Beschreibung
Schließsystem
Die Erfindung betrifft ein Schließsystem. Das Anwendungsgebiet der Erfindung richtet sich auf Schließvorrichtungen von Kraftfahrzeugen, die erfindungsgemäß ein Schließsystem aus mehreren Schließvorrichtungen ausbilden.
Aus der DE 199 44 070 C2 ist eine Schließvorrichtung mit einem für die Schließvorrichtung gefertigten Schlüssel bekannt, wobei der Schlüssel Flächenseiten und Schmalseiten aufweist, auf denen Codebahnen auf beiden Flächenseiten des Schlüssels rotationssymmetrisch zur Längsachse des Schlüssels angeordnet sind. Auf jeder der beiden Flächenseiten ist jeweils im Bereich einer Kante ein den Schlüssel typisierendes Profil angebracht. Diese Profile auf beiden Flächenseiten des Schlüssels sind ebenfalls rotationssymmetrisch zueinander angeordnet. Durch die rotationssymmetrische Anordnung der Codebahnen und der Profile kann der Schlüssel in beiden möglichen Einstecklagen in den Schlüsselkanal eines Schließzylinders eingeführt werden. Dabei ist das den Schlüssel typisierende Profil auf wenigstens einer der Schmalseiten in Form einer dreiseitig geschlossenen Nut in den Schlüssel eingelassen, und die Nut ist zu den Flächenseiten des Schlüssels- hin geschlossen.
Die DE 10 2005 042 617 A beschreibt eine Schließvorrichtung, ebenfalls bestehend aus einem Schließzylinder und einem Schlüssel. Zum Schließzylinder gehört ein in einem Zylindergehäuse drehgelagerter Zylinderkern, der Zuhaltungen aufweist. Die Codierung des Schlüssels wird durch eine profilierte Ausnehmung erzeugt, die sich in Schlüssellängsrichtung erstreckt. Die einzelnen Zuhaltungen besitzen Abtaststellen, die eine zur Schlüssel-Codierung entsprechende Gegencodierung erzeugen. Um eine höhere Aufbruchsicherheit der Schließvorrichtung zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, in den Eckstreifen vom Kantprofil des Schlüssels eine neue Schrägkanten-Codierung vorzusehen. Diese besteht aus Schrägschnitten unterschiedlicher Tiefe. Einem Abschnitt der Schrägkanten-Codierung ist eine schräge Abtaststelle in wenigstens einer Zuhaltung zugeordnet. Diese Zuhaltung wirkt dann als Schrägkanten-Zuhaltung, die zusätzlich zu den Zuhaltungen der Standard-Ausführung hinzukommt. Dadurch lässt sich die Variationsvielfalt des Schlüssels erhöhen.
BESTÄTIGUNGSKOPIE
Aus der DE 10 2005 042 618 A ist eine Schließvorrichtung entnehmbar, bei der es sich in Längsrichtung des Schlüssels erstreckende profilierte Ausnehmungen gibt, die für jede Zuhal- tung ein Paar von Abtaststellen zur Codierung des Schlüssels erzeugen. Dementsprechend hat jede Zuhaltung ein Paar von Gegenabtaststellen, die eine entsprechende Gegencodierung aufweisen. Für eine verbesserte Codierung wird vorgeschlagen, die eine der beiden Abtaststellen an der einen Seitenfläche des Schlüssels anzuordnen, während sich die andere an der benachbarten Seitenfläche befindet. Dieses Abtaststellen-Paar wird von einer winkelförmigen Ausnehmung in den beiden Seitenflächen erzeugt, zwischen denen dann ein Steg im Eckbereich vom Kantprofil des Schlüssels verbleibt. Gegenüber liegende Stegflanken dienen dann zur Codierung des Schlüssels, weshalb der Steg als ein Codesteg anzusehen ist. Die Zuhaltungen besitzen einen Ausschnitt, der im Gebrauchsfall den Codesteg an gegenüber liegenden Stegflanken umgreift. Die Ausschnittbegrenzung dient dann als Gegenabtaststelle der jeweiligen Zuhaltung.
Schließlich ist die DE 10 2007 014 900 A1 bekannt geworden. Die Schließvorrichtung umfasst ebenfalls einen Schlüssel und einen Schließzylinder. Der Schließzylinder ist seinerseits aus einem ortsfesten Zylindergehäuse und einem darin drehgelagerten Zylinderkern aufgebaut, Um die Aufbruchsicherheit zu erhöhen, wird vorgeschlagen, im Zylinderkern zwei Typen von Plätt- chen-Zuhaltungen zu verwenden, deren Verschiebungen in zwei zueinander unterschiedliche Radialrichtungen weisen. Der Schlüssel besitzt im Winkel zueinander angeordnete ebene Außenflächen, zu denen die beiden Typen der Plättchen-Zuhaltungen parallel verschieblich sind. Jede der beiden benachbarten Außenflächen besitzt eine eigene lineare Steuerbahn, die zur Codierung des Schlüssels in benachbarten Schlüssel-Abschnitten quer zur Schlüssel-Längsrichtung variiert. Dementsprechend besitzen die Plättchen-Zuhaltungen ein Paar von in definierter Lage angeordnete Gegenabtaststellen, die bei eingestecktem Schlüssel mit der zugehörigen Steuerbahn zusammenwirken und eine dazu analoge Gegencodierung im Schließzylinder erzeugen. Jede der beiden Typen der Plättchen-Zuhaltungen greift an ihrer eigenen Steuerbahn an.
Durch den verstärkten Einsatz von elektronischen Zugangssystemen werden zukünftig die mechanischen Schließsysteme immer mehr in Redundanz verwendet. Dies bedeutet aber für den Diebstahlschutz der mechanischen Bauteile eine Zunahme der Anforderungen, da der klassische Angriff immer zuerst die Mechanik trifft, wenn elektronisch keine Überwindungsmöglichkeit mehr besteht.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein variables Schließsystem zu entwickeln, welches sich durch eine hohe Variabilität von möglichen zu einem Schließsystem gehörenden Schließvorrichtungen auszeichnet, wobei jede Schließvorrichtung für sich variabel ausbildbar sein soll, um eine hohe Aufbruchsicherheit zu bieten.
Die Erfindung geht von Schließvorrichtungen mit folgenden Merkmalen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 aus. Zwei Schließvorrichtungen eines Schließsystems sind mit ein und demselben Schlüssel betätigbar, wobei der Schlüssel in Einschubrichtung axial in einen Schlüsselkanal eines Zylinderkerns eines Schließzylinders der jeweiligen Schließvorrichtung einsteckbar ist, wodurch mindestens zwei Typen von im Zylinderkern angeordneten Plättchen-Zuhaltungen radial zur axialen Zylinderachse verschieblich und im Zylinderkern derart sortierbar sind, dass der Zylinderkern gegenüber einem Zylindergehäuse des Schließzylinders frei drehbar ist, wozu der Schlüssel mindestens zwei Steuerbahnen aufweist, mittels denen in mindestens zwei hintereinander liegenden jeweils quer zur Einschubrichtung liegenden Abtastebenen das Abtasten von auf dem Schlüssel vorgesehenen Abtaststellen möglich ist.
Zur Erhöhung der Aufbruchsicherheit und zur Erhöhung der Variabilität ist vorgesehen, dass mittels eines Schlüssels in mindestens einer der mindestens zwei Abtastebenen beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen abtastbar und sortierbar sind, so dass die Anordnung eines Typs der beiden Plättchen-Zuhaltungen in mindestens dieser einen Abtastebene frei auswählbar ist, um eine Vielfalt von Schließvorrichtungen mit an die freie Auswahl der Plättchen-Zuhaltungen angepassten Zylinderkernen mit zugehörigen Zylindergehäusen auszubilden, die mit ein und demselben Schlüssel betätigbar sind.
Fünf Schließsysteme in fünf verschiedenen Ausführungsformen, teilweise in mehreren Ausführungsvarianten, die jeweils den Merkmalen des Anspruchs 1 folgen, werden nachfolgend ausgehend vom oben genannten Stand der Technik näher erläutert.
Ein Schließsystem weist einen Schlüssel auf, mittels dem mehrere, mindestens zwei Schließvorrichtungen, die zumeist als Schließzylinder ausgebildet sind, betätigt werden können.
Die Figuren 1A, 1 B, 2A, 2B, 3 zeigen Schließvorrichtungen nach dem Stand der Technik.
Die Figuren 4A, 4B, 4C, 4D, 4E, 4F zeigen ein erstes erfindungsgemäßes Schließsystem mit einer auf einem Schlüssel angeordneten ersten und zweiten Steuerbahn, bei dem in jeder oder
in jeder zweiten Abtastebene des Zylinderkerns wahlweise ein erster oder ein zweiter Typ von Plättchen-Zuhaltungen abtastbar ist.
Die Figuren 5A, 5B, 5C, 5D, 5E, 5F, 5G, 5H, 51, 5J zeigen ein zweites erfindungsgemäßes Schließsystem mit der auf einem Schlüssel angeordneten ersten und zweiten Steuerbahn, bei dem in jeder Abtastebene des Zylinderkerns wahlweise der erste oder der zweite Typ von Plättchen-Zuhaltungen abtastbar ist.
Die Figuren 6A, 6B, 6C zeigen ein drittes Schließsystem bei dem in jeder zweiten Abtastebene wahlweise der erste oder ein dritter Typ von Plättchen-Zuhaltungen abtastbar sind, wobei der Schlüssel mit einer auf einem Schlüssel angeordneten ersten und einer dritten Steuerbahn ausgestattet ist.
Die Figuren 6D, 6E, 6F zeigen das dritte Schließsystem bei dem in nur einer einzigen Abtastebene wahlweise der erste oder der dritte Typ von Plättchen-Zuhaltungen abtastbar ist, wobei der Schlüssel mit der auf einem Schlüssel angeordneten ersten und dritten Steuerbahn ausgestattet ist.
Die Figuren 6H, 61 zeigen ein viertes Schließsystem bei dem in jeder Abtastebene wahlweise der erste oder der dritte Typ von Plättchen-Zuhaltungen abtastbar ist, wobei der Schlüssel mit der auf einem Schlüssel angeordneten ersten und dritten Steuerbahn ausgestattet ist.
Die Figuren 7A bis 7F zeigen ein fünftes Schließsystem bei dem in jeder Abtastebene wahlweise der dritte oder ein vierter Typ von Plättchen-Zuhaltungen abtastbar ist, wobei der Schlüssel mit der auf einem Schlüssel angeordneten dritten und einer vierten Steuerbahn ausgestattet ist.
Die Figuren 8A und 8B zeigen anhand des dritten Schließsystems, ausgehend von Figur 6F beispielhaft ein Vier-Bahn und ein Sechs-Bahn-Schließsystem.
Stand der Technik:
Die Figuren 1A und 1 B zeigen eine Schließvorrichtung 1 nach dem Stand der Technik. Ein Schlüsselbart eines Schlüssels 2 ist aus einem Kantprofil mit zueinander im Winkel verlaufenden Außenflächen 2B, 2S ausgebildet. Der Schlüsselbart des Schlüssels 2 weist eine breite und
eine schmale Außenfläche 2B, 2S auf. An der breiten Außenfläche 2B ist eine Kodierbahn 8 als erste Steuerbahn, in der Form einer Steuernut, angeordnet.
Nachfolgend ist bei der Erläuterung des Standes der Technik und der Erläuterung der Erfindung mit der Formulierung„Schlüssel" stets der Schlüsselbart gemeint.
Wie Figur 1A zeigt, weist die Schließvorrichtung 1 einen Zylinderkern 4 auf, der in einem nicht dargestellten Zylindergehäuse 3 drehbar angeordnet ist. In dem Zylinderkern 4 sind Plättchen- Zuhaltungen 5 in dafür angeordneten Ausnehmungen vorgesehen. In Figur 1A sind Plättchen- Zuhaltungen vom Typ 5A angeordnet, auf deren Form später noch detailliert eingegangen wird.
Diese Plättchen-Zuhaltungen 5A bewegen sich gegenüber der axialen Zylinderachse 7 des Zylinderkerns 4 federbelastet durch ein angeordnetes Federelement 3A in radialer Richtung, gemäß Figur 1 beispielhaft in einer ersten radialen Bewegungsrichtung 7.1. Das Federelement 3A greift an einem Vorsprung 5-1 der Pjättchen-Zuhaltungen 5A an.
In hintereinander liegenden in Richtung der Zylinderachse 7 gedachten, quer zur Zylinderachse liegenden Abtastebenen sind mehrere solcher federbelasteten Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A angeordnet.
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in den Zylinderkern 4 in einer Einschubrichtung E sortiert der Schlüssel 2 die Plättchen-Zuhaltungen 5A jeweils entgegen einer Federkraft von nicht dargestellten zugehörigen Federelementen derart, dass die Plättchen-Zuhaltungen 5A aus im Zylindergehäuse 3 oder in einer Freilaufhülse 4A im Zylindergehäuse 3 angeordneten Sperraus- nehmungen oder Sperrkanälen des Zylindergehäuses 3 herausgeführt werden, so dass der Zylinderkern 4 oder der Zylinderkern 4 in der Freilaufhülse 4A gegenüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar ist, wodurch die Schließvorrichtung 1 betätigbar ist. Die Kodierung, das heißt das Sortieren der Plättchen-Zuhaltungen 5A, erfolgt im Stand der Technik über die Steuernut 8, die in Figur 1 B an der breiten Seite 2B des Schlüssels 2 angeordnet ist.
Ist auf der gegenüber liegenden Seite der breiten Schlüsselseite 2B ebenfalls eine Steuernut 8, spiegelbildlich angeordnet, so ist der Schlüssel nach dem Stand der Technik der Figur 1A, 1 B ein Wendeschlüssel, der gemäß Figur 1A mit seiner schmalen Seite 2S wechselseitig in den Zylinderkern 4 einschiebbar ist, so dass immer eine der beiden sich auf der breiten Seite 2B gegenüber liegende Steuernut 8 die Codierung übernimmt, wobei jeweils die gleiche Wirkung erzielt wird.
