Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln einer Warenbahn gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche Vorrichtung kann z. B. ein Spannrahmentrockner zum Trocknen und/oder
Fixieren von textilen Warenbahnen sein. Seine Transportvorrichtung, der Spannrahmen,
weist Transportketten auf, die in gegeneinander verstellbaren Kettschienen geführt ist. Zur
Beaufschlagung der Warenbahn mit Behandlungsgas wie heiße Luft oder Dampf ist ein
Spannrahmentrockner mit einer Einrichtung mit Düsenkästen mit auf die Warenbahn
gerichteten Düsenöffnungen versehen. Die Düsenkästen können oberhalb und/oder
unterhalb der in den Transportketten geführten Warenbahn angeordnet sein. Derartige
Vorrichtungen sind z. B. in der DE-U 298 23 493 beschrieben.
Die Verschiebbarkeit der Kettschienen ermöglicht den Einsatz dieser Vorrichtungen für
verschiedene Warenbahnbreiten. Da sich die Düsenkästen zur gleichmäßigen Behandlung
der Warenbahn mit Behandlungsgas über die gesamte Breite der Warenbahn erstrecken
müssen, sind sie auf die maximale Warenbahnbreite ausgelegt. Ohne weitere Maßnahmen
wird auch bei geringeren Warenbahnenbreiten Behandlungsgas durch die äußeren,
außerhalb der Warenbahn befindlichen Düsenöffnungen an den beiden Seiten der
Düsenkästen geführt. Das Führen von Behandlungsgas durch diese äußeren
Düsenöffnungen verschlechtert die Effektivität der Behandlung.
Aus der DE-A 43 31 496 ist ein Düsensystem, z. B. Düsenfinger, mit einer Vielzahl von
Lochreihen mit Ausblasöffnungen zum Beblasen eines Flächengebildes, z. B. einer
Stoffbahn, mit einem Behandlungsgas und mit einem Schieber mit Schieberlöchern bekannt.
Die Schieberlöcher sind so ausgebildet, dass beginnend an den Enden der Lochreihe die
äußeren Ausblasöffnungen in mehreren Stufen geschlossen werden können. Vorzugsweise
wird der Schieber auf der der Stoffbahn abgewandten Seite der Lochreihe positioniert, d. h.
im Inneren eines Düsenfingers. Dabei wird der Schieber durch den Druck des
aufgeblasenen Mediums gegen die Lochreihe gedrückt. Dichtungsprobleme treten praktisch
nicht auf. Nachteilig ist, dass ein Verstellen des Bereiches der abgedeckten
Ausblasöffnungen, d. h. der Düsenöffnungen, durch die als Schieber ausgebildeten
Abdeckmittel nur stufenweise möglich ist. Das Verstellen der Schieber erfolgt manuell und
erfordert einen beträchtlichen Betriebsaufwand für die Einstellung der Schieber aller
Düsenfinger, wenn sich die Warenbahnbreite ändert.
Abdeckmittel für die Düsenöffnungen, die zusammen mit den Kettschienen verstellbar sind,
sind aus der DE-C 43 25 301, der DE-B 2 029 494 und aus der DE-U 1 871 618 bekannt.
In der DE-C 43 25 301 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung, und zwar ein
Spannrahmentrockner, beschrieben. Seine Abdeckeinrichtung weist als streifenförmige
Abdeckbleche ausgebildete Abdeckmittel zum Abdecken der Düsenöffnungen in den jeweils
seitlichen über die Warenbahn hinausragenden Wandbereichen seines Düsensystems auf.
Befestigungen, durch die die Abdeckbleche mit Abstand zu den Kettenführungsschienen,
d. h. zu den Kettschienen, angeordnet sind, bilden die Mitnehmer der Verstellmittel. Die
Verstellmittel weisen außerdem Federn auf, durch die die mit Dichtungsauflagen versehenen
Abdeckbleche gegen die Düsenkästen des Düsensystems gedrückt werden. Die außen an
den Düsenkästen angebrachten Abdeckbleche benötigen daher zusätzlich diese Federn und
diese Dichtungsauflagen. Nachteil dieser Abdeckbleche ist auch, dass ihre Ausdehnung
senkrecht zur Transportrichtung der Warenbahn, und damit der Bereich abdeckbarer
Düsenöffnungen, begrenzt ist. Der Grund dafür ist, dass in den bekannten
Spannrahmentrocknern nur wenig Platz für die bei maximaler Warenbahnbreite außerhalb
der Warenbahn überstehenden Abdeckbleche vorhanden ist.
