DEV0002840MA - Schalter, insbesondere zum Einbau in elektrische Schalt- und Steuergeräte - Google Patents
Schalter, insbesondere zum Einbau in elektrische Schalt- und SteuergeräteInfo
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Description
Bekannt sind insbesondere aus dem Rundfunkgerätebau Schalter, die durch Drehen ihrer Achse betätigt werden. Bei diesen bekannten Ausführungen wird aber das Schließen und Öffnen von Kontakten nicht unmittelbar durch ein Drehen der Achse veranlasst, vielmehr sind mit den massiven Achsen Exzenterscheiben oder Hebel verbunden, die zur Kontaktbetätigung dienen.
Auch Hohlachsen fanden bei solchen Schaltern Verwendung, insbesondere zur Bedienung von zwei axial hintereinander angeordneten Schaltern. Hierbei wurde der eine Schalter durch die Hohlachse, der andere durch eine diese durchdringende massive Achse betätigt. Diese bekannten Schaltmittel sind im übrigen hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer mechanischen Auslegung kaum geeignet, größerer Leistungen zu bewältigen.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, einen oder mehrere Schalter unmittelbar durch eine oder andere Achsen zu betätigen und außerdem letztere gleichzeitig zur Halterung der Schalter innerhalb eines Gehäuses zu verwenden.
Erfindungsgemäß wird bei Schaltern mit festen und beweglichen Kontakten, die durch eine Drehbewegung ihrer Achse geöffnet oder geschlossen werden, die Achse im Bereich der beweglichen Kontakte selbst als Nocken ausgebildet, der unmittelbar die Kontaktbetätigung vornimmt.
Der neue Schalter besteht im wesentlichen aus zwei mit Abstand voneinander drehbar gelagerten Kontaktträgern, die durch einen Kraftspeicher kraftschlüssig verbunden sind. Zwischen diesen beiden Kontaktträgern ist die als Nocken ausgebildete Achse ange-
ordnet, die die beweglichen Kontaktträger wechselweise oder beide gleichzeitig gegen ihre angeordneten Festkontakte drückt. Die Kontaktträger selbst sind in einem Isolierhohlkörper gelagert, der mit einer Metallverstärkung versehen ist, die zwei Stellschrauben enthält. Die Justierung des Schalters innerhalb eines Gehäuses ist damit wesentlich vereinfacht. Es genügt lediglich eine einzige Bohrung entsprechend dem Achsdurchmesser des Schalters, um diesen innerhalb eines Gehäuses einwandfrei zu lagern. Dieser Art Befestigung kommt insbesondere dann Bedeutung zu, wenn die Flächen des verwendeten Gehäuses nicht vollkommen eben sind, wie z.B. bei Gussgehäusen. Der Schalter, dessen Achse in der Bohrung eindeutig geführt ist, kann dann durch Anziehen der Stellschrauben ohne besondere Vorkehrungen, z.B. durch Schaffen von Passflächen, trotzdem in der gewünschten Lage gehalten werden.
Gemäß der weiteren Erfindung ist es aber auch durchaus möglich, mehrere Schalter axial hintereinander anzuordnen. Sämtliche Schalter durchdringt dann eine entsprechend längere Welle, die jeweils im Bereich der beweglichen Kontakte eines jeden Schalters als Nocken ausgebildet ist. Hierbei kann die Welle so gestaltet sein, dass die Nocken zu einer angenommenen Nullstellung sämtlich die gleiche Winkellage oder aber auch untereinander abweichende Winkellagen haben. Diese Art der Ausführung bietet die Möglichkeit, durch Drehen der Achse Schaltkommandos in einer vorgeschriebenen Reihenfolge zu veranlassen.
Mehrere achsgleich hintereinander angeordnete Schalter können aber auch nach einer geringfügigen Abwandlung des einzelnen Schalters dazu verwendet werden, die Schalter willkürlich und in beliebig wählbaren Zeitabständen fremd zu beeinflussen. Zu diesem Zweck ist es nun erforderlich, die Achse eines jeden Schalters als Hohlachse auszubilden. Reiht man dann mehrere solcher Schalter mittels ihrer Hohlachsen auf einer beiderseits gelagerten massiven Welle auf, dann besteht die Möglichkeit, die Schalter einzeln oder gruppenweise fremd zu steuern. Man ist dann in der Wahl des Schalttaktes völlig frei, während im erst erwähnten Falle bei Verwendung einer gemeinsamen, alle Schalter durchdringenden massiven Achse die Schaltfolge eine Funktion der Drehung dieser Achse ist.
