DE1291345B - Konverter zur Stahlerzeugung mit losem Tragring und auf das Gefaess geschweisstem Tragflansch - Google Patents

Konverter zur Stahlerzeugung mit losem Tragring und auf das Gefaess geschweisstem Tragflansch

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DE1291345B
DE1291345B DE1963P0032332 DEP0032332A DE1291345B DE 1291345 B DE1291345 B DE 1291345B DE 1963P0032332 DE1963P0032332 DE 1963P0032332 DE P0032332 A DEP0032332 A DE P0032332A DE 1291345 B DE1291345 B DE 1291345B
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/42Constructional features of converters
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Konverter zur Stahlerzeugung mit das Gefäß in einem Abstand umgebendem losem Tragring und auf den Gefäßmantel geschweißtem, auf dem Tragring ruhendem. Tragflansch.
  • Schon lange ist es bekannt, Tragkonstruktionen zu verwenden, bei denen ein am Gefäßmantel befestigter Tragflansch auf einem das Gefäß lose umgebenden Ring ruht. Bei kleinen Konvertern, deren Mantel sich nicht stark erwärmt, wurde durch diese Ausführung das Drehen des Gefäßes im Tragring und damit das Ausbessern einzelner Stellen der seitlichen Ausmauerung ohne Herausnehmen des Gefäßes ermöglicht.
  • Bei neueren, thermisch hoch belasteten Konvertern soll durch einen das Gefäß im Abstand umgebenden losen Tragring, auf dem das Gefäß mit einem auf den Gefäßmantel geschweißten Tragflansch ruht, den durch die starke Erwärmung auftretenden Schwierigkeiten begegnet werden, indem der Wärmedehnung des Gefäßes und seiner elastischen Aufweitung durch den Mauerwerksdruck durch den Abstand zwischen dem Konvertergefäß und dem losen Tragring Rechnung getragen wird, gleichzeitig aber auch durch den auf das Gefäß geschweißten Tragflansch eine bleibende und immer zunehmende Verformung, also ein stetig weiterschreitendes Gefäßwachstum eingedämmt wird und auch die Spannungen in der Gefäßwand verringert werden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, diese Konverterbauart so zu verbessern, daß die Betriebssicherheit vergrößert und ein Auswechseln des Gefäßes erst nach sehr langer Betriebszeit nötig wird, dabei aber der Bauaufwand herabgesetzt wird.
  • Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß Tragflansch und Tragring gegeneinander verschieblieh miteinander verbunden sind und daß der die Tangentialspannungen aufnehmende Querschnitt des Tragflansches so dimensioniert ist, daß bei erstmaligem Erreichen der zulässigen Höchsttemperaturen des Gefäßmantels die Streckgrenze des Tragflansch-Werkstoffes überschritten wird.
  • Auf diese Weise ist das Gefäß in dem losen Trab ring so gehalten, daß in jeder Richtung - sowohl radial als auch axial - die Wärmeausdehnung des Gefäßes nicht behindert ist und daß auch bei ungleichförmiger Wärmeausdehnung kein Zwängen oder Verspannen irgendwelcher Teile auftreten kann. Durch die einmalige plastische Verformung des Tragflansches wird das Spannungsniveau im Flansch derart verschoben, daßdanach besonders hohe Spannungen in diesem Bauteil auch bei langer Betriebszeit nicht mehr auftreten können. Bei plastischer Verformung sinken die Zugspannungen im Flansch auf einen gewissen Restbetrag, beispielsweise die Hälfte des ursprünglichen Wertes, ab. Kommt- der Konverter zur Erneuerung der Ausmauerung außer Betrieb und kühlt ab, so zieht er sich zusammen, und zwar der im Betrieb heißere Gefäßmantel stärker als der Tragflansch. Dabei sinkt die tangentiale Zugspannung im Tragflansch zunächst bis auf Null ab und kehrt sich bei weiterer Abkühlung in Druckspannung um, weil der Tragring für diesen Abkühlungszustand durch die vorangegangene plastische Verformung gewissermaßen zu groß geworden ist. Das Gefäß, das im heißen Zustand unter dem Tragflansch Druckspannung erlangt, wird in kaltem Zustand durch den geweiteten Tragflansch nach außen gezogen. Auf diese Weise erhält im kalten Zustand sowohl der Tragflansch als auch der Gefäßmantel eine für die erneute Erwärmung günstige Vorspannung. Bei der Wiederinbetriebsetzung verringern sich dann zuerst die Spannunger des kalten Zustandes, laufen durch Null und kehrer sich mit zunehmender Erwärmung wieder um. Sie können danach bei gleichen Betriebsbedingunger nicht mehr die gleiche Höhe erreichen wie vor der plastischen Verformung.
