Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz des menschlichen Körpers
vor Stößen entsprechend dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Insbesonders beim Paragleiten ist es erforderlich, den Körper eines Menschen vor einem Aufprall
zu schützen. Grundsätzlich ist es zu diesem Zweck möglich, Dämpfungselemente vorzusehen,
die die Aufprallenergie durch Verfonnung eines Festkörpers, etwa aus Schaumstoff,
aufnehmen. Nachteilig ist dabei jedoch einerseits das relativ hohe Gewicht von voluminöseren
Dämpfungskörpern und andererseits die starke Temperaturabhängigkeit des Dämpfungsverhaltens.
Außerdem stört das relativ große Transportvolumen.
In der AT 397 950 B des Anmelders ist eine verbesserte Dämpfungsvorrichtung beschrieben,
bei der der Dämpfungseffekt nicht durch einen Festkörper, wie etwa Schaumstoff, erzeugt
wird, sondern durch ein Luftvolumen, das in der Dämpfungsvorrichtung eingeschlossen ist
und das während eines Aufpralls gesteuert aus dieser entweichen kann. In dieser Dämpfungsvorrichtung
ist ein sehr leichter Schaumstoffkörper angeordnet, der jedoch nur dazu ausgebildet
ist, die Außenhülle der Vorrichtung in ihrem unbelasteten Zustand aufgespannt zu halten.
Da der Schaumstoffkörper selbst nur unwesentlich zu der Dämpfungswirkung beiträgt, stellt
dabei auch die Temperaturabhängigkeit kein Problem dar. Auf diese Weise konnten erhebliche
Verbesserungen gegenüber den zuvor bekannten Dämpfungsvorrichtungen erzielt werden.
Aus der FR 2 676 178 A ist eine Schutzvorrichtung bekannt, bei der Schaumstoffkörper vorgesehen
sind, um Stöße zu dämpfen. Dabei treten die oben beschriebenen Nachteile auf.
Die EP 0 836 811 A zeigt ein Körperschutzelement, das eine Formkörperfüllung aus einzelnen
relativ zueinander beweglichen Formkörpern aufweist. Die Dämpfungswirkung einer solchen
Vorrichtung hängt jedoch sehr stark von der geometrischen Anordnung der Formkörper
im Zeitpunkt des Aufpralls ab, und ist daher nicht in ausreichender Weise reproduzierbar.
Wenn durch eine solche Dämpfungsvorrichtung ein Körperbereich geschützt werden soll,
dessen Abmessungen wesentlich über die Dicke der Dämpfungsvorrichtung hinausgehen, so
muß diese Vorrichtung in eine Mehrzahl von Kammern unterteilt werden, da sonst die Gefahr
besteht, daß ein Hindernis mit kleinen Abmessungen ungebremst durch die Vorrichtung
durchstößt, da die Luft in andere Bereiche ausweichen kann, in denen kein Hindernis vorliegt.
Es ist daher bekannt, zum großräumigeren Schutz von Personen entweder mehrere kleinere
Dämpfungskissen, etwa in einem Gurtzeug für Paragleiter anzuordnen oder ein großes Kissen
durch Zwischenwände in mehrere Kammern zu unterteilen.
Weiters ist aus der WO 92/04210 ein Dämpfungssystem für die Verwendung in Fahrzeugtüren
bekannt, das aus einer Vielzahl von im wescntlichen quaderförmigen Zellen besteht. Auch
bei dieser Lösung wird die Dämpfungswirkung durch die aus den Zellen ausströmende Luft
erzielt.
Bei den oben beschriebenen Lösungen besteht der Nachteil, daß die Dämpfungswirkung dann
geringer ist, wenn ein Hindernis genau im Grenzbereich zwischen zwei benachbarten Kammern
oder zwischen zwei benachbarten Kissen auftrifft. Ein weiterer Nachteil besteht darin,
daß sich am Beginn der Verfonnung durch einen eindringenden Gegenstand zunächst die im
wesentlichen ebenen Seitenwände der entsprechenden Kammer ausgebeult werden. Da dies
im allgemeinen ohne nennenswerte Krafteinwirkung möglich ist, wird dem Hindernis zunächst
ein relativ geringer Widerstand entgegengesetzt. Erst nachdem die Möglichkeit der
Ausbeulung der entsprechenden Kammer ausgeschöpft ist, steigt der Druck innerhalb der
Kammer so weit an, daß die eigentliche Dämpfungswirkung einsetzt.