Unabhängig davon, welche der schmalen Seiten 2S, gemäß Figur 1A in der ersten radialen Bewegungsrichtung 7.1 liegt, wird somit sichergestellt, dass eine der beiden Steuernuten 8 die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A sortiert und die Schließvorrichtung 1 betätigbar ist. Dabei ist die Steuernut 8 derart ausgebildet, dass die Steuernut 8 je Plättchen-Zuhaltung 5A genau ' eine Abtaststelle entlang der Zylinderachse 7 für jeweils eine Gegenabtaststelle der Plättchen- Zuhaltung 5A bietet.
In Figur 2A, 2B ist eine weiterentwickelte Lösung nach dem Stand der Technik dargestellt. Der Schlüssel 2 ist ebenfalls als Rechteckprofil ausgebildet, und weist je eine schmale Seite 2S und je eine breite Seite 2B auf. Der Zylinderkern 4 weist Ausschnitte auf, die in radialer Richtung in einer ersten und zweiten radialen Bewegungsrichtung 7.1 , 7.2 gegenüber der Zylinderachse 7 verlagerbar sind. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A sind in der ersten radialen Bewegungsrichtung 7.1 verschiebbar. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom zweiten Typ 5B sind im Ausführungsbeispiel um 90° versetzt in einer zweiten radialen Bewegungsrichtung 7.2 verlagerbar. Auf die Form der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B wird im Zusammenhang mit der Erfindung noch näher eingegangen.
Wie Figur 2B verdeutlicht, werden die Plättchen-Zuhaltungen 5A analog zu Figur 1A, 1 B in der radialen Bewegungsrichtung 7.1 über eine erste Steuerbahn 8, in der Art einer Steuernut verschoben, wobei die Steuernut 8 auch hier auf der breiten Seite 2B des Schlüssels 2 liegt.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom zweiten Typ 5B werden durch eine zweite Steuerbahn 9, in der Art einer Steuerrippe, verlagert, wobei diese Steuerrippe 9 auf der schmalen Seite 2S des Schlüssels 2 angeordnet ist.
Wird der Schlüssel 2 in den in Figur 2A dargestellten Zylinderkern 4 in Einschubrichtung E eingeschoben, so sorgt einerseits die Steuernut 8 und andererseits die Steuerrippe 9 dafür, dass die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B auch hier jeweils gegen die Kraft eines zugehörigen Federelementes (nicht dargestellt) innerhalb des Zylinderkerns 4 beziehungsweise innerhalb einer Freilaufhülse 4A im Zylinderkern 4 verlagerbar sind, so dass die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B aus nicht dargestellten Sperrausnehmungen oder Sperrkanälen, des den Zylinderkern 4 umgebenden Zylindergehäuses 3 oder der im Zylindergehäuse 3 angeordneten Freilaufhülse 4A heraus bewegt werden, wodurch der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar und die Schließvorrichtung 1 durch Drehen des Zylinderkerns 3 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 betätigbar ist.
Dabei sind die Steuerbahnen 8, 9, also die Steuernut und die Steuerrippe, derart ausgestaltet, dass in Richtung der Zylinderachse 7 gesehen, in den verschiedenen in Einschubrichtung E quer zu der Zylinderachse 7 liegenden gedachten Ebenen, in der Steuernut 8 und auf der Steuerrippe 9 in jeder Ebene genau eine Abtaststelle des Schlüssels 2 für nur einen Typ der Plättchen-Zuhaltungen 5A oder 5B vorgesehen ist. Es ist in jeder Abtastebene nur eine Abtaststelle am Schlüssel, die mit einer Gegenabtaststelle an der Plättchen-Zuhaltung 5A oder 5B korrespondiert, ausgebildet. Durch die Formgebung der Steuernut 8 und der Steuerrippe 9 ist von vorn herein festgelegt, welcher Typ von Plättchen-Zuhaltung 5A oder 5B in der jeweiligen Abtastebene durch genau eine in der Abtastebene vorhandene Abtaststelle abgetastet werden kann. Diese Anordnung beschränkt die Variabilität der Anordnung der Plättchen-Zuhaltungen in der jeweiligen Abtastebene und begrenzt die Aufbruchsicherheit.
In der ersten Abtastebene tastet die Steuernut 8 die erste Plättchen-Zuhaltung 5A ab. Die Steuerrippe 9 hat in der zweiten Abtastebene keine Funktion. In der zweiten Abtastebene tastet die Steuerrippe 9 die erste Plättchen-Zuhaltung vom zweiten Typ 5B ab. Hier hat dann die Steuernut 8 keine Funktion. In jeder Abtastebene ist auf dem Schlüssel 2 immer nur eine Abtaststelle für einen Typ von Plättchen-Zuhaltungen 5A oder 5B vorgesehen, wodurch nochmals klar wird, dass die Codier- beziehungsweise Sortiermöglichkeiten auf die Anzahl der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B gemäß der Anzahl der vorhandenen Abtastebenen beschränkt sind.
Ist auf der gegenüber liegenden Seite der breiten Schlüsselseite 2B ebenfalls eine Steuernut 8 und auf der gegenüber liegenden Seite der schmalen Schlüsselseite 2C ebenfalls eine Steuerrippe 9 die Schlüsselachse spiegelbildlich angeordnet, so ist der Schlüssel nach dem Stand der Technik der Figur 2A, 2B ein Wendeschlüssel, der gemäß Figur 2A, 2B mit seiner schmalen beziehungsweise breiten Seite 2S, 2B wechselseitig in den Zylinderkern 4 einschiebbar ist, so dass immer eine der beiden gegenüber liegenden Steuernuten 8 und Steuerrippen 9 die Codierung übernimmt, wobei die gleiche Wirkung erzielt wird.
Unabhängig davon, welche der gegenüber liegenden schmalen Seiten 2S gemäß Figur 2A in radialer Verschiebepunktrichtung 7.1 liegt, wird somit sichergestellt, dass eine der beiden Steuernuten 8 die Plättchen-Zuhaltungen 5A und eine der beiden Steuerrippen 9 die Plättchen- Zuhaltungen 5B sortiert, wodurch die Schließvorrichtung 1 betätigbar ist.
Figur 3 zeigt eine Schließvorrichtung 1 gemäß Figur 1A, 1 B oder Figur 2A, 2B in einer Schnittdarstellung. Im Zylindergehäuse 3 liegt der drehbare Zylinderkern 4 im Ausführungsbeispiel
innerhalb einer Freilaufhülse 4A, wobei die Schließvorrichtung 1 in der Ebene geschnitten worden ist, in der eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom Typ 5A liegt. Schließvorrichtungen ohne Freilaufhülse 4A sind ebenfalls vorbekannt.
Die Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A ist durch den Schlüssel 2, der in den Schlüsselkanal 6 steckbar ist, in einer ersten radialen Bewegungsrichtung 7.1 verschiebbar.
In Figur 3 ist die Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A aus dem Zylinderkern 4 herausgeführt, so dass die Schließvorrichtung 1 nicht schließbar ist, da die Plättchen-Zuhaltung 5A den Zylinderkern 4 gegenüber dem hier sichtbaren Zylindergehäuse 3 indirekt blockiert. Die indirekte Blockierung erfolgt über die Freilaufhülse 4A, deren Funktion an sich bekannt ist.
Die nachfolgende Erfindung ist für Schließvorrichtungen 1 einsetzbar, unabhängig davon, ob eine direkte Blockierung ohne Freilaufhülse 4A oder eine indirekte Blockierung - beispielsweise über die in Figur 3 gezeigte Freilaufhülse 4A - stattfindet.
Wird der Schlüssel 2 (nicht dargestellt) in den Schlüsselkanal 6 gesteckt, so wird die Plättchen- Zuhaltung 5A in radialer Bewegungsrichtung 7.1 gemäß Figur 2 nach unten bewegt, so dass der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 gedreht werden kann. Die Bewegung der Plättchen-Zuhaltung 5A erfolgt gegen die Kraft des schematisch dargestellten Federelementes. 3A. Der Vorsprung 5-1 drückt gegen das jeder Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A jeweils zugeordnete Federelement 3A. Die gleiche Vorgehensweise erfolgt bei der Plättchen-Zuhaltung 5 vom zweiten Typ 5B, die jedoch in einer anderen radialen Bewegungsrichtung 7.2 verschoben wird.
In der nachfolgenden Beschreibung der Figuren werden für gleiche Bauteile stets gleiche Bezugszeichen verwendet.
Die Anordnung eines Fahrzeugsitzes innerhalb eines Kraftfahrzeuges und dessen gewöhnliche Fahrtrichtung bestimmen die nachfolgenden Richtungsangaben. In beziehungsweise entgegen der Fahrtrichtung entspricht der x-Richtung, die vertikale Richtung in einem Fahrzeug ist mit der z-Richtung festgelegt, wobei die Achsen quer zur Fahrtrichtung in y-Richtung verlaufen.
Die Beschreibung mit x, y, z Richtungsangaben sind jedoch nur beispielhaft und können sich je nach Anordnung eines Schließsystems im Kraftfahrzeug und somit veränderlicher Richtung des Schlüsselkanals der Schließvorrichtungen des jeweiligen Schließsystems ändern.
Um Verschieberichtungen richtungsneutral angeben zu können, wird die axiale Richtung der Zylinderachse 7 definiert, von der ausgehend die erste radiale und zweite radiale Bewegungsrichtung 7.1 , 7.2 für die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B, 5C, 5D festgelegt ist.
Zu den kartesischen Koordinaten der Figuren 1A bis 3. Eine Einschubrichtung E des Schlüssels 2 kann beispielsweise in x-Richtung erfolgen. Dabei ist der Schlüsselkanal 6 beispielsweise so ausgerichtet, dass in einem Kraftfahrzeug die breite Seite 2B in vertikaler Richtung in z-Richtung und die schmale Seite 2B des Schlüssels 2 in y-Richtung verläuft. Das bedeutet, dass sich die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A in einer solchen Schließvorrichtung 1 in der ersten radialen Bewegungsrichtung 7.1 in z-Richtung und die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5B in der zweiten radialen Bewegungsrichtung 7.2 quer zur Fahrrichtung in y-Richtung bewegen. Ändert sich die Einschubrichtung E, ändern sich auch die kartesischen Koordinaten entsprechend mit.
Ferner wird eine erste Schnittebene definiert, die den Schlüssel 2 gemäß Figur 2B entlang seiner breiten Außenseiten 2B, 2B' in der x/z-Ebene schneidet. Die Steuerbahnen 9, 10, 14 beziehungsweise 9', 10', 14' auf den schmalen Außenseiten 2S, 2S' des Schlüssels werden somit gemäß der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung gedanklich in zwei Hälften geschnitten.
Analog dazu wird eine zweite Schnittebene definiert, die den Schlüssel 2 beziehungsweise 8' gemäß Figur 2B entlang seiner schmalen Außenseiten 2S, 2S' in der x/y-Ebene schneidet. Die Steuerbahnen 8 beziehungsweise 8' auf den breiten Außenseiten 2B, 2B' des Schlüssels 2 werden somit gemäß Figur 2B gedanklich in zwei Hälften geschnitten.
In den nachfolgenden fünf Ausführungsformen wird bei der Erläuterung von einer Einschubrichtung E in x-Richtung ausgegangen.
Der zusammenhängende Erfindungsgedanke liegt darin, dass zur Erhöhung der Aufbruchsicherheit und zur Erhöhung der Variabilität mindestens ein Schließsystem Sn CS^ S2, S3, S4, S5), welches nachfolgend in fünf Ausführungsformen jeweils näher beschrieben wird, vorgesehen ist, dass mittels eines Schlüssels 2 in mindestens einer von mindestens zwei Abtastebenen 1 1n beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B oder 5A, 5C oder 5C, 5D abtastbar und sortierbar sind, so dass die Anordnung eines Typs der beiden Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B oder 5A,
5C oder 5C, 5D in dieser mindestens einen im Zylinderkern 4 liegenden in Einschubrichtung E des Schlüssels 2 in den Zylinderkern 4 liegenden Abtastebene 1 1 n frei auswählbar ist.
Es ist somit im Unterschied zum Stand der Technik nicht von vorn herein festgelegt, welcher Typ der Plättchen-Zuhaltungen in einer solchen Abtastebene 1 1n angeordnet ist.
Auf die Darstellung des jeweiligen Vorsprungs 5-1 an den Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B, 5C, 5D an dem sich jeweils ein Federelement 3A abstützt, wird in den nachfolgenden Darstellungen verzichtet. Am Ende der Beschreibung wird jedoch auf die Bedeutung des Federelementes 3A welches in Figur 3 gezeigt ist, im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung noch detailliert eingegangen.
Erste Ausführungsform:
Erstes Schließsystems Si in einer ersten Ausführungsvariante gemäß Figur 4A, 4B.
Zunächst werden die Plättchen-Zuhaltungen vom ersten und zweiten Typ 5A, 5B gemäß Figur 5C und Figur 5D vorgestellt, die bei dem Schließsystem Si - aber nicht nur dort - in den verschiedenen Ausführungsvarianten des ersten Schließsystems S^um Einsatz kommen. Wie zum Stand der Technik bereits beschrieben, weisen die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B jeweils eine Öffnung auf, in die der Schlüssel 2 einschiebbar ist. Die Plättchen-Zuhaltung 5A nach Figur 5D weist eine Zuhaltungsnase 5A-1 auf, die in die Steuernut 8 des Schlüssels 2 eingreift. Die Plättchen-Zuhaltung 5B, weist gemäß Figur 5C eine Zuhaltungsnut 5B-1 auf, in die die Steuerrippe 9 des Schlüssels 2 eingreift.
Figur 4A zeigt den Schlüssel 2 in einer perspektivischen Ansicht mit seiner schmalen Seite 2S und seiner breiten Seite 2B. Auf der breiten Seite 2B ist die Steuernut 8 angeordnet. Die Steuernut 8 weist eine erste Nutflanke 8A und eine zweite Nutflanke 8B auf. Die in der ersten radialen Bewegungsrichtung 7.1 bewegliche Plättchen-Zuhaltung 5A wird über das bereits beschriebene, jedoch hier nicht näher dargestellte Federelement mit seiner Gegenabtaststelle in Richtung der ersten Nutflanke 8A an eine am Schlüssel 2 vorgesehene Abtaststelle gedrückt.
