DEV0004268MA - - Google Patents

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DEV0004268MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Januar 1952 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von insbesondere' aus Hartholz bestehenden, mit einer Deckplatte bzw. einem Deckbrett verbundenen Führungsleisten für rollende oder gleitende Aufhänger für Gardinen und Vorhänge. Es ist bekannt, die Nuten für die Führung der Aufhänger aus einer vollen Holzleiste herauszufräsen.
Es sind Führungsleisten aus Holz bekannt, bei denen die eigentlichen Führungsnuten . für die Laufrollen oder Gleiter durch entsprechende Einfräsungen in die ursprünglich volle Leiste erzeugt sind. Infolge der in Vergleich zu einer Metallschiene unebeneren Laufflächen laufen oder gleiten bei diesen Holzschienen die Aufhänger nicht nur geräuschvoller, sondern letztere müssen auch größer sein, um zu vermeiden, daß sie die Laufflächen mit der Zeit verschleißen und aufrauhen.
Es hat bisher nicht an Vorschlägen gefehlt, diese Nachteile zu beseitigen. Beispielsweise ist vorgeschlagen worden, die Führungsnuten einer hölzernen Laufschiene mit einer Metallauskleidung zu versehen, was aber keinen Fortschritt ergibt; denn es handelt sich dabei eigentlich um nichts anderes, als daß eine metallene Führungsschiene zusätzlich noch mit einer Holzumkleidung versehen wird. Der hierfür notwendige fertigungstechnische Aufwand steht in keinem Verhältnis zu der damit erzielten Verbesserung der Laufeigenschaften, welche nur durch die Metallauskleidung gegeben
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ist, die für sich bereits eine ausreichend stabile Führungsschiene darstellt.
Nach einem anderen Vorschlag wird von einer aus zwei getrennten .'Seitenteilen und einem Deckbrett zusammengesetzten hölzernen Führungsschiene ausgegangen, bei welcher die Laufbahnen in den Seitenteilen vor dem Zusammensetzen der Schiene einer Glättungsbehandlung durch Imprägnieren mit Wachs unterzogen werden. Hierdurch ist zwar ein leichterer Lauf bzw. ein leichteres Gleiten der Aufhänger erzielt. Es besteht aber immer noch der Nachteil, daß durch die beim Zu-, sammenbau der einzelnen Teile unvermeidbaren Toleranzen Unterschiede in der Breite des Führungsschlitzes sowie in der Höhe und Symmetrie der Laufflächen zueinander, Verwindungen der Laufflächen u. dgl. auftreten können, was den Lauf bzw. das Gleiten der Aufhänger ungünstig beeinflußt.
Von den bekannten Herstellungsverfahren unterscheidet sich das nach der vorliegenden Erfindung weitergebildete und verbesserte Verfahren im wesentlichen dadurch, daß in die Oberseite einer Holzleiste zunächst eine Längsnut eingefräst wird, deren Profil der Laufrille und dem Laufschlitz für die Aufhänger entspricht, ,worauf die Nut durch Verbindung der Leiste mit der Deckplatte bzw. dem Deckbrett geschlossen und auf der gegenüberliegenden Seite durch Wegnahme des den Führungsschlitz abdeckenden Teils der Leiste geöffnet wird. Dadurch wird die genau gleiche Höhe und Symmetrie der Laufflächen sowie die gleichmäßige Breite das Laufschlitzes gewährleistet, wodurch eine genaue Führung der Aufhänger erreicht ist, weil diese sich nicht mehr verkanten, abgleiten oder festklemmen können. Das neue Herstellungsverfahren erfordert weniger Arbeitsgänge als die bisherigen und ist deshalb auch billiger.
Ein Merkmal der Erfindung besteht ferner darin, daß die Flächenbereiche der auf der Oberseite der Leisten eingefrästen'Nut, welche als Laufbahn für die Gardinenaufhänger dienen, vor der Befestigung der Deckplatte bzw. des Deckbrettes durch eine an sich bekannte Druckbehandlung, z. B. durch eine Druckrolle verdichtet werden. Durch diese Verdichtung werden einwandfrei glatte Laufflächen erzielt, die einen ruhigen und leichten Lauf der Aufhänger gewährleisten, und gleichzeitig erreicht, daß die für Metallschienen gebräuchlichen kleinen Aufhänger verwendet werden können, da die verdichteten Laufflächen verschleißfest sind und sich nicht mehr weiter eindrücken lassen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung der das bevorzugte Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. ι bis 4 die Verfahrensschritte zur Herstellung von Führungsleisten,
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine komplette Aufhängeeinrichtung.
