Die Erfindung betriffl eine Randbearbeitungsvorrichtung zum Bearbeiten von
Rändern an plattenförmigen Elementen mit wenigstens einem an einer
Bearbeitungsstation stationär gehaltenen Bearbeitungswerkzeug zum
Bearbeiten des Randes, insbesondere einer Schleifeinrichtung zum Schleifen
eines Randbereiches des zu bearbeitenden plattenförmigen Elementes,
und mit einer Transporteinrichtung, mittels welcher das zu bearbeitende
plattenförmige Element mit seinem zu bearbeitenden Rand zum Bearbeiten
desselben an dem Bearbeitungswerkzeug vorbei bewegbar ist.
Eine solche Randbearbeitungsvorrichtung wird dazu verwendet, die Ränder
plattenförmiger Elemente, wie z.B. Kunststeinplatten, plattenförmiger
Betonförmlinge oder anderer hochwertiger z.B. in Bau-, Landschafts-, Grab-,
Innen- oder Außengestaltung einsetzbarer, insbesondere in höheren
Stückzahlen produzierter Platten, in die gewünschte Form zu bringen, d.h.
z.B. Fasen anzuschleifen.
Randbearbeitungsvorrichtung der eingangs erwähnten Art sind bereits in
Form von Fasenschleifmaschinen bekannt, bei denen die Platten oder
plattenförmigen Elemente über federnde Fördereinrichtungen in Form von
Keilriemenförderem an Schleifeinrichtungen zum Schleifen von Fasen an
den Rändern der plattenförmigen Elemente vorbei gefördert werden. Die
Keilriemenförderer sind auf einer Seite mittels federvorgespannter Rollen
beaufschlagt, wodurch die Platten federnd an die Schleifeinrichtungen
gedrückt werden. Dadurch sind Ungenauigkeiten an den Fasen nicht immer
vermeidbar.
Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, eine Randbearbeitungsvorrichtung
der eingangs erwähnten Art derart zu verbessern, daß eine genauere
Bearbeitung möglich ist.
Zum Lösen dieser Aufgabe ist eine Randbearbeitungsvorrichtung der
eingangs erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, daß die
Transporteinrichtung eine längs zur Randbearbeitungsvorrichtung positionsgenau
linear verschiebbare Linearfördereinheit mit wenigstens einer Plattenaufnahmeeinrichtung
umfaßt, wobei die Plattenaufnahmeeinrichtung zum
spielfreien positionsgenauem Aufnehmen und Festhalten des der Randbearbeitungsvorrichtung
zugeführten zu bearbeitenden plattenförmigen
Elements geeignet ist und mit der Linearfördereinheit relativ zu dem
Bearbeitungswerkzeug spielfrei an dem selben vorbeifahrbar ist.
Es wird damit eine Randbearbeitungsvorrichtung vorgeschlagen, die eine
absolut spielfreie Bewegung der zu bearbeitenden plattenförmigen Elemente
während des zur Bearbeitung erforderlichen Transports derselben an dem
wenigstens einen Bearbeitungswerkzeug vorbei gewährleistet. Es werden
keine federnden Elemente verwendet. Die plattenförmigen Elemente werden
mittels Linearförderer an feststehenden Werkzeugen und damit sehr genau
und ohne federnde Andrückelemente entlang geführt. Damit ist mit der
erfindungsgemäßen Randbearbeitungsvorrichtung nicht nur ein Schleifen
von Fasen möglich, es können die Kanten oder Stirnseiten auch auf Maß in
Ebenen senkrecht zur Sichtfläche geschliffen werden und somit
plattenförmige Elemente mit kalibrierten Rändern hergestellt werden. Die
Linearfördereinheit wird linear in der axialen Richtung genau geführt,
wodurch die spielfreie Relativbewegung zwischen Platte und Werkzeug
gewährleistet wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bilden die Gegenstände der
Unteransprüche.
So wird eine positionsgenaue Aufnahme der plattenförmigen Elemente in der
wenigstens einen Plattenaufnahmeeinrichtung an der Linearfördereinheit mit
Hilfe dessen erreicht, daß die wenigstens eine Plattenaufnahmeeinrichtung
eine Plattenaufnahme mit wenigstens einem Anschlagelement, insbesondere
in Form einer gummierten Anschlagleiste, aufweist, an dem das zu
bearbeitende plattenförmige Element anschlagend positioniert festhaltbar ist.
Die Anschlagleiste hält also das zu bearbeitende plattenförmige Element
während der Bearbeitung in fest vorbestimmter Position relativ zu der
Linearfördereinheit.