Die gegenüber liegende zweite Nutflanke 8B dient dabei als Zwangsführung für die Zuhaltungsnase 5A-1 einer Plättchen-Zuhaltung 5A.
Auf der schmalen Seite 2S des Schlüssels 2 ist die Steuerrippe 9 angeordnet, die eine erste Rippenflanke 9A und eine zweite Rippenflanke 9B aufweist. Das bereits beschriebene zugehö-
rige, jedoch nicht dargestellte Federelement drückt die Plättchen-Zuhaltung 5 vom Typ 5B mit seiner Gegenabtaststelle an die Abtaststelle der ersten Rippenflanke 9A, wobei die zweite Rippenflanke 9B als Zwangsführung für die Plättchen-Zuhaltung dient.
Somit ist die sichtbare erste Nutflanke 8A die Steuernut der Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A und die nicht sichtbare untere erste Rippenflanke 9A die Steuerflanke der Plättchen- Zuhaltung vom zweiten Typ 5B.
Entlang der im Zylinderkern 4 rotationssymmetrisch liegenden Schlüsselachse 7 sind in verschiedenen gedachten quer zur Schlüsselachse 7 liegenden Ebenen 1 1 , bis 1 110 sowohl Abtaststellen 12! bis 1210 auf der ersten Nutflanke 8A und auf der ersten Rippenflanke 9A angeordnet.
Die Besonderheit des ersten Schließsystems Si in der ersten Ausführungsvariante besteht nun darin, dass in der ersten Abtastebene 1 11 nur eine Abtaststelle 12τ an der ersten Nutflanke 8A für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A ausgeführt ist. In dieser ersten Abtastebene
1 11 kann nur eine der beiden Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B abgefragt werden.
In der zweiten Abtastebene 1 12 besteht jedoch die Möglichkeit, sowohl die Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A als auch die Plättchen-Zuhaltung 5 vom zweiten Typ 5B über ihre Gegen- abtaststellen abzufragen.
Unter„Abfragen" wird das Abtasten und Sortieren der Gegenabtaststellen einer Plättchen-Zuhaltung durch die Abtaststellen eines Schlüssels 2 innerhalb der Schließvorrichtung, insbesondere eines Schließzylinders, verstanden.
Dazu weist die Steuerrippe 9 an der ersten Rippenflanke 9A eine Abtaststelle 122 für die Plättchen-Zuhaltung 5 vom zweiten Typ 5B auf. Gleichzeitig ist an der ersten Nutflanke 8A in der zweiten Abtastebene 1 12 ebenfalls eine Abtaststelle 122 für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A ausgeführt. Somit besteht erfindungsgemäß die Möglichkeit, in der zweiten Abtastebene 1 12 beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B abzufragen. In einem Zylinderkern 4 kann der Anwender beim Festlegen, welche Plättchen-Zuhaltung 5 in der zweiten Abtastebene
1 12 angeordnet sein soll, frei wählen, ob er die Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A, oder die Plättchen-Zuhaltung 5 vom zweiten Typ 5B anordnet.
In beiden Fällen ist beim Einschieben des Schlüssels 2 in den Schlüsselkanal 6 sichergestellt, dass in ein und derselben zweiten Abtastebene 112 eine Abfrage der ausgewählten angeordneten Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A oder vom zweiten Typ 5B erfolgt.
Diese Abfolge von Abtaststellen 12n in einer Abtastebene 11n, in der in einer Abtastebene 11n keine Auswahl des Typs der Plättchen-Zuhaltung 5 und in der nächsten Abtastebene 1 1 n die Auswahl des Typs 5A oder 5B der Plättchen-Zuhaltungen besteht, ist in dem in Figur 4A dargestellten Schlüssel 2 fortgesetzt.
Zur Verdeutlichung der Anzahl der Abtaststellen 12n , die der Schlüssel 2 in einer Abtastebene 11n bietet, sind in den verschiedenen Abtastebenen 11 i bis 1110 Linien in einer Ein-Punkt- Strich-Abfolge, das bedeutet mögliche Abtaststelle 12n in einer Abtastebene 11n - oder eine Zwei-Punkt-Strich-Abfolge -, das bedeutet zwei möglich Abtaststellen 12n in einer Abtastebene 11n dargestellt.
Immer dann, wenn eine Ein-Punkt-Strich-Abfolge vorliegt, ist in dieser Abtastebene 11n nur eine Abtaststelle 122 entweder für eine Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A oder vom zwejten 5B vorgesehen. Ist die Linie mit zwei Punkten und einem Strich (Zwei-Punkt-Strich-Abfolge) dargestellt, so sind in dieser Abtastebene zwei Abtaststellen 122 für eine wahlweise Anordnung einer Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A oder vom zweiten Typ 5B vorgesehen. Diese Art der Darstellung wird in allen weiteren Figuren gleichermaßen verwendet.
Analog zur zweiten Abtastebene 112 ist somit in der achten Abtastebene 118 auf dem Schlüssel 2 eine Abtaststelle 128 sowohl für die Gegenabtaststelle der Plättchen-Zuhaltung 5A als auch für die Gegenabtaststelle der Plättchen-Zuhaltung 5B an der zugeordneten ersten Nutflanke 8A beziehungsweise der ersten Rippenflanke 9A vorgesehen.
Diese Ausführung wird auch in der Figur 4B verdeutlicht. In Figur 4B ist in der mittleren Darstellung eine Draufsicht auf die breite Seite 2B des Schlüssels 2 dargestellt. Die jeweilige erste Nutflanke 8A der Steuernut 8 weist in jeder der Abtastebenen 11 bis 1110 an der ersten Nutflanke 8A liegende Abtaststellen 12-, bis 1210 auf, die zur Verdeutlichung mit einem kleinen Rechteck gekennzeichnet sind.
Eine dieser Abtaststellen, nämlich die Abtaststele 210 in der Abtastebene 1 0 für die Plättchen-Zuhaltung 5A, ist separat gekennzeichnet. Ausgehend von der zweiten Abtastebene 1 12 ist auf der ersten Rippenflanke 9A in der jeweils zweiten Abtastebene 114, 116, 11 β und 1 110
eine Abtaststelle 122, 124, 126, 128 und 1210 ausgeführt. Somit ist in der jeweiligen Abtastebene 1 12, 1 14, 1 16, 11 β und 1110 frei wählbar, welche der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A oder 5B mit ihren Gegenabtaststellen in dieser Abtastebene positioniert werden soll.
Daraus ergibt sich der wesentliche Vorteil, dass das erste Schließsystem S'i aus mindestens zwei Schlüsselvorrichtungen bestehen kann, die sich durch unterschiedlich angeordnete Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B auszeichnen. Für jede in dieser Art unterschiedlich mit Plättchen- Zuhaltungen ausgestattete Schließvorrichtung kann aber immer der gleiche Schlüssel 2 verwendet werden. Beispielsweise kann der gleiche Schlüssel 2 für eine erste Schließvorrichtung als Schlüssel für einen Türschließzylinder und andererseits für eine zweite Schließvorrichtung als Schlüssel für einen Lenkanlassschließzylinder verwendet werden.
Dabei besteht die erste Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung so auszubilden, bei der nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A angeordnet sind, deren Gegenabtaststelle über die Abtaststellen 12i bis 1210 der ersten Nutflanke 8A der ersten Steuerbahn 8 abgefragt werden.
Ferner besteht die zweite Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5B angeordnet sind, die über ihre Gegenabtaststellen an den Abtaststellen 122, 124, 126, 128, 1210der ersten Rippenflanke 9A der zweiten Steuerbahn 9 abgetastet werden.
Schließlich besteht die dritte Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B angeordnet sind, wobei in den Abtastebenen 112, 114, 116, 18, 11 io variabel auswählbar ist, welche der beiden Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A oder vom Typ 5B angeordnet werden, wobei in allen möglichen Ausführungen stets der gleiche Schlüssel 2 für mindestens zwei Schließvorrichtungen verwendet werden kann, um die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B über ihre Gegenabtaststellen so zu sortieren, dass der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar ist.
Außerdem ist, wie die obere und untere Darstellung der Figur 4B verdeutlicht, der Schlüssel 2 des ersten Schließsystems S! als Wendeschlüssel ausführbar. Wie in Figur 4A nur teilweise sichtbar, liegt auf der gegenüber liegenden Seite der Steuerrippe 9 eine spiegelbildlich zu der zweiten Schnittebene angeordnete Steuerrippe 9A'.
Genauso liegt - wie in den Figuren 4A und 4B nicht gezeigt ist - auf der gegenüber liegenden Seite des Schlüssels 2 der ersten Steuerbahn 8 eine spiegelbildlich zu der ersten Schnittebene Dx/z angeordnete erste Steuerbahn 8' mit einer gegenüber liegenden ersten Nutflanke 8A'.
Bei der oberen schematischen Abbildung der Figur 4B, wird ausgehend von der mittleren Darstellung der Figur 4B, die unten auf der schmalen Seite 2S' des Schlüssels 2' liegende Steuerrippe 9', die der schmalen Seite 2S des Schlüssels 2 gegenüberliegt, gezeigt.
Bei der unteren schematischen Abbildung der Figur 4B wird ausgehend von der mittleren Darstellung des Schlüssels 2 der Figur 4B die oben auf der schmalen Seite 2S liegende Steuerrippe 9 gezeigt.
"Eine Anordnung von (in Figur 4A sichtbaren, die gegenüber liegende erste Steuerbahn 8' ist nicht sichtbar) Abtaststellen 12n auf einem Wendeschlüssel sind in den schematischen Abbildungen der Figur 4B durch die Rechtecke dargestellt.
Durch diese Wendeschlüssel-Ausführung spielt es keine Rolle, wie der Schlüssel 2 in den dafür vorgesehenen länglichen Schlüsselkanal 6 in Einschubrichtung E eingeschoben wird. Die beschriebenen Wirkungen und Vorteile bleiben stets erhalten.
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer ersten Position werden zur Abtastung der Gegen- abtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom zweiten Typ 5A, 5B die Flanken 8A, 9A benutzt (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) werden zur Abtastung der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom zweiten Typ 5A, 5B die Flanken 8Α', 9A' benutzt (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Erste Ausführungsform:
Erstes Schließsystem ST in einer zweiten Ausführungsvariante gemäß Figur 4C, 4D.
Die Besonderheit des ersten Schließsystems St in der zweiten Ausführungsvariante, das in_Fi- gur 4C, 4D gezeigt wird, besteht nun darin, dass am Schlüssel 2 in der ersten Abtastebene 11 , zwei Abtaststellen an der ersten Nutflanke 8A für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom Typ 5A und an der ersten Rippenflanke 9A für die Plättchen-Zuhaltung 5 vom Typ 5B ausgeführt ist. In dieser ersten Abtastebene 11 ! können somit beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B
über ihre Gegenabtaststellen abgefragt werden, wobei ein Typ 5A oder 5B ausgewählt werden muss.
In der zweiten Abtastebene 112 besteht jetzt nur noch die Möglichkeit, die Plättchen-Zuhaitung 5 vom ersten Typ 5A abzufragen. Die Steuerrippe 9 weist an der ersten Rippenflanke 9A der zweiten Abtastebene 1 12 keine Abtaststelle 122 für die Plättchen-Zuhaitung vom Typ 5B auf. In einem Zylinderkern 4 kann der Anwender beim Festlegen, welche Plättchen-Zuhaitung 5 in der ersten Abtastebene 1 1 i angeordnet sein soll, frei wählen, ob er die Plättchen-Zuhaitung 5 vom ersten Typ 5A, oder die Plättchen-Zuhaitung 5 vom zweiten Typ 5B anordnet. In beiden Fällen ist beim Einschieben des Schlüssels 2 in den Schlüsselkanal 6 sichergestellt, dass in ein und derselben ersten Abtastebene 1 1 i eine Abfrage der Gegenabtaststelle der ausgewählten Plättchen-Zuhaitung 5A oder 5B erfolgt.
Diese Abfolge von Abtaststellen 12n in einer Abtastebene 11„, in der in einer Abtastebene 1 1 n keine Auswahl des Typs der Plättchen-Zuhaitung 5 und in der nächsten Abtastebenen 1 1n die Auswahl des Typs 5A oder 5B der Plättchen-Zuhaltungen besteht, ist in dem in Figur 4C dargestellten Schlüssel 2 fortgesetzt. Zur Verdeutlichung der Anzahl der Abtaststellen 12n in einer Abtastebene 1 1n wird in den verschiedenen Abtastebenen λ ^ bis 1 1 0 mit Hilfe der dargestellten Linien wieder die Ein-Punkt-Strich-Abfolge beziehungsweise die Zwei-Punkt-Strich-Abfolge verwendet.
Analog zur ersten Abtastebene 1 1 i ist somit beispielsweise in der siebenten Abtastebene 1 17 eine Abtaststelle 127 sowohl für die Plättchen-Zuhaitung 5 vom ersten Typ 5A als auch für die Plättchen-Zuhaitung 5 vom zweiten Typ 5B an der zugeordneten ersten Nutflanke 8A beziehungsweise der ersten Rippenflanke 9A vorgesehen.
Diese Ausführung wird auch in der Figur 4D verdeutlicht. In Figur 4D ist in der mittleren schematischen Abbildung eine Draufsicht auf den Schlüssel 2 dargestellt. Die jeweilige erste Nutflanke 8A der Steuernut 8 weist in jeder der Abtastebenen 1 1 ^ bis 1 110 an der ersten Nutflanke 8A liegende Abtaststellen 12Ί bis 1210 auf, die zur Verdeutlichung wieder mit einem kleinen Rechteck gekennzeichnet sind. Eine dieser Abtaststellen, nämlich die Abtaststele 129 in der neunten Abtastebene 1 19 für die Plättchen-Zuhaitung 5A, ist separat gekennzeichnet.
Ausgehend von der ersten Abtastebene 1 1 ! ist auf der ersten Rippenflanke 9A in der jeweils zweiten Abtastebene 1 13, 1 15, 1 17 und 119 eine Abtaststelle 123, 125, 127, und 129 ausgeführt. Somit ist in der jeweiligen Abtastebene 1 13, 115, 1 17, und 1 19 frei wählbar, welche der Plätt-
chen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A oder 5B in dieser Abtastebene positioniert und über die jeweilige Gegenabtaststelle abgefragt werden soll.
