Podien bei Schauspielhäusern, Theatern, Mehrzweckhallen und dergleichen
sind oftmals mit mehreren, nebeneinander angeordneten Klappen versehen, die
um eine horizontale Achse vertikal nach unten geschwenkt werden können, so
dass eine entsprechend der Anzahl der betätigten Klappen mehr oder minder
große Öffnung im Podium gebildet ist. Durch diese Öffnung kann mittels einer
sogenannten Personenversenkung eine Person beispielsweise aus dem Bereich
einer unterhalb des Podiums angeordneten Unterbühne auf das Niveau
des Podiums nach oben verfahren bzw. vom Niveau des Podiums nach unten
verfahren werden, so dass sie nicht mehr sichtbar ist.
Als Personenversenkung findet eine Vorrichtung Verwendung, die eine in einem
Gestell gelagerte, heb- und senkbare Plattform aufweist. Angetrieben wird die
Plattform mittels eines Elektromotors, der mit Seilzügen zusammenwirkt, die an
der Plattform angreifen. Die Größe der Plattform ist so bemessen, dass deren
Länge und Breite einer Podienklappe entspricht, so dass, bei geöffneter Podienklappe,
die angehobene Plattform den Raum der zuvor geschlossenen Podienklappe
einnimmt.
Personenversenkungen, insbesondere solche, die dem Heben und Senken einer
Person dienen, somit eine Plattform geringer Größe aufweisen, beispielsweise
eine Fläche von 1 m x 1 m, finden nicht nur zum Heben und Senken von
Personen zwischen Unterbühne und Podium Verwendung, sondern durchaus
auch an anderen Orten von Schauspielhäusem, Theatern, Mehrzweckhallen
und dergleichen. Die Verwendung erfolgt beispielsweise im Bereich des Orchestergrabens
oder auf dem Podium, dem Seiten-, dem Hinterbühnenwagen,
der Bühne, Drehscheibenkassetten, wenn es darauf ankommt, Personen von
einem bestimmten Niveau bezüglich des Podiums bzw. der Bühne auf ein höheres
Niveau zu heben bzw. von dort zu senken. Um eine Mobilität solcher
Personenversenkungen zu erreichen, sind diese verfahrbar gestaltet. Dies gilt
auch für kleinflächige Personenversenkungen, die zwischen Unterbühne und
Podium wirksam sind.
Es ist ferner bekannt, bei einem Podium eine großflächige, fest eingebaute
Tischversenkung vorzusehen. Auf dem Tisch kann beispielsweise ein aus einer
Vielzahl von Personen gebildeter Chor platziert werden, der, bei geöffneter
großflächiger Klappe von der Unterbühne auf das Niveau des Podiums verfahren
werden kann. Hierbei ist durchaus eine Verfahrgeschwindigkeit von bis zu
0,7 m pro Sekunde denkbar. Solche großflächigen Tischversenkungen, die beispielsweise
eine Plattformfläche von 9 m x 1 m aufweisen, sind beispielsweise
als Scherenhubtisch mit dem Tisch zur Aufnahme der Personen oder als an
Seilen aufgehängter Tisch gestaltet. Eine Lagerung des Tisches in Seilen erfordert
allerdings eine aufwendige Synchronisation. Abgesehen hiervon sind die
Baukosten einer solchen Vorrichtung mit großflächigem Tisch erheblich. Der
gravierendste Nachteil ist aber darin zu sehen, dass Tischversenkungen mit
großer Plattform keine Möglichkeit einer individuellen Kombination bieten, d.h.
nur in der konkreten vorgegebenen Größe der Plattform Verwendung finden
können. Kleinere Einheiten der Plattform können somit mit einer solchen Tischversenkung
nicht dargestellt werden. Ist beispielsweise nur eine Person zu heben,
muss der großflächige Tisch insgesamt angehoben werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung einer Personenversenkung zu
schaffen, die in beliebiger Anordnung, insbesondere beliebiger Länge konfigurierbar
ist, wobei eine universelle, einfache Bildung der Anordnung gewährleistet
sein soll.
