EP0791455A2 - Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines Teppichs - Google Patents
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- EP0791455A2 EP0791455A2 EP96810859A EP96810859A EP0791455A2 EP 0791455 A2 EP0791455 A2 EP 0791455A2 EP 96810859 A EP96810859 A EP 96810859A EP 96810859 A EP96810859 A EP 96810859A EP 0791455 A2 EP0791455 A2 EP 0791455A2
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Definitions
- connection of these strips takes place in magazines in which the individual strips are placed one on top of the other.
- the strips are previously provided with an adhesive.
- This adhesive is then dried in the magazine, which can be done by heating the magazine walls or, if it is a hot melt adhesive, melted so that the connection can be made.
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Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines Teppichs gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Des weiteren bezieht sich die Erfindung auf eine Gewebebahn zur Herstellung eines Teppichs gemäss dem obengenannten Verfahren.
- Derartige Verfahren zur Herstellung von Teppichen sind bekannt. So zeigt beispielsweise die DE-A-2 307 694 das Aufschneiden einer Gewebebahn in Streifenform, die aufgestellt, aneinandergereiht und im Bereich des Gewebes miteinander verbunden werden, so dass ein Flächengebilde erhalten wird, dessen eine Oberfläche aus den freien Schussgarnenden besteht. Im Bereich der anderen Oberfläche werden diese Streifen miteinander verbunden.
- Die Verbindung dieser Streifen erfolgt hierbei in Magazinen, in welche die einzelnen Streifen übereinander geschichtet eingelegt werden. Hierzu werden die Streifen vorgängig mit einem Klebemittel versehen. Im Magazin wird dann dieses Klebemittel getrocknet, was durch Beheizen der Magazin-wände erfolgen kann, oder, falls es sich um einen Schmelzkleber handelt, aufgeschmolzen, so dass die Verbindung bewerkstelligt werden kann.
- Diese Verfahren weisen die Nachteile auf, dass das Aufbringen des Klebemittels auf die Streifen aufwendig und schwierig ist, und dass die Magazine, in welchen der Verbindungsvorgang der aufeinander geschichteten Streifen vor sich geht, durch das Klebemittel verschmutzt werden können. Dies kann zur Folge haben, dass unerwünschtes Klebemittel auch auf die florseitige Oberfläche des entstehenden Teppichs gelangen kann. Um dies zu vermeiden, müssen die Magazine nach jedem Durchlauf gereinigt werden, was aufwendig und zeitraubend ist.
- Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Verfahren besteht darin, dass der derart hergestellte Teppich in Stückform vorliegt, die beim Verlegen von derartigen Teppichen zusammengefügt werden müssen, was ebenfalls aufwendig ist und, insbesondere wenn eine spezielle Musterung des zu verlegenden Teppichs erwünscht wird, mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden ist.
- Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass ein Verfahren geschaffen wird, welches einerseits zulässt, dass die in Magazinen gestapelten Streifen zu einem fortlaufenden Teppichband verbunden werden können und die Verbindung dieser Streifen ausserhalb der eigentlichen durch die Magazine gebildeten Stapelanordnungen in einfacher Weise vorgenommen werden kann.
- Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe durch die in der Kennzeichnung des Anspruches 1 angegebenen Verfahrensschritte.
- In vorteilhafter Weise wird das Klebemittel in Form eines Pulvers aufgebracht, wonach eine Heizeinrichtung durchlaufen wird, in welche das Pulver gesintert wird und eine Schicht entsteht, die die Rückseite des Teppichs bildet und die zusätzlich in bekannter Weise mit einem Zweitrücken zur Verstärkung versehen werden kann. Dadurch wird erreicht, dass eine Verschmutzung sowohl des Flors des Teppichs als auch der Anlage praktisch ausgeschlossen wird.
- Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens besteht darin, dass zur Herstellung der Gewebebahn Bindefäden verwendet werden, die mindestens teilweise aus einem Schmelzkleber gebildet sind. Die so hergestellte Gewebebahn wird vor dem Längsschneiden durch eine erste Heizeinrichtung geführt, in welcher der Schmelzkleber der Bindefäden geschmolzen wird und eine feste Verbindung mit den Schussfaden entsteht, so dass die danach durch den Längsschnittvorgang erhaltenen Streifen stabil sind. Beim Durchlaufen der Heizeinrichtung zur Sinterung des in Pulverform aufgebrachten Klebemittels zur Bildung der Rückseite des Teppichs erfolgt hierbei zusätzlich eine optimale Verbindung mit dem Schmelzkleber der Bindefäden und den Schussfaden.