Da die Gesamtdicke der Vorrichtung aus einer Vielzahl von Gründen beschränkt ist, kann die
Belastung der Versuchsperson nur dann möglichst gering gehalten werden, wenn über die
gesamte Dicke der Dämpfungsvorrichtung eine möglichst gleichmäßige Kraft aufgebaut werden
kann. Außerdem soll die Dämpfungswirkung möglichst unabhängig von dem Ort des
Auftreffens des Hindernisses sein.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben beschriebenen Vorrichtungen so weiterzubilden,
daß unter vergleichbaren Umständen die Belastung der Person durch einen Stoß
möglichst gering gehalten werden kann. Umgekehrt soll bei einer vorgegebenen Güte des
Schutzes die Dicke der Dämpfungsvorrichtung möglichst gering sein.
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils
von Patentanspruch 1 gelöst.
Als konvex im Sinne der vorliegenden Erfindung wird verstanden, daß die jeweilige Kammer
in unbelastetem Zustand ballig ist, d. h. weder einspringende Bereiche, noch ebene Oberflächenbereiche
in nennswertem Umfang aufweist. In einer bevorzugten Ausführungsvariante
der Erfindung sind die konvexen Kammern etwa zylindrisch ausgebildet und besitzen an ihren
Enden nach außen gerichtete gerundete Kappen. Alternativ dazu können die konvexen Kammern
im wesentlichen kugelförmig oder drehelliptisch ausgebildet sein. Um die Herstellung
zu vereinfachen, können die zylindrisch ausgebildeten Kammern am Ende auch abgeflacht
etwa in der Form einer Tube abgeschlossen sein.
Wesentlich an der vorliegenden Erfindung ist, daß die konvexen Kammern eine Form aufweisen,
die auch bei einer nicht vollflächigen Belastung einem eindringenden Gegenstand bereits
von Anfang an einen nennenswerten Widerstand entgegensetzt. Diese Wirkung wird bei der
Erfindung dadurch erreicht, daß weitgehend vermieden wird, daß sich in einem solchen Fall
die Vorrichtung lokal ohne nennenswerten Widerstand zusammendrücken läßt, weil sich die
Seitenwände der betreffenden Kammer nach außen beulen.
Die Untersuchung von Unfällen und die medizinische Forschung hat ergeben, daß der
menschliche Körper eine stoßartige Belastung üblicherweise dann ertragen kann, wenn die
entsprechenden Beschleunigungswerte nicht größer als 20g sind. g ist dabei die Erdbeschleunigung
(9,81 m/s2). Die durchschnittliche Beschleunigung, die bei einem Aufprall einwirkt,
ergibt sich rein rechnerisch aus der Aufprallgeschwindigkeit und dem zur Verfügung stehenden
Bremsweg. Es ist offensichtlich, daß die maximal auftretende Beschleunigung unter sonst
gleichen Verhältnissen dadurch verringcrt werden kann, daß über den gesamten Bremsweg
eine möglichst gleichmäßige Beschleunigung erreicht wird. Insbesonders ist es wichtig, bereits
am Anfang des Aufpralls entsprechende Beschleunigungswerte aufzubauen. Wenn einer
eindringenden Kraft am Anfang des Aufpralls zu wenig Widerstand entgegengesetzt wird,
dann muß dies in der späteren Phase des Aufpralls durch entsprechend größere Beschleunigungswerte
kompensiert werden, was die Personen entsprechend stärker belastet.
Eine besonders gleichmäßige Dämpfungswirkung nach allen Richtungen wird vorzugsweise
dadurch erreicht, daß die mindestens eine konvexe Kammer vollständig mit Schaumstoff ausgefüllt
ist. Es ist jedoch möglich, den Schaumstoffkörper mit Ausnehmungen zu versehen, um
die Luftverteilung zu begünstigen.
