Die Erfindung betrifft ein kippbares metallurgisches Gefäß, mit einem das metallurgische
Gefäß im Abstand zumindest teilweise umgebenden Tragring, wobei am metallurgischen
Gefäß befestigte Konsolen am Tragring aufliegen und das metallurgische Gefäß am
Tragring mit Spannvorrichtungen in seiner Lage festgelegt ist.
Im Speziellen betrifft die Erfindung eine Spannvorrichtung zum Abstützen und Befestigen
eines kippbaren Konverters auf einem ihn im Abstand zumindest teilweise umgebenden
Tragring.
Derartige metallurgische Gefäße, wie sie vorwiegend in Stahlwerken zur Stahlherstellung
eingesetzt werden, sind Wechselgefäße, die in Zeitabständen ausgetauscht werden
müssen, um deren feuerfeste Auskleidung zu erneuern oder sonstige Reparaturen an
ihnen vornehmen zu können.
Kippbare metallurgische Gefäße, wie Konverter, sind durch die in ihnen behandelte
metallische Schmelze hohen thermischen Belastungen ausgesetzt und geben große
Wärmemengen durch Strahlung an die Umgebung ab. Um die thermische Belastung des
Traggerüstes des metallurgischen Gefäßes gering zu halten, ist das metallurgische Gefäß
daher üblicherweise in einem Tragring angeordnet, der entweder als geschlossene
ringförmige oder offene hufeisenförmige Rahmenkonstruktion ausgestaltet ist. Der
Tragring ist um eine horizontale Achse schwenkbar und weist Tragzapfen auf, die in einem
Traggerüst gelagert sind. Das metallurgische Gefäß kann in diesem Tragring entweder
hängend oder auf ihm aufliegend oder auf ihm abgestützt angeordnet sein. Derartige
mögliche Ausführungsvarianten sind in der EP-B 0 029 878 beschrieben, wobei eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen Tragpratzen am metallurgischen Gefäß und
Traglaschen am Tragring von Klappschrauben aufrecht erhalten wird. Mit den
vorgespannten Klappschrauben wird eine Seitwärtsbewegung des metallurgischen
Gefäßen auch in einer Kippstellung des metallurgischen Gefäßes sicher vermieden. Für
das manuelle Lösen der Klappschrauben benötigt man jedoch nicht nur einen erheblichen
Zeitaufwand, diese Arbeiten sind durch die Hitzeeinwirkung, die Staubentwicklung, die
Absturzgefahr und die beengten Platzverhältnisse in diesem Bereich für das
Betriebspersonal auch äußerst beschwerlich und können nur mit großem
Sicherheitsaufwand durchgeführt werden.
Aus der DE-B 28 03 457 ist ein Wechsel konverter bekannt, der in einem Tragring hängend
angeordnet ist und in dieser Position von mehreren am Tragring verteilten Zugelementen
gehalten wird, die von quer zu ihrer Längsrichtung leicht auslenkbaren Stangen oder
Bündeln von Einzeldrähten gebildet sind. An einem Ende der Zugelemente sind
Spannmuttern auf Gewindeabschnitten aufgeschraubt. Vor dem Festziehen der
Spannmuttern wird eine von einer Kolben-Zylinder-Einheit gebildete Spannvorrichtung
aktiviert und eine Zugkraft in Längsrichtung der Zugelemente erzeugt, die in Summe über
alle Zugelemente mindestens der Last des mit Schmelze beladenen Wechsel konverters
entspricht. Unter dieser Vorspannung können die Spannmuttern relativ leicht angezogen
werden, wobei nach Entlastung der Spannvorrichtung die eingestellte Zugkraft in den
Zugelementen erhalten bleibt. Auch durch diese Lösung werden die Nachteile der
manuellen Betätigung der Schraubverbindung nicht vermieden.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt
sich die Aufgabe ein kippbares metallurgisches Gefäß zu schaffen, bei dem die
Herstellung einer gesicherten Verbindung oder das Öffnen dieser gesicherten Verbindung
zwischen dem metallurgischen Gefäß und dem Tragring ohne manuellen Eingriff eines
Monteurs sichergestellt werden kann. Insbesondere soll ein unbeabsichtigtes Lösen der
Verriegelung des metallurgischen Gefäßes am Tragring mit Sicherheit ausgeschlossen
sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das metallurgischen Gefäß
am Tragring mit durch Hydraulikelemente betätigbare Spannvorrichtungen lösbar fixiert ist
und jede hydraulisch betätigbare Spannvorrichtung ein selbsthemmendes Klemmelement
umfasst.