- In vorteilhafter Weise werden die aus Streifen bestehenden Stapel, die auf das Band abgelegt werden, auf welchem sie mit einer Schicht versehen werden, durch auf dem Band angebrachte Stege am vorderen und hinteren Ende gehalten, wobei die Stege eine Höhe aufweisen, die geringer ist als die Länge der geschnittenen Schussfaden, so dass eine durchgehende Schicht angebracht werden kann und somit ein fortlaufendes Teppichband entsteht.
- Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass die mit Streifen gefüllten Stapelanordnungen in mehreren Stationen abgesetzt werden. Die einzelnen Stapel können dann wahlweise aus diesen Stationen entnommen und zur Bandanordnung geführt werden. Hier werden die Streifen auf das Band ausgestossen. Die geleerten Stapelanordnungen werden weggeführt und können wiederverwendet werden. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Musterung des entstehenden Teppichbands in vielfältigster Weise zu variieren.
- Bei der Verwendung einer normalen, üblichen Gewebebahn zur Herstellung von Teppichen gemäss dem obengenannten Verfahren kommen die derart zusammengefügten Streifen derart nahe zueinander zu liegen, dass die Wirkung der Schussfaden als Teppichflor verloren geht und nur ein "textiler Belag" wahrgenommen werden kann, was als Qualitätsverlust des gewünschten Teppichs anzusehen ist.
- Deshalb besteht eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, dass die Gewebebahn als Ausgangsmaterial zur Herstellung der Streifen so gestaltet ist, dass der Abstand der einzelnen Streifen voneinander derart ist, dass der erwünschte Teppichflor entsteht.
- Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe durch eine Gewebebahn, wie sie in der Kennzeichnung des Anspruches 6 näher definiert ist.
- Die Anordnung der Schussfaden in einer Doppellage und das Anbringen von Abstandfaden im Bereich der Bindefäden hat zur Folge, dass die Schussfaden von Streifen zu Streifen einen genügend grossen Abstand haben, wodurch die Florwirkung des entstehenden Teppichs optimal erhalten wird.
- In vorteilhafter Weise wird jeweils aussenseitig an jeder Lage der Schussfaden ein Abstandfaden angebracht, der auf einfache Art bei der Herstellung der Gewebebahn eingewoben wird.
- In bekannter Weise kann bei der Herstellung von derartigen Gewebebahnen durch Wechsel der Farben von Schussfaden und/oder der Art der Schussfaden ein beliebiges gewünschtes Muster auf dem herzustellenden Teppich erreicht werden.
- Ein erfindungsgemässes Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines Teppichs sowie eine Gewebebahn zur Anwendung im Verfahren werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.
- Es zeigt
- Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht auf die Anlage zur Herstellung und Stapelung der Streifen;
- Fig. 2 eine Ansicht auf einen Teil der Längsschnitteinrichtung;
- Fig. 3 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht auf die Bandanordnung mit der Einrichtung zum Aufbringen des Klebemittels zur Bildung einer Schicht;
- Fig. 4 eine Schnittdarstellung quer zu den Schussfaden durch eine Gewebebahn, die zur Herstellung von Teppichen zur Anwendung kommt;
- Fig. 5 eine Schnittdarstellung durch die Gewebebahn entlang Linie V-V gemäss Fig. 4; und
- Fig. 6 in perspektivischer Darstellung einen Ausschnitt eines aus der Gewebebahn gemäss Fig. 4 und 5 gebildeten Streifens.
- Fig. 7 eine Draufsicht auf die schematisch dargestellte Bandanordnung gemäss Fig. 3 mit den zusätzlich vorgesehenen Stationen und der Fördereinrichtung.
- Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird eine Gewebebahn 1 kontinuierlich, beispielsweise von einer nicht dargestellten Gewebebahnrolle, durch Zugelemente 2 durch eine erste Heizeinrichtung 4 geführt. Bei der Herstellung der Gewebebahn können Bindefäden 27, 28 (Fig. 4) verwendet werden, die beispielsweise Kerne aufweisen, die aus Glasfasern gebildet sind, wodurch die erforderliche Zugfestigkeit der Bindefäden erhalten wird, welche mit einer aus einem Schmelzkleber bestehenden Umhüllung versehen sind. Beim Durchlaufen der Gewebebahn durch die Heizeinrichtung 4, wird der die Kerne umhüllende Schmelzkleber zum Schmelzen gebracht und es entsteht eine feste Verbindung zwischen Bindefäden und Schussfaden.
