DEV0004796MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Juli 1952 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die bekannten Gasmengenmesser haben vor allem bei höherem Gasverbrauch einen Druckverlust, der
15 mm Wassersäule übersteigt. Bei den Zwei- oder Vierkammerzählern ist dieser hohe Druckverlust
vor allem auf die ungünstige Führung des Gasstromes innerhalb des Zählers zurückzuführen. Das
Gas muß nicht nur Stellen mit geringem Querschnitt passieren, sondern erleidet mehrfach Umleitungen
seiner Strömungsrichtung. Hierdurch entstehen vielerorts Wirbel, zu deren Überwindung
ein merklicher Energiebetrag dem Gas entzogen wird. ■
Gegenstand der Erfindung ist ein Gasmengenzähler mit geringem Druckverlust nach dem
Kammerprinzip, bei dem das auf direktem Weg in eine Kammer einströmende Gas durch geeignete
Formgestaltung des Eintrittskanals und der Kammer einen Hauptwirbel bildet, der beim öffnen
der Kammer durch seine Zentrifugalkraft ohne Änderung seines Umdrehungssinnes direkt aus
dem Ausgangsstutzen abströmt.
Die vorliegende Erfindung zeichnet sich durch eine besonders einfache Gasstromführung aus. Der
bei der Füllung einer Kammer vor allem bei hohem Gasverbrauch unvermeidliche Gaswirbel wird
außerdem unter Vermeidung von Nebenwirbeln so geführt, daß er seine kinetische Energie beim
späteren Entleeren der Kammer wenigstens zum
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Teil wieder in die Strömungsrichtung des Ausgangsstutzens abgeben kann. Die Abb. ι bis 5
sollen das Wesentliche der vorliegenden Erfindung im Beispiel eines Zweikammerzählers, erläutern.
Der Gasmesser mit dem Eingangsstutzen 1 und
, ' dem Ausgangsstutzen 2 weist fünf voneinander gasdichte
Räume 3, 4, 5, 6, 7 auf. 3 ist der an 1 an-. geschlossene Eintrittsraum,. 4 der an 2 angeschlossene
Austrittsraum. 5 und 6 sind die beiden Meßkammern, von denen in Abb. 1, 2 und 4 nur
die vordere zu sehen ist, und 7 ist der Meßraum, der mit dem Außenraum in Verbindung stehen
kann. Die die Meßkammern 5, 6 voneinander abdichtende Membran 8 bewegt sich in Abb. 1, 2
und 4 in einer senkrecht zur Zeichen ebene stehenden
Richtung, in Abb. 3 und 5 in der Zeichenebene von links nach rechts- (Abb. 5) oder von rechts
nach links (Abb. 3). Die in allen Abbildungen eingezeichneten Pfeile kennzeichnen das Strömungsfeld
des Gasstromes in seinen wesentlichen Zügen, wobei von unvermeidlichen kleinen Nebenwixbeln
usw. abgesehen werden soll. Die Räume 3 und 4 sind von den Kammerräumen 5 und 6 , durch ein
Ventilsystem abgeschlossen, das aus zwei gasdicht auf einem Rost 9 gleitenden Flächeristücken 10, 11
und einem Doppelhebel 12 gebildet ist, der sich im Zweispitzenlager 13 dreht. An diesem ist ein
flexibles Dichtungsleder 14 angebracht, das die Räume 3 und 4 gegeneinander abdichtet. In den
Ventilplatten 10 und 11 und im Rost sind Öff-,
<; nungen derart angebracht, daß in Ventilendstellung entweder Kammer 3 mit S und Kammer 6 mit 4
(Abb. 2 und 3) oder Kammer 3 mit 6 und Kammer 5 mit 4 (Abb. 4 und 5) verbunden sind. Sobald die
Membran 8 dem Gasdruck weichend eine gewisse Endstellung erreicht hat, wird über den Übertragungsmechanismus
15 eine Abreißvorrichtung 16 freigegeben, so daß das Ventilsystem 9, 10, 12
dem Druck der inzwischen gespannten Ventilfeder 17 folgend in die andere Ventilendstellung umspringt
und dadurch die volle Kammer sich zu entleeren und die leere Kammer sich zu füllen beginnt.
Eine weitere Kuplung 18, 19, die beispielsweise auch magnetisch sein kann, überträgt die Bewegung
des Ventilsystems auf das Impulszählwerk 20, das die Zahl der Membranhübe mißt.
Füllt sich nun z.B., wie in Abb. 2 und 3, die vordere Kammer 5, sd daß die Membran nach hinten
zurückweicht, so bildet das einströmende Gas
50, einen großen, durch die Pfeile 21 markierten
Wirbel, dessen ältere, durch den Pfeil 22 markierten Teile im hinteren Teil der Kammer 5 nahe
der Membran liegen. Sobald nach Füllung der Kammer 5 der Weg zum Austrittsraum 4 frei-
55. gegeben wird (Abb. 4 und 5), gelangt zunächst der junge, durch die Pfeile 23 markierte Teil des
Wirbels in den Ausgangsstutzen. Bei weiterer Entleerung der Kammer 5 kann schließlich auch der
ältere, durch den Pfeil 24 markierte Teil des ' Wirbels seine kinetische Energie, soweit noch vorhanden,
in den Ausströmkanal abgeben. In der sich nun füllenden Kammer 6 wiederholt sich der Vorgang:
Ein Wirbel 25 bildet sich aus, dessen ältere Partie 26 der zurückweichenden Membran 8 folgt.
Claims (6)
1. Gasmengenzähler mit' geringem Druckverlust
nach dem Kammerprinzip, dadurch gekennzeichnet, daß das auf direktem Weg in eine
Kammer einströmende' Gas durch geeignete Formgestaltung des Eintrittskanals und der
Kammer einen Hauptwirbel bildet, der beim Öffnen der Kammer durch seine Zentrifugalkraft
ohne Änderung seines Umdrehungssinnes direkt aus dem Ausgangsstutzen abströmt.
2. Gasmengenzähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein Eingangsstutzen
den Gasstrom direkt auf die gesonderten Eingänge zu den beiden Kammern führt und zwei
gesonderte Ausgänge beider Kammern direkt in den Ausgangsstutzen münden.
3. Gasmengenzähler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß er aus vier gegeneinander
gasdichten Haupträumen gebildet wird.
4. Ventilsystem für den nach Anspruch 1 bis 3 gekennzeichneten Zähler, dadurch gekennzeichnet,
daß es insgesamt vier Öffnungen beaufschlagt, von denen jeweils zwei wechselseitig
geöffnet und geschlossen sind, derart, daß stets eine Meßkammer direkt mit dem Eingangsraum
und nur mit diesem und die andere Meßkammer mit dem Ausgangsraum und nur mit diesem in Verbindung steht.
5. Ventilsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Eintrittsraum und
ein im Austrittsraum arbeitender Schieber mittels feines Doppelhebels miteinander gekoppelt
sind, wobei sich dieser Doppelhebel um ein Zweispitzenlager dreht, an dem eine flexible
Wand zur gasdichten Trennung des Eintrittsraumes vom Austrittsraum angebracht ist.
6. Gasmengenzähler nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilschaltzeit
kurz ist gegenüber einer Kammerfüllzeit, daß weiterhin unabhängig vom Gasverbrauch
jede Umschaltung erst erfolgt, " wenn die Membran eine genau vorgeschriebene Strecke
zurückgelegt hat und das Zählwerk nur die Zahl der Membranhübe mißt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 52T/23T 5.56
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