Zur Lösung dieses Platzproblems verzichtet die aus der DE-B 2 029 494 bekannte
Vorrichtung an einer Seite der Düsenkästen, und zwar an der Seite an der die Luft in die
Düsenkästen strömt, auf Abdeckmittel. Die Abdeckmittel sind nur auf der der
Luftzuströmseite der Düsen abgewandten Seite angeordnet. Sie weisen einen Schieber aus
biegsamem Material auf, der unter elastischer Verformung um das freie Düsenkastenende
herum verschiebbar ist. Eine einseitige Abdeckung erschwert die gleichmäßige
Beaufschlagung der Warenbahn mit Behandlungsgas über die gesamte Breite der
Warenbahn. Es können auch Dichtungsprobleme durch die außen an den Düsenkästen
angebrachten Schieber auftreten.
Die in der DE-U 1 871 681 beschriebenen Abdeckmittel sind über Mitnehmer an den Ketten,
und zwar an den Kettschienen, angeschlossen. Zur Lösung des Dichtungsproblems weisen
die Düsen am Düsenmund Führungen auf, die als nach unten gerichtete Flansche
ausgebildet sind und entsprechende als Abdeckschieber mit einem C-förmigen Profil
geformte Abdeckmittel. Dabei werden die Führungen durch das C-förmige Profil des
Abdeckschiebers umfasst. Diese Lösung des Dichtungsproblems benötigt einen
zusätzlichen baulichen Aufwand nicht nur an den Abdeckschiebern sondern auch an den
Düsen selbst. Auch in diesem Fall können die Abdeckschieber aus Platzgründen nicht
beliebig groß gestaltet werden.
Platzaufwendige Abdeckeinrichtungen für die größeren Eintritts- und Austrittsschlitze sind
aus der DE 1 248 002 und der US 2 348 174 bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Behandeln einer Warenbahn gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu entwickeln, deren Abdeckmittel einfach aufgebaut und
abdichtbar sein sowie eine stufenlose Abdeckung der Düsenöffnungen ermöglichen sollen.
Diese Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Abdeckmittel weisen Abdeckbänder auf, die im Innern der Düsenkästen angeordnet
sind. Die Anordnung im Inneren der Düsenkästen löst das Dichtungsproblem, da das
ausströmende Behandlungsgas die Abdeckbänder auf die Böden der Düsenkästen drückt.
An den Abdeckbändern greifen Ausziehmittel der Verstellmittel an. Durch diese
Ausziehmittel sind die Abdeckflächen der Abdeckbänder stufenlos veränderbar. Die
Ausziehmittel sind an den Mitnehmern der Verstellmittel angeschlossen. Diese auch mit den
Kettschienen verbundenen Mitnehmer sind separat zu den Kettschienen geführt. Sie werden
bei Verstellen der Kettschienen entlang ihrer Führungen bewegt. Die Führungen können
zwischen den Düsenkästen oder außerhalb der Düsenkästen auf der von der Warenbahn
abgewandten Seite angeordnet sein.
Bevorzugt weisen die Ausziehmittel gemäß Anspruch 2 Seile auf, die an den
Abdeckbändern angreifen, durch die Düsenkästen geführt und an den Mitnehmern befestigt
sind. Seile sind mit wenig Platzaufwand, und dadurch praktisch ohne Störung der
Strömungsverhältnisse in den Düsenkästen, durch die Düsenkästen führbar.
Gemäß Anspruch 3 sind für die Abdeckbänder Rückstellmittel der Verstellmittel vorgesehen,
durch die die mittels der Ausziehmittel ausgezogenen Abdeckbänder wieder in ihre
ursprüngliche Lage zurück gebracht werden. Die Abdeckbänder können als ineinander
verschachtel- und ausziehbare Platten ausgebildet sein, die an den beiden Seiten, d. h. an
den seitlichen Enden, der Düsenkästen angeordnet sind. Rückstellmittel für derartige
Abdeckbänder können an den ersten Platten und ebenfalls an den Mitnehmern
angeschlossene Seile sein. Die Abdeckbänder können auch als auf Wellen aufgewickelte
Bänder ausgebildet sein. Rückstellmittel dafür können an dieser Welle angeordneten
Schraubenfedern sein, die beim Abwickeln der Abdeckbänder gespannt werden. Die
Abdeckbänder und die Rückstellmittel sind aus bis zu 250 °C wärmebeständigem Material
z.B. aus Bandstahl oder aus Aramidfasern hergestellt.