  • Die Tragflansch-Abmessungen können dadurch verhältnismäßig klein gehalten werden, so daß die Temperaturdifferenzen und damit die Wärmespannungen im Flansch ebenfalls möglichst klein werden, und trotzdem kann der Tragflansch wirkungsvoll zur Herabsetzung der Spannungen im Gefäßmantel und darüber hinaus zur Verhinderung des Gefäßwachstums herangezogen werden.
  • Es können vorteilhaft bestimmte Abschnitte des Tragflansches für die plastische Verformung dadurch vorbestimmt sein, daß der Tragflansch zwischen seinen Verbindungsstellen mit dem Tragring durch Querschnittsverringerung, insbesondere durch Abschnitte geringerer radialer Erstreckung, gegen Tangentialspannungen besonders nachgiebig ist. An diesen Stellen beträgt erfindungsgemäß die radiale Erstreckung des Tragflansches das 3- bis 5fache der Wanddicke des Konvertergefäßes, wobei die axiale Stärke des Flansches höchstens das 2fache der Gefäßwanddicke beträgt. Auf diese Weise wird neben größerer Nachgiebigkeit -sowohl im plastisch verformten als auch im elastischen Bereich des Tragringes -auch eine Materialersparnis erreicht.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung erläutert, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Konverters beschrieben sind. Es zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch den Konverter in der Ebene der Tragzapfen, F i g. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-11 in F i g. 1, F i g. 3 einen vergrößerten Teilschnitt nach der Linie III-III in F i g. 2, F i g. 4 eine Seitenansicht des in F i g. 3 dargestellten Teiles, teilweise nach der Linie IV-IV geschnitten, F i g. 5 einen Längsschnitt durch den oberen Teil eines Tragbolzens, F i g. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in F i g. 4, F i g. 7 eine Gesamtansicht einer anderen Ausführungsform des Konverters, F i g. 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig.7, F i g. 9 eine Teilansicht von unten auf den Konverter gemäß F i g. 7 und 8, F i g. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig.8, .
  • F i g. 11 einen Schnitt nach der Linie XI-XI in Fig.8, F i g. 12 einen Schnitt nach der Linie XII-XII in F i g. B.
  • In F i g. 1 und 2 ist das Konvertergefäß 1 mit einem Abstand von einem losen Tragring 2 umgeben, an dem die Konverterzapfen 3 befestigt sind. Oberhalb des Tragringes 2 ist ein Tragflansch 4 auf den Gefäßmantel geschweißt, der im wesentlichen das Gewicht des Konvertergefäßes 1 trägt. Unterhalb des Tragringes ist unter jedem der Konverterzapfen 3 ein unteres Führungsstück 5 auf den Gefäßmantel geschweißt. Wie F i g. 9 zeigt, können die Führungsstücke 5 durch Ringteile 5' zu einem unteren Tragflansch ergänzt sein. An der Unterseite des unteren Tragflansches 5, 5' sind senkrecht nach unten verlaufende Stützrippen 6 angeschweißt, deren entlang dem Konvertermantel verlaufende Kante am Mantelblech angeschweißt ist. Über dem Tragflansch 4 sind in ähnlicher Weise zahlreiche senkrecht nach oben gerichtete Stützrippen 7 über den Umfang des Konvertergefäßes 1 verteilt angeordnet. Diese Stützrippen 7 sind mit ihrer Unterkante auf dem Tragflansch 4 und mit einem Teil ihrer Seitenkante am Konvertermantel - und zwar nur im Bereich des stärkeren Mantelbleches in Konvertermitte - angeschweißt. Die Stützrippen 7 tragen ein konisches Schirmblech 8, das den Tragflansch 4 überdacht und das an seiner Innenkante einen Ringspalt 9 um das Konvertergefäß frei läßt, so daß am Gefäßmantel erwärmte, aufsteigende Luft dort ungehindert vorbeiströmen kann. Der Ringspalt 9 ist in einem die Kühlluftströmung nicht behindernden Abstand durch einen Ring 10 gegen überschäumende Schlacke od. ä. abgedeckt. Dieser Ring 10 ist auf dem Mantelblech des Konvertergefäßes und an den Oberkanten der Stützrippen 7 angeschweißt.