Eine einfach zu realisierende vollautomatisch gestaltbare Ausgestaltung der
Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die wenigstens eine Plattenaufnahmeeinrichtung
zum Aufnehmen und Festhalten des zu bearbeitenden
plattenförmigen Elements eine Saugbefestigungseinrichtung, insbesondere
in Form einer Vakuumsaugplatte, umfaßt, mittels der das zu bearbeitende
plattenförmige Element frei zugänglich bezüglich des zu bearbeitenden
Randes hängend an der Plattenaufnahmeeinrichtung arretierbar und an dem
Bearbeitungswerkzeug vorbeileitbar ist. Durch die hängende Befestigung
sind die Ränder einfach in beliebiger Weise bearbeitbar, d.h. es können nicht
nur die oberen Kanten bearbeitet werden wie bei der Fasenschleifmaschnine
nach dem Stand der Technik, sondern es ist eine beliebige Bearbeitung des
gesamten Rand- oder Stirnseitenbereichs möglich. Demgemäß sind
Kalibrierungen, Rundschleifen, Fasenschleifen an den oberen und unteren
Kanten usw. durchführbar. Zum Beispiel ist dabei die Plattenaufnahmeeinrichtung
durch die Plattenaufnahme mit einer Anschlagleiste und einer
Vakuumsaugplatte gebildet, die das plattenförmige Element an der
Anschlagleiste hält.
Um einen vollautomatischen Betrieb mit insbesondere hohen Durchsätzen
an plattenförmigen Elementen zu ermöglichen, ist die Erfindung bevorzugt in
der Art weitergebildet, daß die Transporteinrichtung weiter eine insbesondere
unterhalb der Linearfördereinheit angeordnete Zu- und/oder
Abführeinrichtung, vorzugsweise in Form einer oder mehrerer sich,
insbesondere in einer Längsrichtung, in die Randbearbeitungsvorrichtung
hinein und/oder aus dieser heraus erstreckenden Transportbahn, zum Zu-
und/oder Abführen der plattenförmigen Elemente in die bzw. aus der
Randbearbeitungsvorrichtung aufweist. Die Transportbahn kann aus einem
oder mehreren Bandförderem gebildet sein.
Weiter bevorzugt ist die erfindungsgemäße Randbearbeitungsvorrichtung
gekennzeichnet durch eine Plattenaufnahmestation, an der das der
Randbearbeitungsvorrichtung zugeführte zu bearbeitende plattenförmige
Element der Plattenaufnahmeeinrichtung oder einer der Plattenaufnahmeeinrichtungen
positionsgenau zuführbar ist, und/oder durch eine Plattenabgabestation,
an der das bearbeitete plattenförmige Element von der
Plattenaufnahmeeinrichtung oder einer der Plattenaufnahmeeinrichtungen
zum Abtransport aus der Randbearbeitungsvorrichtung hinaus in Empfang
nehmbar ist.
Um eine reibungslose Übergabe der plattenförmigen Elemente am vorderen
Ende der erfindungsgemäßen Randbearbeitungsvorrichtung von dem
Transportband oder dergleichen Zuführeinrichtung zu der wenigstens einen
Plattenaufnahmeeinrichtung an der Linearfördereinheit hin zu gewährleisten,
ist eine weiter bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung gekennzeichnet
durch eine an der Plattenaufnahmestation angeordnete, vorzugsweise
pneumatisch betägte, Hubeinheit zum Abheben des zu bearbeitenden
plattenförmigen Elements von der Zuführeinrichtung und Positionieren
und/oder Zentrieren derselben in der Art, daß das angehobene plattenförmige
Element von der Plattenaufnahmeeinrichtung oder einer der
Plattenaufnahmeeinrichtungen, die zu diesem Zwecke mittels der Linearfördereinheit
in die Plattenaufnahmestation fahrbar ist, positionsgenau
übernehmbar ist. Während des Zuführens der Platte oder dergleichen
plattenförmigen Elements zu der Linearfördereinheit wird die Platte also
durch die Hubeinrichtung genau positioniert und vorzugsweise mechanisch
zentriert. Dies kann z.B. durch eine entsprechend ausgebildete Greiferanordnung
erfolgen. Übrigens ist bei entsprechend genauem Positionieren und
entsprechend stark ausgebildeter Vakuumsaugeinrichtung das Anschlagelement
nicht unbedingt erforderlich.
Weiter bevorzugt ist eine an der Plattenabgabestation angeordnete,
vorzugsweise pneumatisch betätigte, Senkeinheit zum Übernehmen des
bearbeiteten plattenförmigen Elements von der oder - bei mehreren
Plattenaufnahmeeinrichtungen - einer im Zuge der Bearbeitung oder nach
derselben mittels der Linearfördereinheit in die Plattenabgabestation
fahrbaren Plattenaufnahmeeinrichtung und Absenken desselben auf die
Abführeinrichtung vorgesehen.
