EP1102884A1 - Grobschmutzfängervorrichtung zum herausheben der grobstoffe aus einem pulper und entsrechendes arbeitsverfahren - Google Patents

Grobschmutzfängervorrichtung zum herausheben der grobstoffe aus einem pulper und entsrechendes arbeitsverfahren

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EP1102884A1
EP1102884A1 EP99929135A EP99929135A EP1102884A1 EP 1102884 A1 EP1102884 A1 EP 1102884A1 EP 99929135 A EP99929135 A EP 99929135A EP 99929135 A EP99929135 A EP 99929135A EP 1102884 A1 EP1102884 A1 EP 1102884A1
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EP
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coarse dirt
pulper
coarse
dirt collector
movement
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Harry Wiljan
Roland Carra
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BTA International GmbH
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REA Gesellschaft fur Recycling von Energie und Abfall mbH
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/04Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
    • D21B1/12Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres by wet methods, by the use of steam
    • D21B1/30Defibrating by other means
    • D21B1/34Kneading or mixing; Pulpers
    • D21B1/345Pulpers

Definitions

  • Pulpers retracted and, after the coarse dirt was caught by the tines, swung out of the pulper again.
  • the swivel angle is dimensioned such that the coarse dirt trap with the coarse substances adhering to it can be swiveled out so far that it is located above the upper edge of the trough.
  • the coarse material is wiped off the coarse dirt trap using a special scraper.
  • a coarse dirt trap is used, which is also pivoted about an axis n the pulper.
  • this circular movement does not take place around a horizontal axis, but about an axis inclined to the horizontal. If, by way of exception, the pulper axis is not aligned vertically, the swiveling movement does not take place at an inclination to the horizontal, but is inclined to the plane which is perpendicular to the pulper axis.
  • This causes the tines on the grass catcher to move in the end position m when pivoting into the pulper in an at least horizontal, but rather a slightly upward direction. In this position, the coarse substances floating in the liquid can be caught ideally.
  • a trough in which the coarse dirt collector moves is also unnecessary.
  • Such a trough is required if - as is the case in EP 0 598 187 B1 - the tines, which are located on the collecting basket of the coarse dirt collector, have a downward inclined position during the collecting phase and also during most of the swiveling-out movement.
  • the trough is an additional component that is subject to wear and tear and its replacement costs.
  • a shut-off device is also required in the trough, which must be closed during the defibration process in order to prevent defibrillable material from getting caught in the trough without being defibrated, which is not desirable.
  • 1 and 2 show the coarse dirt collector on the one hand in the end position suitable for collecting the coarse material in the pulper and on the other hand in the end position suitable for ejecting these coarse material.
  • a preferred application for the coarse dirt trap described is the treatment of waste for biological recycling of individual components.
  • the biologically usable components are separated from the non-biologically usable components. Because the bio-usable components are easily shredded compared to the other components, which are difficult or not shrinkable.
  • the suspension produced and separated by the perforated sieve, in which the biologically usable constituents are concentrated, can then be sent for biological utilization, while the biologically non-usable constituents which remain in the pulper after the suspension has been withdrawn, i.e. the coarse materials can be sent to another appropriate form of recycling.

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Description

Grobschmutzfangervorrichtung zum Herausheben der Grobstoffe aus einem Pulper und entsprechendes Arbeitsverfahren
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Grobschmutzfangervorrichtung zum Herausheben der Grobstoffe aus einem Pulper und ein entsprechendes Arbeitsverfahren.
Pulper, auch Stoffloser genannt, werden zur Aufbereitung von Stoffgemischen genutzt, die leicht zerfaserbare Bestandteile beinhalten. Ein wichtiger Anwendungsbereich liegt bei der Aufbereitung von Abfallen und abfallahnlichen Stoffen.