Diese Anordnung stellt ein stahlwerksgerechtes System mit einfachsten Elementen am
metallurgischen Gefäß und am Tragring dar, wodurch eine wesentliche Reduktion der Zeit
zum Öffnen und Schließen der Aufhängung erreicht wird. Weiters kommt es zu einer
beträchtlichen Reduktion der Gesamtwechselzeit, da das metallurgische Gefäß nicht mehr
abkühlen muss, um für das Betriebspersonal akzeptable Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Eine weitere Reduktion der Gesamtwechselzeit ergibt sich dadurch, dass der Abgaskamin
oberhalb des metallurgischen Gefäßes nicht mehr von anhaftenden Bären (Ablagerungen)
gereinigt werden muss, um eine Gefährdung des Betriebspersonals auszuschließen.
Eine Beschädigung des Hydraulikelementes durch Auswürfe aus dem metallurgischen
Gefäß, beispielsweise insbesondere während der Blasphase in einem stahlerzeugenden
Konverter, oder durch abstürzende Schlacken- und Metallbären vom Konvertermund oder
dem Abgaskamin wird zusätzlich vermieden, wenn zumindest das die Spannvorrichtung
betätigende Hydraulikelement innerhalb oder unterhalb des Tragringes angeordnet ist. In
gleicher Weise ist es vorteilhaft, wenn zusätzlich Teile der Spanneinrichtung selbst in das
Innere des Tragringes verlagert sind oder durch entsprechende Abdeckungen auf dem
Tragring geschützt sind. Gleichermaßen kann eine Beschädigung der Hydraulikelemente
vermieden werden, wenn zumindest das die Spannvorrichtung betätigende
Hydraulikelement, vorzugsweise jedoch alle Bauteile der Spannvorrichtung, die nicht
unmittelbar an Teilen des metallurgischen Gefäßes angreifen, unter einer Abdeckung auf
dem Tragring angeordnet ist.
Zweckmäßig ist die Verbindung zwischen dem metallurgischen Gefäß und dem Tragring
von drei hydraulisch betätigbaren Spannvorrichtungen gebildet, wobei die Auflagepunkte
der drei Spanneinrichtungen zur Erzielung einer gleichmäßigen Belastungsverteilung
weitgehend gleichmäßig am Tragring bzw. dem metallurgischen Gefäß verteilt angeordnet
sind. In ihrem Aufbau sind diese Spanneinrichtungen möglichst identisch ausgebildet.
Am metallurgischen Gefäß sind Konsolen angeschweißt, denen vom Tragring aufragende
Stützplatten seitlich gegenüber liegen. Diese Stützplatten zentrieren das metallurgische
Gefäß auf dem Tragring in der Montagephase (während der Absenkung des
metallurgischen Gefäßes auf den Tragring) und wirken als zusätzliche seitliche
Stützflächen für das metallurgische Gefäß insbesondere in der gekippten Chargier- und
Abstichposition. Parallel zur Tragringebene wirkende Gewichtskräfte werden von diesen
Stützplatten aufgenommen.
Nach einer ersten möglichen Ausführungsform umfasst die hydraulisch betätigbare
Spannvorrichtung eine Keilverbindung und das Klemmelement ist von einem Keil gebildet,
dessen Keilneigung eine Selbsthemmung der Spanneinrichtung sicherstellt, wobei der Keil
in eine selbsthemmende Klemmstellung, bei der der Keil eine Verriegelungskonsole
durchsetzt, oder in eine das metallurgische Gefäß freigebende Lösestellung, bei der der
Keil die Verriegelungskonsole freigibt, verlagerbar ausgebildet ist. Durch die gezielte
Festlegung des Keilwinkels ist sowohl zum Herstellen der Klemmverbindung als auch zu
deren Lösen eine Aktivierung der Hydraulikelemente zwingend notwendig.
Der Keil liegt auf einer Stützplatte am Tragring auf und durchsetzt in der
selbsthemmenden Klemmstellung einen vom Tragring aufragenden Stehbolzen und die
am metallurgischen Gefäß befestigte Verriegelungskonsole, wobei eine Selbsthemmung
der Spannvorrichtung zwischen dem Keil und dem Stehbolzen hergestellt ist. Den den
Öffnungswinkel des Keiles festlegenden geneigten Keilflächen liegen entsprechende
Gegenstützflächen in der Durchtrittsöffnung des Stehbolzens gegenüber.
