DEV0001015MA - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Mineralfasern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Mineralfasern

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DEV0001015MA
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Germany
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mineral fibers
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glass powder
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Original Assignee
Vögele, Paul, Dr., Litzelstetten
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Mineralfasern wie beispielsweise Glaswolle oder -Watte, Schlackenwolle, Steinwolle und dgl.
Die Mineralfasern gewinnen als Grundsubstanz für Formkörper wie Platten, Rohre, Schalen und dgl. immer mehr an Bedeutung, da sie gegenüber den sonst bisher meist verwendeten pflanzlichen Fasern wie Holzfasern, Stroh, Gräser usw. einige wichtige Vorzüge besitzen. Diese Vorzüge bestehen hauptsächlich in der ausserordentlich hohen Widerstandsfähigkeit der Mineralfasern gegenüber Feuchtigkeit und chemische Angriffe aller Art, in ihrer absoluten Beständigkeit gegen Bakterien, Fäulniserreger und dgl. sowie in der hohen Temperaturbeständigkeit und völligen Unbrennbarkeit. Schliesslich besitzen die Formkörper aus Mineralfasern, sofern sie nicht besonders hoch verdichtet sind, ausgezeichnete Isoliereigenschaften gegen Wärme und Schall.
Es sind daher schon Versuche unternommen worden, Formkörper aus Mineralfasern unter Zuhilfenahme der üblichen Bindemittel wie Wachse, Bitumen, Leime, Harze, Kunstharze und dgl. herzustellen. Die hochwertigeren dieser Bindemittel bringen aber eine Verteuerung mit sich, welche die Erzeugnisse aus Mineralfasern in manchen Fällen nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber solchen aus pflanzlichen Faserstoffen erscheinen lässt. Ausserdem werden die oben aufgeführten vorteilhaften Eigenschaften der Mineralfasern durch diese Bindemittel mehr oder weniger ungünstig beeinflusst.
Vorliegende Erfindung überwindet diese Nachteile. Sie besteht darin, mineralisches Fasermaterial mit solchem Glaspulver, welches einen niedrigeren Schmelzpunkt als das Fasermaterial hat, zu mischen, die Mischung bei Temperaturen zwischen dem Schmelzpunkt des Glaspulvers und dem Sinterungspunkt der Mineralfasern unter Druck zu verformen und unter Druck bis unterhalb des Schmelzpunktes des Glaspulvers abzukühlen.
Das in dem Fasermaterial fein verteilte Glaspulver übernimmt die Rolle eines Bindemittels, indem es, nachdem das Fasermaterial auf die gewünschte Dichte und in die gewünschte Form gebracht worden ist, vorübergehend geschmolzen wird und wieder erstarrt. Dadurch werden die einzelnen Fasern an ihren Berührungsstellen miteinander verschweisst. Das Gefüge hält dann fest in sich zusammen, wodurch dem Material Formbeständigkeit und Festigkeit verliehen wird.
Wichtig ist, dass keine so hohen Temperaturen angewandt werden, dass die Fasern sintern, weil sie dadurch spröde würden. Die Fasern selbst dürfen sich nicht verändern, damit ihre Elastizität erhalten bleibt.
Die Verschweissung der Fasern nach dem erfindungsgemässen Verfahren ist ausserordentlich fest und widerstandsfähig und wird weder durch Feuchtigkeit noch durch die meisten Chemikalien noch durch Temperaturen bis dicht unterhalb des Schmelzpunktes des Glaspulvers angegriffen. Nicht zuletzt stellt das Glaspulver ein wohlfeiles Bindemittel zur Herstellung der Formkörper dar.
Ausführungsbeispiele
1.) Basaltwolle wird mit 10% ihres Gewichtes mit feinem Glaspulver vom Schmelzpunkt etwa 500°C gemischt, zwischen Heizplatten bei ca. 650°C gepresst und geformt und unter Druck bis unter 500°C abgekühlt. Man erhält auf diese Weise Platten, Schalen, Rohre und dgl. Formteile.
2.) Glaswatte vom Erweichungspunkt 600 - 650°C wird mit 15% ihres Gewichtes mit feinem Glaspulver vom Schmelzpunkt ca. 400°C gemischt und bei 500 - 550°C zwischen Heizplatten zu Platten gepresst. Der Druck wird beibehalten, bis sich die Masse unter 400°C abgekühlt hat.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Mineralfasern, dadurch gekennzeichnet, dass das Fasermaterial mit solchem Glaspulver, welches einen niedrigeren Schmelzpunkt als das Fasermaterial hat, gemischt, die Mischung bei Temperaturen zwischen dem Schmelzpunkt des Glaspulvers und dem Sinterungspunkt der Fasern unter Druck verformt und unter Druck bis unterhalb des Schmelzpunktes des Glaspulvers abgekühlt wird.

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