Im Gegensatz zu umlaufenden Fördereinrichtungen zeichnet sich die
Linearfördereinheit bei einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
dadurch aus, daß die wenigstens eine Plattenaufnahmeeinrichtung oder
zumindest die Saugbefestigungseinrichtung derselben mittels der Linearfördereinheit
linear in der Längsrichtung um einen bestimmten Abstand hinund
her fahrbar ist und vorzugsweise zum Aufnehmen und Abgeben eines
plattenförmigen Elements aus einer Bearbeitungshöhe heraus absenkbar
und wieder anhebbar ist. Beispielsweise könnte die Linearfördereinrichtung
ein linear in der Längsrichtung hin- und herfahrbares Brückenelement
aufweisen, an der die wenigstens eine Plattenaufnahmeeinrichtung befestigt
ist. Dabei könnte die Plattenaufnahmeeinrichtung mittels einer Heb- und
Senkeinrichtung zum Heben und Senken des gesamten Brückenelementes
zum Aufnehmen und Abgeben eines plattenförmigen Elements aus der
Bearbeitungshöhe, in welcher die Plattenaufnahmeeinrichtung(en) während
der Bearbeitung an dem wenigstens einen Werkzeug entlang verfahren
werden, heraus in eine Übergabeposition hinab absenkbar sein.
Andererseits könnten einzelne Plattenaufnameeinrichtungen jeweils durch
eigenen Antrieb z.B. an Schienen geführt vorgesehen und derart gesteuert
sein, daß sie um den bestimmten Abstand hin- und herfahrbar sind. In
diesem Fall ist jede Plattenaufnahmeeinrichtung mit einer eigenen Hub- und
Senkeinheit zum Anheben und Absenken des angesaugten oder sonstwie
festgehaltenen plattenförmigen Elements versehen.
Um unter Winkel zueinander verlaufende unterschiedliche Randbereiche der
plattenförmigen Elemente in einem Durchsatz durch die Randbearbeitungsvorrichtung
bearbeiten zu können, ist eine erfindungsgemäße
Randbearbeitungsvorrichtung in weiter bevorzugter Ausgestaltung
gekennzeichnet durch mehrere Bearbeitungsstationen, an denen jeweils
wenigstens ein Bearbeitungswerkzeug stationär angeordnet ist, wobei
zwischen jeweils zwei der Bearbeitungsstationen eine Zwischenstation mit
einer Dreheinrichtung zum Drehen der bearbeitenden Platte in der Art, daß
in den nacheinanderfolgenden Bearbeitungsstationen verschiedene Ränder
bearbeitbar sind, angeordnet ist. Je nach Anzahl der hintereinanderliegenden
Bearbeitungsstationen können auf diese Weise plattenförmige
Elemente mit in Draufsicht dreieckiger, quadratischer oder rechteckiger,
parallelogramm- oder trapezartiger, fünf- oder mehreckiger Form, mit drei,
vier, fünf oder mehr Seiten in einem Durchgang an all ihren Rändern
nacheinander bearbeitet werden. Dazu werden sie zunächst von der
wenigstens einen Plattenaufnahmeeinrichtung aufgenommen und mit ihrer
ersten zu bearbeitenden Randseite an einem ersten Bearbeitungswerkzeug
(oder gegebenenfalls mit ihren ersten beiden einander gegenüberliegenden,
parallelen Randseiten an den ersten beiden, einander in der ersten
Bearbeitungsstation gegenüberliegenden Bearbeitungswerkzeugen) entlang
geführt und anschließend der Dreheinrichtung übergeben. Dort werden sie
exakt so ausgerichtet, daß ihre nächste Randseite (nächsten parallelen
gegenüberliegenden Randseiten) in der nächsten Bearbeitungsstation
bearbeitbar sind, und in dieser Ausrichtung von der oder einer weiteren
Plattenaufnahmeeinrichtung der Linearfördereinheit wieder aufgenommen
und der Bearbeitung in der nächsten Bearbeitungsstation zugeführt und
anschließend zur Abführung aus der Randbearbeitungsvorrichtung auf der
Abführeinrichtung oder zur Bearbeitung weiterer Ränder auf einer weiteren
Dreheinrichtung abgelegt, usw.
