DEST009903MA - - Google Patents

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DEST009903MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Mai 1955 Bekanntgemacht am 8. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Hauptpatentanmeldung St 8676 VIIIa/2ia3 betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei denen die Teilnehmeranschlußleitungen mittels hochohrniger Kopplung gruppenweise zusammengefaßt sind. Gemäß der Erfindung dieser Hauptpatentanmeldung sind die Teilnehmeranschlußleitungen durch Kopplung in verschiedener Weise dekadenweise1 zusammengefaßt und die einzelnen Dekaden zu Hundertergruppen über Schaltmittel verbunden, bei deren Wirksamwerden eine Umschaltung auf die verschiedenartig zusammengefaßten Dekaden erfolgt. Eine derartige Anordnung gestattet eine einfache und sichere Identifizierung einer Leitung, wie sie beispielsweise zur Gebührenerfassung in Nebenstellenanlagen Anwendung findet.
Die vorliegende Erfindung zeigt in Weiterbildung der Hauptpatentanmeldung eine Anordnung, die es gestattet, unter Verwendung der im Hauptpatent gezeigten Identifizierungseinrichtung eine Berechtigungsausscheidung der Teilnehmer in vollamtsberechtigte und fernamtsberechtigte Teilnehmer durchzuführen, so daß in Nebenstellenanlagen, bei denen
■609 7Β/Ϊ65
St 9903 VIII a/21 as
eine Identifizierung gemäß der Hauptpatentanmeldung' Verwendung findet, die sonst erforderlichen Schalt- ^: mittel , zur Berechtigungsausscheidung eingespart werden können. Dies wird dadurch erreicht, daß mit Belegung einer.. abgehenden Verbindungseinrichtung die Identifizierungseinrichtung die anrufende Teilnehmeranschlußleitung zur Prüfung ihrer Verkehrsberechtigung feststellt und nach Beendigung des Gespräches eine erneute Identifizierung der Teilnehmeranschlußleitung zur Gebührenerfassung einleitet. Eine solche Anordnung bietet gegenüber der Hauptpatentanmeldung den Vorteil, daß die in der Hauptpatentanmeldung benötigten Schaltmittel zur Speicherung der identifizierten Teilnehmeranschlußleitung in Fortfall kommen, wenn gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung mit der Feststellung der Teilnehmeranschlußleitung zur Gebührenerfassung die Kennzeichnung dieser Leitung direkt zum Gebührendrucker übertragen wird. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn bei der Umlegung eines Ferngespräches der Teilnehmer, der das Gespräch übernommen hat, mit den nun weiter anfallenden Gebühren belastet werden soll. Die dafür in der Hauptpatentanmeldung, notwendigen zusätzlichen Speichermittel kommen in Fortfall, wenn gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung mit der Einleitung des Umlegevorganges die Umlegung so lange verzögert wird, bis die Identifizierung des Teilnehmers stattgefunden hat, der das Gespräch übergeben will.