Daraus ergibt sich auch hier der wesentliche Vorteil, dass das erste Schließsystem S! der zweiten Ausführungsvariante aus mindestens zwei Schlüsselvorrichtungen bestehen kann, die sich durch unterschiedlich angeordnete Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und zweiten Typ 5A, 5B auszeichnen. Für jede der so vorgesehenen Schließvorrichtungen kann jedoch der gleiche Schlüssel 2 verwendet werden.
Dabei besteht auch hier die erste Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung so auszubilden, bei der nur Plättchen-Zuhaltungen vom Typ 5A angeordnet sind, die über die Abtaststellen Mi bis 1210 der ersten Nutflanke 8A der ersten Steuerbahn 8 abgefragt werden.
Ferner besteht auch hier die zweite Möglichkeit darin, eine andere Schließvorrichtung so auszubilden, dass nur Plättchen-Zuhaltungen vom Typ 5B angeordnet sind, die an den Abtaststellen 12i , 123, 125, 127, 129 der ersten Rippenflanke 9A der zweiten Steuerbahn 9 abgetastet werden. Siehe beispielsweise eine dieser Abtaststellen 129, 1 19 für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom Typ 5B der Figur 4D.
Schließlich besteht die dritte Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B angeordnet sind, wobei in den Abtastebenen 11 , 1 13, 1 15, 7, 1 1 g variabel auswählbar ist, welche der beiden Plättchen-Zuhaltungen vom Typ 5A oder vom Typ 5B angeordnet werden, wobei in allen möglichen Ausführungen stets der gleiche Schlüssel 2 für mindestens zwei Schließvorrichtungen verwendet werden kann, um die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B über ihre Gegenabtaststellen so zu sortieren, dass der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar ist.
Außerdem ist, wie die obere und untere schematische Abbildung der Figur 4D verdeutlicht, der Schlüssel 2', 2S/ 2, 2S des Schließsystems S1 als Wendeschlüssel ausführbar. Wie in Figur 4C nur teilweise sichtbar, liegt auf der gegenüber liegenden Schlüsselseite 2', 2S' des Schlüssels 2, 2S der Steuerrippe 9 eine spiegelbildlich zur zweiten Schnittebene angeordnete Steuerrippe 9A'.
Genauso liegt - wie in den Figuren 4C und 4D nicht gezeigt ist - auf der gegenüber liegenden Seite des Schlüsselst, 2B der ersten Steuerbahn 8 eine spiegelbildlich zu der ersten Schnitt-
ebene Ό*ΐζ angeordnete erste Steuerbahn 8' auf der Seite 2', 2B' mit einer gegenüber liegenden ersten Nutflanke 8A'.
Bei der oberen schematischen Abbildung der Figur 4D wird ausgehend von der mittleren Abbildung der Figur 4C die unten auf der schmalen Seite 2S' liegende Steuerrippe 9' gezeigt.
Bei der unteren Abbildung der Figur 4D wird ausgehend von der mittleren Abbildung der Figur 4B die oben auf der schmalen Seite 2S liegende Steuerrippe 9 gezeigt.
Die möglichen sichtbaren Abtaststellen 12n eines Wendeschlüssels sind in den Abbildungen der Figur 4D wieder durch die Rechtecke dargestellt.
Durch diese Wendeschlüssel-Ausführüng spielt es auch hier keine Rolle, wie der Schlüssel 2 in den dafür vorgesehenen länglichen Schlüsselkanal 6 in Einschubrichtung E eingeschoben wird. Die beschriebenen Wirkungen und Vorteile bleiben dadurch stets erhalten.
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer ersten Position werden zur Abtastung der Gegen- abtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom zweiten Typ 5A, 5B die Flanken 8A, 9A benutzt (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) werden zur Abtastung der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten, und vom zweiten Typ 5A, 5B die Flanken 8A', 9A' benutzt (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Erste Ausführungsform:
Erstes Schließsystem S1 in einer dritten Ausführungsvariante gemäß Figur 4E, 4F.
Das Schließsystem Si gemäß Figur 4E und 4F entspricht der zweiten Ausführungsvariante nach Figur 4C, 4D, dabei ist die erste Steuernut 8 auf der gegenüber liegenden breiten Seite 2B' des Schlüssels 2 gegenüber der ersten Schnittebene D^ spiegelbildlich zu der ersten Steuernut 8' angeordnet, jedoch sind die Steuerrippen 9, 9', wie die obere und untere Abbildung der Figur 4F verdeutlicht, gegenüber der zweiten Schnittebene nicht spiegelbildlich ausgeführt.
Daraus ergibt sich bei der Ausbildung des ersten Schließsystems Si nach der dritten Ausführungsvariante die erste Möglichkeit, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der nur Plättchen- Zuhaltungen vom Typ 5A angeordnet sind, die über die Abtaststellen 12n bis 1210 der ersten
Nutflanke 8A oder der ersten spiegelbildlich angeordneten ersten Nutflanke 8A' der ersten Steuerbahn 8, 8' abgefragt werden. Dann kann der Schlüssel 2 wie bisher als Wendeschlüssel verwendet werden.
Ferner besteht auch hier die zweite Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der nur Plättchen-Zuhaltungen vom Typ 5B angeordnet sind, die an den Abtaststellen 12,, 123, 125, 127, 129 der ersten Rippenflanke 9A der zweiten Steuerbahn 9 oder der nicht spiegelbildlich angeordneten Rippenflanke 9A' der zweiten Steuerbahn 9' über ihre Gegenabtaststelle abgefragt werden. Der Schlüssel 2 kann dann aber nicht mehr als Wendeschlüssel verwendet werden, da die Steuerrippen 9, 9' nicht spiegelbildlich angeordnet sind.
Schließlich besteht die dritte Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B angeordnet sind, wobei die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B in allen Abtastebenen 11 , bis 1 10 variabel auswählbar sind, weil die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5B wechselseitig so anordbar sind, dass die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5B mit ihrer Gegenabtaststelle in einer Schließvorrichtung des zweiten Systems S2 einmal in den Abtastebenen 1 12, 1 14, 1 16, 1 18, 1 1 i0 in den Abtaststellen 122, 124, 126, 128, 1210 über die erste Rippenflanke 9A oder in den Abtastebenen 1 1 ,, 113, 1 15, 1 17, 1 19 in den Abtaststellen 12, , 123, 125, 127, 129 einer anderen zum zweiten Schließsystem S2 gehörenden Schließvorrichtung über ihre Gegenabtaststelle an der nicht spiegelbildlich angeordnet ersten Rippenflanke 9A' abgetastet werden.
Es versteht sich, dass die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom zweiten Typ 5B dazu in jeder zweiten Abtastebene 11 , bis 1 110 um 180° versetzt angeordnet sein müssen, damit die Zuhaltungsnut 5B-1 einmal die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom zweiten Typ 5B über die erste Rippenflanke 9A in den Abtastebenen 1 1 ,, 1 13, 1 15, 1 17, 1 19 mit den Abtaststellen 12,, 123, 125, 127, 129 und ein anderes Mal die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltung 5 vom zweiten Typ 5B über die erste gegenüber liegende Rippenflanke 9A' in den Abtastebenen 1 12, 1 14, 1 16. 1 1s, 1 110 in den Abtaststellen 122, 124l 126, 128, 12,0 abfragen kann.
In allen möglichen Ausführungen kann stets der gleiche Schlüssel 2 für mindestens zwei Schließvorrichtungen verwendet werden, um die Plättchen-Zuhaltungen vom ersten Typ 5A und vom zweiten Typ 5B über die Gegenabtaststellen so zu sortieren, dass der Zylinderkern 4 ge- genüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar ist. Der Schlüssel 2 kann aber nicht mehr als Wendeschlüssel verwendet werden, da die Steuerrippen 9, 9' nicht spiegelbildlich angeordnet sind.
Beim Einschieben des Schlüssels 2 werden in einer ersten Position zur Abtastung der Gegen- abtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten oder vom zweiten Typ 5A, 5B die Flanken 8A, 9A, 9A' benutzt (Drei-Bahn-Schließsystem).
Ein Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) ist durch die nicht spiegelbildliche Anordnung der Steuerrippen 9, 9' nicht möglich.
Zweite Ausführungsform:
Zweites Schließsystem S2 gemäß den Figuren 5A bis 5G in einer ersten Ausführungsvariante.
Die Figuren 5A bis 5J zeigen ein zweites Schließsystem S2 in einer ersten Ausführungsvariante.
Das zweite Schließsystem S2 zeichnet sich dadurch aus, dass in jeder der Abtastebenen 1 1n jeweils eine Abtaststelle 12n für die Gegenabtaststelle der Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A und für die Gegenabtaststelle der Plättchen-Zuhaltung 5 vom zweiten Typ 5B vorgesehen ist.
Die Figuren 5C und 5D zeigen die beiden Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom zweiten 5A und 5B, die bereits im Zusammenhang mit dem ersten Schließsystem ST beschrieben worden sind.
Die Figuren 5A und 5B zeigen jeweils perspektivisch einen Schlüssel 2, wobei Figur 5A die vordere. Seite, die schmale Schlüsselseite 2S und die obere Seite die breite Schlüsselseite 2B zeigt. In Figur 5B ist der Schlüssel 2 gegenüber Figur 5A um 90° nach unten verdreht, so dass die erste Steuerbahn 8, die gemäß Figur 5A noch nach oben zeigt, nun auf den Betrachter zu ausgerichtet ist, so dass die hintere schmale gegenüber liegende Seite 2S' jetzt oben dargestellt ist.
Dadurch wird die in Figur 5A auf der hinteren Seite liegende Steuerrippe 9' in Figur 5 auf der schmalen Oberseite des Schlüssels 2', als schmale Außenfläche 2S' sichtbar.
Durch die in beiden Figuren verwendete Zwei-Punkt-Strichlinie wird deutlich, dass sowohl an der ersten Nutflanke 8A als auch an der ersten Rippenflanke 9A je Abtastebene 1 1 n eine Abtaststelle 12n ausgeführt ist. Die gegenüber liegenden Flanken, die zweite Nutflanke 8B und die zweite Rippenflanke 9B, bilden dabei jeweils die Zwangsführung für die Zuhaltungsnase 5A-1
der Plättchen-Zuhaltungen 5A beziehungsweise für die Zuhaltungsnut 5B-1 der Plättchen-Zuhaltungen 5B.
Beispielhaft ist dargestellt, dass in der ersten Abtastebene 1 1 T jeweils eine Abtaststelle Mi für die Gegenabtaststelle der Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A als auch vom zweiten Typ 5B über die erste Nutflanke 8A beziehungsweise die erste Rippenflanke 9A abgefragt bezie-, hungsweise abgetastet werden kann. Beispielhaft ist auch in der vierten Abtastebene 1 14 dargestellt, dass beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A und 5B über die entsprechend ausgeführten Steuerbahnen 8, 9 abgefragt werden können.
Daraus ergibt sich wiederum der wesentliche Vorteil, dass das zweite Schließsystem S2 aus mindestens zwei Schlüsselvorrichtungen bestehen kann, die sich durch unterschiedlich angeordnete Plättchen-Zuhaltungen 5 beider Typen 5A, 5B auszeichnen. Für jede der so ausgebildeten beziehungsweise mit Plättchen-Zuhaltungen ausgestatteten Schließvorrichtungen kann der gleiche Schlüssel 2 verwendet werden. Dabei besteht dann, wenn in jeder der gedachten Abtastebenen 1 1 n beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B wahlweise anordbar sind, auch hier eine über den Stand der Technik hinausgehenden Vielzahl von variablen Möglichkeiten der Anordnung von Plättchen-Zuhaltungen. Die Aufbruchsicherheit wird dadurch erhöht.
Wird die jeweilige Steuerbahn 8, 9 in den gegenüber liegenden Steuerbahnen 8', 9' spiegelbildlich gegenüber der ersten und zweiten Schnittebene Dx/Z, Dx/y abgebildet, entsteht immer ein Wendeschlüssel, so dass der Schlüssel 2 in mindestens zwei Schließvorrichtungen in einer ersten Position und in einer zweiten Position als Wendeschlüssel verwendet werden kann.
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer ersten Position werden zur Abtastung der Gegen- abtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom zweiten Typ 5A, 5B die Flanken 8A, 9A benutzt (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) werden zur Abtastung der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom zweiten Typ 5A, 5B die (in Figur 5A, 5B nicht näher dargestellten) Flanken 8A', 9A' benutzt (Zwei- Bahn-Schließsystem).
Figur 5E zeigt für die zweite Schließvorrichtung die ersten drei Abtastebenen 1 1 ·,, 1 12, 1 13 und verdeutlicht, die in der ersten und zweiten Steuerbahn 8, 9 in einer Abtastebene 1 1 1 12, 13 angeordneten möglichen Abtaststellen 2 , 122, 123.
In Figur 5F wird die in radialer Bewegungsrichtung 7.2 verlagerbare zweite Plättchen-Zuhaltung 5B gezeigt, die in der ersten Abtastebene 1 ^ an der ersten Rippenflanke 9A der zweiten Steuerbahn 9 eine Abtaststelle 12i bildet. Die erste Rippenflanke 9A und die zwangsführende zweite Rippenflanke 9B greifen in die Zuhaltungsnut 5B-1 und steuern die Plättchen-Zuhaltung vom zweiten Typ 5B über ihre Gegenabtaststelle in radialer Bewegungsrichtung 7.2, die im Ausführungsbeispiel gemäß der Richtungsdefinitionen beispielsweise in einer y-Richtung liegen kann.
Die Figur 5G zeigt analog dazu die Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A, die in erster radialer Bewegungsrichtung 7.1 durch die erste Steuernut 8 über die erste Nutflanke 8A und die zwangsführende zweite Nutflanke 8B durch das Einführen des Schlüssels 2 sortiert bzw. abgetastet wird. Dadurch ergibt sich, wie man im Vergleich zu Figur 5F erkennt, die wahlweise Anordnung einer Abtaststelle 1 \ in der ersten Abtastebene 1 11 für die Gegenabtaststelle einer Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A, statt vom zweiten Typ 5B (Figur 5F).
