielsweise kann ein solcher Neigungswinkel in einem Bereich von 20 bis 90 Grad liegen, bevorzugt bei 30 bis 60 Grad und besonders bevorzugt zwischen 35 und 45 Grad oder zwischen 70 und 80 Grad. Vorzugsweise kann der Luftvorhang (6) jeden Neigungswinkel zwi- sehen 20 und 90 Grad annehmen.
Bezugszeichenliste
1 Werkzeugmaschine
2 Ausblasöffnungen 3 verbrauchte Luft
4 Staub
5 Anwender
6 Luftvorhang