Die Rückstellmittel können auch gemäß Anspruch 4 Rückstellbänder aufweisen, die mit den
Abdeckbändern auf gemeinsamen Wellen angeordnet und an den Mitnehmern befestigt
sind. Dabei sind diese Rückstellbänder im Gegensinn zu den Abdeckbändern auf die
gemeinsamen Wellen gewickelt. Wenn die Rückstellbänder aufgewickelt werden, werden die
Abdeckbänder abgewickelt und umgekehrt.
Bevorzugt werden die Abdeckbänder gemäß Anspruch 5 für die beiden Seiten der
Düsenkästen mit einem an einer Seite der Düsenkästen angeordneten Mitnehmer
verbunden. Dies erleichtert die Montage. Die Mitnehmer sind bevorzugt auf der Seite der
Düsenkästen angeordnet, die den Einströmöffnungen der Düsenkästen entgegengesetzt
sind.
Bevorzugt sind die Abdeckbänder gemäß Anspruch 6 zweier nebeneinander angeordneter
Düsenkästen mit einem im Bereich zwischen diesen Düsenkästen angeordneten Mitnehmer
verbunden.
Die Erfindung wird anhand dreier in der Zeichnung schematisch dargestellter Beispiele
weiter erläutert. In Figur 1 ist das Prinzip des Aus- und Einziehens der Abdeckbänder
dargestellt. Das erste Beispiel ist in den Figuren 2 bis 9, das zweite Beispiel in Figur 10 und
das dritte Beispiel in den Figuren 11 und 12 zu sehen. Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch
zwei Düsenkästen mit Abdeckbändern, Figur 3 einen Längsschnitt, Figur 4 eine Draufsicht
ohne Deckplatten der Düsenkästen und Figur 5 eine perspektivische Darstellung beider
Düsenkästen mit Abdeckbändern in einer Position I für eine große Warenbahnbreite, die
Figuren 6 bis 9 zeigen entsprechende Darstellungen in einer Position II für eine geringe
Warenbahnbreite. Figur 10 zeigt das zweite Beispiel anhand einer Ausschnittvergrößerung
einer der Figur 9 entsprechenden Darstellung. Die Düsenkästen sind zur Verdeutlichung als
durchsichtig gezeigt, was durch strichpunktierte Linien angedeutet ist. In den Figuren 11 und
12 ist das Beispiel 2 anhand perspektivische Darstellungen zweier geschlossener
Düsenkästen mit Abdeckbändern, Figur 11, und einer Ausschnittsvergrößerung, Figur 12, zu
sehen.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Behandeln einer Warenbahn 1 weist eine
Transporteinrichtung für die Warenbahn 1 mit Transportketten 2 auf, die in gegeneinander
verstellbaren Kettschienen 3 geführt sind. Sie weist weiter eine Einrichtung zur
Beaufschlagung der Warenbahn 1 mit Behandlungsgas auf, die mit Düsenkästen 4 mit auf
die Warenbahn 1 gerichteten, in der Zeichnung durch Pfeile symbolisierten Düsenöffnungen
5 und mit ebenfalls durch Pfeilen symbolisierten Einströmöffnungen 6 versehen ist.
Die Düsenkästen 4 sind in Transportrichtung der Warenbahn 1 mit einem bestimmten
Abstand hintereinander angeordnet und erstrecken sich in ihrer Länge senkrecht zur
Transportrichtung über die maximale Warenbahnbreite. Sie sind oberhalb und unterhalb der
Warenbahn 1 angeordnet. In den Zeichnungen sind zwei Düsenkästen 4 oberhalb der
Warenbahn 1 eingezeichnet.