Liegt die radiale Bewegungsrichtung der Plättchen-Zuhaltung 5 vom zweiten Typ 5B in Bewegungsrichtung 7.2, beispielsweise in einem Fahrzeug in y-Richtung, so ist die Bewegungsrichtung der Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A beispielsweise gemäß der Bewegungsrichtung 7.1 orthogonal hierzu in z-Richtung angeordnet.
Wird ein Schlüssel 2 beispielsweise in Fahrzeugrichtung x in einen Schlüsselkanal eingeführt und liegt die schmale Seite 2S des Schlüssels 2 horizontal in y-Richtung in einem Fahrzeug, so wird die Plättchen-Zuhaltung 5 vom Typ 5B horizontal in y-Richtung gemäß der Bewegungsrichtung 7.2 verlagert und die Plättchen-Zuhaltung 5 vom Typ 5A in vertikaler Richtung in z- Richtung in Bewegungsrichtung 7.1 verschoben.
Zweite Ausführungsform:
Zweites Schließsystem S2 gemäß den Figuren 5H bis 5J in einer zweiten Ausführungsvariante.
Gemäß den Figuren 5H, 51, 5J besteht aber auch die Möglichkeit, das zweite Schließsystem S2 so auszubilden, dass die zweite Steuerbahn 9 und die gegenüber liegende Steuerbahn 9' auf den schmalen Außenseiten 2S, 2S' des Schlüssels 2 gegenüber der zweiten Schnittebene nicht spiegelbildlich ausgebildet sind.
Diese zweite Ausführungsvariante des zweiten Schließsystems wird in den Figuren 5H, 51, 5J verdeutlicht.
Dadurch ergeben sich wiederum folgende Möglichkeiten, die Schließvorrichtungen auszubilden.
Um nun der Erfindungsidee auch innerhalb des zweiten Schließsystems S2 zu folgen, zeichnet sich das zweite Schließsystem S2 in der zweiten Ausführungsvariante ebenfalls dadurch aus, dass in mindestens einer, hier in jeder der Abtastebenen 1 1 n jeweils eine Abtaststelle 12n für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A und für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom zweiten Typ 5B vorgesehen ist, wobei jedoch durch die nicht spiegelbildliche Anordnung der Steuerrippe 9, 9' nicht in jedem Fall ein Wendeschlüssel herstellbar ist, wie nachfolgend erläutert wird.
In Figur 51 ist in der schematischen Abbildung nur eine der Steuerrippen 9 an der schmalen Außenseite 2S des Schlüssels 2 gezeigt. Bei der Darstellung der Figur 51 wird ausgehend von der Figur 5H die oben auf der schmalen Seite 2S des Schlüssels 2 liegende Steuerrippe 9 gezeigt.
Die gegenüber liegende Steuerrippe 9' ist gegenüber der zweiten Schnittebene D^, wie Figur 5J zeigt, nicht spiegelbildlich angeordnet.
Einerseits ist über die erste Steuernut 8A der ersten Steuerbahn 8 und der ersten Steuerrippe 9A der zweiten Steuerbahn 9 in jeder der Abtastebenen 1 1 i, 112, 1 13, 1 14, 1 15, 1 16, 1 17 eine Abtaststelle ' 2 122, 123, 124, 125, 126, 127 ausbildbar.
Andererseits ist über die erste gegenüber liegende Steuernut 8A' der ersten Steuerbahn 8' und der ersten Steuerrippe 9A' der zweiten gegenüber liegenden Steuerbahn 9' in jeder der Abtastebenen 1 11 , 1 12, 1 13, 1 14. 1 15. 1 18, 1 17. eine Abtaststelle 12, , 122, 123, 124, 125, 126, 127 ausbildbar.
Werden in einer Möglichkeit in einer Schließvorrichtung nur Plättchen-Zuhaitungen vom ersten Typ 5A angeordnet, so werden diese jeweils über die Abtaststellen 12T bis 127 der ersten Nutflanke 8A oder 8A', der ersten Steuerbahn 8 oder der gegenüber liegenden ersten Steuerbahn 8,' die spiegelbildlich angeordnet sind, abgefragt. Dadurch entsteht ein Schließsystem S2 für mehrere solcher Schließvorrichtungen, in denen der Schlüssel 2 noch als Wendeschlüssel ausgeführt ist.
Es besteht auch die zweite Möglichkeit, nur Plättchen-Zuhaitungen vom zweiten Typ 5B in jeder der nacheinander folgenden Abtastebenen 1 11 , 112, 113, 1 14, 1 15, 1 16, 1 17 anzuordnen, die ent-
weder an den Abtaststellen '\ 2 , 122, 123, 12 , 125, 126, 127 der ersten Rippenflanke 9A der zweiten Steuerbahn 9 oder für eine weitere Schließvorrichtung nur Plättchen-Zuhaltungen vom zweiten Typ 5B in jeder der nacheinander folgenden Abtastebenen l *! , 1 12, 1 13, 1 14, 1 15, 1 1 e, 1 17 angeordnet sind, die an den Abtaststellen 12^ 122, 123l 124, 125, 126, 127 der nicht spiegelbildlich angeordneten Rippenflanke 9A' der zweiten Steuerbahn 9' abgetastet werden. Der Schlüssel 2 kann dann aber nicht mehr als Wendeschlüssel verwendet werden, da die Steuerrippen 9, 9' gegenüber der zweiten Schnittebene nicht spiegelbildlich angeordnet sind.
Ausgehend von der zuvor beschriebenen zweiten Möglichkeit, besteht eine alternative Ausführung darin, die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom zweiten Typ 5B so anzuordnen, dass die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom zweiten Typ 5B mit ihren Gegenabtaststellen in einer Schließvorrichtung des zweiten Systems S2 einmal in einer Abtastebene 1 1 n über die erste Rippenflanke 9A und in einer gleichen Abtastebene 1 1 n einer anderen zum zweiten Schließsystem S2 gehörenden Schließvorrichtung über ihre Gegenabtaststelle durch die nicht spiegelbildlich angeordnete erste Rippenflanke 9A' abgetastet wird. Dies wird durch die Wirkrichtung des Federelementes, welches die Plättchen-Zuhaltungen 5 in die eine oder andere Richtung der radialen Bewegungsrichtung 7.2 drückt, ermöglicht. Dieser Schlüssel 2 kann aber nicht als Wendeschlüssel verwendet werden.
Schließlich besteht die dritte Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B angeordnet sind, da die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom zweiten Typ 5A, 5B in den nacheinander folgenden Abtastebenen 1 12, 1 13, 1 14, I l 5. l le. l l 7 variabel auswählbar an den Abtaststellen 12! , 122, 123, 124, 125 126i 127 anordbar sind, wobei der gleiche Schlüssel 2 für mindestens zwei Schließvorrichtungen verwendet werden kann, um die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B über ihre Gegenabtaststellen so zu sortieren, dass der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar ist. Der Schlüssel 2 kann dann aber nicht mehr als Wendeschlüssel verwendet werden, da die Steuerrippen 9, 9' der zweiten nicht spiegelbildlich angeordnet sind.
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer ersten Position werden zur Abtastung der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom zweiten Typ 5A, 5B die Flanken 8A, 9A benutzt (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Ein Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) ist durch die nicht spiegelbildliche Anordnung der Steuerrippen 9, 9' nicht möglich.
Die Abtastellen 12^ 125 in den Abtastebenen 11 ^ 115 sind separat gekennzeichnet, wobei die Zwei-Punkt-Strich-Abfolge wieder darauf hinweist, dass in jeder Abtastebene 11n je nach Auswahl der beiden Typen 5A, 5B von Plättchen-Zuhaltungen 5 über ihre Gegenabtaststellen abfragbar sind.
Dritte und vierte Ausführungsform:
Drittes und Viertes Schließsystem S3, S4 gemäß den Figuren 6A bis 6E.
Der grundsätzliche Aufbau des Schlüssels 2 für das dritte und vierte Schließsystem S3, S4 ist verändert, da jetzt eine anders ausgeführte und angeordnete dritte Steuerbahn 10 die zweite Steuerbahn 9 ersetzt.
Für die dritte und vierte Ausführungsform sind dadurch in der zweiten radialen Bewegungsrichtung 7.2 bewegbare Plättchen-Zuhaltungen 5 eines dritten Typs 5C angeordnet. Dieser dritte Typ 5C weist gemäß Figur 6C als Gegenabtaststellen gegenüber liegende Zuhaltungsstufen 5C-1 auf.
Die Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A wird, wie Figur 6B zeigt, in der dritten und vierten Ausführungsform des Schließsystems S3, S4 unverändert eingesetzt.
Die Figur 6A zeigt den Unterschied dieser Schließsysteme S3, S4 zu den beiden Schließsystemen SL S2 der ersten und zweiten Ausführungsform.
Der Schlüssel 2 des dritten und vierten Schließsystems S3, S4 weist eine dritte Steuerbahn 10 auf, deren Steuerflanke 10A auf der schmalen Seite 2S des Schlüssels 2 und deren Zwangsführung durch eine dritte auf dem Schlüssel 2 nun auf dessen gegenüber liegenden schmalen Schlüsselseite 2S' als Steuerbahn 10' in Form einer zwangsführenden Steuerflanke 10A' (in Figur 6A nicht sichtbar) gebildet wird.
Daraus ergibt sich zwangsläufig die veränderte Form der Plättchen-Zuhaltung 5 vom dritten Typ 5C, die in Figur 6A gemäß ihrer bestimmungsgemäßen Lage gegenüber dem Schlüssel 2 eingezeichnet ist, wobei die Auflage einer der beiden Zuhaltungsstufen 5C-1 auf der zwangsführenden Steuerflanke 10A' nicht sichtbar ist.
Dritte Ausführungsform:
Drittes Schließsystem S3 gemäß Figur 6A, 6B, 6C in einer ersten Ausführungsvariante.
Analog zum ersten Schließsystem S, zeichnet sich das dritte Schließsystem S3 in einer ersten Ausführungsvariante, welche in der Figur 6A dargestellt ist, dadurch aus, dass in jeder zweiten Abtastebene 1 1 n jeweils eine Abtaststelle 121 ( 123, 125 (beginnend mit der ersten Abtastebene 1 1 , für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A und für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom dritten Typ 5C vorgesehen ist, wodurch in diesen Abtastebenen 1 1 ,, 1 13, 1 15, eine Auswahl getroffen werden kann, welcher Typ 5A oder 5C angeordnet wird.
Die erste Abtastebene 11 i des Schlüssels 2 weist beispielsweise die in Figur 6A gekennzeichnete Abtaststelle 12, für eine Gegenabtaststelle für die Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A als auch vom dritten Typ 5C auf.
Die nächste Abtastebene 1 12 weist dann jedoch abweichend von der Darstellung der Figur 6A nur eine Abtaststelle 122 für die Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A auf.
Daraus ergibt sich der Vorteil, dass das dritte Schließsystem S3 der ersten Ausführungsvariante aus mindestens zwei Schlüsselvorrichtungen bestehen kann, die sich durch in mindestens einer Abtastebene 1 1 n variabel anordbare Plättchen-Zuhaltungen vom ersten oder dritten Typ 5A, 5C auszeichnen. Für jede der entsprechend ausgebildeten Schließvorrichtungen des dritten Schließsystems S3 kann dadurch unabhängig von der Anordnung einer Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten oder dritten Typ 5A, 5C immer der gleiche Schlüssel 2 verwendet werden.
Dabei besteht die erste Möglichkeit, eine Schließyorrichtung so auszubilden, dass nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A angeordnet sind, deren Gegenabtaststellen über die Abtaststellen 12, bis 12n in jede der Abtstebenenl 1 , bis 11 n an der ersten Nutflanke 8A der ersten Steuerbahn 8 abgefragt werden.
Ferner besteht die zweite Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der nur Plättchen-Zuhaltungen vom dritten Typ 5C angeordnet sind, deren Gegenabtaststellen an den Abtaststellen 12,, 123, 125 der Steuerflanke 10A der dritten Steuerbahn 10 abgetastet werden.
Schließlich besteht für eine weitere Schließvorrichtung die dritte Möglichkeit darin, beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und dritten Typ 5A, 5C anzuordnen, wobei in den Abtastebenen 1 1 ,, 113, 1 15 variabel auswählbar ist, welche der beiden Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A oder vom zweiten Typ 5C angeordnet und über die Gegenabtaststellen abgefragt werden, wobei in allen möglichen Ausführungen stets der gleiche Schlüssel 2 für min-
destens zwei Schließvorrichtungen verwendet werden kann, um die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5C so zu sortieren, dass der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar ist.
Nur die erste Steuerbahn 8 der ersten Ausführungsvariante des dritten Schließsystems S3 ist gegenüber der ersten Schnittebene D^z spiegelbildlich ausgeführt, wodurch sich ein Schlüssel 2 mit einer ersten und dritten Steuerbahn 8, 10, 10' und einer gegenüber liegenden spiegelbildlich angeordneten ersten Steuerbahn 8' ergibt, wodurch sich in Abhängigkeit der Auswahl der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5C in der jeweiligen Abtastebene 11n nur dann ein Wendeschlüssel ergibt, wenn in der jeweiligen Abtastebene 11n ausschließlich Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A angeordnet sind.
Beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer ersten Position werden zur Abtastung der Gegen- abtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom dritten Typ 5A, 5C die Flanken 8A, 10A benutzt (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Ein Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) ist durch die nicht spiegelbildliche Anordnung der Steuerflanken 10A, 10A' der dritten Steuerbahn 10, 10' nicht möglich.
Dritte Ausführungsform:
Drittes Schließsystem S3 gemäß Figur 6D, 6E, 6F in einer zweiten Ausführungsvariante.
Das dritte Schließsystem S3 zeichnet sich in einer zweiten Ausführungsvariante, welche in der Figur 6D, 6E, 6F dargestellt ist, dadurch aus, dass nur in einer einzigen beispielsweise der siebenten Abtastebene 117 jeweils eine mögliche Abtaststelle' 127 für eine variable Anordnung einer Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A oder für eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom dritten Typ 5C vorgesehen ist.