Vorzugsweise ist die Verriegelungskonsole am metallurgischen Gefäß befestigt und der
Keil am Tragring abgestützt.
Die Ausgestaltung der hydraulisch betätigbaren Spannvorrichtung nach der ersten
beschriebenen Ausführungsform ermöglicht die Verwendung der für die Abstützung des
metallurgischen Gefäßes auf dem Tragring vorgesehenen Konsole zusätzlich als
Verriegelungskonsole.
Eine zweite mögliche Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
die hydraulisch betätigbare Spannvorrichtung ein von einem Hakenpaar gebildetes
Klemmelement umfasst, welches über ein Gestänge mit dem Hydraulikelement gekoppelt
ist und in eine selbsthemmende Klemmstellung, bei der das Hakenpaar die
Verriegelungskonsole hintergreift, oder in eine das metallurgische Gefäß freigebende
Lösestellung, bei der das Hakenpaar die Verriegelungskonsole freigibt, verlagerbar
ausgebildet ist.
Das Gestänge umfasst einen Kniehebelmechanismus, der in einem Durchschlagpunkt
eine Selbsthemmung auslöst und dessen Verschiebeweg durch einen Anschlag begrenzt
ist. Um unter den hohen, für die gesicherte Aufrechterhaltung der Verspannung
notwendigen Spannkräften den Durchschlagpunkt des Kniehebelgelenkes durchfahren zu
können, umfasst das Gestänge zwei Gestängelaschen, die in ihrer Längserstreckung unter
Belastung nachgiebig ausgebildet sind. Die Gestängelaschen sind dementsprechend
federnd ausgeführt.
Um im laufenden Betrieb auftretende vorwiegend thermisch bedingte Änderungen in der
Geometrie zwischen dem metallurgischen Gefäß und dem Tragring zu kompensieren, ist
das Hakenpaar am Tragring kugelgelenkig gelagert. Die kugelgelenkige Lagerung wird
vorzugsweise durch sphärische Lager erreicht.
Vorzugsweise ist die Verriegelungskonsole am metallurgischen Gefäß befestigt und das
Hakenpaar am Tragring schwenkbar gelagert.
Weiters ist zur Kompensation von Wärmedehnungen und um ein sicheres Verriegeln des
metallurgischen Gefäßes am Tragring sicherzustellen vorgesehen, dass an der
Verriegelungskonsole zueinander schräge Kontaktflächen angeordnet sind, denen in der
verriegelten Betriebsposition schräge Stützflächen am Hakenpaar gegenüberliegen.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung nicht einschränkender Ausführungsbeispiele, wobei auf
beiliegende Figuren Bezug genommen wird, die folgendes zeigen:
- Fig. 1
- einen in einem Tragring abgestützten Konverter in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine hydraulisch betätigte Spannvorrichtung nach einer ersten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig. 3
- eine hydraulisch betätigte Spannvorrichtung nach einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig.4a
- eine hydraulisch betätigte Spannvorrichtung nach der zweiten Ausführungsform in
der Lösestellung,
- Fig.4b
- eine hydraulisch betätigte Spannvorrichtung nach der zweiten Ausführungsform in
der selbsthemmenden Klemmstellung,
- Fig. 5
- ein Längsschnitt durch die federnd ausgebildete Gestängelasche im
Kniehebelmechanismus,
- Fig. 6
- einen Tragring mit Spannvorrichtungen nach der zweiten Ausführungsform in
einem Schrägriss.
In Fig. 1 ist der grundsätzliche Aufbau einer Konverteranlage in einem Stahlwerk
schematisch dargestellt. Der Konverter 1, bestehend aus einem nicht näher dargestellten
Stahlmantel und einer innen anliegenden feuerfesten Ausmauerung, ist in einem Tragring
2 mit geringem Abstand zu diesem positioniert, wodurch die thermische Belastung des
Tragringes durch das heiße Konvertergefäß gering gehalten wird. Der zumeist von einer
hufeisenförmigen Rahmenkonstruktion gebildete Tragring 2 ist über zwei Tragzapfen 3a,
3b in einem Traggerüst 4 drehbar abgestützt und mit einem hier nicht dargestellten
Kippantrieb ausgestattet, wodurch die Einstellung einer vertikalen oder einer geneigten
Betriebsposition des Konverters für das Chargieren von Einsatzstoffen, Blasen des
Rohstahls oder Abstechen des Flüssigstahles ermöglicht wird. An der stählernen
Außenhülle des Konverters sind mehrere Konsolen 5a, 5b angeschweißt, mit denen der
Konverter auf dem Tragring 2 in nicht näher dargestellten Auflagen aufliegt.