Der neue Schalter soll anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Bild 1 zeigt einen teilweisen Schnitt. Innerhalb eines Isolierhohlkörpers 1 mit vorzugsweise quadratischem Querschnitt sind die festen Kontakte 2, die beweglichen Kontaktträger 3 und diese steuernde Achse 4 angeordnet. Zweckmäßig befestigt man die Festkontakte 2 auf zwei gegenüberliegenden Flächen des Isolierkörpers 1, während die Achse 4 die dazu senkrecht stehenden Flächen des Isolierkörpers durchdringt. In den letztgenannten Flächen des Gehäuses liegen auch die Drehpunkte der beweglichen Kontaktträger 3. Sie bestehen aus je einem Isolierstoffteil 5, dessen eines Ende in einer Metallfassung 6 gehaltert ist, die zusammen mit den Achsen 7 den Drehpunkt des Kontaktträgers bildet. Der bewegliche Kontakt 8 ragt über den Isolierteil 5 hinaus und bei einer Schwenkbewegung nach rechts wird er sich gegen den festen Kontakt 2 anlegen. Der zweite bewegliche, um den Drehpunkt 9 schwenkbaren Kontaktträger ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Dieser Kontaktträger und der aus der Zeichnung erkennbare sind untereinander durch eine Feder 10 kraftschlüssig verbunden. Wird die als Nocken ausgebildete Welle 4 gedreht, dann wird je nach der Stellung der Nocken der eine oder andere Kontaktträger mit seinen angeordneten Festkontakten in Verbindung treten. Verdreht man jedoch die Achse 4 so, dass die geschliffene Nockenfläche nach oben steht, dann ist der Durchmesser der Achse wirksam, was zur Folge hat, dass die beiden Kontaktträger gleichzeitig gegen ihre Festkontakte gedrückt werden. Je nach Wahl des Anschliffes des Nockens ergeben sich, wie aus Bild 2-5 ersichtlich, mehrere Schaltzustände. In dieser schematischen Darstellung ist mit 4 wieder die Achse bezeichnet, die Festkontakte mit 2 und die beweglichen Kontakte mit 8. 10 ist der die beiden beweglichen Kontaktträger 5 verbindende Kraftspeicher.
Bild 6 zeigt, wie der neue Schalter innerhalb eines Gehäuses in einfachster Weise befestigt werden kann. Das Gehäuse 11, beispielsweise ein Gussgehäuse, weist lediglich eine Bohrung 12 entsprechend dem Durchmesser der Achse 4 auf. Die Justierung des Schalters innerhalb des Gehäuses erfolgt durch die beiden Stellschrauben 13, die auch aus Bild 1 erkennbar sind. Sie durch-
dringen seitliche Vorsprünge einer Metallversteifung 14 des Isolierstoffkörpers 1.
Infolge der kraftschlüssigen Verbindung der beweglichen Kontaktträger untereinander mittels eines Kraftspeichers unter Verwendung einer Achse mit angeschliffenen Nockenflächen ist stets die Gewähr dafür gegeben, dass in den jeweils gewählten Schaltstellungen eine stoß- und lagensichere Kontaktgabe erfolgt.
Claims (7)
1.Schalter mit festen und beweglichen Kontakten, die durch die Drehbewegung einer Achse geöffnet oder geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse im Bereich der beweglichen Kontakte selbst als Nocken ausgebildet ist, der unmittelbar die Kontaktbetätigung vornimmt.
2. Schalter nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei mit Abstand voneinander drehbar gelagerte Kontaktträger durch einen Kraftspeicher kraftschlüssig verbunden sind und das je nach der Stellung der als Nocken wirkenden Achse die beweglichen Kontaktträger wechselweise oder beide gleichzeitig gegen ihre zugeordneten Festkontakte gedrückt werden.
3. Schalter nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Festkontakte auf zwei einander gegenüberliegenden Wandungen eines Isolierhohlkörpers vorzugsweise quadratischen Querschnittes angeordnet sind und dass zwischen den im lichten Raum des Isolierkörpers schwenkbaren Kontaktträgers die als Nocken wirkende Achse durchgeführt ist, die ebenso wie die Drehachsen der beweglichen Kontaktträgern die Flächen des Isolierkörpers durchdringen, die senkrecht zu den die Festkontakte tragenden Flächen stehen.
4. Schalter nach Patentanspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper eine Metallverstärkung mit seitlich abgebogenen Vorsprüngen aufweist, die zwei Stellschrauben durchsetzen, welche in Verbindung mit der nur in einer Bohrung gelagerten Schalterachse den Schalter auch in Gehäusen mit unebenen Wänden, z.B. Gussgehäusen, lagensicher festhalten.
5. Aus mehreren Schaltern nach Patentanspruch 1 bis 4 zusammengesetzte Schaltanordnung, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schalter durchdringende Achse gesteuert sind, die jeweils im Bereich der beweglichen Kontakte eines jeden Schalters als Nocken ausgebildet ist, wobei diese Nocken zu einer Nullstellung gleiche oder verschiedene Winkellagen haben können.
6. Schalter nach Patentanspruch 1 bis 4 und Anordnung nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die als Nocken wirkende Schalterachse eine Hohlachse ist.
7. Aus mehreren Schaltern nach Patentanspruch 6 zusammengesetzte Schaltanordnung, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schalter mit Hohlachsen hintereinander auf einer gemeinsamen, beiderseits gelagerten Trägerwelle angeordnet sind und dass die einzelnen Hohlachsen der Schalter unabhängig voneinander oder gruppenweise durch Einzelantriebe im Ein- und Ausschaltsinn drehbar sind.
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