Die Erfindung schlägt eine Anordnung zur Personenversenkung bei Podien, mit
mindestens zwei Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen, vor,
wobei die jeweilige Vorrichtung eine in einem Gestell gelagerte, heb- und senkbare
Plattform aufweist, sowie die Plattformen unmittelbar nebeneinander angeordnet
oder mittels eines oder mehrerer Brückenelemente miteinander verbunden
sind.
Erfindungsgemäß wird somit eine quasi Modulbauweise von Personenversenkungen
zur Bildung der Anordnung vorgeschlagen. Die jeweilige Vorrichtung ist
insbesondere standardisiert, d.h. sie weist Abmessungen auf, die der kleinsten,
üblichen Größe der Podienklappe entspricht. Diese beträgt beispielsweise, bezogen
auf die Aufnahmefläche der Podienklappe, 1 m x 1 m. Demzufolge ist die
Fläche der Plattform gleichfalls 1 m x 1 m. Gängig ist auch eine Plattformgröße
von 1,5 m x 1 m.
Durch die standardisierten Vorrichtungen lassen sich beliebige Anordnungen
zur Personenversenkung bilden, wobei es als bevorzugt angesehen wird, wenn
Durch die standardisierten Vorrichtungen lassen sich beliebige Anordnungen
zur Personenversenkung bilden, wobei es als bevorzugt angesehen wird, wenn
mehrere Vorrichtungen ausschließlich hintereinander angeordnet werden. Hierdurch
lässt sich ein länglich angeordnetes Gebilde von Vorrichtungen zur Personenversenkung
schaffen.
So ist es beispielsweise denkbar, die Anordnung zur Personenversenkung als
Tandem auszubilden. In diesem Fall sind zwei Vorrichtungen mit jeweils hebund
senkbarer Plattform vorgesehen. Diese Vorrichtungen können unmittelbar
nebeneinander angeordnet sein, so dass sich bei einer Plattformfläche von 1 m
x 1 m eine Gesamtfläche der beiden Plattformen von 2 m x 1 m ergibt. Im Sinne
des Tandems können die beiden Vorrichtungen mit einem oder mehreren Brückenelementen
verbunden werden, insbesondere mit einem oder zwei Brückenelementen.
Das jeweilige Brückenelement sollte zwischen den Plattformen
der beiden Vorrichtungen eine Fläche von gleichfalls 1 m x 1 m bilden, so dass
bei Verwendung von einem Brückenelement sich eine Länge des Tandems von
3 m, bei Verwendung von zwei Brückenelementen eine Länge des Tandems
vom 4 m ergibt. Die Gestaltung des jeweiligen Brückenelementes ist beliebig,
sofern es eine begehbare Fläche im konkreten Beispiel von 1 m x 1 m gestattet.
Beispielsweise kann die jeweilige Plattform der Personenversenkung eine Traverse,
insbesondere eine aus der Plattform ausziehbare Traverse, aufnehmen,
die mit der benachbarten Plattform oder einer Traverse der benachbarten Plattform
verbindbar ist, so dass diese Traverse bzw. diese Traversen die eine oder
mehrere Brückenelemente bildet bzw. bilden. Das jeweilige Brückenelement
kann ferner als Träger ausgebildet sein, der eine Brückenelementplattform aufnimmt,
wobei dieser Träger mit den benachbarten Personenversenkungen bzw.
der benachbarten Personenversenkung und dem benachbarten Brückenelement
verbindbar ist.
Die Anordnung zur Personenversenkung kann sich auch als Triplett darstellen,
d.h. es werden drei Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen verwendet.
