DEV0006899MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Februar 1954 Bekanntgemacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung richtet sich auf Gepäckträger für Fahr- und Motorräder mit einem zur Befestigung
von Gepäckstücken dienenden, an den Enden mit Haken versehenen elastischen Haltemittel, beispielsweise
einem Gummigurt.
Solche Haltemittel hat man sowohl in Querrichtung als auch in Längsrichtung um das Gepäckstück
gespannt. Wenn das Gepäckstück in Querrichtung umspannt und daher vorn und hinten frei
ist, kann es sich auf dem Gepäckträger unter Einwirkung der Beschleunigungskraft und der Fahrstöße
verschieben. Diese Gepäckträger mit einhakbaren Haltemitteln haben sich in der Praxis nicht
bewährt. Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, die am Gepäckträger einhakbaren elastischen
Haltemittel so anzuordnen, daß sie das Gepäckstück in Längsrichtung umspannen. Hierzui hat man einen
Gummigurt mit an beiden Enden angebrachten Haken verwendet und ihn um einen Teil des Gepäckträgers
geschlungen derart, daß sich zwei ungefähr gleich lange Teile bilden, an deren Enden sich
die Haken befinden. Man hat diese Teile über das Gepäckstück gelegt und die Haken nach Streckung
des Gurtes am hinteren Teil des Gepäckträgers eingehängt. Hiermit ist aber die Gefahr nicht beseitigt,
daß die beiden Teile des Gummigurtes über die Ecken des Gepäckstückes abrutschen können,
da sie infolge des seitlichen Einhakens zum Sprei-
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zen neigen. Es besteht außerdem die Gefahr, daß der Gummigurt an den hinteren Kanten der auf
dem Gepäckträger befestigten Gepäckstücke dauernd scheuert und sich schließlich an dieser Stelle
durchreiben kann, da. die Gepäckstücke die Neigung haben, nach hinten zu wandern. Wenn aber der
Querschnitt des Gummigurtes erst an den gefährdeten Stellen geschwächt ist und sich der Gummigurt
deshalb an diesen Stellen stärker dehnt, so
ίο bietet er keinen genügenden Halt mehr für die auf
dem Gepäckträger befindlichen Gepäckstücke.
Wegen dieser unzureichenden Sicherung benutzte man bisher die allgemein bekannte federbelastete
Gelenkklappe, die aus dem gleichen Grunde am hinteren. Ende des Gepäckträgers angeordnet
ist, um nämlich das Schieben des Gepäckstückes sicher aufzufangen. Diese Gelenkklappen
haben aber den Nachteil, daß sie das Gepäckstück infolge des starken Federdruckes gegen die. Sattelstütze
zu schieben versuchen und bei kleineren Gepäckstücken aus diesem Grunde schräg stehen
und nur an den Kanten eines Gepäckstückes aufliegen. Ein zweites Gepäckstück wird nicht mehr
sicher gehalten, insbesondere dann nicht, wenn es kleiner ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese
Nachteile zu vermeiden, insbesondere das Nachhintenschieben der Gepäckstücke während . der
Fahrt zu verhindern, andererseits aber auch Scheuerbeanspruchungen an den das Gepäckstück
in Längsrichtung umspannenden Gummigurten und deren Aufspreizen zu vermeiden.
Nach der Erfindung geschieht dies dadurch, daß das an den Enden mit v Haken versehene elastische
Haltemittel, beispielsweise ein Gummigurt, an einer an sich bekannten federnden Gelenkklappe
derart angebracht ist, daß es das Gepäckstück in ' Höhe der aufgeklappten Gelenkklappe in Fahrtrichtung
umfaßt und am Gepäckträger einhakbar ist. Auf diese Weise sind die Gepäckstücke nach
hinten durch die aufgeklappte Gelenkklappe gesichert, gegen welche das Gepäckstück hinten anliegt,
so daß dadurch auch Scheuterbeanspruchungen an den hinteren Kanten des Gepäckstückes
vermieden werden.
Zweckmäßig besteht das elastische Haltemittel aus einem V-förmigen Gummigurt, an dessen drei
Enden Befestigungsmittel, z. B. Haken, angebracht sind. Es besteht die Möglichkeit, daß das elastische
Haltemittel mit den freien Enden an dem dem Gelenk gegenüberliegenden Querteil der Gelenkklappe
befestigt ist und im- Nichtgebrauichsfall mit den mittleren Haken unter geringer Spannung auf den
federfreien mittleren Teil der Achse der Gelenkklappe aufhakbar ist; Es kann auch. das elastische
Haltemittel mit den freien Enden durch um die seitlich angeordneten Federn der Gelenkklappe
herumgreifende Befestigungsmittel an der Achse der Gelenkklappe befestigt sein, so daß es im Nichtgebrauchsfall
unter "geringer Spannung um die Klappe zu/ legen und mit dem mittleren Haken im
federfreien Teil der" Achse einhakbar ist. Im ersteren Fall wird ein einfach langer, im zweiten
Fall ein doppelt langer Gurt verwendet, der das »Umschlingen größerer Gepäckstücke zuläßt. Während
bei diesen Aueführungsformen das elastische Haltemittel an der einen Seite mit dem Gepäckträger
befestigt, auf der anderen Seite an diesem einhakbar ist, ist es aber auch möglich, beide '
Seiten des elastischen Haltemittels mit Befestigungsmitteln zu versehen, die, eine lösbare. Befestigung
gestatten. Die Befestigungsmittel können daher auf einer oder beiden Seiten der elastischen
Haltemittel als in Richtung ihrer Mantellinie offene, zylindrisch gebogene Körper ausgebildet sein.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Gepäckträger für Motorräder mit heruntergeklappter Gelenkklappe mit elastischen
Haltemitteln,
Fig. 2 einen Gepäckträger für Fahrräder mit hochgeklappter Gelenkklappe und ein Gepäckstück
beidseitig einfangenden elastischen Haltemitteln,
Fig. 3 und 4 verschiedene Ausführungsformen der Erfindung, ^
Fig. 5 eine Einzelheit.