Ein besonders hoher Durchsatz an plattenförmigen Elementen durch die
erfindungsgemäße Randbearbeitungsvorrichtung ist in weiter bevorzugter
Ausgestaltung dadurch erreichbar, daß die Linearfördereinheit mit
wenigstens zwei Plattenaufnahmeeinrichtungen, vorzugsweise mit einer der
Menge von Bearbeitungsstationen entsprechenden Anzahl von Plattenaufnahmeeinrichtungen,
versehen ist. Die Übergabe des plattenförmigen
Elements zwischen benachbarten Plattenaufnahmeeinrichtungen erfolgt
dann bevorzugt durch Ablegen des Elements durch die vorausgehende
Plattenaufnahmeeinrichtung an einer Zwischenstation und Aufnahme des
Elements durch die nachfolgende. Vorteilhaft, weil einfach in Steuerung und
Handhabung, ist, wenn dabei jeweils aufeinanderfolgende Übergabestationen,
an denen eine Aufnahme oder Abgabe eines plattenförmigen
Elementes durch die Plattenaufnahmeeinrichtungen erfolgt, einen Abstand
zueinander aufweisen, der gleich einem Abstand ist, der zwischen den
jeweils aufeinanderfolgenden Plattenaufnahmeeinrichtungen - z.B. mittels
der oben erwähnten Brücke oder mittels entsprechender Steuerung -
aufrechterhalten wird, so daß das Übergeben plattenförmiger Elemente an
benachbarten Stationen jeweils gleichzeitig erfolgen kann. In weiter
bevorzugter Ausführung entspricht dieser stets gleiche Abstand zwischen
den Übergabestationen dem oben erwähnten, mit dem die Plattenaufnahmeeinrichtungen
hin- und her verfahrbar sind. Als Übergabestation ist
dabei neben der Plattenaufnahmestation am vorderen Ende der
Randbearbeitungsvorrichtung und der Plattenabgabestation am hinteren
Ende der Randbearbeitungsvorrichtung jede Zwischenstation zu verstehen,
an der ein plattenförmiges Element zum Drehen vorübergehend abgelegt
wird. Während das Element gedreht wird, fährt die Linearfördereinheit mit
angehobenen Plattenaufnahmeeinrichtungen zurück in die Ausgangsposition
und senkt letztere dort zur Aufnahme der plattenförmigen Elemente ab. Das
gedrehte Element wird dann durch die in Bearbeitungsrichtung hintere
Plattenaufnahmeeinrichtung aufgenommen und zur Weiterbearbeitung
geführt, während die in Bearbeitungsrichtung vordere Plattenaufnahmeeinrichtung
bereits wieder eine neue Platte oder dergleichen aufnimmt.
Die Dreheinrichtung weist bevorzugt einen horizontalen Drehteller auf, auf
dem das zu bearbeitende plattenförmige Element von der Plattenaufnahmeeinrichtung
nach einem vorhergenden Randbearbeitungsvorgang ablegbar
ist, zum Bearbeiten eines weiteren Randes oder von weiteren Rändern um
einen entsprechenden, vorzugsweise wählbar voreinstellbaren, Winkel in der
horizontalen Ebene drehbar und von dem es anschließend durch die oder
eine weitere, nachfolgende Plattenaufnahmeeinrichtung wieder positionsgenau
aufnehmbar ist. Soll also z.B. eine quadratische oder
rechteckige Platte an jedem Rand angefast werden, so dreht der Drehteller
die Platte um 90°. Hat die Platte die Form eines gleichseitigen Dreiecks, so
drehen sich die Platten zweier hintereinander angeordneter Zwischenstationen
jeweils um 60° usw.
Schließlich weist die Randbearbeitungsvorrichtung weiter bevorzugt
wenigstens eine automatisch und/oder per Hand betätigbare Werkzeugverstelleinrichtung
für das wenigstens eine Bearbeitungswerkzeug zum
Einstellen desselben in der Neigung und/oder der Position in Richtung quer
zur Bearbeitungseinrichtung auf. Damit wird der ohnehin bei der
erfindungsgemäßen Randbearbeitungsvorrichtung gegebene minimale
Verstellaufwand bei einem Wechsel des Formats der zu bearbeitenden
plattenförmigen Elemente weiter reduziert.