Gleichermaßen ist auch eine hängende Anordnung des Konverters im Tragring möglich.
Durch entsprechende Spannvorrichtungen 6a, 6b, die nach dem Stand der Technik
vorwiegend von Schraubverbindungen gebildet sind, werden die Konsolen 5a, 5b und
damit der Konverter 1 in seiner vorbestimmten Lage zum Tragring 2 fixiert und diese
Position auch in der gekippten Betriebsposition des Konverters gehalten.
In den nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen werden für gleiche Bauteile
gleiche Bezugszeichen verwendet.
Eine erste Ausführungsform einer Konverteraufhängung mit der erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung 6 ist in Fig. 2 in der selbsthemmenden Klemmposition der
Spannvorrichtung bzw. verriegelten Betriebsposition des Konverters am Tragring
dargestellt. Eine von mehreren am Gehäuse des Konverters 1 angeschweißte
Verriegelungskonsole 20, die auch einer der Konsolen 5a, 5b nach Fig.1 entsprechen
kann, liegt auf einer Stützplatte 7 des Tragringes 2 auf und ist in ihrer horizontalen
Ausrichtung durch seitlich neben der Verriegelungskonsole 20 vom Tragring aufragenden
seitlichen Stützplatten 8 festgelegt. Diese Stützplatten 8 weisen Zentrierschrägen 9 zum
leichteren Einführen der Verriegelungskonsole 20 (Absenken des Konverters) in den von
den Stützplatten 8 gebildeten Zwischenraum beim Zusammenbau auf. Mittig zwischen den
Stützplatten 8 ragt ein Stehbolzen 10 vom Tragring 2 bzw. der Stützplatte 7 auf, der die
Verriegelungskonsole 20 vertikal durchsetzt. Der Stehbolzen 10 seinerseits weist in
horizontaler Richtung eine keilförmige Durchtrittsöffnung 11 auf, die sich fluchtend in einer
Seitenwand der Verriegelungskonsole 20 und der Stützplatte 8 fortsetzt und so einen
Eintrittskanal für ein von einem Keil 13 gebildetes Klemmelement 14 schafft. Die schräge
Keilfläche 15 liegt an der schrägen Stützfläche 16 in der keilförmigen Durchtrittsöffnung 11
des Stehbolzens 10 an, wobei die schräge Keilfläche 15 so ausgerichtet ist, dass die
Keilneigung eine Selbsthemmungswirkung der Spannvorrichtung sicherstellt. Zur
Betätigung des Keiles 13 ist dieser gelenkig mit einem Hydraulikelement 17 verbunden,
welches in einer Konsole 18 ebenfalls gelenkig abgestützt ist. Die Konsole 18 liegt ist mit
dem Tragring 2 ortsfest verbunden.
Soweit es die Montagebedingungen zulassen, ist es zweckmäßig, die Spannvorrichtung in
einem insbesondere vor Verschlackung gesicherten Raum unterzubringen. Dies kann in
einfacher Weise durch eine Abdeckung 19 erfolgen, die lediglich den notwendigen Raum
für die Vertikalmanipulation des Konverters freilassen oder durch zumindest teilweise
Verlegung in den hohlen Innenraum des Tragringes.
Bei einem Konverterwechsel ist es lediglich notwendig, die einzelnen Hydraulikelemente
am Tragring zu aktivieren und die Verspannung zwischen Konverter und Tragring durch
Zurückziehen der Keile zu lösen. Anschließend kann der abgenützte Konverter aus dem
Tragring gehoben und durch einen neu zugestellten Konverter ersetzt werden.
Anschließend werden die Hydraulikelemente wieder aktiviert und die Klemmelemente in
die gesichert verriegelte Betriebsposition gebracht.
Eine zweite Ausführungsform einer Konverteraufhängung mit der erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung 6 ist in Fig. 3 in der verriegelten Betriebsposition des Konverters am
Tragring dargestellt. Die am Gehäuse des Konverters 1 angeschweißte Konsole 5a liegt
auf einer Stützplatte 7 des Tragringes 2 auf und ist in ihrer horizontalen Ausrichtung durch
seitlich neben der Konsole 5a vom Tragring aufragenden seitlichen Stützplatten 8
festgelegt. Diese Stützplatten 8 weisen Zentrierschrägen 9 zum leichteren Einführen der
Konsole 5a in den von den Stützplatten gebildeten Zwischenraum bei der Montage auf.