Weitere Einzelheiten der Erfindung seien nun an Hand des in der Abbildung gezeigten Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Es sei angenommen, daß eine Nebenstelle in bekannter Weise nach Abgabe des Amtskennzeichens eine freie Amtsübertragung AUe belegt. Relais C spricht an und schaltet mit seinem Kontakt ei die Sprechadern zur Speisebrücke durch, so daß das Speiserelais A erregt wird. Kontakt «III schließt einen Stromkreis für das Belegungsrelais A1 der Amtsübertragung. Kontakt αϊIII schaltet das stark verzögerte Relais' V ein. Kontakt a 1 schaltet das Relais AN im Speicher Sp, der der Amtsübertragung zugeordnet ist, ein. Kontakt anl legt die zur Identifizierung der Nebenstelle erforderliche Wechselspannung an. Die Identifizierung der Nebenstelle erfolgt in der in der Hauptpatentanmeldung näher dargestellten bekannten Weise. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wurde die Identifizierung in vereinfachter Form dargestellt. Über
+, anll, fl, il.prl, SW,
wird der Antriebsmagnet des Suchwählers SFF erregt. Im Wechsel mit Relais / wird der Suchwähler gedreht, bis er mit seinem Arm swi auf die festzustellende Nebenstelle trifft und Relais PR anspricht, das mit seinem Kontakt prl den Stromkreis für den Antriebsmagneten des Suchwählers unterbricht. Über den eingestellten Wählerarm sw 2 des· Such Wählers wird die Berechtigung der Nebenstelle geprüft und,
-falls diese fernberechtigt ist, Relais FB erregt. Über Kontakt fbl wird Relais F erregt. Relais F hält sich über seinen eigenen Kontakt fll, welcher geschlossen wird, bevor Kontakt fill den Stromkreis für die Wicklung Γ des Relais F unterbricht. Über Kontakt '.. fly wird die Nebenstelle zum Amt durchgeschaltet. Die Nebenstelle kann nun in bekannter Weise die Fernverbindung aufbauen. Mit Kontakt fV wird der Stromkreis für das Relais ^4iV unterbrochen. Relais^AT fällt ab und unterbricht mit Kontakt anl den Kontrollstromkreis, so daß das Prüfrelais PR abfällt. Mit Abfall dieses Prüf relais wird in bekannter, nicht-dargestellter Weise der Rücklauf des Suchwählers SW in seine Nullstellung veranlaßt bzw. die Teilnehmeridentifizierungseinrichtung zur anderweitigen Feststellung freigegeben. Die während eines Gespräches eintreffenden Zählimpulse werden über die 16-kHz-Weiche zum Zählmagneten Z gegeben und dort gespeichert. Nach Beendigung des Gespräches fällt durch Einhängen des Hörers das Speiserelais A ab. Damit wird über
+, ail, all, si, AN,
Relais AN erneut erregt und somit über Kontakt anlV das Belegungsrelais A. 1 der Amtsübertragung gehalten. Mit Eintreffen des ersten Zählimpulses und Speicherung desselben im Zählmagneten Z war dessen Nullkontakt zo betätigt worden, so daß nun beim erneuten Ansprechen des Relais AN über
+, zo, anV, fVl, P(I), P(II), el, PA,
bei Freisein des Gebührendruckers Relais P und nach Kurzschließen seiner hochohmigen Wicklung II durch Kontakt p II Relais PA ansprechen. Über
+ , anll, pal, il, prl, SW,
wird der Antriebsmagnet des Suchwählers erregt und im Wechsel mit Relais / der Such wähler zur Teilnehmerfeststellung fortgeschaltet. Mit Einstellung des Suchwählers auf die Nebenstelle wird über
+, iU, palV, TM, — ' ·
die Nummer der Nebenstelle auf den Einstellmagneten TM des Gebührendruckers gegeben. Die im Zählmagneten Z eingespeicherten Zählimpulse werden ebenfalls über einen Abgreifzähler A b zum Einstellmagneten ZM des Druckers übertragen. Nach Einstellung des Druckers wird der Druck veranlaßt und durch das nicht dargestellte Relais E mit Kontakt e 1 der Drucker wieder freigegeben. Mit Auf prüf en des Suchwählers SW auf die zu identifizierende Nebenstelle hatte das Prüfrelais PR angesprochen und mit Kontakt prll das Relais S im Speicher erregt, welches mit seinem Kontakt si den Stromkreis des Relais AN unterbricht. Mit Kontakt anYV wird der Haltestromkreis des Belegungsrelais A1 unterbrochen und die Amtsleitung freigegeben.