Eine erfindungsgemäße Randbearbeitungsvorrichtung ist für den
vollautomatischen Betrieb einrichtbar. Sie kann der Geschwindigkeit der
Schleifanlage z.B. durch stufenlose Regelung der Durchlaufgeschwindigkeit
angepaßt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der beigefügten
Zeichnungen im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer ersten
Ausführungsform einer Vorrichtung zum
Bearbeiten von Rändern an plattenförmigen
Elementen;
- Figur 2
- einen Schnitt entlang der Linie A'-A' von
Figur 1;
- Figur 3
- einen Schnitt entlang der Linie B-B von
Figur 1;
- Figur 4
- einen Schnitt entlang der Linie C-C von
Figur 1;
- Figur 5
- einen Schnitt entlang der Linie D-D von
Figur 1;
- Figur 6
- einen Schnitt entlang der Linie E-E von
Figur 1;
- Figur 7
- eine Draufsicht auf ein zu bearbeitendes
plattenförmiges Element;
- Figur 8
- eine zweite Ausführungsform in
Seitenansicht und zwar im Schnitt entlang der Linie G-G
von Figur 9 oder 11;
- Figur 9
- einen Schnitt entlang der Linie H-H von
Figur 8;
- Figur 10
- einen Schnitt entlang der Linie J-J von
Figur 8, und
- Figur 11
- einen Schnitt entlang der Linie K-K von
Figur 8.
In Figur 1 ist eine Vorrichtung zur Randbearbeitung an plattenförmigen
Elementen 2 gezeigt. Die Vorrichtung umfaßt eine Transportbahn 1, die sich
in einer Längsrichtung der Vorrichtung durch diese erstreckt und über die die
plattenförmigen Elemente 2 in die Vorrichtung ein- und aus dieser wieder
ausführbar sind. Die Vorrichtung ist in dem dargestellten Beispiel mit
mehreren Schleifeinrichtungen 3 zur Bearbeitung der Ränder der
plattenförmigen Elemente 2 versehen. Innerhalb der Vorrichtung werden die
plattenförmigen Elemente 2 an den Schleifeinrichtungen 3 frei zugänglich
bezüglich der Schleifkante hängend vorbei geleitet, wobei die Ränder
geschliffen werden und insbesondere gefast und/oder kalibriert werden.
Hierzu weist die Vorrichtung eine Transporteinrichtung auf, die eine spielfreie
Bewegung der plattenförmigen Elemente 2 gewährleistet. Die
Transporteinrichtung umfaßt neben der Transportbahn 1 eine pneumatisch
betätigte Hubeinheit 4, eine oder mehrere Plattenaufnahmen 5, eine
Lineareinheit oder Linearfördereinheit 6, Vakuumsaugplatten 8 und eine
Senkeinheit 11. Die plattenförmigen Elemente 2 werden von der an einer
Plattenaufnahmestation 16 am vorderen Ende der Vorrichtung angeordneten
Hubeinheit 4 von der Transportbahn 1 abgehoben und unter der Plattenaufnahme
5 positioniert. Während des Positioniervorganges wird das
plattenförmige Element 2 automatisch zentriert. Die Vorrichtung umfaßt also
eine mechanische Zentrierung der zugeführten plattenförmigen Elemente in
vorbestimmter Lage. Figur 6 zeigt die Senkeinheit 11, die wie aus Figur 1 bei
genauer Betrachtung hervorgeht, der Hubeinheit 4 spiegelbildlich entspricht.
Die Einheiten 4, 11 sind mit Greifarmen 28 versehen, die beim Zupacken
zentrierend wirken.
Nach dem Positioniervorgang wird das plattenförmige Element 2 mit der an
der Plattenaufnahme 5 vorgesehenen Vakuumsaugplatte 8 gegen
gummierte feste Anschlagleisten 7 angesaugt. Die Vakuumsaugplatte 8 ist
zusammen mit der Plattenaufnahme 5 an der Linearfördereinheit 6 längs zur
Vorrichtung und damit parallel zur Transportbahn 1 linear verschiebbar.
Hierzu weist die Linearfördereinheit 6 entlang von Schienen 27 um einen
Abstand A, der dem Abstand zwischen den Plattenaufnahmen 5 entspricht,
in Längsrichtung hin- und her bewegliches Brückenelement 18 auf, an dem
die Plattenaufnahmen 5 mit den Vakuumsaugplatten 8 befestigt sind.
Insgesamt sind in dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 6
entsprechend der Anzahl von Bearbeitungsstationen 12-15 vier
Plattenaufnahmen 5 vorgesehen. Die in einer Plattenabgabestation 17 am
hinteren Ende der Randbearbeitungsvorrichtung angedeutete "fünfte"
Plattenaufnahme soll nur die ganz nach hinten verschobene Position und die
Übergabe eines fertig bearbeiteten plattenförmigen Elements an die
Senkeinheit 11 andeuten, real ist sie so nicht vorhanden, siehe Schnitt E-E
in Figur 6. So sind also an der Linearfördereinheit 6 mehrere
Vakuumsaugplatten 8 gemeinsam befestigt. Die Vakuumsaugplatten 8 sind
gemeinsam nach oben und unten zur Aufnahme und Abgabe der
plattenförmigen Elemente 2 bewegbar. Die erste Vakuumsaugplatte 8
übernimmt von der Hubeinheit 4 ein erstes plattenförmiges Element 2 und
wird anschließend an einer ersten Bearbeitungsstufe 12 an der dort
angeordneten Schleifeinrichtung 3 vorbei geführt. Die Schleifeinrichtungen 3
oder die Schleifwerkzeuge sind stationär an verschiedenen Bearbeitungsstufen
12, 13, 14 und 15 (dargestellt sind 4 Stück) angeordnet und
bei Bedarf linear und im Winkel per Hand oder automatisch verstellbar.