Die Konsole 5a und weitere nicht dargestellte, am Tragring aufliegende Konsolen, dienen
lediglich zur Abstützung des Konverters in seiner vertikalen Position.
Eine von mehreren Spannvorrichtungen 6 ist in Fig. 3 dargestellt und umfasst eine ein
Hakenpaar 21 und ein Hydraulikelement 17, welches mit dem Hakenpaar 21 über ein
Gestänge 22 funktionell gekoppelt ist. Sie wirkt mit einer Verriegelungskonsole 20
zusammen. Die Verriegelungskonsole 20 ist am Außenmantel des Konverters 1
angeschweißt und verfügt über zwei schräge, zueinander dachförmig ausgebildete
Kontaktflächen 23, die in der verriegelten Betriebsposition den Stützflächen 24 an den
beiden Haken 25 des Hakenpaares 21 gegenüber liegen. Die beiden Haken des
Hakenpaares 21 hintergreifen hierbei die Verriegelungskonsole 20. Auch die Stützflächen
24 des Hakenpaares sind zueinander schräg und dachförmig ausgebildet, sodass auch bei
geometrischen Abweichungen der Auflageflächen durch Konverter- und
Tragringverformungen infolge der thermischen und mechanischen Belastungen eine
Auflage und sichere Verspannung der Bauteile zueinander erreicht werden kann. Das
Hakenpaar 21 ist zangenartig ausgebildet, wobei die beiden Elemente des Hakenpaares
21 an Lagerzapfen 26 in sphärischen Lagern kugelgelenkig gelagert sind. Die Lagerzapfen
26 sind im Tragring 2 schwenkbar abgestützt. Durch die kugelgelenkige Lagerung des
Hakenpaares 21 am Tragring 2 ist ebenfalls eine Kompensation von Änderungen in der
Geometrie zwischen Konverter und Tragring sicher gewährleistet. Das verbindende
Gestänge 22 zwischen dem Hakenpaar 21 und dem Hydraulikelement 17 ist als
Kniehebelmechanismus ausgebildet, wobei das Kniehebelgelenk in der verriegelten
Position gegen einen Anschlag 30 drückt und der Kniehebelmechanismus damit
selbsthemmend wirkt. Zwei an den beiden Elementen des Hakenpaares 21 angelenkte
Gestängelaschen 27 sind mit einer Schubstange 28 gelenkig verbunden und über eine
Gelenkplatte 29 mit dem Hydraulikelement 17 gekoppelt.
Bei der Verriegelung des Konverters auf dem Tragring wird das Hydraulikelement 17
aktiviert und auf die Schubstange 28 eine Druckkraft ausgeübt, wobei das offene
Hakenpaar 21 bei seiner Schließbewegung die Verriegelungskonsole 20 hintergreift und
eine Klemmkraft aufbaut, die beim Durchfahren des Durchschlagpunktes des
Kniehebelgelenks ein Maximum wird und damit die Selbsthemmung aktiviert. Beim Lösen
des Konverters erfolgt eine Aktivierung des Hydraulikelementes in der Gegenrichtung.
In den Fig. 4a und 4b ist die Wirkungsweise der hydraulisch betätigten Spannvorrichtung
mit dem Kniehebelmechanismus näher veranschaulicht. Fig. 4a zeigt die selbsthemmende
Spannvorrichtung mit geöffnetem Hakenpaar 21 und die Verriegelungskonsole 20 des
Konverters in einer abgesenkten Position. Das Hakenpaar 21 ist im Inneren des
Tragringes 2 in sphärischen Lagern kugelgelenkig abgestützt und über Gestängelaschen
27 mit einer Schubstange 28 gelenkig verbunden. Die Schubstange 28 wird über einen
zweiarmigen Hebel 31, der ebenfalls im Inneren des Tragringes schwenkbar gelagert ist,
mit einem Hydraulikelement 17 gekoppelt. Bei Aktivierung des Hydraulikelementes
hintergreift das Hakenpaar 21 die Verriegelungskonsole 20. Hierbei wird die Schubstange
28 aufwärts bewegt, bis sie am Anschlag 30 anstößt, der die Aufwärtsbewegung begrenzt.