Ein solcher Pulper weist üblicherweise einen Behalter auf, der mit einem Rotor versehen ist. Beim Betrieb wird das aufzubereitende Stoffgemisch zusammen mit einer Flüssigkeit, im allgemeinen Wasser, in den Behalter eingefüllt. Der Rotor wird in Rotationen versetzt und erzeugt hierdurch starke Stromungskrafte . Diese Stromungskrafte sorgen dafür, daß die im Pulper enthaltenen Feststoffe, die leicht zerfaserbar sind, zerfasert werden. Neben der Zerfaserung findet teilweise auch eine Verkürzung von Fasern statt bzw. geht ein Teil der zerfaserbaren Stoffe und anderer im Stoffgemisch enthaltenen Substanzen in Losung. Nachdem das Schwergewicht des Vorganges aber in der Zerfaserung besteht, wird hier lediglich von „Zerfaserung" oder „Zerfasern" gesprochen und die daneben stattfindende Zerkleinerung und Auflo- sung nicht gesondert erwähnt. Die zerfaserten Bestandteile des eingebrachten Stoffgemisches bilden zusammen mit der Flüssigkeit eine Suspension, die zum Beispiel über ein Lochsieb aus dem Pulper abgezogen werden kann. Es stellt sich außerdem die Aufgabe, die nicht zerfaserten Bestandteile (in der Folge auch „Grobstoffe" genannt) ebenfalls in irgendeiner Form aus dem Pulper zu entfernen .
Zur Entfernung solcher Grobstoffe aus dem Pulper sind Grob- Schmutzfänger gebräuchlich. Diese weisen im allgemeinen
Zinken auf. Sie tauchen in den Pulper hinein, in dem sich die Grobstoffe in einer Flüssigkeit befinden. Es kann sich bei dieser Flüssigkeit entweder um die Suspension handeln, oder es kann auch vorteilhaft sein, die Suspension zunächst aus dem Pulper abzuziehen, und dann erst die im Pulper verbleibenden Grobstoffe zu entfernen, wozu nochmals eine Flüssigkeit, vorzugsweise Prozeßwasser, in den Pulper eingefüllt wird. Die in der Flüssigkeit schwimmenden Grobstoffe verfangen sich im Grobschmutzfänger und werden dann über ein Ausfahren des Grobschmutzfängers aus dem Pulper entfernt .
Aus der DE 32 25 026 C2 ist ein Grobschmutzfänger bekannt, der eine Standsäule aufweist, die wenigstens um 90 Grad drehbar ist. An dieser Säule ist ein Tragarm ab- und aufbewegbar gelagert, der am unteren Ende einen Fangkorb mit Zinken aufweist. Zum Auffangen der Grobstoffe wird der Tragarm mit dem Fangkorb an der Standsäule senkrecht in den Pulper heruntergefahren, so daß der Fangkorb in die Flüs- sigkeit eintauchen und von dieser durchströmt werden kann. Die in der Flüssigkeit schwimmenden Grobstoffe verfangen sich in den Zinken des Fangkorbes, der dann zum Entfernen der Grobstoffe wieder senkrecht am Tragarm aus dem Pulper herausgefahren wird. Zum Abwerfen der Grobstoffe schwenkt der Tragarm in seiner oberen Stellung um die Säule herum in einen Bereich, der außerhalb des Pulpers liegt. Der Fang- korb schlägt dann an einen Fangkorbanschlag auf, was ein Kippen des Korbes und damit ein Abwerfen der Grobstoffe in einen bereitstehenden Behälter bewirkt.
Die drei verschiedenen Bewegungen, die von dem Grobschmutz- fänger zu durchlaufen sind (senkrechtes Auf- und Abfahren des Fangarmes, Drehung des Fangarmes um die Standsäule, Kippen des Fangkorbes), bedingen einen komplexen Bewegungsablauf, damit einen hohen mechanischen und steuerungstechnischen Aufwand und auch eine relativ lange Zykluszeit.
Ein weiterer Grobschmutzfänger ist aus der EP 0 598 187 Bl bekannt. In diesem Fall befindet sich der Grobschmutzfänger in einem Trog, der an den Innenraum des Pulpers angeschlossen ist. Der Grobschmutzfänger wird aus dem Trog durch Ver- schwenken um eine horizontale Achse in den Innenraum des
Pulpers eingefahren und, nachdem der Grobschmutz durch die Zinken aufgefangen wurde, wieder aus dem Pulper ausgeschwenkt. Der Schwenkwinkel ist dabei derart bemessen, daß der Grobschmutzfänger mit dem daran anhaftenden Grobstoffen so weit ausgeschwenkt werden kann, daß er sich oberhalb der Oberkante des Troges befindet. In der letzten Phase werden die Grobstoffe mit einer besonderen Abstreifeinrichtung von dem Grobschmutzfänger abgestreift.
