DEV0000547MA - Kraftfahrzeug für kleine und mittlere Nutzlasten - Google Patents

Kraftfahrzeug für kleine und mittlere Nutzlasten

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DEV0000547MA
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Germany
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vehicle
gravity
center
laid
motor vehicle
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English (en)
Original Assignee
Volkswagenwerk GmbH, Wolfsburg
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Kraftfahrzeug für kleine und mittlere Nutzlasten, dessen Tragfähigkeit etwa so gross wie das Eigengewicht ist, besonders einen als Lieferwagen, Kleinomnibus, Krankenwagen oder dgl. einzurichtenden Kraftfahrzeugtyp. Die Erfindung bezweckt, ein Kraftfahrzeug der genannten Art zu schaffen, das bei geringem Eigengewicht eine möglichst grosse Nutzlast zu befördern gestattet und hiermit die Vorteile bester Fahreigenschaften, insbesondere äusserst geringer Neigung zu Schwingungen, insbesonders Nickschwingungen, sowohl bei beladenem als auch bei unbeladenem Fahrzeug, guter Strassenlage, Wendigkeit und grosser Dauerhaftigkeit verbindet. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass der Schwerpunkt des den Fahrerraum enthaltenden Teiles des Fahrzeuges einschliesslich des Fahrers vor der durch die Vorderradmitten gelegten senkrechten Ebene, der Schwerpunkt des die Antriebsvorrichtung enthaltenden Teiles des Fahrzeuges einschliesslich der Betriebstoffe hinter der durch die Hinterradmitten gelegten senkrechten Ebene liegt, während der Nutzraum sich im wesentlichen zwischen den durch die Vorderradmitten und Hinterradmitten gelegten senkrechten Ebenen erstreckt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen
Abb. 1 ein Kraftfahrzeug gemäss der Erfindung in der Einrichtung als Lieferwagen in Seitenansicht,
Abb. 2 ein Kraftfahrzeug entsprechend Abb. 1 in der Einrichtung als Krankenwagen,
Abb. 3 ein Kraftfahrzeug entsprechend Abb. 1 in der Einrichtung als Kleinomnibus.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Abb. 1 ist das Kraftfahrzeug durch die senkrechten Querebenen 16 und 17 derart unterteilt, dass ein vorderer Teil 1, ein mittlerer Teil 5 und ein hinterer Teil 3 gebildet sind. Der vordere Teil 1 enthält den Fahrerraum, der hintere Teil 3 enthält die Antriebvorrichtung, während der mittlere Teil 5 als Nutzraum eingerichtet ist. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 ist der mittlere Teil 5 für die Benutzung des Kraftfahrzeuges als Lieferwagen eingerichtet. Die Abb. 2 zeigt die Einrichtung des mittleren Teiles 5 für die Beförderung von Kranken, während Abb. 3 im mittleren Teil 5 die Anordnung von Sitzen für die Benutzung des Kraftfahrzeuges als Kleinomnibus zeigt. Der vordere Teil 1 mit dem Fahrerraum ist durch eine oder zwei seitliche Türen 18, die um Scharniere 19 schwenkbar sind, zugänglich. Der Nutzraum 5 ist durch eine oder mehrere Türen 20 auf einer oder beiden Seiten des Fahrzeuges zugänglich. Zur Wartung der Antriebvorrichtung ist vorzugsweise eine Tür oder eine Klappe an der Rückwand des Fahrzeuges vorgesehen.
Um besondere günstige Fahreigenschaften in Verbindung mit der Bemessung der Abfederungen der Vorderräder und Hinterräder sowie eine grosse Dauerhaftigkeit der beanspruchten Teile zu erzielen, sind gemäss der Erfindung besondere Massnahmen für die Anordnung der verschiedenen Teile getroffen.
Der Schwerpunkt des vorderen Teiles 1 des Fahrzeuges ist in Abb. 1 mit 2 bezeichnet, während der Schwerpunkt des hinteren Teiles 3 des Fahrzeuges mit 4 bezeichnet ist. Der Gesamtschwerpunkt des Fahrzeuges ist mit 6 bezeichnet. Wird durch den Gesamtschwerpunkt 6 eine senkrechte Querebene 11 gelegt, so wird das Fahrzeug dadurch in einen vorderen Teil 12, dessen Schwerpunkt mit 13 bezeichnet ist, geteilt. Die einzelnen Massen des Fahrzeuges sind nun derart verteilt und angeordnet, dass der Schwerpunkt 2 des den Fahrerraum enthaltenden Teiles 1 des Fahrzeuges einschliesslich des Fahrers vor einer durch die Vorderradmitten 7 gelegten senkrechten Ebene 8 und der Schwerpunkt 4 des die Antriebvorrichtung enthaltenden Teiles 3 des Fahrzeuges hinter einer durch die Hinterradmitten 9 gelegten senkrechten Ebene 10 liegt, während der Nutzraum 5 sich im wesentlichen zwischen den durch die Vorderradmitten 7 und die Hinterradmitten 9 gelegten senkrechten Ebenen 8 bzw. 10 erstreckt. Zu diesem Zwecke werden die Betriebstoffe, vorzugsweise auch die Ersatzteile und Werkzeuge, in dem Teil 3 des Fahrzeuges in entsprechender Weise untergebracht.
Bei dieser Anordnung erstreckt sich der Nutzraum 5 vorzugsweise höchstens über etwa die halbe Länge des Fahrzeuges.
Eine weitere Massnahme besteht darin, dass der Schwerpunkt 13 des vorderen Teiles 12 des Fahrzeuges, der durch die durch den Gesamtschwerpunkt 6 des unbeladenen, mit dem Fahrer besetzten Fahrzeuges gelegte senkrechte Querebene 11 begrenzt ist, von dem Schwerpunkt 15 des durch die gleiche Querebene 11 begrenzten hinteren Teiles 14 des Fahrzeuges einen Abstand von mindestens der Grösse des Radstandes hat.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Anordnung so getroffen, dass der Schwerpunkt 13 des vorderen Teiles 12 des Fahrzeuges, der durch die durch den Gesamtschwerpunkt 6 des unbeladenen, mit dem Fahrer besetzten Fahrzeuges gelegte senkrechte Querebene 11 begrenzt ist, vor der durch die Vorderradmitten 7 gelegten senkrechten Ebene 8 liegt.
Ferner ist es zweckmässig, dass der Schwerpunkt 15 des hinteren Teiles 14 des Fahrzeuges, der durch die durch den Gesamtschwerpunkt 6 des unbeladenen, mit dem Fahrer besetzten Fahrzeuges gelegte senkrechte Querebene 11 begrenzt ist, hinter der durch die Hinterradmitten 9 gelegten senkrechten Ebene 10 liegt.
Durch diese Massnahmen werden einerseits durch die von der Fahrbahn ausgehenden Stösse keine Nickschwingungen eingeleitet, die bei Fahrzeugen der genannten Gattung besonders bei geringer Zuladung als unangenehm empfunden werden. Andererseits sind besonders dadurch, dass die Nutzlast zwischen den durch die Vorderradmitten 7 und die Hinterradmitten 9 gelegten senkrechten Ebenen 8 bzw. 10 angeordnet ist, für alle 4 Räder des Fahrzeuges eine annähernd gleiche Belastung und ein möglichst geringer Belastungsunterschied bei voll beladenem und bei leerem Fahrzeug erzielt, so dass es möglich ist, die Abfederungen besonders weich zu gestalten. Dadurch ist bei den Fahrzeugen gemäss der Erfindung eine bei Fahrzeugen dieser Gattung bisher nicht erreichte nickschwingungsfreie und erschütterungsarme und somit angenehme und weich gefederte Beförderung der Nutzlast verwirklicht. Zugleich sind die Beanspruchungen der Fahrzeugteile erheblich vermindert und die Dauerhaftigkeit aller tragenden und durch Erschütterungen beeinflussten Teile erhöht.
Durch die gemäss der Erfindung zu treffende Wahl des Radstandes im Verhältnis zu den Längsausdehnungen der Nutz- und Betriebsräume des Fahrzeuges wird mit den Vorzügen einer guten Strassenlage des Fahrzeuges auch eine grosse Wendigkeit verbunden.
Damit ist ein Kraftfahrzeug für kleine und mittlere Nutzlasten geschaffen, das die Vorzüge eines geringen Eigengewichtes mit günstigsten Fahreigenschaften und grosser Dauerhaftigkeit vereinigt und dadurch auch für die Beförderung empfindlicher Lasten, z.B. in der Einrichtung als Krankenwagen, besonders geeignet ist.

