DEV0005287MA - - Google Patents

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DEV0005287MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind bereits BlitzMchtgeräte mit einer Lampenfassung bekanntgeworden, die gestattet, Blitzlampen verschiedener Sockeldurchmesser aufzunehmen, zu ,halten und auszustoßen. Häufig liegt jedoch der Wunsch vor, in einem Blitzgerät Lampen mit verschiedener Glaskolbenlänge und gleichen Sockeldurchmessers verwenden zu können. Die im Handel befindlichen normalen Lampentypen für Blitzlichtzwecke unterscheiden sich nämlich in erster Linie durch ihre Längen. Um ein Gerät zur Verwendung von Lampen mit diesen Unterschieden handelt es sich bei der Erfindung. Bei einer bekannten Blitzleuchte dieser Art sind in dem Reflektor mehrere verschieden weit von seinem Brennpunkt entfernte, mit je einem Auswerfer versehene Lampenfassungen angeordnet, so daß Lampen der zugehörigen Größen mit ihren Leuchtzentren im Reflektoren-Mittelpunkt liegen. Diese bekannte Einrichtung ist teuer und in der Handhabung umständlich, denn sie benötigt für jede Lampengröße eine Fassung mit Auswerfereinrichtung.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile. Erfindungsgemäß besitzt die Lampenfassung des Gerätes in axialer Richtung wenigstens zwei Raststellen, welche in solchem Abstand von dem Brennpunkt des Reflektors angeordnet sind, daß Blitzlampen verschiedener Größe mit ihren Leuchtzentren im Brennpunkt des Reflektors liegend ein-
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setzbar sind. Gleichzeitig ist ein Auswerfer mit einem .sich über sämtliche Raststellen erstreckenden Wirkungsbereich vorgesehen.
In bevorzugter Aüsführungsform der Erfindung sind an den Raststellen an sich bekannte federnde, in den Innenraum der Lampenfassung hineinragende und beim Einsetzen der Lampe durch deren Sockel nach außen drückbare Halteelemente vorgesehen, vorzugsweise in Form von die Lampenfassung umschlingenden Schnürfedern, die durch Schlitze des Fassungsmantels nicht ganz bis zu ihrem halben Wickeldurchmesser in den Innenraum der Lampenfassung ragen und sich nach dem Einsetzen der Lampe vor die Haltestifte des Lampensockels legen.
Zweckmäßigerweise ist an jeder Raststelle einer der Durchtrittsschliitze für die Schnürfedern gegenüber einem nicht geschlitzten Wandungsteil der Lampenfassung angeordnet, so daß der Lampensockel mit seinem als Stromzuleitung zu dem Zünddraht dienenden Mantel durch die Schnürfedern gegen diesen Teil der an den einen Pol der Zündstromquelle angeschlossenen Fassung gedrückt wird.
Diese Schlitze für das Anpressen der Blitzlampe an die Fassung sind vorteilhaft so zu bemessen, daß die Schnürfedern bis annähernd zur Hälfte ihres Wickeldurchmessers in den Innenraum der Lampenfassung eintreten. Um ein Verrutschen der Schnürfedern zu verhindern, kann unterhalb der erwähnten Schlitze eine Längssicke an der Lampenfassung angeordnet werden.
Als Auswerfer für die Lampen ist zweckmäßigerweise ein unter der Wirkung einer Feder stehender schwenkbarer Winkelhebel vorgesehen, dessen einer Schenkel in den Innenraum der Lampenfassung ragt und beim Einsetzen einer Lampe durch deren Sockel nach Maßgabe der Lampengröße und unter Spannung der Feder zurückgeschwenkt. wird, und dessen anderer, äußerer Schenkel als Drucktaste ausgebildet ist.
Es ist vorteilhaft, wenn der den Fußkontakt einer in die Lampenfassung eingeschobenen Blitzlampe untengreifende Teil des Auswerferhebels als Kontaktglied zur Verbindung des Fußkontaktes mit der Zündstromquelle dient. Dieses Kontaktglied kann nach oben gewölbt sein und der Auswerferhebel so angeordnet werden, daß sich bei seiner Verschwenkung eine die Kontaktstelle an der unteren Sockelfläche blank scheuernde Relativbewegung zwischen dem elektrischen Kontaktglied und dem Fußkontakt einer eingeschobenen Blitzlampe senkrecht zur Achse der Lampenfassung ergibt.
