Die Erfindung betrifft eine Etagentür für die Ladestelle eines Baugerüstes, einer
Bauöffnung oder dgl. gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ladestellen der genannten Art müssen einerseits so leicht wie möglich zugänglich
sein, damit die beispielsweise von einem Schwenkarmaufzug oder einer Aufzugsplattform
herangeführte Last an der betreffenden Stelle abgeladen werden kann.
Andererseits muss eine derartige Ladestelle gemäß den einschlägigen Bestimmungen
ausreichend abgesichert sein. Dies bedeutet, dass das Baugerüst, das
üblicherweise ein bodenseitiges Bordbrett, einen oberseitigen Geländeholm und
einen zwischen den beiden erwähnten Teilen verlaufenden Zwischenholm aufweist,
normalerweise an der Ladestelle verschlossen ist und nur zum Zweck des
Zugangs dieser Ladestelle geöffnet werden darf.
Um dies zu erreichen, sind bisher nur sehr aufwändige und damit teure Konstruktionen
bekannt. Diese bestehen beispielsweise aus einem schweren Aufbau, der
sich über die gesamte Gerüstfeldlänge, an der die Ladestelle vorgesehen werden
soll, erstreckt. Abgesehen davon ist die Installation einer solchen sperrigen Konstruktion
zeitaufwändig und kostenintensiv.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, zur Vermeidung der geschilderten
Nachteile eine Etagentür für die Ladestelle eines Baugerüstes, einer Bauöffnung
oder dgl. zu schaffen, die einfach sowie preiswert herstellbar ist, schnell und
auch nachträglich angebracht werden kann sowie bei leichter Bedienbarkeit
gleichwohl den einschlägigen Sicherheitsbestimmungen vollständig genügt.
Die Merkmale der zur Lösung dieser Aufgabe geschaffenen Erfindung ergeben
sich aus Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind in den weiteren
Ansprüchen beschrieben.
Der Erfindung liegt der wesentliche Gedanke zugrunde, die für die Ladestelle vorgesehene
Etagentür wenigstens dreiteilig auszubilden, und zwar derart, dass diese
ein mit den Gerüstbauteilen an der Ladestelle verbindbares Rahmenteil, ein
verschiebbares Türteil und eine Feststellsicherung für das Türteil aufweist.
Eine derartige Etagentür lässt sich einfach sowie preiswert herstellen. Aufgrund
ihres dreiteiligen Aufbaus kann sie ausserdem schnell an jeder gewünschten
Stelle des Gerüstes, welche die Ladestelle bilden soll, angebracht werden, und
zwar auch nachträglich.
Erfindungsgemäß kann das Rahmenteil, das die Öffnung der Ladestelle begrenzt,
wenigstens zwei im Abstand voneinander verlaufende vertikale Schenkel aufweisen.
Vorteilhafterweise sind die beiden Schenkel des Rahmenteils jedoch bodenseitig
durch einen Quersteg verbunden und bilden zusammen mit diesem einen U-Rahmen.
Hierbei ist es von Vorteil, wenn dieser U-Rahmen einstückig ausgebildet
ist, wobei sich eine besondere einfache Herstellung ergibt, wenn das Rahmenteil
aus Rohrmaterial gefertigt ist.
Die schnelle und leichte Anbringbarkeit des Rahmenteils am Baugerüst ist dadurch
gewährleistet, dass dieses mit seinen vertikalen Schenkeln am Geländerholm
und/oder Zwischenholm befestigbar ist. Dies kann in einfacher Weise beispielsweise
mittels der üblichen Rohrschellen erfolgen.
Die sichere Halterung des Rahmenteils am Gerüst wird zusätzlich dadurch gesteigert,
dass das Rahmenteil unterseitig einerseits am Boden der Ladestelle nach
unten abgestützt ist und sich andererseits am Bordbrett innenseitig seitlich abstützt.
Das mit dem Rahmenteil zusammenwirkende Türteil ist in Weiterbildung der Erfindung
ein U-Bügel mit horizontal verlaufenden Schenkeln, von denen wenigstens
einer in einem der an der Ladestelle unterbrochen ausgebildeten Gerüstholme
verschiebbar geführt ist.
Auch hier ist es von Vorteil, wenn das Türteil einstückig ausgebildet ist und aus
Rohrmaterial besteht.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der untere Schenkel des Schiebetürbügels
im Zwischenholm geführt ist. Zu diesem Zweck weist der untere Schenkel des
aus Rohrmaterial bestehenden Schiebetürbügels einen entsprechend geringeren
Durchmesser als der Zwischenholm auf, so dass sich eine einwandfreie Verschiebeführung
ergibt.