  • Diese Tragkonstruktion ist verhältnismäßig nachgiebig, so daß die beschriebene plastische Verformung während der ersten Konverterreise sowohl bei dem das Konvertergefäß in allen Lagen tragenden Tragring 4 als auch bei dem das Gefäß beim Kippen abfangenden und zusätzlich führenden unteren Tragring 5, 5' und dem oberen Ring 10 möglich ist. Da das Gefäß in allen Stellungen - wie weiter unten ausführlich beschrieben wird - nur an dem Tragflansch 4 hängt, ist auch eine ungehinderte Dehnung in Achsrichtung möglich. Die den Tragflansch 4 mit dem Ring 10 verbindenden Rippen 7 werden selbst miterwärmt und dadurch gedehnt, sie können aber wegen ihrer Länge und verhältnismäßig geringen Dicke darüber hinaus auch genügend elastisch nachgeben. Falls sie in ihrem oberen, schmalen, nicht am Mantelblech festgeschweißten Teil zunächst über die Streckgrenze hinaus beansprucht werden sollten, so erlangen auch sie - ähnlich wie die Tragflansche 4, 5 und der Ring 10 - eine für den weiteren Betrieb günstige Vorspannung.
  • Die Tragkonstruktion verstärkt das Konvertergefäß gerade in dem Bereich, in dem sich bei Konvertern mit losem Tragring mit der Zeit über den Tragring quellende Auswulstungen bilden können, die das Auswechseln der Gefäße behindern. Durch die Verstärkungswirkung der erfindungsgemäßen Tragkonstruktion werden die Spannungen in dem gefährdeten Teil des Konvertermantels herabgesetzt. Weil eine sich einstellende Kühlströmung entlang dem Konvertermantel nicht behindert wird, können die Wandtemperaturen verhältnismäßig niedrig gehalten werden, so daß insgesamt die Gefahr des Gefäßwachstums weitgehend vermindert oder gar beseitigt werden kann.
  • Als Verbindung zwischen dem Tragflansch 4 und dem Tragring 2 sind in der Mittelebene der Konverterzapfen 3 auf den Tragring 2 Führungsstücke 11 aufgeschweißt, die an ihrer Oberseite Gleitsteine 12 mit rechteckigem Querschnitt tragen. Die Gleitsteine 12 greifen in radial verlaufende Langschlitze 13 im Tragflansch 4 ein und können sich bei radialer Wärmeausdehnung des Gefäßes ungehindert in diesen Langschlitzen verschieben. Eine entsprechende Führung ist auch auf der Unterseite des Tragringes 2 vor-. gesehen. Dort sind Führungsstücke 11' angeordnet mit Gleitsteinen 12', die in Langschlitzen 13' in den Führungsstücken 5 verschieblich sind.
  • Darüber hinaus sind über den Umfang des Konvertergefäßes weitere Verbindungsstellen zwischen Tragring 2 und Tragflansch 4 verteilt, deren Einzelheiten in den F i g. 2 bis 5 gezeigt sind. Um die Verschiebung der beiden Teile gegeneinander durch möglichst kleine Reibungsflächen zu erleichtern, sind auf der Oberseite des Tragringes 2 Druckringe 14 an-, geordnet, auf denen der Tragflansch 4 bei aufrechter Stellung des Konvertergefäßes ruht. Durch die Druckringe 14 ragen Tragbolzen 15 hindurch, die im Inneren des Tragringes gehalten und durch seitlich abgeflachte Köpfe 16 gegen Drehen gesichert sind. Die Tragbolzen 15 durchdringen den Tragflansch 4 mit allseitigem, in Radialrichtung besonders großem Spiel in ovalen Ausnehmungen 17. An ihren mit Gewinde versehenen Enden sind auf die Tragbolzen 15 auf der Unterseite kugelige Muttern 18 aufgeschraubt, die jeweils in Kugelpfannen 19 auf der Trägflanschoberfläche ruhen. Auf diese Weise ist auch für den Fall einer Schiefstellung der Bolzen 15 eine einwandfreie Auflage der Bolzenkopfmuttern 18 gesichert. Die Kugelpfannen 19 können auf der Tragflanschoberfläche gleiten. Beim Kippen in Kopfstellung hängt das Konvertergefäß an den Bolzen 15, so daß auch in dieser Stellung der Tragflansch 4 im wesentlichen das Gewicht des Gefäßes zu tragen hat. Mit Rücksicht auf bei Wärmedehnung des Tragflansches durch die auftretende Reibung hervorgerufene Biegebeanspruchung hat der Tragbolzen 15 zum Kopf hin einen stärkeren Querschnitt als an seinem Gewindeende, wo ein kleinerer Durchmesser zweckmäßig ist, damit die Mutter nicht zu groß wird.