Die Erfindung ist nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispiels, auf das allein sie aber nicht beschränkt ist, näher, erläutert. Hierbei sind noch weitere vorteilhafte. Gestaltungstmöglichkeiten angeführt. Es zeigt
. 60 Fig. ι ein Blitzlichtgerät mit den Merkmalen
L der Erfindung im Schnitt, '
L Fig. 2 die Teilansicht des Blitzlichtgerätes, zum
^k Teil im Schnitt,
Fig. 3 den Querschnitt des BHtzlichtgerätes gemäß Fig. ι längs der Linie A-B.
Die erfindungsgemäße Lampenfassung 1 besitzt eine geschlossene Form mit etwa hufeisenförmigem Querschnitt. Seitliche bevorzugt geradlinige, im Innern der Lampenfassung parallel zu ihrer Achse 2 verlaufende ausgebuchtete Nuten 3 gestatten das Einführen der der Führung und Halterung dienenden Haltestifte 4 der Blitzlampe 5. Die Lampenfassung 1 ist wie üblich wenigstens auf ihrer Innenseite elektrisch leitend und mit dem einen Pol einer Stromquelle verbunden.
Außen um diese Lampenfassung 1 ist an den den Raststelkingen der Blitzlampe entsprechenden verschiedenen Stellen im Ausführungsbeispiel in zwei Höhenlagen je eine Schnürfeder 6 angeordnet, welche die eingeschobene Blitzlampe am Herausgleiten hindert, indem sie beim Einsetzen der Blitzlampe vor die genannten Führungsstifte tritt. Zu diesem Zweck besitzt die Lampenfassung 1 im Bereich der Nuten 3 Schlitze 7, durch welche die Federn 6 ins Innere des von der Lampenfassung 1 umschlossenen Raumes eintreten. Damit die Haltestifte 4 der Blitzlampe bei der Einführung in die Lampenfassung die Schnürfedern 6 zurückdrücken können, ist der Wickeldurchmesser der Schnürfedern 6 im Verhältnis zur. wirksamen Länge der Haltestifte so groß gehalten, daß ein funktionsfähiger Keiltrieb in der Einschieberichtung verwirklicht ist, bei welchem hauptsächlich die Rundung der Schnürfedern den Keilanzug bildet. Aus demselben Grunde treten die Schnürfedern 6 durch entsprechende Bemessung der Schlitze 7 nur etwa bis zu ihrem halben Wickeldurchmesser in den von der Lampenfassung umschlossenen Raum ein.
Um einen einwandfreien elektrischen Kontakt zwischen dem Sockel der Blitzlampe und der Lampenfassung 1 zu erhalten, besitzt die Lampenfassung zu den Schlitzen 7 vorzugsweise um 900 versetzte Schlitze 8, durch welche die Schnürfedern 6 ebenfalls bis höchstens zum halben Durchmesser ihres Federdurchmessers in den Raum der Lampenfassung eintreten. Um einer Verlagerung der Schnürfedern an diesen Stellen vorzubeugen, ist die Lampenfassung hier, mit einer nach außen tretenden Längssicke 9 versehen. Beim Einschieben der Blitzlampe in die Lampenfassung schiebt demnach beispielsweise die Kante 10 des Sockels einer Blitzlampe ' die durch die Schlitze 8 tretenden Schnürfedern 6 nach außen. Die auf diese Weise auf dieser Seite entstehende Schnürfederspannkraft drückt den Sockel der BMtzlampe in Richtung des Pfeiles 11 gegen die gegenüberliegende Innenseite der Lampenfassung und erzeugt dort den elektrischen Kontakt 12 zwischen dem Sockel der Blitzlampe und der Lampenfassung. Die Funktion der erfindungsgemäßen Anordnung gestattet es übrigens, die genannten Schnürfedern 6 aus beliebigem Material herzustellen, sie können beispielsweise auch aus einem elektrich nichtleitenden Stoff gebildet sein.