In den Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 den Gepäckträger
und 2 die Gelenkklappe, die um die Achse 3 unter Wirkung der Feder 4 schwenkt. Die Feder ist
in bekannter Weise .so gewickelt, daß die Achse in der Mitte frei bleibt. Die Querstreben des Gepäckträgers
sind mit 5 bezeichnet. Als elastische Haltemittel für das Gepäckstück 6 sind V-förmig zur
laufende Gurte 7 aus Gummi oder einem gummihaltigen Gewebe verwendet, die stark dehnbar
sind. An dem V-förmig zulaufenden Ende sitzt das verschlußartige Befestigungsmittel 8, das aus einem
aus Blech gebogenen halbzylindrischen Körper besteht, der in Richtung seiner Mantellinie eine Öffnung
aufweist, so daß er, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist, um den mittleren Teil der Achse 3
im Nichtgebrauchsfall unter geringer Spannung der Gurte aufgehakt werden kann. Die beiden anderen
Enden der Einzelgurte Ja und yb sind mit
.Befestigungsmitteln 9 und 10 versehen, die im Fall der Ausführung nach Fig. 3 an dem oberen Querteil
11 der Gelenkklappe befestigt sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind die Befestigungsmittel
9 und 10 um die Feder 4 lose herumgelegt, so daß die Gurte Ja und yb nahezu die
doppelte Länge der Gelenkklappe aufweisen, die so bemessen ist, daß jeder von der Vorderseite zur
Rückseite über die Gelenkklappe geführte Gurt . noch unter Spannung steht, wenn das Befestigungsmittel
8 gemäß Fig. 4 auf der Achse 3 eingehakt ist. Zum Einhaken kann die Querstrebe 5 einen
Schlitz 12 aufweisen, wie es aus der Fig. 2 ersieht- ■■
lieh ist. Die zur Verfügung stehende doppelte Länge' der Gurte ermöglicht eine genügend große
Dehnung, um diese auch urn große Gepäckstücke herumzulegen. Bei kleineren Gepäckstücken reicht
die einfache Länge gemäß Fig. 3 meistens aus. Die Befestigungsmittel 9 und 10 können auch an beiden
Seiten als offene Haken ausgebildet sein, so daß der Gurt im Bedarfsfall von der Gelenkklappe bzw.
dem Gepäckträger leicht zu entfernen ist. Infolge
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der stets auitretenden Spannung bildet er aber im Gebrauchsfall eine Einheit mit der Gelenkklappe.
An Stelle der elastischen Gurte können auch dehnbare
Drahtspiralen verwendet werden, die gegebenenfalls mit einem Hüllkörper versehen sind,
der ebenfalls dehnbar ist. Die Gurte können aus zwei Stücken, oder, wie es in der Fig. 5 beispielsweise
dargestellt ist, auch aus einem Stück bestehen.
Claims (5)
1. Gepäckträger für Fahr- und Motorräder mit einem zur Befestigung von Gepäckstücken
dienenden, an den Enden mit Haken versehenen elastischen Haltemittel,, beispielsweise einem
Gummigurt, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltemittel an einer an sich bekannten federnden
Gelenkklappe derart angebracht ist, daß es das Gepäckstück in Höhe der. aufgeklappten
Gelenkklappe in Fahrtrichtung umfaßt und' am Gepäckträger einhakbar ist.
2. Gepäckträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Haltemittel
aus einem V-förmigen Gummigurt besteht, an dessen drei Enden Befestigungsmittel, z. B.
Haken, angebracht sind.
3. Gepäckträger nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische
Haltemittel mit den freien Enden an dem dem Gelenk gegenüberliegenden Querteil der Gelenkklappe
befestigt ist und im Nichtgebrauchsfall mit den mittleren Haken unter geringer Spannung
auf den federfreien mittleren Teil der Achse der Gelenkklappe autfhakbar ist.
4. Gepäckträger nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische
Haltemittel mit den freien Enden durch um die seitlich angeordneten Federn der Gelenkklappe
herumgreifende Befestigungsmittel an der Achse der Gelenkklappe befestigt ist und im
Nichtgebrauchsfall unter geringer Spannung um die Klappe zu legen und mit dem mittleren
Haken im federfreien Teil der Achse einhakbar ist.
5. Gepäckträger nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel
(81, 9, 10) auf einer oder beiden Seiten der elastischen Haltemittel als in Richtung ihrer
Mantellinie offene zylindrische gebogene Körper ausgebildet sind.
Angezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 275 672;
französische Patentschriften Nr. 943 133,
Schweizerische Patentschrift Nr. 275 672;
französische Patentschriften Nr. 943 133,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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