Ein solches Triplett ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine Aneinanderreihung
mehrerer hintereinander angeordneter heb- und senkbarer Plattformen
bewerkstelligt werden soll. So wird es als vorteilhaft angesehen, wenn
zwischen jeder der drei Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen
ein Brückenelement angeordnet ist, oder sogar zwischen jeder Vorrichtung zwei
Brückenelemente angeordnet sind, wie es vorstehend zum Tandem beschrieben
ist.
Die jeweilige Vorrichtung zum Heben und Senken der Person ist vorzugsweise
verfahrbar. Dies ermöglicht es, unkompliziert, insbesondere bei in abgesenkter
Stellung befindlicher Plattform, die Vorrichtung von einem Ort zum anderen zu
verschieben, insbesondere im Bereich der Unterbühne von einem Bereich unterhalb
einer geschlossenen Klappe zu einem Bereich unterhalb einer anderen
geschlossenen Klappe.
Durch die Bildung der Anordnung zur Personenversenkung aus mehreren einzelnen
Vorrichtungen können großflächige Lösungen, die bisher insbesondere
mittels einer Tischversenkung dargestellt wurden, äußerst kostengünstig umgesetzt
werden. Je nach konkretem Anwendungsfall können die Personenversenkungen
einzeln oder aber kombiniert, beispielsweise als Tandem oder Triplett
benutzt werden.
Beim Öffnen von Klappen in Podien bilden sich unterhalb der Klappe seitliche
Schachtöffnungen. Es wird unter diesem Aspekt vorgeschlagen, Türen, die bei
der jeweiligen Vorrichtung zum Heben und Senken der Person vorgesehen
sind, dazu zu verwenden, dass diese, in geöffneter Stellung der Tür, die
Schachtöffnung verschließen. Hierdurch ist sichergestellt, dass beim Heben
und Senken der Person diese keiner Verletzungsgefahr, insbesondere durch
Einklemmen von Gliedmaßen im Bereich der Schachtwand, unterliegt. Zum Abdecken
der Schachtöffnung im Bereich der Stirnseite der Anordnung, auf Höhe
der in Öffnungsposition befindlichen Podienklappe, können separate Paneele
vorgesehen sein, die gegebenenfalls oben an der Tür der Vorrichtung zum Heben
und Senken von Personen schwenkbar angelenkt sind. Auf diese Art und
Weise lässt sich sicherstellen, dass beim Aneinanderreihen von Vorrichtungen
zum Heben und Senken von Personen, bis auf einen Zugangs- und/oder Abgangsbereich
für Personen zur Anordnung bzw. von dieser, insgesamt eine lückenlose
Schachtwand gebildet ist, womit eine Verletzungsgefahr bezüglich
Einquetschen, Stürzen durch Schachtöffnungen eliminiert ist.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung
der Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, dass
alle Einzelmerkmale und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich
sind.
In den Figuren ist die Erfindung anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele
dargestellt, ohne auf diese beschränkt zu sein. Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht auf eine Bühne eines Schauspielhauses
mit Orchestergraben und Podien mit fünf länglichen Bereichen,
die für die Personenversenkung vorgesehen sind,
- Figur 2
- eine räumliche Ansicht der Anordnung zur Personenversenkung,
veranschaulicht für den in Figur 1 zu P2 gezeigten linken Anwendungsfall
des Tandems, schräg von oben auf das Podium gesehen,
- Figur 3
- eine Prinzipsskizze der Personenversenkung für das in Figur 2
gezeigte Tandem,
- Figur 4
- eine Prinzipsskizze gemäß Figur 3, allerdings für zwei unmittelbar
nebeneinander angeordnete Vorrichtungen zum Heben und Senken
von Personen.