- Die wie vorgängig beschrieben behandelte Gewebebahn 1 wird danach zur Kühlung um einen Kalander 5 geführt. Selbstverständlich können bei der Herstellung der Gewebebahn auch andere Bindefäden ohne Schmelzkleberanteil verwendet werden, wodurch auf die Heizeinrichtung 4 und die nachfolgende Kühlung verzichtet werden könnte. Anschliessend durchläuft die Gewebebahn eine Schneideinrichtung 6, in welcher diese in Längsstreifen geschnitten wird. Diese Längsstreifen werden um eine Tänzerwalze 7 geleitet, bevor sie in die Stapelanordnung 8 gelangen.
- Die Streifen werden in der Stapelanordnung 8 durch nicht dargestellte Greifer in bekannter Weise ergriffen, in die einzelnen Magazine der Stapelanordnung eingezogen und durch eine Querschneideinrichtung 9 abgeschnitten. Dieser Vorgang wird wiederholt ausgeführt, wobei die Tänzerwalze 7 den Übergang vom kontinuierlichen Vorschub auf den stufenweisen Vorschub regelt.
- Jedes Magazin in der Stapelanordnung 8, das im wesentlichen aus zwei seitlichen Wänden gebildet ist, die etwa einen gegenseitigen Abstand haben, der geringfügig kleiner ist als die Breite der Streifen, wodurch die Streifen zwischen den Seitenwänden gehalten sind, wird mit einem Stapel von Streifen versehen, wobei eine bewegbare Leiste 10 für die erforderliche Pressung der Stapel sorgt, die beispielsweise pneumatisch gehalten ist.
- Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besteht die Schneideinrichtung 6 aus einer glatten Walze 12, die eine gehärtete Oberfläche aufweist, und eine parallel dazu angeordnete Messerwalze 13. Auf der Messerwalze 13 sind scheibenförmige Messer 14 angeordnet, deren gegenseitiger Abstand der Breite eines Streifens entspricht. Durch diese Messer 14, die fest gegen die glatte Walze 12 gedrückt werden und mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit wie die glatte Walze 12 rotieren, wird die Gewebebahn in Streifen 15 geschnitten.
- Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, werden die in den Magazinen der Stapelanordnung 8 gebildeten Stapel 11, die aus den übereinander geschichteten Streifen 15 bestehen, auf eine Bandanordnung 16 abgelegt. Diese Bandanordnung 16 umfasst ein umlaufendes Band 17, das mit quer verlaufenden Stegen 18 versehen ist, die einen Abstand voneinander aufweisen, der im wesentlichen einer Höhe der Stapel 11 entspricht. Zum Ablegen der Stapel 11 auf das Band 17 wird der auf einer Seitenwand liegende Stapel 11 durch Vorschieben der Leiste 10 auf das Band 17 gelegt, wobei das vorlaufende Ende des Stapels 11 an einem Steg 18 zur Anlage kommt. Das nachlaufende Ende des Stapels 11 wird vom nachfolgenden Steg 18 gehalten.
- So wird ein Stapel 11 nach dem anderen auf das Band 17 abgelegt, wobei die freien Enden der Schussfaden gegen die Bandoberfläche hin gerichtet sind. Das Band 17 mit den darauf liegenden Stapeln 11 durchläuft eine Einrichtung 19 zum Aufbringen eines Klebemittels, das die Form eines Pulvers aufweist. Dieses Pulver wird über die gesamte Oberfläche verteilt ausgebreitet, wonach eine Heizeinrichtung 20 durchlaufen wird. In dieser Heizeinrichtung 20 schmilzt das in Pulverform vorliegende Klebemittel, wodurch auf der vom Band 17 abgewandten Oberfläche der Stapel 11 eine durchgehende Schicht 21 entsteht, die die Rückseite des Teppichs bildet, durch welche die einzelnen Streifen der Stapel 11 und die Stapel 11 selbst miteinander verbunden werden, so dass ein fortlaufendes Teppichband 22 gebildet wird. In bekannter Weise kann zur Verstärkung der Rückseite des Teppichs ein Zweitrücken angebracht werden, der beispielsweise die Form eines Gewebes hat.
- Das in Pulverform vorliegende Klebemittel kann beispielsweise ein EVA (Ethylen-Vinyl-Acetat) sein. Geeignet ist insbesondere das durch die Emser Werke vertriebene in Pulverform vorliegende Klebemittel mit der Bezeichnung "Griltex".