  • Damit weder beim Verschieben der Kugelpfannen 19 auf dem Tragflansch 4 bei Wärmeausdehnung des Konvertergefäßes eine zu große Reibungskraft auftritt, noch die Mutter 18 bzw. die Kugelpfanne 19 zu locker sitzt - wodurch erst ein spielfreies Kippen des Konverters möglich wird -,ist eine genaue Einstellung der Mutter 18, die mit Feingewinde versehen ist, erforderlich. Diese Ein- bzw. Nachstellung kann auch nach längerer Betriebszeit sehr einfach wiederholt oder korrigiert werden. Es ist zweckmäßig, die Tragbolzen wie folgt zu montieren: Der Bolzen 15 wird durch eine seitliche öffnung 20 (F i g. 3), die später durch ein Schließblech 21 verschlössen wird, in den Tragring 2 eingebracht, wo er zunächst mit seinem Kopf 16 auf ein Zwischenblech 2' gestellt wird. Die Kugelpfanne 19 und die Mutter 18 werden auf die Tragflansch-Oberseite aufgelegt. Durch eine mit einem Deckel 21 verschließbare öffnung 22 im Schirmblech 8 wird ein Seilzug geführt und durch die Mutter 18 hindurch in den Tragring gelassen, dort an einer Öse 23 am Gewindeende des Tragbolzens 15 befestigt, so daß damit der Tragbolzen gehoben werden kann, bis er mit seinem beidseitig angeflachten Kopf 16 im Tragringinneren derart anliegt, daß er gegen Verdrehen gesichert ist. Danach wird die Mutter 18 aufgeschraubt und genau eingestellt und anschließend durch Anziehen einer Schraube 24, die einen Teil der Gewindegänge verspannt, gesichert.
  • An den Verbindungsstellen zwischen Tragflansch und Tragring - sowohl bei den Tragbolzen als auch bei den Gleitstein-Führungen - ist jeweils eine be-. stimmte Breite des Tragflansches erforderlich. In den Zwischenbereichen ist, wie die F i g. 2, 6 und 8 zeigen, die Tragflanschbreite verringert, weil diese Stellen für die plastische Verformung während der ersten Konverterreise zum Erlangen der erwünschten Vorspannungen vorgesehen sind. Die Übergänge zu den schmaleren Tragflansch-Abschnitten sind jeweils mit großen Radien abgerundet, um bei Beanspruchung oberhalb der Streckgrenze Bruch- oder Rißgefahr durch örtliche Spannungsspitzen zu vermeiden.
  • Um bei der erfindungsgemäßen Tragkonstruktion mit dem auf dem Tragring aufliegenden Tragflansch 4 und einem dicht unter dem Tragring befindlichen, das Gefäß beim Kippen zusätzlich führenden und gegebenenfalls abfangenden Tragflansch 5, 5' ein leichtes Auswechseln des Konvertergefäßes 1 zu ermöglichen, wird ein zusammengesetzter, wieder einfach zu demontierender Tragring verwendet, wie er in den F i g. 7 bis 11 im einzelnen dargestellt ist. Ein solcher Tragring kann jedoch auch für andere, in den übrigen Einzelheiten nicht der Erfindung entsprechende Konverter mit Vorteil verwendet werden. Bei Großkonvertern ist es oft unerläßlich, die Tragringe und Gefäße in Teilen zu transportieren, die erst am Aufstellungsort zusammengesetzt werden. Bei den bekannten Tragringen ergaben sich beim Zusammenbau oft Schwierigkeiten, weil die Konverterzapfen 3 genau fluchten müssen.
  • Erfindungsgemäß ist ein polygonaler Tragring vorgesehen, der aus zwei die Konverterzapfen 3 tragenden Jochbögen 25 mit Kastenquerschnitt und zwei geraden Verbindungsstücken 26 mit nach außen offenem U-Querschnitt besteht. Die Stoßstellen 27 der Einzelstücke ergeben sich an den vom Konvertergefäß am weitesten entfernten Ecken und sind dadurch besonders gut zugänglich und thermisch verhältnismäßig wenig beansprucht.