Zwar ist bei dieser Vorrichtung der mechanische und steuerungstechnische Aufwand gegenüber der in der DE 32 25 026 C2 dargestellten Vorrichtung reduziert. Auch im zweiten Beispiel sind jedoch noch mehrere Bewegungen auszuführen (Verschwenken des Grobschmutzfängers um eine horizontale Achse, Abstreifen der Grobstoffe durch eine besondere Abstreifeinrichtung) . Zudem verfügt der in EP 0 598 187 Bl beschriebene Grobschmutzfänger durch die Ausrichtung der Zinken, die in der Auffangposition im wesentlichen senkrecht stehen, nur über eine geringe Kapazität. Die Position der Zinken führt ferner dazu, daß sie sehr weit nach unten in den Pulper hineinragen. Beim Ausfahren reißen sie so leicht auch Grobstoffe mit, die wegen ihrer Schwere auf den Pulperboden gesunken sind (nachfolgend auch „schwere Grobstoffe" genannt) . Es kann aber vorteilhaft sein, mit dem Grobschmutzfänger lediglich diejenigen Grobstoffe auszutragen, die wegen ihres geringeren spezifischen Gewichts oder ihrer größeren Oberfläche in der Flüssigkeit schwimmen
(nachfolgend vereinfachend auch „leichte Grobstoffe" genannt) , weil in den leichten Grobstoffen andere Stoffgruppen aufkonzentriert sind als in den schweren Grobstoffen und durch die Trennung beider Fraktionen bessere Verwer- tungschancen oder angepaßtere Entsorgungsmöglichkeiten eröffnet werden. Die schweren Grobstoffe werden daher üblicherweise über eine Schwerstoffschleuse ausgetragen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mechanik des Grobschmutzfängers weiter zu vereinfachen und damit den mechanischen und steuerungstechnischen Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren und auch die Zykluszeit zu verkürzen. Dabei soll der Grobschmutzfänger eine große Kapazität zum Auffangen der Grobstoffe haben und ferner die Möglichkeit zu einem selektiven Austrag der leichten
Grobstoffe bieten. Ebenfalls soll die Erfindung ein entsprechendes Arbeitsverfahren bereitstellen. Erfmdungsgemaß wird diese Aufgabe durch das in Anspruch 1 angegebene Verfahren und durch die in Anspruch 11 angegebenen Grooscnmutzfangervorrichtung gelost.
Erfmdungsgemaß wird ein Grobschmutzfanger verwendet, der ebenfalls durch Drehung um eine Achse n den Pulper verschwenkt wird. Diese Kreisbewegung vollzieht sich jedoch nicht um eine horizontale, sondern um eine zur Horizontalen geneigte Achse. Ist die Pulperachse ausnahmsweise nicht senkrecht ausgerichtet, so vollzieht sich die Schwenkbewegung entsprechend nicht in einer Neigung zur Horizontalen, sondern ist zu der Ebene geneigt, die auf der Pulperachse senkrecht steht. Dies bewirkt, daß die am Fangkorb befind- liehen Zinken beim Verschwenken in den Pulper in der Endposition m eine wenigstens horizontale, eher aber m eine leicht nach oben geneigte Richtung kommen. In dieser Stellung können die in der Flüssigkeit schwimmenden Grobstoffe ideal aufgefangen werden. Beim Herausschwenken kommen die Zinken in der Endposition m eine nach unten geneigte senkrechte Stellung, in der die Groostoffe selbstatig - ohne weitere Einwirkung von außen, z.B. den Einsatz eines Abstreifers, - in einen Behalter fallen, der hier zum Auffangen bereit steht.
Der erfmdungsgemaße Grobschmutzfanger bzw. das entsprechende Arbeitsberfahren weisen gegenüber den bekannten Lo- sungsansatzen den Vorteil auf, daß er nur eine einzige Bewegung um die besagte geneigte Drehachse ausfuhren muß. Der mechanische und steuerungstechnische Aufwand ist damit gegenüber dem Stand der Technik minimiert und die Zykluszeit verkürzt . Vorteilhaft ist ferner, daß weder ein Kippen des Fangkorbes noch eine spezielle Abstreifemπchtung notwendig ist, um die Grobstoffe vom Grobschmutzfanger zu entfernen.