Die Lampenfassung setzt sich nach unten fort und steht in fester Verbindung mit einem elek-
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trisch nichtleitenden, gabelförmigen Lagerteil 13, in dessen Gabelteil ein Bolzen 14 rechtwinklig und mit seitlichem Abstand α zur Achse 2 der Blitzlampe fest eingesetzt ist. Der genannte Abstand a ergibt' sich dabei aus der Berücksichtigung bequemer Betätigungsmöglichkeit des Auswerfermechanismus. Auf diesem Bolzen 14 ist nämlich ein Winkelhebel 15 schwenkbar angeordnet, dessen einer nach außen ragender Schenkel eine in radialer Richtung auf die Achse 2 zu betätigende Drucktaste 16 bildet, und dessen anderer Schenkel 17 so gestaltet, d. h. gebogen, ist, daß sein elektrisch leitender Teil 18 über seinen ganzen Verschwenkhub den Mittelkontakt der in die Lampenfassung leingeschobenen Blitzlampe berührt.
In der Fig. 1 ist außerdem die Stellung des Winkelhebels 15 für eine andere Lampengröße in gestrichelten Linien eingezeichnet. Im Gabelausschnitt des Lagerteile 13 ist um den Bolzen 14 eine Torsionsfeder 19 gelegt, welche sich mit ihrem einen, mit einem Stromzuführungskäbel 20 verbundenen Federschenkel 21 auf einer Kante 22 des Lagerteils 13 abstützt, und deren anderer Schenkel 23 sich elektrisch leitend gegen die Innenseite des elektrisch leitenden Teiles 18 des Schenkels 17 des Winkelhebele 15 legt. Die Torsionsfeder 19 ist in ihrer Stärke so bemessen, daß sie einerseits eine sichere Kontaktgabe zwischen idem Kontaktteil 18 des Wiinkelhebels 15 und dem Fußkontakt einer in
ο die Lampenfaesung eingeschobenen BHtzlampe gewährleistet, andererseits jedoch nicht in der Lage ist, eine eingeschobene Blitzlampe entgegen der Wirkung der vor deren Haltestiften 4 liegenden Schnürfeder 6 auszuwerfen. Der Kontaktteil 18 des Winkelhebels 15 verschiebt sich bei entsprechender Lagerung des Winkelhebels 15 beim Einschieben einer Blitzlampe 5 in die Lampenfassung ι um einen geringen Betrag gegenüber dem Fußkontakt der Lampe, wodurch eine gewisse Scheuerbetätigung und damit eine selbsttätige Säuberung dieses Kontaktes erreicht wird. Zur w'eiteren Verstärkung dieser Wirkung kann' der Kontaktteil 18 an seiner dem Fußkontakt der Lampe zugekehrten Seite feilenartig ausgebildet
1-5 sein. Auch könnte mit demselben Erfolg eine drehende Bewegung des Fußkontaktes einer Blitzlampe gegenüber dem Kontaktteil 18 verwirklicht sein, indem beispielsweise die ausgebuchteten Nuten 3 nicht geradlinig, sondern ganz oder teilweise schraubenfönmig verlaufen. Eine eingeschobene Blitzlampe wird durch einen in der Richtung 24 auszuübenden Betätigungsdruck auf den Drucktastenteil 16 des Winkelhebels 15 ausgeworfen, welcher die Riegelwirkung der Schnürfedern 6 überwindet.
Die Lampenfassung selbst ist mit dem Reflektor 25 durch eine gemeinsame Halteplatte 26 verbunden.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    I. Blitzlichtgerät zur Verwendung von Blitzlampen verschiedener Kolbengröße, aber gleichen Sockeldurchmessers, dadurch gekennzeichnet, daß die Lampenfassung (1) des Gerätes in axialer Richtung wenigstens zwei Raststellen besitzt, welche mit solchem Abstand von dem Brennpunkt (27) des Reflektors (25) angeordnet sind, daß Blitzlampen verschiedener Größe mit ihren Leuchtzentren im Brenpunkt des Reflektors liegend einsetzbar sind, und daß ein Auswerfer mit einem sich über sämtliche Raststellen erstreckenden Wirkungsbereich vorgesehen ist.