In der Figur 1 ist für ein Schauspielhaus der Orchestergraben 1 und die Bühne
2 veranschaulicht, wobei letztere durch fünf Podien P1, P2, P3, P4 und P5 gebildet
ist. Das jeweilige Podium weist dieselbe Grundfläche auf, beispielsweise
eine Länge von 13 m und eine Breite von 3 m. Die Podien sind längsseitig dicht
an dicht angeordnet. In jedem Podium ist eine längliche Öffnung, die etwa eine
Längserstreckung von 9 m und eine Breitenerstreckung von etwa 1 m aufweist,
gebildet, die mittels neun Podienklappen 4 verschließbar ist. Jede Podienklappe
4 weist eine quadratische Fläche auf, konkret eine Länge und Breite von jeweils
1 m. Auf dieser Fläche kann eine Person (Schauspieler(in)) bequem stehen.
Die jeweilige Podienklappe 4 ist entlang ihrer einen Längsseite 5 schwenkbar
im Podium P1, P2, P3, P4 bzw. P5 gelagert und im Bereich ihrer abgewandten
Längsseite 6 mit dem jeweiligen Podium über nicht dargestellte Mittel verriegelbar.
Demzufolge können durch Überführen der Podienklappen 4 von deren horizontalen
Schließposition in deren vertikale Öffnungsposition Öffnungen beliebiger
Länge im Raster von 1 m im jeweiligen Podium gebildet werden.
Im Bereich dieser Öffnungen lassen sich Personenversenkungen anordnen,
somit Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen. In der Figur 1 ist
die jeweilige Personenversenkung mit PV bzw., entsprechend der Legende zur
Figur 1 mit dem ausgewiesenen Symbol bezeichnet. Die jeweilige Personenversenkung
weist eine, wie insbesondere ergänzend der Darstellung der Figur 2
zu entnehmen ist, heb- und senkbare Plattform 7 auf, die, entsprechend der
Abmessung der jeweiligen Podienklappe 4 eine quadratische Oberfläche mit
den Maßen 1 m x 1 m aufweist. Bei geöffneter Podienklappe 4 kann die Plattform,
sofern die Personenversenkung PV exakt unter der durch die Podienklappe
4 freigegebenen Öffnung im Podien platziert ist, in die Stellung angehoben
werden, die vorher die geschlossene Podienklappe 4 eingenommen hat. Die
Plattform 7 bildet damit eine Ebene mit der Oberfläche des die Öffnung umgebenden
Podiums. Gelagert ist die jeweilige Plattform 7 beispielsweise in einem
Gestell 8, dass in nicht näher beschriebener Art und Weise vier in den Ecken
der Plattform 7 zugeordnete Ständer 9, in den Ständern vertikal verfahrbare
Schlitten und von diesen aufgenommene Schwenkhebel, die an der Unterseite
der Plattform 7 schwenkbar angreifen, aufweist, wobei über den Ständern zugeordnete
Seilzüge die Hebel mit den Schlitten nach oben gezogen werden
können, derart, dass zunächst die Schlitten nach oben bewegt werden und
dann die Hebel verschwenkt werden, um die Plattform 7 über die Ständer 9
hinaus zu verfahren. Die Seile werden auf Seiltrommel aufgewickelt, denen über
ein Synchrongetriebe ein Elektromotor zugeordnet ist. Die jeweilige Personenversenkung
ist im Bereich ihrer unteren vier Ecken mit vier, nach Möglichkeit
lenkbaren Rädern 10 versehen. Ferner sind in den genannten vier Ecken
Spindelstempel 11 zur Arretierung der Personenversenkung auf Position vorgesehen.
Diese ermöglichen einen Neigungs-/Höhenausgleich zum Boden der
Unterbühne UB auf der die jeweilige Personenversenkung PV verfahrbar ist.
Wie der Darstellung der Figur 1 zu entnehmen ist, kann die jeweilige Personenversenkung
PV einzeln beispielsweise im Orchestergraben platziert werden. Es
ist, wie dem Podium P1 zu entnehmen ist, durchaus denkbar, drei einzelne
Personenversenkungen P5, ohne dass diese in Wirkzusammenhang stehen, in
der Öffnung des Podiums 1 zu platzieren. Veranschaulicht ist zu dem Podium
P1, dass die erste, fünfte und neunte Podienklappe 4 geöffnet ist und im Bereich
der Öffnungen im Podium P1 drei einzelne Personenversenkungen PV
angeordnet sind. Es lassen sich somit drei Personen, in etwa einem Abstand
jeweils von 3 m, mittels der drei Personenversenkungen PV von der Unterbühne
UB auf das Niveau des Podiums P1 anheben bzw. umgekehrt absenken.