Die erste bis sechste Abtastebene 11 , bis 116 des Schlüssels 2 weist gemäß den Figuren 6D, 6E, 6F als Besonderheit dieser zweiten Ausführungsvariante beispielsweise eine erste bis sechste Abtaststelle bis 126 für eine Gegenabtaststelle auf, die ausschließlich für die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A vorgesehen sind.
Die siebente bis zehnte Abtastebene 17 bis 11 Ί0 weist als Besonderheit dieser zweiten Ausführungsvariante Abtaststellen 127 bis 1210 auf, die ausschließlich für die Gegenabtaststelle der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C vorgesehen sind.
Dabei ist die erste Steuerbahn 8 und die gegenüber liegende Steuerbahn 8' von vorn herein nur bis zur siebenten Abtastebene 1 17 ausgeführt und die dritte Steuerbahn 10 beziehungsweise die gegenüber liegende Steuerbahn 10' ist bis zur Abtastebene 1 16 vereinfacht ohne Kontur und somit ohne Codierungsfunktion ausgeführt.
Die in den Abtastebenen 1 1 ! bis 1 1 10 möglichen Abtaststellen 2i bis 1210 der zweiten Ausführungsvariante der dritten Ausführungsform eines Schlüssels 2 sind in den Abbildungen der Figur 6F wiederum durch die Rechtecke dargestellt.
Die obere schematische Abbildung der Figur 6F zeigt die breite Außenfläche 2B des Schlüssels 2. Darunter ist die schmale Außenfläche 2S des Schlüssels 2 schematisch abgebildet. Darunter ist die gegenüber liegende breite Außenfläche 2B' schematisch abgebildet. Und ganz unten ist die gegenüber liegende schmale Außenfläche 2S' gezeigt.
Wie man an den in den Abbildungen der Figur 6F gezeigten sich gegenüber liegenden breiten Außenseiten 2B, 2B' der oberen Abbildung und der dritten Abbildung von oben erkennen kann, ist die erste Steuerbahn 8 und die gegenüber liegende erste Steuerbahn 8' spiegelbildlich ausgeführt.
Wie man an den in Figur 6F gezeigten sich gegenüber liegenden schmalen Außenseiten 2S, 2S' der zweiten Abbildung von oben und der vierten Abbildung von oben erkennen kann, sind die Steuerflanken 10A und 10A' nicht spiegelbildlich ausgeführt.
Unabhängig von der beschriebenen vereinfachten Ausbildung des Schlüssels 2 ergibt sich wiederum der Vorteil, dass das dritte Schließsystem S3 der zweiten Ausführungsvariante aus mindestens zwei Schlüsselvorrichtungen bestehen kann, die sich durch unterschiedlich angeordnete Plättchen-Zuhaltungen 5 des ersten Typs 5A und des dritten Typs 5C auszeichnen.
Für jede der entsprechend ausgebildeten Schließvorrichtungen kann der gleiche Schlüssel 2 verwendet werden.
Dabei besteht eine erste Möglichkeit, eine Schließvorrichtung so auszubilden, dass nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A angeordnet sind, deren Gegenabtaststellen über die Abtaststellen "12, bis 127 der ersten Nutflanke 8A der ersten Steuerbahn 8 abgefragt werden.
Ferner besteht eine zweite Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C angeordnet sind, deren Gegenabtaststellen an den Abtaststellen 127 bis 1210 der Steuerflanke 10A der dritten Steuerbahn 10, 10A abgetastet werden.
Schließlich besteht für eine weitere Schließvorrichtung die dritte Möglichkeit wieder darin, beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5C anzuordnen, wobei in dieser zweiten Ausführungsvariante des dritten Schließsystems S3 nur in einer einzigen Abtastebene, der Abtastebene 117 variabel auswählbar ist, welche der beiden Plättchen-Zuhaltungen vom ersten Typ 5A oder vom dritten Typ 5C angeordnet und über ihre jeweilige Gegenabtaststelle abgefragt wird, wobei in allen möglichen Ausführungen stets der gleiche Schlüssel 2 für mindestens zwei Schließvorrichtungen verwendet werden kann, um die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5C so zu sortieren, dass der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar ist.
Nur die erste Steuerbahn 8 der zweiten Ausführungsvariante des dritten Schließsystems S3 ist auf einer gegenüber liegenden Seite des Schlüssels 2 gegenüber der ersten Schnittebene Dx/Z spiegelbildlich angeordnet, wodurch sich ein Schlüssel 2 mit einer ersten Steuerbahn 8 und einer gegenüber liegenden spiegelbildlich angeordneten ersten Steuerbahn 8' ergibt, wodurch sich in Abhängigkeit der Auswahl der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5C in der jeweiligen Abtastebene 11n nur dann ein Wendeschlüssel ergibt, wenn in der jeweiligen Abtastebene 11n ausschließlich Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A angeordnet sind.
Ein Beispiel: Für ein Fahrzeug mit einem Keyless-Entry-System oder einem Keyless-Go-System wird ein Schlüsselbart nur noch zum Verschließen des Handschuhkastens und als Notschlüssel zum Aufschließen der Fahrertür im Notfall benötigt. Es sollen beispielsweise zwei Schließvorrichtungen mit einem Schlüsselbart des dritten Schließsystems S3 der zweiten Ausführungsvariante eingesetzt werden.
Für das Handschuhfach wird beispielsweise ein Schließzylinder 3, 3A, 4 oder 3, 3A, 4 mit einer Freilaufhülse 4A eingesetzt, dessen Plättchen-Zuhaltungen 5 ausschließlich erste Plättchen- Zuhaltungen 5A sind, die von dem Schlüsselbart in den Abtastebenen 11 ^ bis 117 abgetastet werden.
Es versteht sich, dass eine höhere oder geringe Anzahl von Plättchen-Zuhaltungen vom ersten Typ 5A angeordnet sein kann, da die Anzahl von sieben Plättchen-Zuhaltungen 5 nur beispielhaft ist. Der Schlüsselbart kann, wenn im Schließzylinder nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom
ersten Typ 5A angeordnet sind, wie beschrieben ohne Beachtung der Seiten in den Schlüsselkanal 6 der Schließvorrichtung 1 eingeschoben werden, da der Schlüsselbart des Schlüssel 2 durch die spiegelbildliche Anordnung der ersten Steuerbahn 8 und der gegenüber liegenden ersten Steuerbahn 8' für die Schließvorrichtung 1 des Handschuhfaches wie beschrieben ein Wendeschlüssel ist.
Für den Notschlüssel an der Fahrertür muss jedoch nicht unbedingt ein Wendeschlüssel eingesetzt werden, wodurch der Schlüssel 2 durch die vereinfachte Ausführung der Steuerbahnen 8, 10 insbesondere der dritten Steuerbahn 10 preiswerter zu fertigen ist. Für den Schließzylinder 3, 3A, 4 oder 3, 3A, 4, 4A einer Not-Schließvorrichtung werden beispielhaft Plättchen-Zuhaltungen vom ersten Typ 5A und vom dritten Typ 5C angeordnet, die den Schlüsselbart beispielsweise in den Abtastebenen 1 1 ! bis 1 110 abtasten. Durch die Verwendung einer Plättchen-Zu- haltung 5 vom dritten Typ 5C ist der Schlüssel 2 jedoch nicht mehr als Wendeschlüssel verwendbar, da die dritte Steuerbahn 10 und die gegenüber liegende Steuerbahn 10' im Ausführungsbeispiel nicht spiegelbildlich gegenüber der zweiten Schnittebene ausgeführt sind.
Das dritte Schließsystem S3 ist wie alle anderen Schließsysteme in der mindestens einen Abtastebene (hier die Abtastebene 1 17) einer vorgesehenen Abtaststelle (hier die Abtaststelle 127) so variabel, dass beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5A und 5C über ihre Gegenabtast- stellen abtastbar und sortierbar sind, so dass die Anordnung eines Typs der beiden Plättchen- Zuhaltungen 5A, 5C in mindestens dieser einen Abtastebene 1 17 frei auswählbar ist, wodurch die Variabilität der Anordnung von Plättchen-Zuhaltungen 5 von mindestens zwei Schließvorrichtungen (Handschuhfach-Schließvorrichtung und Not-Schließvorrichtung an einer Fahrertür oder einem Kofferraum) mit an die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5C angepassten Zylinderkernen mit zugehörigen Zylindergehäusen erhöht wird.
In den Abtastebenen 1 ^ bis 1 16wird beispielsweise über die ersten Plättchen-Zuhaltungen 5A an den Abtaststellen 12i bis 126 der ersten Nutflanke 8A abgetastet. Anschließend wird in den Abtastebenen 1 17 bis 1 110 über die dritten Plättchen-Zuhaltungen 5C an den Abtaststellen 127 bis 1210 der Steuerflanke 10A abgetastet.
Es versteht sich, dass eine höhere oder geringe Anzahl von Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A oder vom zweiten Typ 5C angeordnet sein können, da die Anzahl von sechs Plättchen-Zuhaltungen vom ersten Typ 5A und von vier Plättchen-Zuhaltungen 5C vom dritten Typ 5C nur beispielhaft ist.
Der Schlüsselbart kann jedoch in den Schlüsselkanal 6 der Schließvorrichtung 1 nur so eingeschoben werden, dass die Steuerflanke 10, 10A die Plättchen-Zuhaltungen des dritten Typs in den Abtastebenen 117 bis 1110 an den Abtaststellen 127 bis 1210 wegdrückt, wodurch der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse drehbar ist.
Wird der Schlüssel 2 anders herum eingeschoben, wird die Zwangsführungsbahn 10A' der dritten Steuerbahn 10', da sie gegenüber der zweiten Schnittebene Dx/y nicht spiegelbildlich angeordnet ist, die Plättchen-Zuhaltungen 5C nicht wegschieben beziehungsweise abtasten.
Der vorgestellte Schlüssel 2 des dritten Schließsystems S3 in der zweiten Ausführungsvariante bildet durch die Ausbildung der gegenüber liegenden nicht spiegelbildlichen angeordneten Steuerflanken 10A, 10A' der dritten Steuerbahn 10 beziehungsweise der gegenüber liegenden dritten Steuerbahn 10', wie oben erwähnt, mit den Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C keinen Wendeschlüssel.
Das bedeutet, dass beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer ersten Position zur Abtastung der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom dritten Typ 5A, 5C die Flanken 8A, 10A benutzt werden (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Ein Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) ist durch die nicht spiegelbildliche Anordnung der Steuerflanken 10A, 10A' der dritten Steuerbahn 10, 10' nicht möglich.
Vierte Ausführungsform:
Viertes Schließsystem S4 gemäß Figuren 6H und 61.
Analog zum dritten Schließsystem S3 zeichnet sich das vierte Schließsystem S4 dadurch aus, dass gemäß Figur 6H, 61 in jeder Abtastebene 11n des Schlüssels 2 jeweils eine Abtaststelle 12^ 122, 123 für die Gegenabtaststelle einer Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A und für die Gegenabtaststelle einer Plättchen-Zuhaltung 5 vom dritten Typ 5C vorgesehen ist. In den weiteren Abtastebenen 114, 115, 116, 1 17, 117, 118, 119, 1110 sind nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A anordbar.
Die erste Abtastebene '\ '\ -[ weist somit eine in Figur 6H und 61 gekennzeichnete Abtaststelle 12Ί für die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltung 5 vom Typ 5A oder Plättchen-Zuhaltungen
5 vom Typ 5C auf. Der Anwender kann die Anordnung der Plättchen-Zuhaltungen 5A oder 5C wählen.
Im Ausführungsbeispiel der Figur 6H und 61 sind in einer Besonderheit dieses Schließsystems S4 nur die ersten drei Abtastebenen 11 ,, 112, 113 für die zwei Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5 des ersten Typ 5A und des dritten Typs 5C ausgeführt. Diese Ausführung kann auf beliebig viele weitere Abtaststellen 12n in den Abtastebenen 114, 115, 1 16, 117, 117, 118, 119, 11 0 erweitert werden. Die Variabilität der Anordnung von Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A oder 5C steigt entsprechend an.
Die mögliche Anordnung der verschiedenen Typen 5A oder 5C der Plättchen-Zuhaltungen 5 entspricht den verschieden Ausführungsvarianten, die zur dritten Ausführungsform bereits beschrieben worden ist. Ein Wendeschlüssel kann, der Logik des dritten Schließsystems S3 folgend, nur dann ausgebildet werden, wenn nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom Typ 5A angeordnet werden, da die dritte Steuerbahn 10 und die gegenüber liegende dritte Steuerbahn 10' gegenüber der zweiten Schnittebene nicht spiegelbildlich angeordnet ist.
Das bedeutet, dass beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer ersten Position zur Abtastung der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten oder vom dritten Typ 5A, 5C die Flanken 8A, 10A benutzt werden (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Ein Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) ist durch die nicht spiegelbildliche Anordnung der Steuerflanken 10A, 10A' der dritten Steuerbahn 10, 10' nicht möglich.
Fünfte Ausführungsform:
Fünftes Schließsystem S5 gemäß Figuren 7A bis 7F.
In den Figuren 7A bis 7F wird der Unterschied des fünften Schließsystems S5 gegenüber den zuvor beschriebenen Schließsystemen S,, S2, S3, S4 verdeutlicht.
Der Schlüssel 2 des fünften Schließsystems S5, weist die bereits bei dem dritten und Vierten Schließsystem. S3, S4 verwendete dritte Steuerbahn 10 auf. Deren Steuerflanke 10A wird wie bisher auf der schmalen Seite 2S des Schlüssels 2 und wie bisher durch die dritte zwangsführende Steuerflanke 10A' auf der gegenüber liegenden schmalen Schlüsselseite 2S' des Schlüssels 2' der gegenüber liegenden Steuerbahn 10' gebildet.
Der Schlüssel 2 wird jedoch abweichend von den bisherigen Schließsystemen ST bis S4 mit einer vierten Steuerbahn 14, 14' versehen, die jetzt gemeinsam mit der dritten Steuerbahn 10, 10' angeordnet ist.