In diesem Beispiel sind die Düsenkästen 4 schmal, wobei ihre Breiten z. B. etwa 10 % ihrer
Längen betragen. Jeder Düsenkasten 4 weist ein im wesentlichen keilförmiges Gehäuse mit
einem Boden 7, einer Decke 8, zwei Seitenwänden 9, 10 entlang seiner Länge und eine
Seitenwand 11 entlang seiner Breite auf, wobei die Seitenwand 11 auf der der
Einströmöffnung 6 gegenüberliegende Seite angeordnet ist. Auf der Seite der
Einströmöffnung 6 erstreckt sich diese im wesentlichen über die gesamte Breite und über
die gesamte Höhe des Düsenkastens 4. Der mit den Düsenöffnungen 5 versehene,
rechteckige Boden 7 ist parallel zur Warenbahn 1 angeordnet. Im Längsschnitt hat der
Düsenkasten 4 die Form eines rechtwinkligen Dreiecks, wobei der rechte Winkel zwischen
dem Boden 7 und der Seite mit der Einströmöffnung 6 gebildet ist. Durch die im spitzen
Winkel zum Boden 7 verlaufende Decke 8 verjüngt sich der Düsenkasten 4 entlang seiner
Länge von der Einströmöffnung 6 bis zur Seitenwand 11. Die Höhe der Seitenwand 11
beträgt z. B. 30 % der Höhe der Einströmöffnung 6.
In den Figuren 3, 4, 5, 7, 8, 9, 10 ist zur Vereinfachung der Darstellung die Länge der
Düsenkästen 4 im Verhältnis zu ihrer Breite verringert. Nur in Figur 11 sind die Düsenkästen
4 maßstäblich dargestellt.
Die Einströmöffnungen 6 der Düsenkästen 4 gehen von einem in der Zeichnung nicht
dargestellten Zuluftkanal z. B. einer in der DE-U 298 23 493 beschriebenen
Umlufteinrichtung aus. Derartige Düsenkästen werden auch Düsenfinger genannt.
Die Kettschienen 3 befinden sich zwischen den oberen und unteren Düsenkästen 4 und sind
von einer Position I (Figuren 3, 4, 5) für eine große Warenbahnbreite über verschiedene
Positionen in eine Position II (Figuren 7, 8, 9) für eine geringe Warenbahnbreite
verschiebbar.
Die Vorrichtung weist weiter eine Abdeckeinrichtung zum Abdecken von äußeren
Düsenöffnungen 5 mit Abdeckmitteln und mit an diesen angeschlossenen Verstellmitteln
auf. Die Verstellmittel sind mit mit den Kettschienen 3 verbundenen Mitnehmern versehen.
Die Abdeckmittel weisen Abdeckbänder 12 auf, die im Innern der Düsenkästen 4 angeordnet
sind und deren Abdeckflächen durch die Mitnehmer veränderbar sind. Neben den
Mitnehmern weisen die Verstellmittel Ausziehmittel und Rückstellmittel für die Abdeckbänder
12 auf, wobei die Abdeckbänder 12 über die Ausziehmittel mit den Mitnehmern verbunden
sind.
Die Abdeckbänder 12 sind als dünne Metallbänder ausgebildet, die mit ihren hinteren Enden
an einer Welle 13 mit geringem Durchmesser befestigt und auf dieser auf- und abwickelbar
sind. Die Wellen 13 sind auf beiden Seiten der Düsenkästen 4 innen, dicht vor den
Seitenwänden 11 und vor den Einströmöffnungen 6 und direkt oberhalb der Böden 7
angeordnet. Die Abdeckbänder 12 weisen in der Zeichnung nicht dargestellt an den
vorderen Enden Halterungen auf und sind in den Düsenkästen 4 geführt.
Die Abdeckbänder 12 beider Seiten eines Düsenkastens 4 sind mit einem Mitnehmer
verbunden, der auf der Seite der Seitenwand 11 angeordnet ist. Die Abdeckbänder 12 zweier
benachbarter Düsenkästen 4 befinden sich auf einer gemeinsamen von dem ersten zum
zweiten Düsenkasten 4 durchgehenden Welle 13. D.h. insgeamt vier Abdeckbänder, die
beiden Abdeckbänder 12 eines ersten Düsenkastens 4 und die beiden Abdeckbänder 12
eines benachbarten Düsenkastens 4 sind mit einem erwähnten Mitnehmer verbunden.
Der Mitnehmer ist außerhalb der beiden Düsenkästen 4 angeordnet und separat geführt.