Auch ein Trog, in welchem sich der Grobschmutzfanger bewegt, ist unnötig. Ein solcher Trog ist erforderlich, wenn - wie m EP 0 598 187 Bl der Fall - die Zinken, die sich am Fangkorb des Grobschmutzfangers befinden, wahrend der Phase des Auffangens und auch wahrend des größten Teils der Ausschwenkbewegung eine nach unten geneigte Stellung aufweisen. Hier ist wahrend der Drehbewegung damit zu rechnen, daß die gefangenen Grobstoffe ungewollt von den Zinken abfallen, wenn nicht durch die Wand des Troges, an der sich die Zinken entlangbewegen, ein Hindernis geschaffen wird. Der Trog stellt ein zusätzliches Bauteil dar, welches dem Verschleiß unterliegt und dessen Auswechseln Kosten verursacht. Im Trog ist zudem eine Absperrvorrichtung notwendig, die wahrend des Zerfaserungsvorgangs geschlossen sein muß, um zu verhindern, daß sich zerfaserbares Material im Trog verfangt, ohne zerfasert zu werden, was nicht erwünscht ist .
In den jeweiligen Unteranspruchen finden sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des in Anspruch 1 angegebenen Verfahrens bzw. der in Anspruch 11 angegebenen Grobschmutzfangervorrichtung .
Ausfuhrungsbeisp ele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung naher erläutert . Es zeigen :
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausfuhrungs- beispiels des erfmdungsgemaßen Grobschmutzfangers in Draufsicht von oben; und
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Ausfuhrungsbei- spiels des erfmdungsgemaßen Grobschmutzfangers in Seitenansicht.
Fig. 1 und 2 zeigen den Grobschmutzfanger zum einen m der zum Auffangen der Grobstoffe im Pulper geeigneten Endstellung bzw. zum anderen in der zum Abwurf dieser Grobstoffe geeigneten Endstellung.
Beim Übergang zwischen den beiden Endstellungen ist die Stellung der Zinken zunächst wenigstens horizontal, eher aber leicht nach oben geneigt. Wahrend der Ausschwenkbewe- gung, die h er nach oben erfolgt, erreichen die Zinken erst dann eine nach unten geneigte Stellung, wenn der Abwurf erfolgen soll. Dieser geschieht dann selbstatig. Solange sich der Fangkorb des Grobschmutzfangers noch über dem Pulper befindet, verhindert die Stellung der Zinken, daß sich Grobstoffe ungewollt vom Grobschmutzfanger losen.
Der gesamte Grobschmutzfanger ist so konstruiert, daß eine maximale Auffangkapazitat erreicht wird. Wegen der mindestens horizontalen, eher etwas nach oben geneigten Stellung der Zinken in der Auffangposition wird ferner eine selektive Entfernung der leichten Grobstoffe ermöglicht, da so ei- ne größere Siebwirkung erzeugt wird und die Zinken sich weiter oben in der Suspension befinden.
Ein bevorzugter Anwendungsfall für den beschriebenen Grob- Schmutzfänger ist die Aufbereitung von Abfällen für eine biologische Verwertung einzelner Bestandteile. Dabei werden die biologisch verwertbaren Bestandteile von den nicht biologisch verwertbaren Bestandteilen getrennt. Denn die biologisch verwertbaren Bestandteile sind leicht zerfaserbar im Vergleich zu den anderen Bestandteilen, die nur schwer oder nicht zerfaserbar sind. Die erzeugte und durch das Lochsieb abgetrennte Suspension, in der die biologisch verwertbaren Bestandteile aufkonzentriert sind, kann dann der biologischen Verwertung zugeführt werden, während die bio- logisch nicht verwertbaren Bestandteile, die nach dem Abzug der Suspension im Pulper verbleiben, d.h. die Grobstoffe, einer anderen angemessenen Verwertungsform zugeleitet werden können.
Anhand dieses bevorzugten Anwendungsbeispiels und anhand einer Ausführungsform des Grobschmutzfängers wird die Er- . findung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen in Figur 1 und 2 im folgenden näher erläutert.