  • Die Beanspruchung in den einzelnen Teilen des Tragringes ist so günstig, daß er - obwohl sein Umfang größer ist als der eines kreisringförmigen Tragringes für ein gleich großes Konvertergefäß -leichter und damit auch billiger herstellbar ist. Während im kreisförmigen Tragring ringsherum Torsionsmomente und Biegemomente in radialer und axialer Richtung auftreten, entfallen in den geraden Verbindungsstücken 26 des neuen Tragringes die Torsionsmomente vollständig. Auch die Kräfte, die in den Verbindungsstücken 26 Biegung in radialer Richtung hervorrufen können, sind nur gering, da sie allein durch die Reibungskraft des auf den Druckringen 14 aufliegenden Tragflansches 4 bzw. der Kugelpfannen 19 hervorgerufen werden können. Diese Reibung kann zudem durch Schmierung noch vermindert werden. Lediglich durch die parallel zur hohen Kante des Profils der Verbindungsstücke 26 wirkenden Auflagerkräfte werden nennenswerte Biegemomente verursacht, die von dem in mehrfacher Hinsicht vorteilhaften U-Profil gut aufgenommen werden. Neben der guten Zugänglichkeit für die Montage an den Stoßstellen ist die Tatsache, daß bei U-Profilen der Schubmittelpunkt außerhalb des Profils auf der Stegseite liegt, vorteilhaft ausgenutzt. Die Druckringe 14, auf denen der Tragflansch 4 aufliegt, sind auf zum Konvertergefäß gerichteten Vorsprüngen 28 angeordnet (F i g. 8 und 10), so daß ihr Mittelpunkt genau über dem Schubmittelpunkt des U-Profils liegt. Damit sind Torsionsbeanspruchungen vermieden und lediglich Biegemomente aufzunehmen. Die Beanspruchung der Jochbögen 25 setzt sich aus von beiden Enden zur Mitte zunehmenden Biegemomenten und Torsionsmomenten zusammen. Der Kastenquerschnitt ist zur Aufnahme von Torsionsmomenten am besten geeignet. Zu den Enden hin sind die Jochbögen verjüngt, wodurch Gewichts- und Materialersparnis möglich ist.
  • In F i g.11 ist ein Ausführungsbeispiel einer Verbindung 27 zwischen einem Ende eines Jochbogens 25 und einem geraden Verbindungsstück 26 gezeigt. Der Kastenquerschnitt des Jochbogens 25 hat die gleiche Höhe wie das U-Profil des Verbindungsstückes 26. Beide sind oben und unten durch Laschen 29 überlappt und werden durch eine größere Anzahl von hochfesten Schrauben 30 zusammengehalten. Einige dieser Schrauben können Paßschrauben sein, so daß die Genauigkeit der Verbindung und damit auch genaues Fluchten der Konverterzapfen 3 selbst nach mehrfachem Auseinandernehmen des Tragringes gewährleistet ist.
  • Bei der erfindungsgemäßen Konverterausbildung ist besonders darauf hingewirkt worden, daß der Konvertermantel an allen Stellen durch natürliche Kühlluftströmungen gut gekühlt wird. Wie in F i g. 12 zu erkennen ist, kann sich außer dem bereits beschriebenen Kühlluftstrom im Bereich der Tragkonstruktion, bei dem Luft unmittelbar über dem Tragflansch 4 zum Konvertermantel strömt, daran entlang zwischen den Stützrippen 7 aufsteigt und durch den Ringspalt 9 unterhalb des Ringes 10 ausströmt, auch zwischen der Tragringinnenwand und dem Konvertermantel eine Kühlluftströmung ausbilden. Es ist zu diesem Zweck zwischen dem Mantel und der Tragringinnenwand allseitig so viel Abstand vorgesehen, daß ein glatter Belüftungsschacht entsteht. Bei dem polygonalen Tragring ergeben sich besonders günstige Verhältnisse, weil in den vier Ecken, an denen die Jochbögen und die geraden Verbindungsstücke zusammenstoßen, kaminartige Schächte gebildet werden, die eine Verbesserung der Luftströmung, auch in den angrenzenden, wieder enger werdenden Bereichen des Belüftungsschachtes bewirken.

Claims (14)

  1. Patentansprüche: 1. Konverter zur Stahlerzeugung mit das Gefäß in einem Abstand umgebendem losem Tragring und auf den Gefäßmantel geschweißtem, auf dem Tragring ruhendem Tragflansch, d a d u r c h gekennzeichnet, daß Tragflansch (4,5) und Tragring (2) gegeneinander verschieblich miteinander verbunden sind und daß der die Tangentialspannungen aufnehmende Querschnitt des Tragflansches (4, 5) so dimensioniert ist, daß bei erstmaligem Erreichen der zulässigen Höchsttemperaturen des Gefäßmantels die Streckgrenze des Tragflansch-Werkstoffes überschritten wird.