Zu den Podien P2 bis P5 sind erfindungsgemäße Anordnungen zur Personenversenkung
dargestellt:
Beim Podium P2 finden zwei Tandem Verwendung, wobei das eine Tandem
eine Längserstreckung von 3 m und das andere Tandem eine Längserstreckung
von 4 m aufweist. Hierzu sind, zur Aufnahme des einen Tandems, die
erste bis dritte und sechste bis neunte Podienklappe 4 geöffnet, d.h. in ihre vertikale
Öffnungsposition überführt. Im Bereich dieser Öffnungen sind die beiden
Tandems angeordnet, wobei das eine Tandem durch zwei Personenversenkungen
PV und ein Brückenelement 12 und das andere Tandem durch zwei
Personenversenkungen PV und zwei Brückenelemente 12 gebildet ist. Das jeweilige
Brückenelement ist in der Legende der Figur 1 mit dem entsprechenden
Symbol wiedergegeben und kurz mit Brücke bezeichnet. Beim Podium P2
verbleiben somit die vierte und fünfte Podienklappe in ihrer horizontalen
Schließposition. Im Podium P3 ist ein Triplett und ein Tandem gebildet. Das
rechts dargestellte Tandem hat eine Längserstreckung von 2 m und ist durch
zwei Personenversenkungen PV gebildet, deren Plattformen 7 unmittelbar nebeneinander
angeordnet sind. Die Plattformen 7 durchsetzen in ihrer angehobenen
Stellung die Öffnung im Podium P3, die zuvor von der achten und neunten
Podienklappe 4 verschlossen war. Nur die siebte Podienklappe 4 bleibt verschlossen.
Die erste bis sechste Podienklappe sind geöffnet und dort, zur Bildung
des Triplett von 6 m Länge drei Personenversenkungen PV angeordnet,
wobei die linke und die mittlere Personenversenkung mittels zweier Brückenelemente
miteinander verbunden sind, während die mittlere und die rechte Personenversenkung
mittels eines Brückenelementes verbunden ist. Zum Podium P4 ist ein Triplett gezeigt, das eine Länge von 5 m aufweist und im
Bereich der dritten bis siebten geöffneten Podienklappe 4 angeordnet ist. Dieses
Triplett weist drei Personenversenkungen PV auf, wobei zwischen der linken
und der mittleren Personenversenkung einerseits und der mittleren und der
rechten Personenversenkung andererseits jeweils ein Brückenelement angeordnet
ist. Zum Podium P5 ist gleichfalls ein Triplett veranschaulicht, allerdings mit einer
Länge von 7 m. Die zweite bis achte Podienklappe sind geöffnet und in diesem
Bereich wieder drei Personenversenkungen angeordnet, wobei zwischen der
linken und der mittleren Personenversenkung einerseits und der mittleren und
der rechten Personenversenkung andererseits jeweils zwei Brückenelemente
12 angeordnet sind. Jedes Brückenelement 12 weist eine begehbare Fläche,
somit Plattform auf, die quadratisch ist und eine Abmessung von 1 m x 1 m
aufweist.
Die vorgenannten Beispiele verdeutlichen die universelle Kombinierbarkeit der
Personenversenkungen PV, entweder mit unmittelbar nebeneinander angeordneten
Plattformen 7 oder in Verbindung mit einem oder mehreren Brückenelementen
12.
Die Figuren 2 und 3 zeigen die Anordnung zur Personenversenkung für das in
Figur 1 zum Podium P2, links dargestellte Tandem von 3 m Länge unter Verwendung
eines Brückenelementes 12.