Zwischen zwei Bearbeitungsstufen befindet sich je eine Zwischenstation 9
mit einem Drehteller 10, auf dem das plattenförmige Element 2 nach
Bearbeitung in der vorhergehenden Bearbeitungsstufe durch Absenkung der
Vakuumsaugplatte 8 abgelegt und um beliebige, d.h.wählbar einstellbare
Winkel oder fest vorbestimmte Winkel, wie z.B. 90° oder 45°, je nach Winkel
zwischen den zu bearbeitenden Rändern oder Kanten des zu bearbeitenden
plattenförmigen Elements 2, verdreht werden kann. Während der Drehung
ist das Brückenelement 18 der Linearfördereinheit 6 mit den Vakuumsaugplatten
8 wieder zurück zur Ausgangslage verfahrbar, wobei die zweite
Vakuumsaugplatte 8 über dem ersten Drehteller 10 zum Stehen kommt. An
einer Plattenabgabestation 17a am hinteren Ende der Vorrichtung ist die
pneumatisch betätigbare Senkeinheit 11 zum Absenken des fertig
bearbeiteten plattenförmigen Elements 2 von der letzten Vakuumsaugplatte
8 auf die Transportbahn 1 zum Abtransport aus der Vorrichtung vorgesehen.
Die Funktionsweise der Vorrichtung wird im Folgenden näher erläutert: Ein
plattenförmiges Element 2, d.h. zum Beispiel eine Kunststeinplatte, ein
plattenförmiger Betonförmling oder eine andere hochwertige zu kalibrierende
oder zu fasende Platte in z.B. Rechteck-, Quadratform oder auch in Form
einer Bischofsmütze, d.h., eines Fünfecks mit drei Winkeln von 90° und zwei
Winkeln von 135°, wird von der Transportbahn 1 zu der
Plattenaufnahmestation 16 mit der Hubeinheit 4 geliefert. Die Hubeinheit 4
hebt das plattenförmige Element 2 zentriert zu der ersten Vakuumsaugplatte
8, die sich absenkt und das plattenförmige Element 2 mit Hilfe der
gummierten festen Anschlagleiste 7 in fest vorbestimmter Position hält. Die
Brücke oder das Brückenelement 18 der Linearfördereinheit 6 wird nach
Anheben der Vakuumsaugplatte 8 längs bewegt, wobei das plattenförmige
Element 2 in der ersten Bearbeitungsstation 12 an den dort
gegenüberliegend angeordneten beiden Schleifeinrichtungen 3 vorbei
geführt wird und so die ersten beiden Ränder angefast oder bearbeitet
werden. Sobald die erste Vakuumsaugplatte 8 durch die Bewegung des
Brückenelements 18 der Linearfördereinheit 6 um den Abstand A über dem
ersten Drehteller 10 zum Stehen kommt, senkt sich die Vakuumsaugplatte 8
zur Abgabe des plattenförmigen Elements 2 ab. Das plattenförmige Element
2 wird auf dem Drehteller 10 abgelegt und dort um einen gewünschten
Winkel verdreht. Während dessen kehrt das Brückenelement 18 der
Linearfördereinheit 6 in die Ausgangslage zurück. Die zweite Vakuumsaugplatte
8 nimmt, während die erste Vakuumsaugplatte 8 den eben
beschriebenen Vorgang mit einem weiteren während dessen durch die
Transportbahn 1 angelieferten plattenförmigen Element 2 wiederholt, das
erste plattenförmige Element 2 von dem ersten Drehteller 10 auf und führt
es durch die zweite Bearbeitungsstation 13 und legt es auf dem zweiten
Drehteller 10 ab. Dort wird es im nächsten Bearbeitungsschritt von einer
dritten Vakuumsaugplatte 8 übernommen und durch die dritte
Bearbeitungsstufe 14 geführt und so fort. Auf diese Weise sind also in der
Vorrichtung kontinuierlich mehrere der plattenförmigen Elemente 2
bearbeitbar.