Dazu weist er ein in Schienen 14 geführtes Wagenelement 15, ein an diesem befestigtes
Verbindungselement 16 zur Verbindung mit einer der Kettschienen 3 und ein ebenfalls am
Wagenelement 15 befestigtes Stellelement 17 auf. Das Stellelement 17, das Wagenelement
15 und die Schienen 14 sind auf der Seite der Seitenwand 11 oberhalb der Düsenkästen 4
angeordnet; d. h. im Bereich geringer Höhe der Düsenkästen 4. Die Schienen 14 sind im
Bereich des Zwischenraums zwischen den beiden Düsenkästen 4, und zwar in diesem
Beispiel oberhalb des Zwischenraums, angeordnet. Sie verlaufen horizontal und parallel zur
Länge der Düsenkästen 4, senkrecht zur Transportrichtung. Das Wagenelement 15 ist als
eine in den Schienen 14 geführte, rechteckige Platte ausgebildet, an deren eine, in der
Zeichnung unteren Seite das Verbindungselement 16 und an deren anderen Seite das
Stellelement 17 befestigt sind. Das Verbindungselement 16 ist schwertartig ausgebildet und
ragt vom Wagenelement 15 ausgehend senkrecht zu diesem durch den Zwischenraum
zwischen den beiden Düsenkästen 4. Die Verbindung zur Kettschiene 3 wird durch eine Nut
18 des Verbindungselementes 16 und eine entsprechende Erhebung 19 der Kettschiene 3
gebildet. Das Stellelement 17 ist als eine rechteckigen Platte geringer Höhe ausgebildet. Es
erstreckt sich senkrecht zum Wagenelement 15 parallel zur Breite der Düsenkästen 4 über
beide Düsenkästen 4.
Die Ausziehmittel weisen an den Abdeckbändern 12 angreifende Seile 20, 21 auf. Die Seile
20, 21 sind mit Hilfe von Umlenkrollen 22, 23, 24, 25 durch die Düsenkästen 4 geführt, über
weitere Umlenkrollen 26, 27 geführt und über Seilspanner 28, 29 am Stellelement 17 des
Mitnehmers befestigt.
Die Seile 20, 21 sind an den vorderen Enden der beiden Abdeckbänder 12 an den Seiten
eines Düsenkastens 4 befestigt. Die Befestigung kann, in der Zeichnung nicht dargestellt,
durch an den Seilen 20. 21 befestigte Kugeln erfolgen, die in Einbuchtungen von vorderen
Halterungen der Abdeckbänder 12 greifen. Davon ausgehend verlaufen die Seile 20, 21 im
Innern des Düsenkastens 4 parallel zum Boden 7 zur Mitte der Warenbahn 1 hin, sind an
den Umlenkrollen 22, 23 um etwa 90° zur Decke 8 hin umgelenkt und durch die Decke 8
geführt. Außerhalb des Düsenkastens 4 sind sie an den Umlenkrollen 24, 25 um etwa 90° zu
dem Stellelement 17 hin umgelenkt, verlaufen wieder parallel zum Boden 7 durch Öffnungen
30, 31 im Stellelement 17, sind an den Umlenkrollen 26, 27 oberhalb der Seitenwand 11 um
180° zurück zum Stellelement 17 umgelenkt und an diesem über die Seilspanner 28, 29
befestigt. Die Achsen der Umlenkrollen 22, 23, 24, 25 verlaufen parallel und die Achsen der
Umlenkrollen 26, 27 senkrecht zu dem Boden 7. Letzteres ermöglicht eine geringe Höhe des
Stellelementes 17.
Die Umlenkrollen 22, 23 sind innerhalb der geringsten Warenbahnbreite, dicht über den
Boden 7 und die Umlenkrollen 24, 25 außerhalb des Düsenkastens 4 an der Decke 8
angeordnet, wobei die Umlenkrolle 24 zur Umlenkrolle 22 etwas in Richtung des
Stellelementes 17 versetzt ist, so das die Umlenkungen des Seiles 20 an der Umlenkrolle 22
etwas geringer und an der Umlenkrolle 24 etwas größer als 90° sind. Der Abstand zwischen
der Umlenkrolle 22 und der Umlenkrolle 24 ist größer als der Abstand zwischen der
Umlenkrolle 23 und der Umlenkrolle 25, so dass im in der Zeichnung gezeichneten Beispiels
das Seil 20 über dem Seil 21 geführt ist. Der Verlauf des Seils 20 um seine Umlenkrolle 22
und 24 zum Stellelement 17 hin ist stufenförmig. Der Verlauf des Seils 21 um seine
Umlenkrolle 23 und 25 ist U-förmig. Dieser unterschiedliche Verlauf der Seile 20, 21
ermöglicht eine Verschieben beider Abdeckbänder 12 gleichzeitig durch Verschieben des
gemeinsamen Stellelementes 17. Die Seilspanner 28, 29 weisen Schraubenfedern auf. Die
bei der Montage leicht gespannten Seilspanner 28, 29 erhalten die Spannung der
Anordnung aus Abdeckbändern 12 und Seilen 20, 21 aufrecht, deren Länge sich durch die
unterschiedliche Wickelstärke auf den Wellen 13 beim Verfahren der Mitnehmer etwas
ändert.