- Dieses so gebildete fortlaufende Teppichband 22 kann durch eine nicht dargestellte bekannte Wickeleinrichtung zu Rollen aufgewickelt werden. Das Teppichband 22 weist hierbei eine Breite auf, die durch die Länge der Streifen vorgegeben ist, die in der Stapelanordnung 8 (Fig. 1 ) übereinander geschichtet werden.
- Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, können die Stapelanordnungen 8 in mehreren nebeneinander angeordneten Stationen 32 bis 36 abgesetzt werden. An diesen Stationen 32 bis 36 läuft eine Fördereinrichtung 37 vorbei. Auf diese Fördereinrichtung können wahlweise aus den Stationen 32 bis 36 einzelne Magazine der Stapelanordnungen 8 in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden. Diese werden dann zu der Bandanordnung 16 geführt, wo, wie dies zu Fig. 3 beschrieben worden ist, die Stapel 11 aus dem jeweiligen Magazin ausgestossen und auf das Band 17 abgelegt werden, wonach das Teppichband 21 gebildet wird. Die geleerten Magazine werden weggeführt und zu wiederverwendbaren Stapelanordnungen 8' zusammengestellt.
- Mit dieser Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens kann die Vielfalt der gewünschten Musterung des herzustellenden Teppichbands noch weiter vergrössert werden, da die Reihenfolge von aneinanderfügbaren Stapel, die unterschiedliche Musterungen aufweisen können, wählbar ist.
- Eine Gewebebahn 1, wie sie im vorgenannten Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines Teppichs verwendet werden kann, ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Die in bekannter Weise auf einem Webstuhl herstellbare Gewebebahn 1 weist zwei Lagen 23 und 24 von Schussfaden 25 auf. Diese beiden Lagen 23 und 24 von Schussfaden 25 sind durch Steherfaden 26 voneinander getrennt. Die Schussfaden 25 werden durch Bindefäden 27, 28 miteinander verbunden, wodurch die Gewebebahn 1 gebildet wird.
- Zusätzlich sind in das Gewebe der Gewebebahn 1 beidseitig Abstandfaden 29, 30 eingebracht, die quer zu den Schussfaden 25 verlaufen. Diese Abstandfaden 29, 30 sind jeweils um einen Schussfaden gewunden und überspringen aussenseitig die nachfolgenden drei Schussfaden.
- In der Schnittdarstellung gemäss Fig. 5 sind mit strichpunktierten Linien 31 die Schnitte angegeben, durch welche die jeweiligen Streifen 15 gebildet werden. Hierbei ist ersichtlich, dass das Abbinden durch die Bindefäden 27 und 28 der Schussfaden 25 in einem Randbereich der Streifen 15 erfolgt ist, so dass die Schussfaden 25 im anderen Randbereich frei sind. Diese freien Enden der Schussfaden 25 bilden den Flor des so erhaltenen Teppichs.
- Fig. 6 zeigt in räumlicher Darstellung einen Ausschnitt aus einem Streifen 15. Hierbei sind die freien Enden der Schussfaden 25 deutlich sichtbar, während im anderen Randbereich das Abbinden durch die Bindfäden 27, 28, der Steherfaden 26 und der Abstandfaden 29 sichtbar ist.
- Durch die Abstandfaden 29 wird beim Übereinanderschichten der einzelnen Streifen 15 in der Stapelanordnung 8 vermieden, dass die Streifen 15 zu nahe zueinander zu liegen kommen, so dass die freien Enden der Schussfaden 25 eine gewisse Bewegungsfreiheit aufweisen, wodurch der gewünschte Flor des Teppichs gebildet werden kann.
- Die Gewebebahn 1 kann in bekannter Weise aus Fäden gebildet werden, die unterschiedliche Farben, Dicken und Materialien aufweisen, wodurch mit diesem Herstellungsverfahren eine grosse Vielfalt von unterschiedlichsten Teppichen geschaffen werden kann.
- Es wäre auch denkbar, die einzelnen längsgeschnittenen Streifen in der Stapelanordnung nicht übereinander zu legen und auf Länge zu schneiden, sondern diese jeweils aufzuwickeln, derart, dass der abgebundene Randbereich der Streifen die rückseitige Fläche des entstehenden Teppichs bildet, während die freien Enden der Schussfaden die florseitige Oberfläche des Teppichs bilden. Diese Wickel könnten dann ebenfalls auf die Bandanordnung abgelegt und beschichtet werden, wodurch einzelne Teppiche mit runder Form entstehen.