Gezeigt sind in der Figur 2 für die jeweilige Personenversenkung, dort PV 1 und
PV 2 genannt, die vier Ständer 9, wobei jeweils zwei Ständer 9 in Längsrichtung
ein Ständerpaar bilden, das mittels einer Querstrebe 13 verbunden ist, ferner
sind gezeigt die in den Ständern 9 mittelbar gelagerte Plattform 7, die Räder 10
und die Spindelstempel 11. Bei geöffneter Podienklappe 4 ragt das jeweilige
der vertikal angeordneten Podienklappe 4 zugeordnete Paar von Ständern 9
und die diese verbindende Querstrebe 13 bis knapp unterhalb der Kante der
Podienklappe 4 und es bildet die der Plattform 7 zugewandte Fläche der Ständer
9 eine Ebene mit der Oberfläche der Podienklappe 4, die deren Begehfläche
darstellt. Somit kann die Plattform 7, die in der Figur 2 in ihrer abgesenkten
Stellung gezeigt ist, in ihrer vollständig angehobenen Stellung den Platz zwischen
der in Figur 2 ganz links gezeigten, geschlossenen Podienklappe 4 einnehmen.
Entsprechendes gilt für die Plattform 7 der Personenversenkung PV 2.
Wie der Figur 3 zu entnehmen ist, nimmt die jeweilige Plattform 7 der Personenversenkung
PV 1 bzw. PV 2 an ihrer Unterseite einen Träger, in einer Ebene
parallel zur Ebene der Plattform 7 verschiebbar, auf. Die beiden Träger 14
lassen sich in Längsrichtung der Plattformen 7 verschieben und sind in ihrer, in
Figur 3 gezeigten ausgeschobenen Stellung miteinander über allgemein mit der
Bezugsziffer 15 bezeichnete Kupplungselemente miteinander verbindbar. Im
Bereich zwischen den beiden Plattformen 7 der Personenversenkungen PV 1
und PV 2 nehmen die Träger 14 eine Brückenplattform 16 auf, die gleiche Abmessungen
wie die jeweilige Plattform 7 hat, somit eine Länge und Breite von
jeweils 1 m aufweist. Durch synchrones Verfahren der Personenversenkungen
PV 1 und PV 2 wird die Brückenplattform 16 zusammen mit den Plattformen 7
der beiden Personenversenkungen verfahren, so dass sich eine verfahrbare
Gesamtplattform in der Größe von 3 m x 1 m ergibt. Diese durchsetzt die Öffnung
im Podium P2 im Bereich der zur Figur 2 dargestellten geöffneten Podienklappen
4. Die synchrone Verfahrbarkeit der beiden Personenversenkungen PV
1 und PV 2 wird sichergestellt durch eine Mastersteuerung 17, die der Personenversenkung
PV 1 zugeordnet ist und eine Slavesteuerung 18, die der Personenversenkung
PV 2 zugeordnet ist. Ein Kupplungskabel der beiden Steuerungen
17 und 18 ist mit der Bezugsziffer 19 bezeichnet.
Veranschaulicht ist in den Figuren 2 und 3 ferner der Zugang zu der Anordnung
zur Personenversenkung. Stirnseitig erfolgt dies mittels zweier Zugangstreppen
20 zu den Personenversenkungen PV 1 und PV 2 auf deren abgewandten Seiten.
Jede Personenversenkung PV 1 bzw. PV 2 ist mit festen seitlichen Wänden 21,
die an den Ständern 9 befestigt sind, sowie im Bereich der Zugangstreppe 20
und der dieser abgewandten Seite der Personenversenkung mit Türen versehen.
Die Wände und Türen bestehen vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoff.