Die Rückstellmittel weisen Rückstellbänder 32, 33 auf, die auf den gemeinsamen Wellen 13
mit den Abdeckbänder 12 angeordnet sind. Die Rückstellbänder 32, 33 sind über eine Rolle
34, eine gelagerte Welle, geführt und am Mitnehmer, und zwar am Verbindungelement 16,
befestigt. Sie sind als dünne Metallbänder ausgebildet, die mit ihren hinteren Enden an der
Welle 13 befestigt und auf dieser im Gegensinn zu den Abdeckbändern 12 auf- und
abwickelbar sind. Für die in der Zeichnung linken Abdeckbänder 12 der beiden Düsenkästen
4 an der Seite der Einströmöffnung 6 ist das Rückstellband 32 und für die beiden rechten
Abdeckbänder 12 an der Seite der Seitenwand 11 das Rückstellband 33 vorgesehen. Die
Rückstellbänder 32, 33 sind im Zwischenraum zwischen den beiden Düsenkästen 4
angeordnet, in dem sich, in der Zeichnung nicht dargestellt, ein sich zwischen den
Längswänden 10, 9 der beiden Düsenkästen 4 erstreckendes Abdeckblech befindet. Das
Abdeckblech lässt jeweils zu den Längswänden 10, 9 der Düsenkästen 4 einen schmalen
Spalt für die Abluft frei. Durch einen dieser Spalte ragt das Verbindungselemnt 17 vom
oberhalb des Abdeckbleches angeodrneten Wagenelement 15 zur Kettschine 3. Die Breite
der Rückstellbänder 32, 33 entspricht der des U-förmigen Abdeckbleches, wobei der Boden
des U's zur Warenbahn 1 zeigt und die Rückstellbänder 32, 33 im Bereich der Enden der
Düsenkästen 4 in den Schenkeln des U's geführt sind. Das Rückstellband 33 der Seite der
Seitenwand 11 verläuft zwischen den Düsenkästen 4 zur Mitte der Warenbahn 1 hin, ist an
der Rolle 34 um etwa 180° umgelenkt und am Verbindungselement 16 befestigt. Das
Rückstellband 32 der Seite der Einströmöffnung 6 verläuft ebenfalls zwischen den
Düsenkästen 4 zur Mitte der Warenbahn 1 hin, im in der Zeichnung gezeigten Beispiel über
die Rolle 34 und über das Rückstellband 33 und ist am Verbindungselement 16 befestigt.
Die Abdeckbänder 12, die Rückstellbänder 32, 33 und die Seile 20, 21 sind aus bis zu 250°C
wärmebeständigem Material gefertigt. Die Abdeckbänder 12 und die Rückstellbänder 32, 33
bestehen z.b. aus Federbandstahl einer Dicke kleiner als 0,5 mm. Sie können auch aus
einem Aramidfaser- oder Asbestfasergewebe hergestellt sein. Die Breite der Abdeckbänder
12 entspricht der der Düsenkästen 4 oder ist geringfügig kleiner, die Breite der
Rückstellbänder beträgt 5 bis 50 mm. Die Seile 20, 21 sind z.B. Edelstahl - oder
Aramidfaserseile. Ihr Druchmesser kann z.B. 1,2 mm betragen. Durchführungen durch die
Düsenkästen 4 für die Seile 20, 21 sind z.B. durch Silikontüllen abgedichtet. Statt der Seile
können auch ebenfalls in verschiedenen Ebenen bewegliche Kugelketten eingesetzt werden.
Ausgehend von der in den Figuren 3 bis 5 gezeigten Positionen I wird beim Verschieben der
Kettschienen 3 in Richtung der in Figur 5 dargestellten Pfeile zur Warenbahnmitte hin, z. B.
in die Position II der Figur 6 bis 9, der Mitnehmer ebenfalls in diese Richtung verschoben.