Umlegung eines Ferngespräches
Will eine Nebenstelle, die ein Ferngespräch führt, dies zu einer anderen Nebenstelle umlegen, so geht sie durch Drücken der Erdtaste in Rückfrage. Das Differentialrelais X spricht an. Kontakt xl schließt einen Stromkreis für das Relais U, das sich über Seinen eigenen Kontakt ul hält. Mit Kontakt will wird die Nebenstelle auf die Rückfrageleitung umgeschaltet. Die Amtsverbindung wird in bekannter,
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St 9903 VIII a/21 as
nicht dargestellter Weise gehalten. Über den Rückfragewähler RVWI baut die Nebenstelle eine Verbindung zu dem Teilnehmer auf, dem sie das Gespräch übergeben will. Der Umlegevorgang wird eingeleitet durch Einhängen des Hörers seitens der Nebenstelle, die das Gespräch übergeben will, aber so lange verzögert, bis die Identifizierung der das Gespräch übergebenden Nebenstelle erfolgt ist. Das Speiserelais A fällt ab. Über
+ , ail, all, si, AN, —
wird das Relais A N im Speicher erregt und damit die Teilnehmerfeststellung eingeleitet. Die Feststellung mit gleichzeitiger Einstellung des Druckers erfolgt in der schon beschriebenen Weise. Relais A 1 wird gehalten, bis die Teilnehmerfeststellung beendet ist. Nach dem Abfall des Relais A 1, d.h. also nachdem die bisherige Gebühr der ersten Nebenstelle erfaßt worden ist, und in der Abfallzeit des Relais U spricht über
+, mIV, ailV, wll, WH,
Relais WH an. Mit Kontakt whl wird Relais W eingeschaltet und über seinen eigenen Kontakt w I gehalten. Der in der Rückfrage angerufene Teilnehmer ist über den Rückfragewähler RVWI, Kontakte will, cII, uIII, fTV mit dem Amtsteilnehmer verbunden. Das Speiserelais A der Amtsleitung spricht wieder an und damit das Belegungsrelais A 1. Das Relais F ist abfallverzögert und bleibt somit nach Abfall des Relais U bis zum Wiederansprechen des Relais A 1 gehalten. Das Relais V ist ein stark abfallverzögertes Relais (10 Sekunden) und hält sich nach Öffnen seines Haltestromkreises durch Kontakt a 1III über die Dauer der eben beschriebenen Vorgänge. Soll eine weitere Rückfrage eingeleitet werden, so wird über den Rückfragewähler RVWII die Rückfrage aufgebaut. Beim Umlegen dieses Gespräches wird nach der Teilnehmerfeststellung zwecks Gebührenerfassung und Abfall des Relais A1 das Relais W durch die Wicklung II abgeworfen. Der Teilnehmer ist über den Rückfragewähler RVWII, Kontakte wIY, dl mit dem Amtsteilnehmer verbunden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche·.
    i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen zur Identifizierung von Leitungen, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen, bei denen die Teilnehmeranschlußleitungen mittels Kopplungen dekadenweise zusammengefaßt sind und über Schaltmittel die einzelnen Dekaden zu Hundertergruppen verbunden sind, bei deren Wirksamwerden eine Umschaltung auf die Ausgänge verschiedenartig zusammengefaßter Dekaden erfolgt, gemäß Patentanmeldung St 8676 VIII a/21 a8, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Belegung einer abgehenden Verbindungseinrichtung (A Ue) die Identifizierungseinrichtung die anrufende Teilnehmeranschluß- leitung (NSt) zur Prüfung ihrer Verkehrsberechtigung (fernberechtigt) feststellt und nach Beendigung des Gespräches eine erneute Identifizierung der Teilnehmeranschlußleitung zur Gebührenerfassung einleitet.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Prüfung der Verkehrsberechtigung die Identifizierungseinrichtung wieder freigegeben wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit Belegung einer abgehenden Amtsübertragung Schaltmittel (A, AN) zur Wirkung kommen, welche die Identifizierung der anrufenden Teilnehmerstelle zwecks Berechtigungsprüfung einleiten.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer bestimmten Verkehrsberechtigung (fernberechtigt) der identifizierten Teilnehmerstelle Schaltmittel (Fb, F) die Durchschaltung der belegten Amtsübertragung bewerkstelligen.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Identifizierung der Teilnehmeranschlußleitung zwecks Gebührenerfassung am Ende des Gespräches die festzustellende Teilnehmernummer zum Steuersatz (TM) des Gebührendruckers oder zum Drucker direkt übertragen wird. ■. .
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufbau einer go Rückfrageverbindung und Einleitung des Umlegevorganges durch Einhängen des Handapparates die Identifizierung des das Gespräch umlegenden Teilnehmers eingeleitet wird.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlegevorgang so lange verzögert wird, bis die Identifizierung erfolgt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © !609 706/165 10.56

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