Claims (5)

1) Kraftfahrzeug für kleine und mittlere Nutzlasten, dessen Tragfähigkeit etwa so gross wie das Eigengewicht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt (2) des den Fahrerraum enthaltenden Teiles (1) des Fahrzeuges einschliesslich des Fahrers vor der durch die Vorderradmitten (7) gelegten senkrechten Ebene (8), der Schwerpunkt (4) des die Antriebvorrichtung enthaltenden Teiles (3) des Fahrzeuges einschliesslich der Betriebstoffe hinter der durch die Hinterradmitten (9) gelegten senkrechten Ebene (10) liegt, während der Nutzraum (5) sich im wesentlichen zwischen den durch die Vorderradmitten (7) und Hinterradmitten (9) gelegten senkrechten Ebenen (8, 10) erstreckt.
2) Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzraum (5) sich höchstens über etwa die halbe Länge des Fahrzeuges erstreckt.
3) Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt (13) des vorderen Teiles (12) des Fahrzeuges, der durch eine durch den Gesamtschwerpunkt (6) des unbeladenen Fahrzeuges einschliesslich des Fahrers gelegte senkrechte Querebene (11) begrenzt ist, und der Schwerpunkt (15) des durch die gleiche Querebene (11) begrenzten hinteren Teiles (14) des Fahrzeuges voneinander einen Abstand von mindestens der Grösse des Radstandes haben.
4) Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt (13) des vorderen Teiles (12) des Fahrzeuges, der durch eine durch den Gesamtschwerpunkt (6) des unbeladenen, mit dem Fahrer besetzten Fahrzeuges gelegte senkrechte Querebene (11) begrenzt ist, vor der durch die Vorderradmitten (7) gelegten senkrechten Ebene (8) liegt.
5) Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt (15) des hinteren Teiles (14) des Fahrzeuges, der durch eine durch den Gesamtschwerpunkt (6) des unbeladenen, mit dem Fahrer besetzten Fahrzeuges gelegte senkrechte Querebene (11) begrenzt ist, hinter der durch die Hinterradmitten (9) gelegten senkrechten Ebene (10) liegt.

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