Da die verschiebbare Anordnung des unteren Schenkels des Schiebetürbügels im
Zwischenholm eine einwandfreie Führung gewährleistet, kann der obere Schenkel
des Schiebetürbügels frei angeordnet sein und sich beispielsweise oberhalb des
oberen Geländerholms erstrecken.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das dritte Bauteil der Etagentür,
nämlich die Feststellsicherung für das Türteil, einen federbeaufschlagten Sicherungsbügel
auf. Dieser ist am Rahmenteil oder einem der Gerüstholme festgelegt
und wirkt ständig auf einen der Schenkel des Türteils sichernd ein.
Zweckmäßigerweise ist der Sicherungsbügel am Rahmenteil etwa auf der Höhe
des Geländerholms angelenkt. Hierbei durchsetzt dann der obere horizontale
Schenkel des Türteils eine Bohrung des Sicherungsbügels und wird von diesem in
der Sicherungsstellung klemmend festgehalten.
Erfindungsgemäß ist die Ausgestaltung derart getroffen, dass der Sicherungsbügel
aus der Sicherungsstellung gegen die Kraft seiner Feder in eine Öffnungsstellung
verschwenkbar ist, in der er den oberen oder unteren Schenkel des Türteils
zu dessen Verschieben freigibt.
Die Erfindung wird im folgenden in Form mehrerer Ausführungsbeispiele anhand
der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in:
- Fig. 1
- schematisch in Vorderansicht die Etagentür für die Ladestelle eines
Baugerüstes in Schließstellung und
- Fig. 2
- in Öffnungsstellung;
- Fig. 3
- eine lediglich zum Durchlass für das Seil bzw. die Last eines
Schwenkarmaufzuges vorgesehene abgewandelte Ausführungsform
der Etagentür in Schließstellung und
- Fig. 4
- in Öffnungsstellung.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist bei der dargestellten Ausführungsform für die
Ladestelle 1 eines Baugerüstes 2 eine Etagentür 3 vorgesehen.
Hierbei ist das Baugerüst 2 jedes Etagenabschnittes in üblicher Weise durch zwei
Vertikalholme 4, 5 begrenzt. An diesen sind, von unten nach oben gesehen, mittels
üblicher Befestigungsmittel, insbesondere in Form von Rohrschellen 6 oder
dgl. ein bodenseitiges Bordbrett 7, ein Zwischenholm 8 und ein oberseitiger Geländerholm
9 befestigt.
Zwischenholm 8 und Geländerholm 9 sind an derjenigen Stelle, welche die Ladestelle
1 bilden soll bzw. bildet, in der dargestellten Weise unterbrochen ausgebildet,
um den gewünschten Durchlass für die Last oder Person beispielsweise einer
herangeführten Aufzugsplattform zu ermöglichen.
Wie schon erwähnt, ist die Ladestelle 1 durch eine Etagentür 3 gesichert bzw. verschlossen.
Diese Etagentür 3 ist dreiteilig ausgebildet und weist ein Rahmenteil
10, ein verschiebbares Türteil 11 sowie eine Feststellsicherung 12 für das Türteil
11 auf.
Das Rahmenteil 10 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel als U-Rahmen mit
vertikal im Abstand voneinander nach oben verlaufenden Schenkeln 13, 14 ausgebildet.
Hierbei sind die beiden U-Schenkel 13, 14 des Rahmenteils 10 bodenseitig
durch einen Quersteg 15 verbunden. Das gesamte Rahmenteil 10 mit seinen
U-Schenkeln 13, 14 sowie seinem Quersteg 15 ist einstückig ausgebildet und
aus Rohrmaterial gefertigt.
Das Rahmenteil 10 ist mit seinen U-Schenkeln 13, 14 mittels Rohrschellen 6 am
Zwischenholm 8 sowie am oberen Geländerholm 9 befestigt, und zwar derart,
dass sich der Quersteg 15 des Rahmenteils 10 seitlich am Bordbrett 7 an dessen
Innenseite abstützt und im übrigen auch dem Boden 16 der Ladestelle 1 aufliegt.
Hierdurch ist eine sichere Verbindung des Rahmenteils 10 mit dem restlichen Gerüstaufbau,
d.h. dem Bordbrett 7, dem Zwischenholm 8 sowie dem oberen Geländerholm
9, geschaffen.
Das zweite Bauteil der Etagentür 3 ist durch das Türteil 11 gebildet. Dieses besteht
gleichfalls aus einem U-Bügel, wobei dessen Schenkel 17, 18 jedoch horizontal
verlaufen und durch einen vertikalen Quersteg 19 verbunden sind.