Die verwendete vierte Steuerbahn 10 weist ebenfalls eine Steuerflanke 14A auf der vierten Steuerbahn 14 der breiten Seite 2B des Schlüssels 2 auf, wobei deren Zwangsführung durch eine vierte auf dem Schlüssel 2 nun auf dessen gegenüber liegender breiten Schlüsselseite 2B' als zwangsführende Steuerflanke 14A' der gegenüber liegenden vierten Steuerbahn 14' gebildet wird.
Daraus ergibt sich wiederum zwangsläufig eine veränderte Form für die, für die vierte Steuerbahn 14 beziehungsweise die gegenüber liegende vierte Steuerbahn 14' zuständigen Plättchen-Zuhaltungen 5, wie nachfolgend erläutert wird.
In dem fünften Schließsystem S5 sind im Zylinderkern 4, wie Figur 7A in Verbindung mit Figur 2A, 2B und Figur 3 zeigt, wie bisher in der zweiten radialen Bewegungsrichtung 7.2 bewegbare Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C angeordnet, die von der dritten Steuerbahn 10, 10' des Schlüssels 2 abgefragt werden. Dieser dritte Typ 5C der Plättchen-Zuhaltungen 5 weist gemäß Figur 7A analog zu der Figur 6C als Gegenabtaststellen zu den Abtaststellen des Schlüssels 2 beidseitig angeordnete Zuhaltungsstufen 5C-1 auf.
In dem fünften Schließsystem S5 werden ferner im Zylinderkern 4, wie Figur 7B in Verbindung mit Figur 2A, 2B und Figur 3 zeigt, in der ersten radialen Bewegungsrichtung 7.1 bewegbare Plättchen-Zuhaltungen 5 angeordnet. Es werden jetzt Plättchen-Zuhaltungen 5 eines vierten Typs 5D angeordnet, die von der vierten Steuerbahn 14 oder der gegenüber liegenden Steuerbahn 14' des Schlüssels 2 abgefragt werden.
Dieser Typ 5D weist analog zur Figur 7A als Gegenabtaststellen ebenfalls beidseitig angeordnete Zuhaltungsstufen 5D-1 auf. Dieser vierte Typ 5D der Plättchen-Zuhaltungen 5 ist somit auf die Form der vierten Steuerbahn 14, 14' des Schlüssels 2 abgestimmt ausgeführt.
Durch die beschriebene Ausbildung des Schlüssels 2 ergibt sich auch in diesem fünften
Schließsystem S5 der Vorteil, dass das System S5 aus mindestens zwei Schlüsselvorrichtungen bestehen kann, die sich durch in einer Abtastebene 11n unterschiedliche angeordnete, variabel auswählbare Plättchen-Zuhaltungen 5, entweder des dritten Typs 5C oder des vierten Typs 5D
auszeichnen. Für jede der entsprechend ausgebildeten mindestens zwei Schließvorrichtungen kann der gleiche Schlüssel 2 verwendet werden.
Dabei besteht eine erste Möglichkeit, wie die Figuren 7A bis 7F durch die Zwei-Punkt-Strich-Abfolge - verdeutlichen, eine Schließvorrichtung auszubilden, in der in allen Abtastebenen 11 ! bis 1 17 nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C angeordnet sind, deren Gegenabtaststel- len über die Abtaststellen 12T bis 127 der Steuerflanke 10A der dritten Steuerbahn 10 abgefragt werden.
Ferner besteht die zweite Möglichkeit darin, eine Schließvorrichtung auszubilden, bei der in allen Abtastebenen 1 ^ bis 117 nur Plättchen-Zuhaltungen 5 vom vierten Typ 5D angeordnet sind, deren Gegenabtaststellen an den Abtaststellen '\ 2, bis 127der Steuerflanke 14A der vierten Steuerbahn 14, 14A abgetastet werden.
Schließlich besteht für eine weitere Schließvorrichtung die dritte Möglichkeit darin, beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5C, 5D anzuordnen/wobei in diesem fünften Schließsystem S5 in allen Abtastebenen 11 ! bis 117 variabel auswählbar ist, welche der beiden Plättchen-Zuhaltungen vom dritten Typ 5C oder vom vierten Typ 5D mit ihren Gegenabtaststellen angeordnet werden, die von den Abtaststellen 12i - 127 des Schlüssels 2 abgefragt werden, wobei in allen möglichen Ausführungen stets der gleiche Schlüssel 2 für mindestens zwei Schließvorrichtungen , verwendet werden kann, um die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C und vom vierten Typ 5D so zu sortieren, dass der Zylinderkern 4 gegenüber dem Zylindergehäuse 3 drehbar ist.
Einige der Abtaststellen *\ 2ι , 123, 124, 126 in den Abtastebenen 111 , 113, 11 4, 116 sind separat gekennzeichnet, wobei die jeweilige Zwei-Punkt-Strich-Abfolge in diesen Abtastebenen 11 i , 1 3, 1 1 4, 1 1 e und auch in den anderen Abtastebenen 112, 125, 127 darauf hinweist, dass die Abtaststellen 12i , 123, 124, 126 des Schlüssels in jeder Abtastebene 1n die Gegenabtaststellen einer Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C oder vom vierten Typ 5D abfragt.
Figur 7C zeigt die möglichen Abtastellen 12i in der Abtastebene 11 !. Die Zwei-Punkt-Strich- Abfolge in dieser Abtastebene 11 ! weist darauf hin, dass in dieser Ausführungsvariante die Ge- genabtaststelle der Abtaststelle 12i dieser Abtastebene 1 11 der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C oder vom vierten Typ 5D an der Steuerflanke 10A der dritten Steuerbahn 10 oder an der Steuerflanke 14A der vierten Steuerbahn 14 abfragbar sind.
Dabei dient die jeweils gegenüber liegende Steuerflanke 10A' der dritten gegenüber liegenden Steuerbahn 10' beziehungsweise die gegenüber liegende Steuerflanke 1 A' der vierten gegenüber liegenden Steuerbahn 14' wieder als Zwangsführung für diejenige Zuhaltungsstufe 5D-1 der Plättchen-Zuhaltungen vom dritten Typ 5C beziehungsweise vom vierten Typ 5D, die von dem nicht näher dargestellten Federelement 3A nicht an die jeweilige Abtaststelle 12n gedrückt werden.
Figur 7D verweist beispielhaft auf die möglichen Abtastellen 12^ 12 des Schlüssels 2 in der Abtastebene 1 1 ! und 1 14. Die Zwei-Punkt-Strich-Abfolge in den Abtastebenen 1 1n weist in den Figuren 7A bis 7F wieder darauf hin, dass in dieser Ausführungsvariante die Gegenabtaststellen in diesen Abtastebenen 1 1 i und 1 14 beide Typen von Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C und vom vierten Typ 5D an der Steuerflanke 10A der dritten Steuerbahn 10 oder an der Steuerflanke 14A der vierten Steuerbahn 14 abfragbar sind.
In Figur 7D ist die Steuerflanke 10, 10A der der dritten Steuerbahn 10 jedoch nicht sichtbar, so dass in Figur 7D beispielhaft nur die Abtastellen ^21 und 124 in den Abtastebenen ^ und 1 14 gekennzeichnet sind, die über die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 des vierten Typs 5D abgefragt werden.
Im Gegensatz dazu wird in der Figur 7E beispielhaft nur auf die Abtastellen 123 und 126 in den Abtastebenen 1 13 und 1 16 verwiesen, die die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 des dritten Typs 5C abfragen.
In Figur 7E ist die Steuerflanke 14A der vierten Steuerbahn 14, da sie auf der Rückseite des Schlüssels 2 liegt nicht sichtbar, so dass die möglichen Abtaststellen der Steuerflanke 14A der vierten Steuerbahn 14, die die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom vierten Typ 5D abfragen können, nicht mit Bezugszeichen markiert werden können.
Die Figur 7F zeigt wiederum vier schematische Abbildungen des Schlüssels 2 von oben nach unten.
Die in den Abtastebenen 1 1 t bis 1 17 möglichen Abtaststellen bis 127 des Schlüssels 2 des fünften Schließsystems S5, die die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten oder vierten Typ 5C, 5D abtasten und sortieren, werden in den Abbildungen der Figur 7F wiederum durch die Rechtecke dargestellt.
Es ist erkennbar, das die Steuerflanken 14A, 10A der vierten beziehungsweise dritten Steuerbahn 14, 10 in allen beispielhaft dargestellten Abtastebenen 1 1 i bis 117 die möglichen variabel nutzbaren Abtaststellen 12! bis 127 des Schlüssels 2 für die variabel auswählbaren Plättchen- Zuhaltungen des dritten oder vierten Typs 5C, 5D aufweisen.
Die gegenüber liegenden Steuerflanken 14A' und 10A' der vierten beziehungsweise dritten gegenüber liegenden Steuerbahn 14', 10' (obere Abbildung und Abbildung darunter) sind in dieser Ausführung die zwangsführenden Steuerflanken 14A' 10A' für die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten oder vierten Typs 5C, 5D.
Die dritte schematische Abbildung von oben zeigt die breite Außenfläche 2B des Schlüssels 2. Darunter ist die schmale Außenfläche 2S des Schlüssels 2 schematisch abgebildet. Ganz oben ist die gegenüber liegende breite Schlüsselseite 2B' schematisch abgebildet. Darunter an zweiter Position, ist die gegenüber liegende schmale Schlüsselseite 2S' gezeigt.
Wie man an den in Figur 7F gezeigten sich gegenüber liegenden breiten Außenseiten 2Β', 2B, der oberen Abbildung und der dritten Abbildung von oben erkennen kann, ist die Steuerflanke 14A' der vierten gegenüber liegenden Steuerbahn 14' und die Steuerflanke 14A der vierten Steuerbahn 14 gegenüber der ersten Schnittebene Ό^ζ des Schlüssels 2 nicht spiegelbildlich ausgeführt.
Wie man an den in Figur 7F ferner gezeigten sich gegenüber liegenden schmalen Außenseiten 2S', 2S der zweiten Abbildung von oben und der vierten Abbildung von oben erkennen kann, ist die Steuerflanke 10A' der dritten gegenüber liegenden Steuerbahn 10' und die Steuerflanke 10A der dritten Steuerbahn 10 gegenüber der zweiten Schnittebene Dx/y des Schlüssels 2 ebenfalls nicht spiegelbildlich ausgeführt.
Der Schlüssel 2 kann dadurch nicht als Wendeschlüssel verwendet werden, da die gegenüber liegenden Steuerflanken 10A, 10A' der dritten Steuerbahn 10, 10' und die sich gegenüber liegenden Steuerflanken 14A, 14A' der vierten Steuerbahn 14, 14' auf dem Schlüssel 2 des fünften Schließsystems S5 nicht spiegelbildlich angeordnet sind.
Das bedeutet wiederum, dass beim Einschieben des Schlüssels 2 in einer ersten Position zur Abtastung der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten oder vom vierten Typ 5C, 5D die Flanken 10A, 14A benutzt werden (Zwei-Bahn-Schließsystem).
Ein Einschieben des Schlüssels 2 in einer zweiten Position (Wendeschlüssel-Position) ist durch die nicht spiegelbildliche Anordnung der Steuerflanken 10A', 14A' der dritten Steuerbahn und vierten Steuerbahn 10', 14' nicht möglich.
Durch die Anordnung von unterschiedlichen Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B oder 5A, 5C oder 5C, 5D in den nacheinander in Einschubrichtung des Schlüssel 2 oder des Wendeschlüssels 2 liegenden Abtastebenen 11n der Schließvorrichtungen eines Schließsystems Sn, insbesondere einem Türschließzylinder oder einem Lenkanlassschließzylinder oder einem Schließzylinder für eine Handschuhfach, werden bei einem mechanisch vorgenommenen Einbruch in einer der Schließvorrichtungen mehrere unterschiedliche Werkzeuge benötigt, um die Plättchen-Zuhaltungen aus den Sperrausnehmungen des Zylindergehäuses zu bewegen. Dabei ist die Abfolge der angeordneten Plättchen-Zuhaltungen gleicher oder verschiedener Typen von Plättchen- Zuhaltungen in Einschubrichtung so auswählbar, dass in nacheinander folgenden Abtastebenen gleiche Typen oder unterschiedliche Typen von Plättchen-Zuhaltungen angeordnet sind.
Die Anzahl der möglichen Abfolgen der Plättchen-Zuhaltungen erhöht sich gegenüber dem Stand der Technik, wobei insbesondere dann, wenn unterschiedliche Typen von Plättchen- Zuhaltungen in einer Schließvorrichtung angeordnet werden, die Variabilität der Anordnung und damit die Vielzahl der möglichen Abfolgen von Plättchen-Zuhaltungen gegenüber dem Stand der Technik wesentlich erhöht wird, da gemäß der Erfindung in mindestens einer Abtastebene mit einem Schlüssel unterschiedliche Typen von Plättchen-Zuhaltungen codiert, also über ihre Gegenabtaststellen von am Schlüssel oder Wendeschlüssel für beide Typen von Plättchen- Zuhaltungen angeordneten Abtaststellen abgefragt werden können.
Die Variabilität der Codierung und somit die Aufbruchsicherheit der Schließvorrichtungen der Schließsysteme kann, wie nachfolgend noch näher erläutert wird, weiter erhöht werden.
Kraftrichtung der federbelasteten Plättchen-Zuhaltungen:
Es wird erstens noch einmal ausdrücklich darauf verwiesen, dass sich die vier Typen der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B, 5C, 5D stets gegenüber der axialen Zylinderachse 7 des Zylinderkerns 4 federbelastet durch ein angeordnetes Federelement 3A stets in beide Richtungen der ersten radialen Bewegungsrichtung 7.1 beziehungsweise der zweiten radialen Bewegungsrichtung 7.2 bewegen lassen.
Diese Möglichkeit wird durch die Doppelpfeile in Figur 2B verdeutlicht, die zeigen, dass bereits die Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B aus dem Stand der Technik in beide Richtungen der radialen Bewegungsrichtungen 7.1 und 7.2 federbelastet bewegbar sind.
Dies gilt insofern auch für die neuen Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten und vierten Typ 5C, 5D, die im Stand der Technik nicht beschrieben sind.
Bei den vorangehenden Beispielen wurden der Übersichtlichkeit halber die Typen der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B, 5C, 5D stets in die gleiche Richtung der ersten beziehungsweise zweiten radialen Bewegungsrichtungen 7.1 und 7.2 belastet.