  2. 2. Konverter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragflansch (4) zwischen seinen Verbindungsstellen mit dem Tragring (2) durch Querschnittsverringerung, insbesondere durch Abschnitte geringerer radialer Erstreckung, gegen Tangentialspannungen besonders nachgiebig ist.
  3. 3. Konverter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Erstreckung des Tragflansches (4) an dessen schwächsten Stellen das 3- bis 5fache der Wanddicke des Konvertergefäßes (1) beträgt, wobei die axiale Stärke des Flansches höchstens das 2fache der Gefäßwanddicke beträgt.
  4. 4. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch am Tragring (2) in der Mittelebene der Konverterzapfen (3) angeordnete Gleitsteine (12), die in radial verlaufende Langschlitze (13) im Tragflansch (4) eingreifen.
  5. 5. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch auf dem Tragring (2) verteilte Druckringe (14), auf denen in Senkrechtstellung des Gefäßes (1) der Tragflansch (4) aufliegt und durch deren Mittenbohrung im Tragring (2) gehaltene und gegen Drehen um ihre Achse gesicherte Tragbolzen (15) hindurchragen, die auch den Tragflansch (4) durchdringen und an deren Enden Muttern (18) aufgeschraubt sind, derart, daß in Kopfstellung das Konvertergefäß (2) an den Tragbolzen (15) hängt.
  6. 6. Konverter nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch ovale Ausnehmungen (17) im Tragflansch (4), durch die die Tragbolzen (15) mit allseitigem Spielraum hindurchstoßen.
  7. 7. Konverter nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch zum Gewindeende hin verjüngte Tragbolzen (15) mit einseitig kugeliger Mutter (18), die in einer auf dem Tragflansch (4) gleitbaren Kugelpfanne (19) ruht. B.
  8. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch mit ihrer einen Schmalseite auf dem über dem Tragring (2) befindlichen Tragflansch (4) festgeschweißte, radial stehende, senkrechte Stützrippen (7), deren entlang dem Konvertergefäßmantel verlaufende Kanten - mindestens im Bereich des stärkeren Mantelbleches in Gefäßmitte - am Mantelblech angeschweißt sind.
  9. 9. Konverter nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch ein oberhalb der Tragflanschanordnung von den Stützrippen (7) getragenes, konisches Schirmblech (8), dessen radial innere Kante im Abstand um den Konvertermantel läuft, sowie durch einen den Ringspalt (9) zwischen Konvertergefäßwand und Schirmblech (8) überdeckenden, in axialem Abstand über dem Schirmblech (8) am Konvertermantel und an den Oberkanten der Stützrippen (7) angeschweißten Ring (10).
  10. 10. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch einen zweiten Tragflansch (5, 5') unter dem Tragring (2), mit in der Mittelebene der Konverterzapfen (3) angeordneten Radialschlitzen (13'), in die am Tragring (2) angebrachte Führungsstücke (12') eingreifen, sowie durch einen teilbaren Tragring (2).
  11. 11. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch einen polygonalen Tragring, bestehend aus zwei die Konverterzapfen (3) tragenden Jochbögen (25) mit Kastenquerschnitt und zwei geraden Verbindungsstücken (26) mit nach außen offenem U-Querschnitt.
  12. 12. Konverter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Jochbögen (25) mit den geraden Verbindungsstücken (26) lösbar, beispielsweise mittels Paßschrauben und hochfesten Schrauben (30), verbunden sind.
  13. 13. Konverter nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckringe (14), auf denen der Tragflansch (4) aufliegt, an den geraden Verbindungsstücken (26) auf zum Konvertergefäß (1) gerichteten Vorsprüngen (28) derart angeordnet sind, daß ihr Mittelpunkt genau über dem Schubmittelpunkt des U-Profils liegt.
  14. 14. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch einen innen glatten Belüftungsschacht zwischen dem Mantel des Konvertergefäßes und der Tragringinnenwand.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0040112A1 (de) * 1980-05-12 1981-11-18 FIVES-CAIL BABCOCK, Société anonyme Stahlwerkkonverter
FR2486963A1 (fr) * 1980-07-15 1982-01-22 Clesid Sa Dispositif de support de cuves metallurgiques sur leur ceinture

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE525314C (de) * 1929-11-10 1931-05-22 Theodor Dunkel Dr Ing Konverter

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