Um auch einen Schutz gegenüber Hindernissen mit kleinen Abmessungen, wie etwa gegen
spitze Steine erreichen zu können, und um eine Druckverteilung über einen größeren Bereich
sicherstellen zu können, kann weiters vorgesehen sein, daß in einem vorbestimmten Bereich
der Außenhülle eine an sich bekannte Druckverteilungsplatte oder Prallplatte vorgesehen ist,
die mindestens eine der konvexen Kammern überdeckt. Grundsätzlich kann eine solche Prallplatte
sowohl biegesteif als auch elastisch ausgebildet sein. In einer Variante kann die Prallplatte
etwa die Form eines Schuppenpanzers aufweisen.
Ein besonderer Komfort wird dadurch erreicht, daß an der dem Körper zugewandten Seite der
Außenhülle eine an sich bekannte der Körperform angepaßte Sitzschale vorgesehen ist, und
daß zwischen der Außenhülle und der Sitzschale inkompressible Distanzelemente befestigt
sind. Die Distanzelemente können je nach Konstruktioin entweder an der Sitzschale oder an
der Außenhülle befestigt sein.
In einer besonders begünstigten Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen,
daß eine Mehrzahl von konvexen Kammern vorgesehen ist, die einander in unbelastetem
Zustand berühren und daß die luftgefüllten Zwischenräume zwischen den konvexen Kammern
und der Außenhülle frei von Schaumstoffkörpern sind. In einem solchen Fall tragen die Zwischenräume
ebenfalls zur Dämpfungswirkung bei, da auch sie mit einem Luftvolumen gefüllt
sind, das geeignet ist, einen Aufprall zu dämpfen, sie brauchen jedoch nicht durch eigene
Schaumstoffkörper aufgespannt zu werden, da dies durch die umgebenden konvexen Kammern
erfolgt. Jedenfalls sollten auch die Zwischenräume entlüftbar sein.
In einer Variante der vorliegenden Erfindung ist es möglich, daß die konvexen Kammern
Luftdurchtrittsöffnungen besitzen, die sich in benachbarte Kammern öffnen. Auf diese Weise
wird erreicht, daß bei einem Aufprall im Bereich einer der konvexen Kammern die Luft zunächst
aus dieser Kammer in die umgebenden Räume ausströmen muß. Dadurch wird neben
der eigentlichen Dämpfungswirkung im Bereich der betreffenden konvexen Kammer auch
erreicht, daß die umgebenden Abschnitte der Vorrichtung mit einem höheren Druck beaufschlagt
werden, so daß sie für die weitere Ausbreitung des Aufpralls besser vorbereitet sind.
Wenn eine konvexe Kammer in einem Randabschnitt der Vorrichtung ausgebildet ist, kann
vorzugsweise vorgesehen sein, daß ein Wandabschnitt mindestens einer konvexen Kammer
gleichzeitig einen Teil der Außenhülle darstellt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Außenhülle abgewinkelt ausgebildet ist und daß eine
konvexe Kammer jeweils im Bereich des Scheitels dieses Winkels angeordnet ist. Die Eckbereiche
waren bei bisherigen Dämpfungsvorrichtungen besonders kritisch im Hinblick auf das
Eindringen von Hindernissen.
In der Folge wird die vorliegcnde Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen unterschiedliche Ausführungsvarianten
der vorliegenden Erfindung jeweils im Schnitt.