Die Schleifwerkzeuge oder Schleifeinrichtungen 3 umfassen wasserdicht
gekapselte Antriebsmotoren 19, Diamantschleifkörper 20 und Zustelleinheiten
oder Verstelleinrichtungen (nicht dargestellt). Sie sind an einem
stabilen Maschinenrahmen 21 befestigt, an welchem auch die
Linearfördereinheit 6 befestigt ist.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung ist flexibel aufbaubar, d.h. es
können plattenförmige Elemente mit drei, vier, fünf oder mehr Seiten bzw.
Rändern auf genaue Abmaße geschliffen und mit beliebigen Fasen mit 45°
oder beliebigen Winkeln versehen werden. Hierzu muß die Vorrichtung nicht
unbedingt mit vier Bearbeitungsstufen versehen sein; für eine quadratische
oder rechteckige Platte wäre, wenn alle Ränder bearbeitet werden sollen,
auch eine Vorrichtung mit zwei Bearbeitungsstufen, die jeweils wie die erste
Bearbeitungsstufe 12 der dargestellten Vorrichtung mit zwei gegenüberliegenden
Schleifeinrichtungen 3 versehen sind, ausreichend.
Durch Kantenschleifen auf Maß in Ebenen senkrecht zur Sichtfläche ist auch
sogenanntes Kalibrieren möglich. Die Drehteller 10 sorgen dabei für genaue
Kantenausrichtung. Die plattenförmigen Elemente 2 werden mittels Linearförderer
an feststehenden Werkzeugen und damit sehr genau und ohne
fedemde Andrückelemente entlang geführt. Bei Formatwechsel ist nur ein
minimaler Verstellaufwand notwendig. Die plattenförmigen Elemente 2
hängen bei der Bearbeitung frei und können sich nicht versetzen.
Die dargestellten Vorrichtungen mit ihren vier Bearbeitungsstufen oder -
stationen 12 - 15 sind z.B. für die oben beschriebene Bischofsmütze, wie sie
in Figur 7 gezeigt ist, verwendbar. Bei der in den Figuren 1 bis 6 gezeigten
Ausführungsform werden in der ersten, mit zwei gegenüberliegenden
Schleifeinrichtungen 3 versehenen Bearbeitungsstufen 12 die beiden
parallelen Seitenränder 22 und 23 bearbeitet. In der Zwischenstation 9
zwischen der ersten und der zweiten Bearbeitungsstufe 12 bzw. 13 erfolgt
eine Drehung um 45°, um die erste der Dreieckseiten 24 in der zweiten
Bearbeitungsstufe 13 bearbeiten zu können. In den darauffolgenden
Zwischenstationen 9 wird die Bischofsmütze um 90° bzw. um 45° gedreht,
um die verbleibenden Seiten 25 und 26 zu bearbeiten.
In den Figuren 8 bis 11 ist eine zweite Ausführungsform einer
Randbearbeitungvorrichtung gezeigt, die sich in der Ausbildung der
Transporteinrichtung von der ersten Ausführungsform unterscheidet. Auch
die zweite Ausführungsform ist zur Bearbeitung der in Figur 7 angedeuteten
Elementform mit den vier Bearbeitungsstufen 12-15 und den Drehteller 10
aufweisenden Zwischenstation 9 dazwischen versehen. Auch die Plattenaufnahmestation
16 und die Plattenabgabestation 17 sind analog zu der
ersten Ausführungsform ausgebildet.
Die Transporteinrichtung unterscheidet sich von der der ersten Ausführungsform
dadurch, daß zwei Bandfördereinrichtungen vorgesehen sind, von
denen eine erste als Zuführ- und die zweite als Abführeinrichtung für die zu
bearbeitenden bzw. bearbeiteten plattenförmigen Elemente 2 dient. Die erste
Bandfördereinrichtung weist in der dargestellten Ausführungsform eine sich
längs zur Vorrichtung erstreckende Transportbahn 1a in Form eines
Bandförderers auf. Die zweite Bandfördereinrichtung ist durch ein sich quer
zur Vorrichtung erstreckendes zweites Transportband 1b gebildet.
Auch die Linearfördereinheit 6 unterscheidet sich von der der ersten
Ausführungsform. Die Schienen 27 sind seitlich am Maschinenrahmen 21
angebracht. Während in nicht dargestellten Ausführungsformen auch ein
Schienenpaar an einer Längsseite ausreichend ist, sind bei der dargestellten
Ausführung (Figur 9) zwei Paare von Schienen 27, je eines an jeder
Längsseite angeordnet. An jedem Schienen paar sind je zwei Plattenaufnahmen
5 längs hin- und her beweglich - und zwar mindestens um den
Abstand A zwischen zwei Stationen 16, 9, 17. Die Plattenaufnahmen 5 sind
nicht miteinander verbunden, jede weist ein eigenes Tragelement 18' auf,
das mittels eigenem Antrieb 29 unabhängig von den anderen
Plattenaufnahmen 5 längs seines Paares von Schienen 27 linear hin- und
her beweglich ist. An jedem Tragelement 18' befindet sich ein Hub- und
Senkglied 30, mittels welchem die an jeder Plattenaufnahme 5 vorgesehene
Vakuumsaugplatte 8 zum Aufnehmen, Abgeben und Bearbeiten der
plattenförmigen Elemente 2 in die jeweils passende Höhe fahrbar ist.