  2. 2. Blitzlichtgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Raststellen an sich ■bekannte federnde, in den Innenräum der Lampenfassung hineinragende und beim Einsetzen der Lampe durch deren Sockel nach außen drückbare Halteelemente vorgesehen sind, vorzugsweise in Form von die Lampenfassung (1) umschlingenden Schnürfedern (6), die durch Schlitze (7) des Fassungsmantels nicht ganz bis zu ihrem halben Wickeldurchmesser in den Innenraum der Lampenfassung ragen und sich nach dem Einsetzen der Lampe vor die Haltestifte (4) des Lampensockels legen.
  3. 3. Blitzlichtgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Raststelle einer der Durchtrittsschlitze (8) für die Schnürfedern (6) gegenüber einem nicht geschlitzten Wandungsteil der Lampenfassung angeordnet ist, so daß der Lampensockel mit seinem als Stromzuleitung zu dem Zünddraht dienenden Mantel durch die Schnürfedern gegen diesen Teil der an den einen Pol der Zündstromquelle angeschlossenen Fassung gedrückt wird.
  4. 4. Blitzlichtgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (8) für das Anpressen der Blitzlampe (5) an die Fassung (1) so bemessen sind, daß die Schnürfedern (6) bis annähernd zur Hälfte ihres Wickeldurchmessers in den Innenraum der Lampenfassung eintreten.
  5. 5. Blitzlichtgerät nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Schlitze (8) für das Anpressen der Blitzlampe
    (5) an die Lampenfassung (1) die letztere eine nach außen tretende, ein Verrutschen der ■ Schnürfedern (6) an diesen Stellen verhindernde Längssicke (9) aufweist.
  6. 6. Blitzlichtgerät nach Anspruch 1 und 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß als Lampenauswerfer ein unter der Wirkung einer Feder (19) stehender schwenkbarer Winkelhebel (15) vorgesehen ist, dessen einer Schenkel (17) in den Innenraum der Lampenfassung ragt und beim Einsetzen einer Lampe durch deren Sockel nach Maßgabe der Lampengröße und.unter Spannung der Feder (19) zurückgeschwenkt wird, und dessen anderer äußerer Schenkel (16) als Drucktaste ausgebildet ist. ,
  7. 7. Blitzlichtgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der den Fußkontakt einer in die Lampenfassung eingeschobenen Blitzlampe untergreifende Teil (18) des Auswerfer-
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    hebeis (15) als Kontaktglied zur Verbindung des Fußkontaktes mit der Zündstromquelle dient.
  8. 8. Blitzlichtgerät nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (19) die Gestalt einer Schenkelfeder besitzt, die gleichzeitig als elektrischer Stromleiter von einem Stromzuführungskabel (20) zu dem Kontaktteil (18) des Auswerferhebels dient, wobei deren mit dem Stromzuführungskabel verbundener Federschenkel (21) sich auf einem Isolierstück, beispielsweise auf einer Kante der elektrisch nichtleitenden, vorzugsweise gabelförmig gestalteten Auswerferlagerplatte (13) abstützt.
  9. 9. Blitzlichtgerät nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied (18) des Auswerferhebels (15) nach oben gewölbt und der Auswerferhebel (15) derart angeordnet ist, daß sich bei seiner Verschwenkung eine die Kontaktstelle an der unteren Sockelfläche blank scheuernde Relativbewegung zwischen dem elektrischen Kontaktglied (18) und dem Fuß'kontakt einer eingeschobenen Blitzlampe senkrecht zur Achse (2) der Lampenfassung ergibt.
  10. 10. Blitzlichtgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied (18) des Auswerferhebels (15) an seiner Arbeitsfläche feilenartig geriffelt ist.
  11. 11. Blitzlichtgerät nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die der Einführung der Haltestifte der Blitzlampen dienenden ausgebuchten Nuten (3) der Lampenfassung (1) ganz oder auf einem Teil ihrer Länge schraubenförmig verlaufen.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 864 059;
    USA.-Patentschriften Nr. 2485014, 2477895, 384 327.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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