Auch das Türteil 11 ist einstückig aus Rohrmaterial gebildet.
Um die gewünschte Funktion zu erreichen, nämlich dass das Türteil 11 horizontal
verschiebbar ist, ist der untere Schenkel 17 des als Schiebetürbügel ausgebildeten
Türteils 11 im Zwischenholm 8 geführt. Zu diesem Zweck ist der Durchmesser
des rohrförmigen unteren Schenkels 17 des Türteils 11 entsprechend kleiner ausgebildet
als derjenige des Zwischenholms 8. Hierdurch ist eine einwandfreie Führung
und Verschiebbarkeit gewährleistet, so dass es möglich ist, den oberen U-Schenkel
18 des Türteils 11 frei oberhalb des Geländerholms 9 verlaufen zu lassen.
In der Schließstellung des Türteils 11 gemäß Fig. 1 schlägt der Quersteg 19 des
Türteils 11 an den vertikalen Schenkel 14 des Rahmenteils 10 an. Hierbei ist
gleichwohl eine sichere Halterung bzw. Führung des unteren Schenkels 17 des
Türteils 11 im Zwischenholm dadurch gewährleistet, dass dieser untere Schenkel
17 entsprechend lang - insbesondere länger als der obere U-Schenkel 18 - ausgebildet
ist, so dass er in der Schließstellung der Etagentür 3 nicht aus seiner Führung
im Zwischenholm 8 herausrutschen kann.
In der Öffnungsstellung nimmt die Etagentür 3 die Position gemäß Fig. 2 ein, in
welcher der untere Schenkel 17 des Türteils 11 weit in das Innere des Zwischenholms
8 hineinverschoben ist, und zwar so weit, wie die Ladestelle 1 nach Wunsch
des Benutzers geöffnet werden soll.
Das dritte Bauteil der Etagentür 3 ist in der erwähnten Weise durch die Feststellsicherung
12 gebildet. Diese weist einen federbeaufschlagten Sicherungsbügel 20
auf, der am Rahmenteil 10 in Höhe des oberen Geländerholms 9 angelenkt ist.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel steht der Sicherungsbügel 20 unter der
Wirkung einer Druckfeder 21, und zwar derart, dass der obere U-Schenkel 18 des
Türteils 11, der eine nicht näher dargestellte Bohrung des Sicherungsbügels
durchsetzt, ständig von diesem in der Sicherungsstellung klemmend festgehalten
wird.
Zum Lösen des Sicherungsbügels 20 ist es dann lediglich erforderlich, diesen gegen
die Kraft der Druckfeder 21 aus der Sicherungsstellung - nach rechts in der
Zeichnung - in eine Öffnungsstellung zu verschwenken, in der er den oberen U-Schenkel
18 des Türteils 11 zu dessen Verschieben freigibt. Darauf kann dann
das Türteil 11 leicht aus der Schließstellung gemäß Fig. 1 in die Öffnungsstellung
gemäß Fig. 2 verschoben werden. In dieser Öffnungsstellung ist sodann das Türteil
11 durch die Feststellsicherung 12 sofort dann wieder gesichert, wenn der Sicherungsbügel
20 freigegeben wird.
Selbstverständlich ist es bei Wunsch bzw. bei Bedarf ohne weiteres in einfacher
Weise möglich, die beschriebene Etagentür 3 an einer gewünschten anderen Ladestelle
derart anzubringen, dass sie nicht wie bei der beschriebenen Ausführungsform
von rechts nach links, sondern von links nach rechts zu öffnen ist.
Bei der angewandelten Ausführungsform gemäß Fig. 3 und 4 ist die Anordnung
derart getroffen, dass die Ladestelle 1 lediglich den Durchgang für das Seil 22 eines
Schwenkarmaufzuges 23 bzw. für dessen anzuhebende Last ermöglichen
muss. Zu diesem Zweck reicht es - bei ansonsten gleicher Ausbildung der Etagentür
3 - aus, den oberen Geländerholm 9 in der dargestellten Weise lediglich auf
einer kürzeren Strecke zu unterbrechen, während der Zwischenholm 8 genau wie
bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 auf der selben Länge unterbrochen
ist, um den Durchlass für die mittels des Schwenkarmaufzuges 23 angehobene
Last zu ermöglichen.
Hinsichtlich vorstehend nicht im einzelnen näher erläuterter Merkmale der Erfindung
wird ausdrücklich auf die Zeichnung sowie die Ansprüche verwiesen.