Diese selbsthemmende Klemmstellung ist in Fig. 4b veranschaulicht. Der Anschlag 30 ist
so positioniert, dass zwischen jeder der Gestängelaschen 27 und der Schubstange 28 ein
Winkel α von etwa 87,5° auftritt, wodurch die selbsthemmende Wirkung des
Kniehebelmechanismus begründet ist. Um das Festspannen der Verriegelungskonsole 20
auf dem Tragring 2 wieder zu lösen, muss vom Hydraulikelement 17 eine Zugkraft auf die
Schubstange 28 aufgebracht werden, um den Durchschlagpunkt (90°-Position zwischen
Gestängelaschen und Schubstange) durchfahren zu können.
Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt durch eine der beiden Gestängelasche 27 des
Kniehebelmechanismus. Die Gestängelasche 27 ist mit ihrem einen Ende mit der
Schubstange 28 und mit ihrem anderen Ende mit einem Element des Hakenpaares 21
über sphärische Lager 33 gelenkig verbunden, wobei in einem gewissen Bereich seitliche
Ablenkungen möglich sind. Der Schaft 34 der Gestängelasche ist mehrteilig aufgebaut.
Zwischen einem ersten Schaftteil 35, der in einem Zapfen 36 ausläuft und einem zweiten
Schaftteil 37, der eine zentrale Bohrung 38 aufweist, in die der Zapfen 36 des ersten
Schaftteiles 35 ragt und mit einem Haltering 39 eine Längsbeweglichkeit zulassend
positioniert ist, ist ein Tellerfederpaket 40 angeordnet. Unter der Einwirkung von
Druckkräften, die von der Hydraulikeinheit 17 aufgebracht werden (Fig.4a, 4b), kommt es
zu einer Verkürzung der Gestängelasche, wodurch das Durchfahren des
Durchschlagpunktes des Kniehebelmechanismus erst ermöglicht wird. Durch eine
entsprechende Dimensionierung des Tellerfederpaketes ist die vom Hydraulikelement
aufzubringende Verriegelungskraft bzw. Lösekraft festgelegt.
Um Abweichungen in der Systemgeometrie von metallurgischem Gefäß und Tragring
unter dem Einfluss der großen Gewichtskräfte und thermischen Belastungen in der
hydraulisch betätigten Spannvorrichtung kompensieren zu können, sind vorzugsweise alle
Gelenkverbindungen im Kraftübertragungssystem der Spannvorrichtung mit eine
räumliche Bewegung zulassenden Lagern ausgestattet.
Die wesentlichen Teile dieser hydraulisch betätigten Spannvorrichtung, insbesondere das
Hydraulikelement, sind im Inneren des hohlen Tragringes und an dessen Unterseite, somit
in vor Schlackenspritzern und Staubbelastung geschützten Bereichen, untergebracht.
Auch bei dieser Ausführungsform können Elemente der Spannvorrichtung unter einer
Abdeckung auf dem Tragring angeordnet sein. In Fig. 4a ragen lediglich die mit der
Verriegelungskonsole 20 in Eingriff gelangenden Spannpratzen des Hakenpaares 21 aus
dem Inneren des Tragringes 2 nach oben, und es sind verschiebbare Abdeckungen 42 auf
dem Tragring angeordnet, die alle weiteren Teile der Spannvorrichtung vor
Verunreinigungen schützen.
In Fig. 6 ist ein Tragring mit den notwendigen Einrichtungen zur Lagefixierung eines hier
nicht dargestellten Konverters in einem Schrägriss dargestellt. Der hufeisenförmig
ausgebildete Tragring 2 trägt auf seiner Stützplatte 7 an drei Stellen, die im wesentlichen
um 90° zueinander versetzt sind, aufragende Konsolen 5a, 5b, 5c an denen der
einzusetzende Konverter in seiner Lage zentriert wird. Neben diesen Konsolenpaaren 5a,
5b, 5c sind drei hydraulisch betätigbare Spannvorrichtungen 6a, 6b, 6c angeordnet, die die
Lage des eingesetzten Konverters durch Aufbringen einer ausreichenden Anpresskraft
auch in der gekippten Position des Konverters sicherstellen.
In Fig. 6 sind die Spannvorrichtungen nach der zweiten beschriebenen Ausführungsform
dargestellt. Sie können jedoch durch die Spannvorrichtungen nach der ersten
beschriebenen Ausführungsform ersetzt werden, wobei die beschriebenen von Keilen
gebildeten Klemmelemente dann jeweils eine der paarweise angeordneten Konsolen 5a,
5b, 5c durchsetzen.