Durch die diagonale Spaltung eines Vierkantholzes werden zwei dreikantige Hartholzleisten gewonnen, aus denen in folgender Weise zwei Führungsschienen gearbeitet und mit dem Gardinenbrett verbunden werden. Die Holzleiste 1 wird in eine Spannleiste 2 eingelegt und mit einem Profilfräser 3 eine Rille 4 und ein nicht durchgehender Schlitz 5 für die Laufrollen eingefräst. Zur Begrenzung der Breite werden mittels zweier Kantenfräser 6 die beiden oberen Ecken der Leiste 70 ■ weggenommen. Nach diesem Arbeitsgang kommt die Leiste auf eine zweite Spannleiste, auf der die Laufflächen 7 durch eine unter Druck stehende Rolle 8 gleichmäßig verdichtet werden. Infolge ihrer Form und satten Auflage kann sich die Leiste nicht verziehen oder in anderen Teilen deformieren. Der einfacheren Darstellung wegen sind diese beiden Arbeitsgänge in den Fig. 1 und 2 auf einer Spannleiste zusammen gezeigt. . Zur Herstellung einer Aufhängeeinrichtung mit doppelter Führungsschiene werden nach der Verdichtung der Laufflächen zwei. in eine doppelte Spannieiste 9 eingelegte Leisten 1 auf ein Gardinenbrett 10 geleimt, das währenddessen durch ein Gewicht 11 beschwert wird. Nachdem der Leim erhärtet ist, werden die beiden Hälften der Führungsschienen durch Wegnahme der sie unterhalb der Schlitze 5 verbindenden Spitzen 12 getrennt. Dies kann entweder durch Ausfräsen in der an der linken Führungsschiene gezeigten Querschnittsform oder einfach durch glattes Abhobeln der Spitzen 12 geschehen, wodurch die an der rechten Führungsschiene der Fig. 4 dargestellte Form der Außenseiten entsteht.
Fig. 5 zeigt an einer montierten Aufhängeeinrichtung mit einer Führungsschiene von anderer äußerer Form die Auflage einer aus einer Kugel gearbeiteten Laufrolle 13 auf den gehärteten Laufflächen 7. Der Schlitz 5, durch den,die Gardinenklammer 14 hängt, ist auf der ganzen Länge der Schiene gleich breit, so daß die Rollen nicht tiefer gleiten können. Am Gardinenbrett ist durch Winkel 15 eine Zierleiste 16 befestigt. Der Gardinenkasten ist mittels Klemmen 17 mit in der Wand 18 befestigten Gardineneisen 19 verbunden.
Die Außenflächen der Führungsschienen können geglättet und poliert oder gefärbt werden. Sie erhalten dadurch ein dekoratives Aussehen, das es ermöglicht, die Zierleiste schmäler zu halten oder zur Abdeckung der Aufhängung nur einen schmalen Stoff streif en anzubringen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung von insbesondere aus Hartholz bestehenden, mit einer Deckplatte bzw. einem Deckbrett verbundenen Führungsleisten für rollende oder gleitende Aufhänger für Gardinen und Vorhänge, dadurch gekennzeichnet, daß in die Oberseite einer. Holzleiste zunächst eine Längsnut eingefräst wird, deren Profil der Laufrille und dem Laufschlitz für die Aufhänger entspricht, worauf die Nut durch Verbindung der Leiste mit der Deckplatte bzw. dem Deckbrett geschlossen und auf der gegenüberliegenden Seite
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    der Leiste durch Wegnahme des den Führungsschlitz abdeckenden Teils der Leiste geöffnet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch, gekennzeichnet, daß die Flächenbereiche der auf der Oberseite der Leisten eingefrästen Nut, welche als Laufbahn für die Gardinenaufhänger dienen, vor der Befestigung der Deckplatte bzw. ■ des Decbbrettes durch eine an sich bekannte Druckbehandlung, z. B. durch eine Druckrolle verdichtet werden.
  3. 3. Verfahren mach den Ansprüchen ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dreieckig profilierte Leisten verwendet werden, die vorzugsweise durch diagonales Trennen von Vierkanthölzern hergestellt sind.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 291 945, 441 504, 701;
    schweizerische Patentschrift Nr. 167758; USA.-Patentschrift Nr. 1 403 722.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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