Das Abfallgemisch AF wird in den Pulper 1 eingefüllt, dessen Achse P in der Darstellung senkrecht steht. Es wird ebenfalls Wasser W zugegeben. Durch Drehungen des Rotors (2) wird das Abfall-Wasser-Gemisch in Bewegung versetzt. Es wird eine starke toroidale Strömung erzeugt, die dazu führt, daß die biologisch verwertbaren Bestandteile des Abfallgemisches zerfasert werden. Diese Fasern bilden mit der im Pulper vorhandenen Flüssigkeit eine Suspension, die durch das im unteren Teil des Pulpers befindliche Lochsieb 3 abgezogen wird. Zurück bleiben die nicht biologisch verwertbaren Bestandteile des Abfalls, die durch die Strömungskräfte weitgehend unzerstört bleiben, d.h. die Grobstoffe.
Der Pulper ist mit einem Deckel 4 versehen, um einen Abschluß gegen Geruchsemissionen zu gewährleisten. Dieser Deckel 4 weist eine Öffnung zum Abwurf der Grobstoffe durch den Grobschmutzfänger auf, an die sich geruchsdicht eine Haube 5 für den Grobschmutzfänger anschließt. Möglich ist auch, den Pulperdeckel so zu gestalten, daß er insgesamt beim Abwurf der Grobstoffe geöffnet wird.
Der Pulper wird nach dem Abzug der Suspension S nochmals mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise mit Wasser W, gefüllt. Die schweren Grobstoffe sinken nach unten und können von dort, z.B. über eine Schwerstoffschleuse 6 entnommen werden. Die leichten Grobstoffe, die wegen ihrer Beschaffen- heit in der Flüssigkeit schwimmen, werden durch einen Grobschmutzfänger 7 entfernt.
Dieser Grobschmutzfänger 7 besteht aus einem Trägerarm 8 und einem Fangkorb 9. Der Trägerarm ist am Pulper selbst über eine Aufhängung 10 aufgehängt oder weist eine vom Pulper unabhängige Trägerkonstruktion auf. Er ist an einer Welle drehbar gelagert. Der Schwenkbereich beträgt zwischen 90° und 270°. Am Trägerarm 8 ist der Fangkorb 9 befestigt. Dieser besteht aus einem Rahmen 11, in dem sich ein Rost aus gitterförmig oder parallel angeordneten festen oder variablen Stäben oder Stegen befindet. Senkrecht zum Rahmen oder leicht nach oben geneigt sind Zinken Z angebracht. Diese sind entweder fest oder losbar auf den Stäben oder Stegen befestigt (z.B. geklemmt oder geschraubt), so daß insbesondere ihre Anzahl, ihre Lange und ihre Richtung veränderbar sind, um eine möglichst hohe Effektivität und Va- riabilitat im Hinblick auf die unterschiedlichen Stoffgemische erreichen zu können. Die Form des Tragerarmes ist so gestaltet (gekrümmt und/oder abgewinkelt) , daß die Öffnung, die in den Pulperdeckel zum Abwurf des Grobschmutzes vorgesehen ist, möglichst klein gehalten werden kann. Auch der Rahmen ist so am Tragerarm 8 befestigt, daß er dieser Aufgabe bei maximaler Rechenflache gerecht wird. Zusätzlich ist die Positionierung des Rahmens am Tragerarm so ausgerichtet, daß er eine optimale Fangposition hat, ferner in seiner Bewegung zur Abwurfposition hin oder zurück zwischen der Behalterwand des Pulpers und dem Rotor gut vorbeikommt und der Grobschmutz nicht zu früh abfallt.