Ein jeder Plättchen-Zuhaltung 5 zugeordnetes Federelement 3A greift an einem in den beschriebenen erfindungsgemäßen Figuren der fünf Ausführungsformen nicht dargestellten Vorsprung 5-1 (jedoch in Figur 3 dargestellt) an. Durch die Anordnung des Vorsprungs 5-1 und die Festlegung der Kraftrichtung des Federelementes 3A kann sichergestellt werden, dass eine Plättchen-Zuhaltung 5 in die eine oder andere Richtung der radialen Bewegungsrichtungen 7.1 und 7.2 federbelastet bewegbar ist.
Anordnung der Plättchen-Zuhaltungen:
Es wird zweitens noch einmal ausdrücklich darauf verwiesen, dass die vier Typen der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B, 5C, 5D wie in Figur 2B gezeigt, in Längsrichtung des Schlüssels 2 in den Abtastebenen 1 1n immer in der gleichen Position oder bezüglich ihrer Längsachse um 180° gedreht angeordnet werden können.
Bei den vorangehenden Beispielen wurden der Übersichtlichkeit halber die Typen der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5B, 5C, 5D gegenüber dem Schlüssel 2 stets in der gleichen Position angeordnet, so dass der jeweilige Typ 5A, 5B, 5C, 5D in Längsrichtung des Schlüsselkanals 6 gesehen, (wie in Figur 2A, 2B sichtbar ist) angeordnet sind.
Eine Ausnahme bildet die dritte Ausführungsvariante der ersten Ausführungsform (siehe Figur 4E und 4F).
In dieser Ausführungsvariante wurden die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom zweiten Typ 5B in jeder zweiten Abtastebene 1 1 i bis 1 110 um 80° versetzt angeordnet, damit die Zuhaltungsnut 5B-1 einmal die Gegenabtaststellen der ersten Rippenflanke 9A in den Abtastebenen 1 11 t 1 13, 1 15,
117, 119 mit den Abtaststellen 12i, 123, 125, 127, 129 und ein anderes mal die Gegenabtaststel- len der ersten gegenüber liegenden Rippenflanke 9A' in den Abtastebenen 112, 114, 11 e. 1 1 a. 11 0 in den Abtaststellen 122, 124, 126l 128, 1210 abfragen kann.
In diesem Ausführungsbeispiel wird bereits gezeigt, dass je nach Anordnung der Plättchen-Zuhaltungen 5 mehr als zwei Flanken eines Schlüssels 2 durch die jeweiligen Plättchen-Zuhaltungen 5 einer Schließvorrichtung zum Abtasten der Gegenabtaststellen hinzu gezogen werden können.
Durch mit dem Schlüssel 2 abgestimmte veränderte Anordnung der Plättchen-Zuhaltungen 5 und Auswahl der Kraftrichtung der Federelemente 3A sind somit über Zwei-Bahn-Schließsysteme hinausgehende Mehr-Bahn-Schließsysteme ausbildbar.
Ein Beispiel: Ein Vier-Bahn-Schließsystem zeigt ausgehend von Figur 6D, 6E, 6F die Figur 8A.
Die oberen beiden Abbildungen der Figur 6F zeigen, dass die Steuerflanke 8A und 10A zur Abfrage der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A und vom dritten Typ 5C benutzt werden.
Die Rechtecke der Figur 8A zeigen die Abtaststellen 12n, mit denen die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom dritten Typ 5A, 5C durch die auswählbare radiale Wirkrichtung 7.1 und 7.2 der Federelemente 3A und durch eine um die Längsachse um 180° geschwenkte Anordnung der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5C abtastbar sind.
Die Pfeile 7.1 und 7.2 zeigen die Wirkrichtung, die die Abtaststellen 12n des Schlüssels 2, dem jeweiligen Federelement 3A entgegengesetzt auf die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten beziehungsweise vom dritten Typ 5A, 5C ausüben.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A werden gemäß Figur 8A, obere Abbildung, die die breite Außenseite 2B des Schlüssels 2 zeigt, mittels der ersten Nutflanke 8A in den Abtastebenen 111 f 112, 115, e in einer Richtung der radialen Bewegungsrichtung 7.1 abgetastet, das heißt weggedrückt. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A greifen mit ihren Zuhal- tungsnasen 5A-1 an der ersten Nutflanke 8A der ersten Steuerbahn 8 an.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A werden gemäß der Figur 8A, dritte Abbildung von oben, die die gegenüber liegende breite Außenseite 2B' des Schlüssels 2 zeigt, mittels der
ersten gegenüber liegenden Nutflanke 8A' in den Abtastebenen 1 13, 1 14, in der entgegengesetzten Richtung der radialen Bewegungsrichtung 7.1 abgetastet, das heißt weggedrückt. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A greifen mit ihren Zuhaltungsnasen 5A-1 an der ersten gegenüber liegenden Nutflanke 8A' gegenüber liegenden ersten Steuerbahn 8' an.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C werden gemäß Figur 8A, zweite Abbildung von oben, die die schmale Außenseite 2S des Schlüssel 2 zeigt, mittels der Steuerflanke 10A in den Abtastebenen 1 17, 1 1g, in einer Richtung der radialen Bewegungsrichtung 7.2 abgetastet, das heißt weggedrückt. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C greifen mit ihren Zuhal- tungsstufen 5C-1 an der ersten Steuerflanke 10A der dritten Steuerbahn 8 an.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C werden gemäß Figur 8A, untere Abbildung, die die gegenüber liegende schmale Außenseite 2S des Schlüssel 2 zeigt, mittels der gegenüber liegenden Steuerflanke 10A' in den Abtastebenen 118, 11 io, in einer entgegen gesetzten Richtung der radialen Bewegungsrichtung 7.2 abgetastet, das heißt weggedrückt. Die Plättchen- Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C greifen mit ihren Zuhaltungsstufen 5C-1 an der ersten gegenüber liegenden Steuerflanke 10A' der dritten gegenüber liegenden Steuerbahn 8 an.
Es werden somit vier Flanken, die Flanken 8A, 8A', 10, 10A' zur Abtastung der Gegenabtast- stellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und dritten Typ 5A, 5C benutzt.
Im Sinne der Erfindung ist in Figur 8A in der siebenten Abtastebene 1 17 wieder eine Abtaststelle 127 des Schlüssels 2 mit einer Zwei-Punkt- Strich-Abfolge dargestellt, in der variabel auswählbar ist, ob eine Gegenabtaststelle einer Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A oder eine Gegenabtaststelle der Plättchen-Zuhaltung vom dritten Typ 5C abgefragt werden soll.
Im dargestellten Beispiel wurde in der Abtaststelle 122, 1 17 Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C gewählt. Es wäre erfindungsgemäß auch möglich in der Abtaststelle 122, 1 17 eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A im Schließzylinder 3, 4 oder 3, 4A anzuordnen, ohne das Veränderungen am Schlüssel 7 vorgenommen werden müssten.
Ein weiteres Beispiel: Ein Sechs-Bahn-Schließsystem zeigt ausgehend von Figur 6D, 6E, 6F die Figur 8B.
Die oberen beiden Abbildungen der Figur 6F zeigen, dass die Steuerflanke 8A und 10A zur Abfrage der Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A und vom dritten Typ 5C benutzt werden.
Die Rechtecke der Figur 8B zeigen diejenigen Abtaststellen 12„, mit denen die Gegenabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und vom dritten Typ 5A, 5C durch die auswählbare radiale Wirkrichtung 7.1 und 7.2 der Federelemente 3A und durch eine um die Längsachse um 180° geschwenkte Anordnung der Plättchen-Zuhaltungen 5A, 5C abtastbar sind.
Die Pfeile 7.1 und 7.2 zeigen wieder die Wirkrichtung, die die Abtaststellen 12n des Schlüssels 2, dem jeweiligen Federelement 3A entgegen gesetzt auf die Plättchen-Zuhaltungen 5 ausüben.
Die Wirkrichtung der Federelemente 3A wird gegenüber Figur 8A weiter variiert.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A werden gemäß Figur 8B, obere Abbildung, die die breite Außenseite 2B des Schlüssels 2 zeigt, mittels der ersten Nutflanke 8A in den Abtastebenen 11 i, 115, 116 und mittels der zweiten Nutflanke 8B in der Abtastebene 112 in beide möglichen Richtungen der radialen Bewegungsrichtung 7.1 abgetastet, das heißt weggedrückt. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A greifen mit ihren Zuhaltungsnasen 5A-1 an der ersten Nutflanke 8A und der zweiten Nutflanke 8B der ersten Steuerbahn 8 an.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A werden gemäß der Figur 8B, dritte Abbildung von oben, die die gegenüber liegenden breite Außenseite 2B' des Schlüssels 2 zeigt, mittels der ersten gegenüber liegenden Nutflanke 8A' in der Abtastebene 113 und mittels der zweiten gegenüber liegenden Nutflanke 8B' in der Abtastebene 114 in beide möglichen Richtungen radialen Bewegungsrichtung 7.1 abgetastet, das heißt weggedrückt. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten Typ 5A greifen mit ihren Zuhaltungsnasen 5A-1 an der ersten gegenüber liegenden Nutflanke 8A'und an der zweiten gegenüber liegenden Nutflanke 8B' der ersten gegenüber liegenden Steuerbahn 8' an.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C werden gemäß Figur 8B, zweite Abbildung von oben, die die schmale Außenseite 2S des Schlüssel 2 zeigt, mittels der Steuerflanke 10A in den Abtastebenen 117, 119, in einer Richtung der radialen Bewegungsrichtung 7.2 abgetastet, das heißt weggedrückt. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C greifen mit ihren Zuhal- tungsstufen 5C-1 an der ersten Steuerflanke 10A der dritten Steuerbahn 10 an.
Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C werden gemäß Figur 8B, untere Abbildung, die die gegenüber liegende schmale Außenseite 2S des Schlüssel 2 zeigt, mittels der gegenüber liegenden Steuerflanke 10A' in den Abtastebenen 118, 1110, in einer zur zweiten Abbildung von oben entgegengesetzten Richtung der radialen Bewegungsrichtung 7.2 abgetastet, das heißt weggedrückt. Die Plättchen-Zuhaltungen 5 vom dritten Typ 5C greifen mit ihren Zuhaltungsstu- fen 5C-1 an der ersten gegenüber liegenden Steuerflanke 10A' der dritten gegenüber liegenden Steuerbahn 10' an.
Es werden somit je nach Anordnung und Kraftrichtung der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten oder dritten Typ 5A, 5C Flanken, die Flanken 8A, 8B, 8Α', 8B', 10, 10A' zur Abtastung des Ge- genabtaststellen der Plättchen-Zuhaltungen 5 vom ersten und dritten Typ 5A, 5C benutzt.
Im Sinne der Erfindung ist in Figur 8B in der siebenten Abtastebene 117 wieder eine Abtaststelle 127 des Schlüssels 2 mit einer Zwei-Punkt- Strich-Abfolge dargestellt, in der variabel auswählbar ist, ob eine Gegenabtaststelle einer Plättchen-Zuhaltung vom ersten Typ 5A oder eine Gegenabtaststelle der Plättchen-Zuhaltung vom dritten Typ 5C abgefragt werden soll.
Im dargestellten Beispiel wurde in der Äbtaststelle 122, 117eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom dritten Typ 5C gewählt. Es wäre erfindungsgemäß auch möglich in der Abtaststelle 122, 11 eine Plättchen-Zuhaltung 5 vom ersten Typ 5A im Schließzylinder im Schließzylinder 3, 4 oder 3, 4A anzuordnen, ohne das Veränderungen am Schlüssel 2 vorgenommen werden müssen.
Diese am dritten Schließsystem S3 erläuterte Vorgehensweise ist auf alle zuvor beschriebenen Schließsysteme S! und S2 sowie S4 und S5 übertragbar.
Bezugszeichenliste
Schließvorrichtung
Schlüssel
B Außenfläche [breite Außenseite]
S Außenfläche [schmale Außenseite]
Zylindergehäuse
A Federelement
Zylinderkern (Rotor)
A Freilaufhülse
Plättchen-Zuhaltungen
A Zuhaltung [erster Typ Plättchen-Zuhaltung]A-1 Zuhaltüngsnase
B Zuhaltung [zweiter Typ Plättchen-Zuhaltung]B-1 Zuhaltungsnut
C Zuhaltung [dritter Typ Plättchen-Zuhaltung]C-1 Zuhaltungsstufe
D Zuhaltung [vierter Typ Plättchen-Zuhaltung]D-1 Zuhaltungsstufe
-1 Vorsprung
Schlüsselkanal
Zylinderachse
.1 erste radiale Bewegungsrichtung
.2 zweite radiale Bewegungsrichtung
erste Steuerbahn (Steuernut)
' erste gegenüber liegende Steuerbahn (Steuernut)A erste utflanke
B zweite Nutflanke
A' erste Nutflanke
B' zweite Nutflanke
9 zweite Steuerbahn (Steuerrippe)
9' zweite gegenüber liegende Steuerbahn (Steuerrippe)
9A erste Rippenflanke
9B zweite Rippenflanke
9A' erste Rippenflanke
9B' zweite Rippenflanke
10 dritte Steuerbahn
10A Steuerflanke
10' dritte gegenüber liegende Steuerbahn
10A' Steuerflanke
1 1n Abtastebene [n1 i 2, 3...=Anzahl]
12n Abtaststelle [nt, 2, 3.. -Anzahl]
14 vierte Steuerbahn
14A Steuerflanke
14' vierte gegenüber liegende Steuerbahn
14A' Steuerflanke
Dx/Z erste Schnittebene
ϋχ/y zweite Schnittebene
E Einschubrichtung des Schlüssels
gegenüber liegende Schlüsselseite
x x-Richtung (Fahrtrichtung)
y x-Richtung (quer zur Fahrtrichtung)
z z-Richtung (vertikale Achse im Fahrzeug)
n Anzahl
Sn Schließsystem
51 erstes Schließsystem
52 zweites Schließsystem
53 drittes Schließsystem
54 viertes Schließsystem
55 viertes Schließsystem