Bei der Ausführungsvariante von Fig. 1 ist eine Außenhülle 1 vorgesehen, die die gesamte
Vorrichtung dicht umschließt. Innerhalb der Außenhülle 1 sind drei konvexe Kammern 2a, 2b,
2c vorgesehen, die in sich ebenfalls als geschlossene Körper ausgebildet sind. Über nur angedeutete
Nähte 3 sind die konvexen Kammern 2a, 2b, 2c mit der Außenhülle 1 verbunden. Es
ist alternativ auch möglich, die notwendigen Verbindungen durch Verkleben, Verschweißen
o. dgl. zu realisieren. In ihrem Inneren sind die konvexen Kammern 2a, 2b, 2c vollständig mit
Schaumstoffkörpern 4a, 4b, 4c aus einem leichten offenporigen Material ausgefüllt. Die
Dichte des Materials ist so gewählt, daß die Spannkraft gerade ausreicht, die Kammern 2a, 2b,
2c in unbelastetem Zustand in ihrer völlig geöffneten Form aufgespannt zu halten. Um diese
Spannkraft zu erreichen, kann der jeweilige Schaumstoffkörper 4a, 4b, 4c etwas größer ausgebildet
sein als die zugehörige Kammer 2a, 2b, 2c. Der Querschnitt dieser Kammern 2a, 2b,
2c ist dann im wesentlichen kreisförmig. Je nach der Breite der Vorrichtung können die
Kammern 2a, 2b, 2c in ihrem mittleren Abschnitt die Form eines Zylinders aufweisen, dessen
Achse rechtwinkelig zur Zeichenebene der Fig. 1 ist. An ihren beiden Enden sind die Kammern
2a, 2b, 2c jedenfalls im wesentlichen sphärisch ausgebildet.
Auch der Raum zwischen den Kammern 2a, 2b, 2c ist mit Schaumstoffkörpern 5a, 5b ausgefüllt.
Dadurch wird auch zwischen diesen Kammern 2a, 2b, 2c die gewünschte Form gewährleistet.
Sowohl das Material der Außenhülle 1, als auch das Material, aus dem die konvexen
Kammern 2a, 2b, 2c hergestellt sind, ist in einem vorbestimmten Ausmaß luftdurchlässig.
Diese Luftdurchlässigkeit kann entweder dadurch erreicht werden, daß das Material selbst
luftdurchlässig ist, oder dadurch, daß ein luftdurchlässiges Material mit Löchern von vorbestimmten
Abmessungen versehen ist. Wenn durch eine stoßartig wirkende Kraft versucht
wird, die Kammern zusammenzudrücken, wird zunächst das darin enthaltene Luftvolumen
komprimiert und danach in gesteuerter Weise durch das Material hindurch austreten. Auf diese
Weise wird die Stoßkraft gedämpft und in dieser gedämpften Form an eine Person weitergegeben,
welche die Vorrichtung benützt. Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung ist etwa
als Schutz für den Gesäß- und Rückenbereich eines Paragleiters konzipiert. An der Unterseite
der Vorrichtung ist eine Prallplatte 6 vorgesehen, die dazu dient, die Vorrichtung vor dem
Eindringen kleiner Hindernisse, wie etwa spitzer Steine, zu schützen. Die Vorderkante 6a der
Prallplatte 6 ist aufgebogen, um etwa bei einer Landung mit Rückenwind ein Abgleiten auf
ebenem Untergrund zu ermöglichen, wie dies etwa bei einem Schlitten der Fall ist. An der
gegenüberliegenden Seite ist eine Sitzschale 16 vorgesehen, die der Körperform angepaßt ist.
Wenn nun eine Kraft in der Richtung des Pfeils F1 stoßartig auf die Vorrichtung einwirkt,
dann verteilt die Prallplatte 6 die Kraft auf die konvexen Kammern 2a, 2b und den dazwischenliegenden
Abschnitt, die sich wiederum an der Sitzschale 16 abstützen. Dieser Bereich
der Vorrichtung bildet dann gleichsam eine einzelne Kammer, die durch die Kraft F1 unter
Druck gesetzt wird. Da diese Kammer ausschließlich konvex nach außen gekrümmte Außenflächen
aufweist, gibt es bei gleichbleibendem Innenvolumen keine Möglichkeit, die Dicke
dieser Kammer deutlich zu verringern, wie dies etwa der Fall wäre, wenn die Kammer ebene
Begrenzungswände aufwiese. Daher wird der Kraft F1 von Anfang an Widerstand entgegengesetzt,
und es steht die gesamte Dicke D der Vorrichtung zur Verfügung, um den Aufprall zu
dämpfen.