Zum Eintauchen in das im Pulper noch befindliche Gemisch aus Grobschmutz und Flüssigkeit fuhrt der Tragerarm des Grobschmutzfangers nun beispielsweise eine Drehbewegung von mindestens 90° und höchstens 270°, vorzugsweise zwischen 150°und 200°, aus. Diese Drehbewegung vollzieht sich um eine Achse A außerhalb des Pulpers am oberen Rand des Zylm- derteils, die zur Horizontalen geneigt ist und zwar vor- zugsweise um 20° b s 40°. Durch diese Drehbewegung taucht der Fangkorb vollständig in die Flüssigkeit ein. In der Auffangposition füllt der Rahmen die Flache zwischen Rotor und der Außenwand des Pulpers möglichst optimal aus und befindet sich vorzugsweise in einer leicht zur Vertikalen und ebenfalls zur Radialen zur Pulperachse geneigten Position. Die am Rahmen befestigten Zinken weisen leicht nach oben. Durch diese Position wird erreicht, daß sich ein möglichst großer Teil der in der Flüssigkeit schwimmenden Grobstoffe beim Durchfluß durch den Fangkorb in diesem verfangt. Der Fangkorb wird dann durch die entgegengesetzte Drehbewegung des Tragerarmes aus dem Pulper herausgehoben. Dabei bewegen sich die Zinken durch die Drehung des Tragerarms zunächst in die Horizontale und mit zunehmender Drehbewegung nach Überschreiten des Pulperrandes nach unten, so daß der Grob- schmutz selbstatig durch die Öffnung im Pulperdeckel und durch die Haube für den Grobschmutzfanger abgeworfen wird. Der Abwurf kann mechanisch dadurch unterstutzt werden, daß der Grobschmutzfanger gegen einen Anschlag bewegt und/oder er kurzfristig ruckartig zuruckbewegt wird. Der Abwurf er- folgt in einen Abwurftrichter 13, der die Grobstoffe in den Eingang einer Entwasserungsemrichtung oder einer Fordereinrichtung leitet. Das System Pulper, Haube für den Grobschmutzfanger, Auffangtπchter und nachgeschaltetes Aggregat kann geruchsdicht gekapselt werden, um an ein Ab- luftsystem angeschlossen zu werden.
Der Grobschmutzfanger weist einen elektrischen oder hydraulischen Antrieb auf. Die Steuerung des Grobschmutzfangers kann teilweise oder ganz automatisiert sein.
Die erzeugte und durch das Lochsieb abgetrennte Suspension, in der die biologisch verwertbaren Bestandteile aufkonzentriert sind, kann der biologischen Verwertung (Vergärung, Kompostierung) zugeführt werden. Die schweren Grobstoffe enthalten weitgehend inerte Materialien (Steine, Keramik,
Glas, Metalle, Knochen) , die anderweitig verwertet oder deponiert werden können. Die mit dem Grobschmutzfanger abge- trennten leichten Grobstoffe setzen sich vor allem aus Kunststoffen, Textilien und Holz zusammen. Wegen der Aufkonzentration von Kunststoffen in dieser Fraktion, ist deren Verwertung möglich. Ansonsten eignen sich die in den leichten Grobstoffen überwiegend vorhandenen sehr heizwertreichen Materialen gut für die Verbrennung. Es ist auch eine weitere Aufbereitung der leichten Grobstoffe vor ihrer Verwertung bzw. ihrer Entsorgung möglich. Dabei kann es sich um eine Entwässerung und/oder Zerkleinerung und/oder Sortierung handeln. Es ist auch eine Trocknung und/oder eine biologische Nachbehandlung denkbar.
Obwohl die vorliegende Erfindung vorstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist sie dar- auf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar .
Insbesondere können die Behälterform und die Form des Rahmens und der Zinken beliebig gewählt werden.

Claims

PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Entfernen von Grobstoffen aus einem Pulper, mit einem Grobschmutzfänger, der von oben in den Pulperbehälter (1) ein- und ausschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein- und Ausschwenkbewegung des Grobschmutzfängers durch eine Drehbewegung um eine Drehachse (A) ausgeführt wird, die zur Ebene, welche zur Achse des Pulperbehälters (2) senkrecht verläuft, geneigt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Drehachse (A) zwischen 20° und 40° beträgt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegung zwischen 90° und 270°, vorzugsweise zwischen 150° und 200°, verläuft.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abwurf des Grobschmutzes mechanisch unterstützt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese Unterstützung dadurch geleistet wird, daß der Grobschmutzfänger gegen einen Anschlag bewegt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß diese Unterstützung durch eine ruckartige rückwärts gerichtete Bewegung des Grobschmutzfängers geschieht .