Figur 3 zeigt für die jeweilige Personenversenkung die geöffnete, zugangsseitige
Tür 22 sowie die jeweilige andere, gleichfalls in geöffneter Stellung
befindliche Tür 23. Die jeweilige Tür 23 lässt sich um das im zugeordneten
Ständer 9 gelagerte Scharnier 24 schwenken, wobei die äußere Schwenkbahn
der Tür 23 der Personenversenkung PV 1 mit der Bezugsziffer 24 und die äußere
Schwenkbahn der Tür 23 der Personenversenkung PV 2 mit der Bezugsziffer
25 veranschaulicht ist. Da die Türen 23 entgegengesetzt angeschlagen
sind, kann mit der einen Tür 23 die Schachtöffnung auf der einen Seite des
Schachtes und mit der anderen Tür 23 die Schachtöffnung auf der anderen Seite
des Schachtes, jeweils zwischen den beiden Personenversenkungen, geschlossen
werden. Dies ist in den Figuren 2 und 3 veranschaulicht. Da im stirnseitigen
Bereich der aus den beiden Personenversenkungen und dem Brückenelement
gebildeten Anordnung auf dem Niveau der nach unten gerichteten,
geöffneten seitlichen Podienklappe 4 eine Schachtöffnung nach wie vor
vorhanden ist, wird diese, wie der Darstellung der Figur 2 zu entnehmen ist,
durch ein Paneel 26 verschlossen, das die Abmessungen 1 m x 1 m aufweist
und über ein Scharnier 27 oben an der jeweiligen Tür 22 schwenkbar angelenkt
ist. Wird dieses Paneel 26 nicht zum Abdecken der Schachtstirnwand benötigt,
ist es in die untere vertikale Position weggeklappt und liegt somit außen an der
zugeordneten Tür 22 an. Durch nicht näher veranschaulichte Verriegelungsmittel
wird das Paneel 26 mit stationären Bauteilen des Podiums verriegelt. Ferner
sind Verriegelungselemente für die beiden Türen 23 vorgesehen, die mit dem
Ständer 9 zusammenwirken, der dem freien Ende der Tür 23 zugewandt ist. Es
ist durchaus denkbar, die Tür von der jeweiligen Personenversenkung abnehmbar
zu gestalten und zwischen benachbarten Trägern 9 zu montieren.
Durch die beschriebene Abdeckung der Schachtöffnungen ist eine höchstmögliche
Sicherheit der die Personenversenkung benutzenden Personen gewährleistet,
da die Anordnung nur im Bereich der beiden Zugangstreppen frei zugänglich
ist, somit keine seitlichen Schachtöffnungen vorhanden sind.
Die Ausführungsform nach der Figur 4 unterscheidet sich von derjenigen nach
den Figuren 2 und 3 dadurch, dass keine Brückenplattform 16 vorgesehen ist
und die beiden Träger 14 sich in ihrer unter die Plattformen 7 eingeschobenen
Stellung befinden. Dies ermöglicht es, die Personenversenkungen PV 1 und PV
2 dicht an dicht zu platzieren, wie es in der Figur 1 zum Podium P3, rechts, dargestellt
ist. Bei einer solchen Lösung werden die den Zugangstreppen abgewandten
Türen 23 ausgehängt, da keine Schachtöffnung abzudecken ist.
Um eine relativ steife, gemeinsam verfahrbare Einheit zu bilden, können die
(beiden) Personenversenkungen im Bereich der Ständer 9 zusätzlich miteinander
verbunden sein.
In den Figuren sind Abmessungen der Anordnung und deren Teile, sofern von
Interesse, mit angegeben.
In jedem Fall der Konfiguration der Personenversenkungen wird ein geschlossener
und lückenloser Schacht im Hubbereich der Plattform gebildet; es sind
keine Scherkanten vorhanden.
Im Sinne der Erfindung ist der Bereich Personenversenkung umfassend zu verstehen.
So dient die erfindungsgemäße Anordnung primär dem Versenken bzw.
Heben von Personen; sie ist aber durchaus zur Kulissen- und Requisitenbeförderung
geeignet.