Die an dem Stellelement 17 des Mitnehmers befestigten Seile 20, 21 ziehen die vier
Abdeckbänder 12 des in der Zeichnung dargestellten Düsenpaars zur Warenbahnmitte.
Dadurch werden die Wellen 13 gedreht und die Rückstellbänder 32, 33 auf die Wellen 13
gewickelt. Bei einem Verschieben der Kettschienen 3 in entgegengesetzte Richtung zieht
das Verbindungselement 17 des Mitnehmers die Rückstellbänder 32, 33 von den Wellen 13
ab. Diese Drehung der Wellen 13 in umgekehrte Richtung bewirkt ein Aufwickeln der
Abdeckbänder 12 auf die Wellen 13. Die Abdeckbänder 12 und die Ruckstellbänder 32, 33
bilden im Prinzip ein Endlosband (Figur 1).
Die in der Zeichnung gezeigten Düsenkästen 4 haben einen ebenen Boden 7. Die
Düsenöffnungen 5 können als Schlitze oder als Vielzahl kleinerer Öffnungen ausgebildet
sein.
Bei einer alternativen Ausbildung der Düsenkästen 4 des zweiten Beispiels weist der
Düsenboden 7 zwei V-förmige, sich über die Länge erstreckende Ausbuchtungen zur
Warenbahn 1 hin auf, an deren Schenkeln eine Vielzahl von in der Zeichnung nicht
eingezeichnenten Düsenöffnungen 5 angeordnet ist (Figur 10). Zur Abdichtung der durch die
V-förmigen Ausbuchtungen gebildeten Kanäle können die vorderen Enden der
Abdeckbänder 12 mit in der Zeichnung nicht dargestellten Bürsten aus wärmebeständigen
Material, wie Aramid- oder Silikonfasern, versehen sein.
Eine Vorrichtung des dritten Beispiels unterscheidet sich von der des ersten Beispiels im
wesentlichen durch folgende Merkmale:
Das Stellelement 17 des Mitnehmers ist als Rahmen 35 mit Streben 36 zur Befestigung der
Seilspanner 28, 29 ausgebildet. Die Seile 20, 21 sind statt durch die Öffnungen 30, 31
zwischen den Streben 36 hindurchgeführt. Die Rückstellbänder 32, 33 sind durch eine
Öffnung 37 im Wagenelement 15 geführt und an Spannelementen zur Erleichterung der
Montage am Wagenelement 15 des Mitnehmers befestigt. Die Spannelemente für die
Rückstellbänder 32, 33 weisen jeweils eine Halterung 38, 39 für das vordere Ende der
Rückstellbänder 32, 33 auf, die durch Verstellschrauben 40, 41 auf dem Wagenelement 15
verschiebbar ist.
Bezugszeichenliste
- 1.
- Warenbahn.
- 2.
- Transportketten
- 3.
- Kettschienen
- 4.
- Düsenkasten
- 5.
- Düsenöffnung
- 6.
- Einströmöffnung
- 7.
- Boden
- 8.
- Decke
- 9.
- Seitenwand
- 10.
- Seitenwand
- 11.
- Seitenwand
- 12.
- Abdeckband
- 13.
- Welle
- 14.
- Schienen für Mitnehmer
- 15.
- Wagenelement des Mitnehmers
- 16.
- Verbindungselement des Mitnehmers
- 17.
- Stellelement des Mitnehmers
- 18.
- Nut im Verbindungselement
- 19.
- Erhebung an der Kettschiene
- 20.
- Seil
- 21.
- Seil
- 22.
- Umlenkrolle
- 23.
- Umlenkrolle
- 24.
- Umlenkrolle
- 25.
- Umlenkrolle
- 26.
- Umlenkrolle
- 27.
- Umlenkrolle
- 28.
- Seilspanner
- 29.
- Seilspanner
- 30.
- Öffnung im Stellelement
- 31.
- Öffnung im Stellelement
- 32.
- Rückstellband
- 33.
- Rückstellband
- 34.
- Rolle
- 35.
- Rahmen
- 36.
- Streben
- 37.
- Öffnung
- 38.
- Halterung
- 39.
- Halterung
- 40.
- Verstellschraube
- 41.
- Verstellschraube