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsablauf mit konstanten oder variablen Geschwindigkeiten durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsablauf so durchgeführt wird, daß der Grobschmutzfänger im eingeschwenkten Zustand zum Auffangen geeignet ausgerichtet ist und im ausgeschwenkten Zustand zum Abwerfen geeignet ausgerichtet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungseinrichtung nur eine Drehung um die Drehachse
(A) ausführt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grobschmutz in der Abwurfposition in einen Auffangtrichter geworfen wird.
11. Grobschmutzfangervorrichtung zum Entfernen von Grob- Stoffen aus einem Pulper, der von oben in den Pulperbehälter (1) ein- und ausschwenkbar ist, gekennzeichnet durch eine Bewegungseinrichtung, die derart gestaltet ist, daß die Ein- und Ausschwenkbewegung des Grobschmutzfängers durch eine Drehbewegung um eine Drehachse (A) ausgeführt wird, die zur Ebene, welche zur Achse des Pulperbehälters (2) senkrecht verläuft, geneigt ist.
12. Grobschmutzfangervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß er drehbar am Pulper aufgehängt ist.
13. Grobschmutzfangervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß er eine vom Pulper unabhängige Träger- konstruktion besitzt, an der er drehbar aufgehängt ist.
14. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er einen Trägerarm und einen daran anbringbaren Fangkorb aufweist.
15. Grobschmutzfangervorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet daß der Fangkorb einen Rahmen aufweist, in dem sich ein Rost aus gitterförmigen oder parallelen Stä- ben, die variabel oder fest befestigbar sind, befindet.
16. Grobschmutzfangervorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Stäben des Rahmens Zinken angebracht sind.
17. Grobschmutzfangervorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken sich in eingetauchter Position in einer zur zur Achse des Pulperbehälters (2) senkrechten Position oder dazu leicht nach oben geneigten Posi- tion befinden.
18. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken fest auf den Stäben befestigt sind.
19. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken lösbar an Stäben befestigt sind, vorzugsweise geklemmt oder geschraubt sind.
20. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulper einen Deckel mit einer Öffnung zum Abwurf des Grobschmutzes aufweist .
21. Grobschmutzfangervorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den Pulperdeckel eine Haube für den Grobschmutzfänger anschließt.
22. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 21, gekennzeichnet durch einen Auffangtrichter, in den der Grobschmutz abwerfbar ist.
23. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulperdeckel zum Abwurf der Grobstoffe insgesamt öffnungsfähig ist.
24. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerarm des Grobschmutzfängers in der Weise gekrümmt und/oder abgewinkelt ist, daß die im Pulper vorgesehene AbwurfÖffnung mög- liehst klein ist.
25. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 15 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen des Grobschmutzfängers am Trägerarm so befestigt ist, daß er im eingeschwenkten Zustand zum Auffangen geeignet ausgerichtet ist und im ausgeschwenkten Zustand zum Abwerfen geeignet ausgerichtet ist.
26. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der vorange- henden Ansprüche 15 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rahmen des Grobschmutzfängers am Trägerarm so befestigt ist, daß er bei der Drehbewegung an der Pulperbehälterwand des und an dem Rotor vorbeiführbar, so daß die Abwurföff- nung in dem Pulperdeckel möglichst klein ist und er die Fläche zwischen Rotor und Pulperbehälterwand in der Auffangstellung im wesentlichen ausfüllt.
27. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 15 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen des Grobschmutzfängers in der Auffangposition leicht zur Vertikalen und ebenfalls leicht zur Radialen zur Pul- perachse geneigt ist.
28. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 11 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungseinrichtung einen elektrischen, pneumatischen oder hydraulischen Antrieb aufweist, der vorzugsweise mit einem Stirnradgetriebe oder einer Zahnstange kombiniert ist, um die Grobschmutzfangervorrichtung in eine lineare Drehbewegung zu versetzen.
29. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsablauf der Bewegungseinrichtung ganz oder teilweise automatisiert ist.
30. Grobschmutzfangervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß das System aus Pulper samt Pulperdeckel, Haube für den Grobschmutzfänger und Auffangtrichter geruchsdicht abschließbar ist und vorzugsweise an ein Abluftsystem anschließbar ist.
EP99929135A 1998-07-02 1999-06-02 Grobschmutzfängervorrichtung zum herausheben der grobstoffe aus einem pulper und entsrechendes arbeitsverfahren Expired - Lifetime EP1102884B1 (de)

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