Obwohl die Plattenaufnahmen 5 unabhängig voneinander je nach Bedarf
fahrbar sind, sind sie bevorzugt so gesteuert, daß sie im Betrieb im
wesentlichen synchron zueinander fahren und so in etwa einen Abstand
zueinander aufrecht erhalten, der dem Abstand A zwischen den Stationen
16, 9, 17 so entspricht, daß ein kontinuierlicher Durchsatz von plattenförmigen
Elementen 2 wie bei der ersten Ausführungsform aufrecht erhalten
werden kann.
Die Funktionsweise der zweiten Ausführungsform ist ganz analog zu der
ersten Ausführungsform, wobei jedoch die Anordnung der Schleifwerkzeuge
3 in den Bearbeitungsstufen 12-15 derart ist, daß gleichzeitig ein
Fasenschleifen und ein Kalibrieren möglich ist. In der ersten Stufe 12 ist der
Grundseitenrand 26 bearbeitbar, bei Stufe 13 folgt eine gleichzeitige
Bearbeitung der Seitenränder 22, 23 und in den Stufen 14 und 15 wird je
eine der Dreiecksseitenflächen bearbeitet. Zur Zentrierung der
plattenförmigen Elemente 2 sind neben den Hub- und Senkeinheiten 4, 11
auch die Drehteller mit Greifarmen 28 versehen. Die Greifarme 28 sind der
Form des jeweils zu erfassenden Randes des plattenförmigen Elements
angepaßt, wobei insbesondere beim Ergreifen der Dreiecksspitze 31 eine
genaue Zentrierung und Positionierung erfolgt, so daß die Plattenaufnahme
5 ohne die Anschlagleisten 7 auskommen. Weitere (nicht dargestellte)
Ausführungsformen weisen nur eine Plattenaufnahme 5, die längs der
gesamten Vorrichtung fahrbar ist, oder nur zwei Plattenaufnahmen, die
jeweils die halbe Strecke des Linearförderers 6 abdecken, wobei eine
Plattenübergabe an einer mittig angeordneten Zwischenstation 9 erfolgt, auf.
Sämtliche Merkmale der beschriebenen Ausführungsformen sind - soweit sie
sich nicht offensichtlich ausschließen - beliebig miteinander kombinierbar.
Wichtige Aspekte der hier beschriebenen Vorrichtung zur Bearbeitung von
Rändern plattenförmiger Elemente werden im folgenden anhand der Darstellung
in Fig. 8 noch einmal zusammengefaßt:
Um die Genauigkeit der Bearbeitung bei einer Randbearbeitungsvorrichtung
zum Bearbeiten von Rändern plattenförmiger Elemente (2), wie Kunststeinplatten,
plattenförmiger Betonförmlinge oder dergleichen, welche
Randbearbeitungsvorrichtung wenigstens ein an einer Bearbeitungsstation
(12-15) stationär gehaltenes Bearbeitungswerkzeug, insbesondere eine
Schleifeinrichtung (3) zum Schleifen eines Randbereiches des zu
bearbeitenden plattenförmigen Elementes (2), und eine Transporteinrichtung
(1, 1a, 1b, 4, 5, 6, 8, 11) aufweist, mittels welcher das zu bearbeitende plattenförmige
Element (2) an dem Bearbeitungswerkzeug (3) vorbei bewegbar
ist, zu verbessern, wird vorgeschlagen, daß die Transporteinrichtung (1, 1a,
1b, 4, 5, 6, 8, 11) eine längs zur Randbearbeitungsvorrichtung
positionsgenau linear verschiebbare Linearfördereinheit (6) mit wenigstens
einer Plattenaufnahmeeinrichtung (5, 8) umfaßt, wobei die Plattenaufnahmeeinrichtung
(5, 8) zum spielfreien positionsgenauem Aufnehmen und
Festhalten des der Vorrichtung zugeführten zu bearbeitenden
plattenförmigen Elements (2) geeignet ist und mit der Linearfördereinheit (6)
relativ zu dem Bearbeitungswerkzeug (3) spielfrei an dem selben
vorbeifahrbar ist.
