DEV0007981MA - - Google Patents

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DEV0007981MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. November 1954 Bekanntgemacht am 8. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der Fertigung von Ringbandkernen und anderen Gegenständen aus. spiralförmig aufgewickeltem Metallband, ζ. B. aus magnetisierbaren Metallen oder Legierungen, ergibt sich die Aufgabe, das Band in der gewünschten Lage zui fixieren, um nachträgliche Formveränderungen, insbesondere ein nachträgliches Abwickeln der Spirale, zu verhindern.
Bekannt ist es, eine derartige Fixierung von spiralförmig aufgewickelten Metallbändern durch Anlage einer Drahtbandage vorzunehmen. Eine Drahtbandage trägt jedoch immer etwas auf bzw. steht über die Seitenflächen der gewickelten Ringbandkerne hervor und stört beim späteren Einbau des Kernes. Es wurde weiterhin versucht, Anfang und Ende der Spirale zu verlöten. Hierbei wird jedoch ein verhältnismäßig großer Teil der Spirale erwärmt. Diese Erwärmung beeinflußt in unerwünschter Weise die Eigenschaften des Materials, insbesondere die magnetischen Eigenschaften.
Die Mängel der genannten beiden Verfahren können in gleichfalls bekannter Weise vermieden werden, indem Anfang und Ende der Spirale mit der jeweils benachbarten Windung durch Widerstands-
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schweißen verbunden werden. Eine derartige Verbindung ist sehr haltbar, und es wird beim Schweißen nur die Schweißstelle nennenswert erwärmt.
Verwendet man eine übliche Punktschweißmaschihe zur Herstellung der Schweißverbindung und einen üblichen Wickelkern zum Wickeln des Ringbandkernes, so ist es erforderlich, nach dem Wickeln des Kernes zum Festlegen der innersten
ίο Windung einige Windungen aus dem Kern her auszuscheren, um mit den Schweißelektroden an die Schweißstellen heranzukommen. Dies beeinträchtigt die Maßgenauigkeit des Kernes, die Dichte uind Festigkeit der Wicklung und hierdurch die magnetischen Eigenschaften und die Festigkeit des Kernes. Für das Verfahren ist eine große Zahl von Arbeitsschritten erforderlich. Besonders unangenehm ist es jedoch, daß bei dem Herausscheren der innersten Windung aus dem Kern z. B. pulverförmige isolie-
rende Zwischenschichten, wie sie bei magnetisierbaren Ringbandkernen im allgemeinen verwendet werden, herausfallen und infolgedessen . Kurzschlüsse zwischen den Windungen auf treten können. Das erfindungsgemäße Verfahren zur ' Herstellung von Bandkernen und ähnlichen Gegenständen vermeidet das Herausscheren der innersten Windung des Kernes. Es gestattet die Herstellung von Kernen, die nicht nur fest und gleichmäßig sind, sondern bei denen auch eine etwa notwendige Isolation zwischen den einzelnen Windungen fehlerfrei erhalten bleibt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Ringbandkernen und anderen Gegenständen aus spiralförmig aufgewickeltem metal-.
lischem Band und zur Festlegung der innersten Windung durch Widerstandsschweißung, insbesondere Punktschweißung, wird für die Punktschweißung eine solche Elektrode verwendet, die als Wickelhülse ausgebildet ist. Nach dem Aufwickeln der ersten Lage des Ringbandkernes auf diese Wickelhülse wird die erste Lage der Kernwicklung mittels einer von außen aufgesetzten Gegenelektrode zu einem geschlossenen Ring verschweißt und anschließend auf derselben Wickelhülse der Ringbandkern fertig gewickelt.
Die Wickelhülse kann entweder in an ^sich bekannter Weise mit einem Schlitz versehen sein, durch den der Anfang der Kernwicklung festgehalten wird, oder die Wickelhülse wird in ebenfalls bekannter Weise mit einem Spreizdorn ausgestattet, der durch Aufspreizen der Wickelhülse die innerste Windung festspahnt und ein weiteres unter Zug erfolgendes Fertigwickeln des Kernes ermöglicht. Be-, sonders bei kleinen Kernen mit einem sehr geringen inneren Durchmesser ist die Anwendung eines Wickeldornes mit Spreizvorrichtung vorteilhaft, weil ein nachträgliches Entfernen eines als Fahne stehengebliebenen Bandanfanges bei kleinen Kernen nur mit größeren Schwierigkeiten erfolgen kann.
Durch die Verwendung des Spreizdornes entfällt weiterhin auch eine eventuelle Nacharbeit, die bei Abbrechen oder nachträglicher Entfernung des stehengebliebenen Bandanfanges meistens erforderlich ist.
Der als Elektrode dienende Teil der Wickelhülse wird aus einem elektrisch got leitenden Material hergestellt. Er braucht nur einen Teil der Länge oder des Querschnitts der Wickelhülse zu umfassen. Von dem übrigen Teil der Wickelhülse kann der als Elektrode benutzte Teil isoliert oder auch mit diesem leitend verbunden sein. Die Befestigung erfolgt für den Fall einer leitenden Verbindung beispielsweise durch Hartlötung. Der .Elektrodenteil der Wickelhülse wird durch bekannte Mittel mit dem einen Pol der Stromquelle verbunden. Der andere Pol der Stromquelle steht mit einer beweglichen Gegenelektrode in Verbindung. Der Schweißvorgang beim Festlegen der innersten Windung eines Ringbandkernes geht dann so vor sich, daß nach Wickeln der ersten Lage durch die bewegliche Gegenelektrode ein Verschweißen der ersten Windung vorgenommen wird. Anschließend an diese Punktschweißumg kann der Kern dann fertig gewickelt werden.
In der Beschreibung ist besonders auf die Herstellung von Ringbandkernen Bezug genommen. Bei diesen erfolgt die Befestigung der innersten Windung auf dem Wickelkern entweder dadurch, daß der Anfang des Bandes etwa rechtwinklig umgebogen und in den Schlitz der Wickelhülse eingeschoben wird, oder dadurch, daß durch Aufspreizen der Wickelhülse ein Festklemmen der innersten Windung erfolgt. Die Erfindung bezieht sich aber auch allgemein auf die Herstellung von Wickelkörpern aus spiralförmig aufgewickeltem metallischem Band. .

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Ringbandkernen und anderen Gegenständen aus spiralförmig aufgewickeltem, metallischem Band mit einer durch Widerstandsschweißung, insbeson- *· dere Punktschweißung, festgelegten innersten V.
, Windung, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickeldorn oder die Wickelhülse als Elektrode lcjf für die Punktschweißung ausgebildet ist und '. daß nach Aufwickeln der ersten Lage des Ringbandkernes diese erste Lage mittels einer von außen aufgesetzten Gegenelektrode zu einem geschlossenen Ring verschweißt und anschließend auf derselben Wickelhülse der Ringbandkern , fertig gewickelt wird. "
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- ; kennzeichnet, daß als Elektrode eine geschlitzte Wickelhülse verwendet wird. '
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Elektrode eine Wickelhülse mit einem Spreizdorn verwendet wird.
Angezogene Druckschriften: '
Deutsche Patentschriften Nr. 749 247, 618096,. 677838.

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