- Des weiteren wäre es auch denkbar, dass pro Streifen zwei Abbindungsbereiche vorgesehen sind, wobei diese vorzugsweise in die äusseren Randbereiche gelegt würden, und dass danach der Streifen derart umgebogen würde, dass die beiden abgebundenen Randbereiche aufeinander zu liegen kommen. Dadurch könnten die abgebogenen Schussfaden sogenannte "Bouclés" bilden, wodurch mit dem selben Herstellungsverfahren eine ganz andere Art von Teppichen hergestellt werden könnte.
Claims (8)
- Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines Teppichs, in welchem eine Gewebebahn derart in Streifen längsgeschnitten wird, dass deren Schussfaden im einen Randbereich der Streifen durch Bindefäden abgebunden sind und im anderen Randbereich frei sind, und die so erhaltenen Streifen jeweils derart übereinander geschichtet werden, dass die abgebundenen Bereiche aufeinander zu liegen kommen und in diesem Bereich miteinander verbunden werden, während die freien Enden der Schussfaden den Flor des so erhaltenen Teppichs bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die längsgeschnittenen Streifen (15) in nebeneinander angeordnete Stapelanordnungen (8) eingeführt, und übereinandergeschichtet werden und einen Stapel (11) bilden, dass die mit Streifen (15) gefüllten Stapelanordnungen (8) nacheinander zu einer Bandanordnung (16) geführt werden, wo die aus Streifen (15) bestehenden Stapel (11) aus der jeweiligen Stapelanordnung (8) ausgestossen und fortlaufend auf ein Band (17) der Bandanordnung (16) abgelegt werden, derart, dass die abgebundenen Bereiche der Streifen (15) vom Band (17) abgewandt sind, und dass das Band (17) und die darauf liegenden Streifen (15) durch eine Einrichtung (19) zum Aufbringen eines Klebemittels hindurchgeführt werden, mit welchem die dem Band (17) abgewandte, durch die Streifen (15) gebildete Oberfläche beschichtet wird und die Streifen (15) miteinander verbunden werden, so dass ein Teppich (22) gebildet wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebemittel in Form eines Pulvers aufgebracht wird, und dass danach eine Heizeinrichtung (20) durchlaufen wird, in welcher das Pulver gesintert wird und eine Schicht (21) bildet.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindefäden (27, 28) mindestens teilweise aus einem Schmelzkleber gebildet sind, und dass die Gewebebahn (1), bevor sie längsgeschnitten wird, eine erste Heizeinrichtung (4) durchläuft.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Streifen (15) bestehenden Stapel (11), die auf dem Band (17) abgelegt werden, durch ebenfalls quer auf dem Band (17) angebrachte Stege (18) gehalten werden, wobei diese Stege (18) durch die Streifen (15) in der Höhe überragt werden und die Schicht (21) durchgehend angebracht wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Streifen (15) gefüllten Stapelanordnungen (8) in mehreren Stationen (32, 33, 34, 35, 36) abgesetzt werden, dass die einzelnen Magazine der Stapelanordnungen (8) wahlweise aus diesen Stationen (32, 33, 34, 35, 36) auf eine Fördereinrichtung (37) gebracht werden und zur Bandanordnung (16) geführt werden, wo die aus Streifen (15) bestehenden Stapel (11) ausgestossen werden und dass die geleerten Magazine weggeführt und in wiederverwendbare Stapelanordnungen (8') zusammengestellt werden.
- Gewebebahn zur Herstellung von Teppichen gemäss dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfaden (25) in zwei Lagen (23, 24) angeordnet sind und eine Doppellage bilden, welche durch die Bindefäden (27, 28) gehalten sind, und dass im Bereich der Bindefäden (27, 28) zwischen den beiden Lagen (23, 24) der Schussfaden (25) mindestens ein Steherfaden (26) angeordnet ist.
- Gewebebahn nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Bereich der Bindefäden (27, 28) mindestens ein im wesentlichen parallel dazu verlaufender Abstandfaden (29; 30) angebracht ist.
- Gewebebahn nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten der Gewebebahn im Bereich der Bindefäden (27, 28) je ein Abstandfaden (29, 30) angeordnet ist, der jeweils um einen Schussfaden (25) der benachbarten Lage (23 bzw. 24) gewunden ist und mindestens den nachfolgenden Schussfaden (25) dieser Lage (23 bzw. 24) überspringt und aussenseitig entlang dieser Lage (23 bzw. 24) der Schussfaden (25) verläuft.
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