Wenn der Aufprall in der Richtung des Pfeils F2 erfolgt, dann erfolgt die Dämpfung im wesentlichen
durch die Kammer 2c. Auch hier ist durch die konvexe Form dieser Kammer gewährleistet,
daß der einwirkenden Kraft bereits von Anfang an Widerstand entgegengesetzt
wird. Eine weitere vorteilhafte Wirkung ergibt sich aufgrund der Tatsache, daß die Kammer
2c vollständig innerhalb der Außenhülle 1 angeordnet ist, so daß der Austritt der Luft aus der
Kammer 2c zunächst in das Innere der Außenhülle 1 hin erfolgt. Auf diese Weise wird in dem
Ausmaß, in dem die Kammer 2c zusammengedrückt wird, der übrige Teil der Vorrichtung
durch einen inneren Überdruck vorgespannt. Da sich im Zuge eines Aufpralls der betroffene
Bereich üblicherweise ausdehnt, stehen in den benachbarten Bereichen dann größere Dämpfungskräfte
zur Verfügung, die ein Durchschlagen des Hindernisses besser verhindern.
Wenn es für die rechnerisch notwendige oder am Prüfstand ermittelte Luftdurchlässigkeitsrate
erforderlich ist, können die verschiedenen Nähte, mit denen die Außenhülle 1 zusammengenäht
ist, luftdurchlässig ausgeführt sein. Ansonsten werden diese Nähte luftundurchlässig ausgerüstet.
Weiters ist es möglich, Öffnungen mit vorbestimmten Abmessungen vorzusehen, um
den Luftaustritt zu steuern.
Bei der Ausführungsvariante von Fig. 2 sind mehrere konvexe Kammern 2d, 2e, 2f, 2g und 2h
innerhalb der Außenhülle 1 so angeordnet, daß sie die jeweils benachbarten Kammern berühren.
Wie bei der Ausführungsvariante von Fig. 1 sind die Kammern 2d bis 2h mit Schaumstoffkörpern
4d bis 4h gefüllt, um sie aufzuspannen. Da durch diese Kammern 2d bis 2h die
äußere Form der Vorrichtung im wesentlichen vorgegeben ist, ist es nicht notwendig, den
Zwischenraum zwischen diesen Kammern ebenfalls mit Schaumstoff zu füllen. Wesentlich
dabei sind die Kammern 2e und 2g, die jeweils am Scheitel der winkelförmigen Ausbildung
der Vorrichtung angeordnet sind. Auf diese Weise kann eine Kraft, die in der Richtung des
Pfeils F3 schräg einwirkt, in besonders vorteilhafter Weise aufgenommen werden. Eine solche
Kraft kann mit herkömmlichen Vorrichtungen nur in äußerst unbefriedigender Weise gedämpft
werden.
Die Ausführungsvariante der Fig. 2 unterscheidet sich von der Ausführungsvariante der Fig. 1
dadurch, daß die Außenhülle 1 mit den Kammern 2d bis 2h verklebt ist und daß die entsprechenden
Außenabschnitte der Kammern 2d bis 2h gleichzeitig die Außenhülle 1 darstellen.
Bei der Ausführungsvariante von Fig. 3 ist eine Sitzschale 16 als Sitz für eine Person ausgebildet.
Unterhalb der Sitzschale 16 ist mittig eine Kammer 2j in einer Außenhülle 1 vorgesehen.
Zwischen der Sitzschale 16 und der Außenhülle 1 sind keilförmige Distanzelemente 7a,
7b vorgesehen, um bei einem schrägen Aufprall eine Verfonnung der Außenhülle 1 zu verhindern,
die zu einer Verringerung des Dämpfungsweges führen könnte. Bei einem solchen
schrägen Aufprall bildet eine der beiden benachbarten Kammern 12a, 12b mit der mittleren
Kammer 2j einen im wesentlichen konvexen Bereich, der auch in diesem Fall eine gute
Schutzwirkung gewährleistet.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, die physikalisch vorgegebenen Randbedingungen
zur Dämpfung von Stößen auf menschliche Körper soweit als möglich auszunützen und die
Sicherheit in einer Vielzahl von Unfallsszenarien beträchtlich zu erhöhen.