DEST009362MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Januar 1955 Bekanntgemacht am 6. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
St9362 XlI81e
. Adolf Paul, Moosburg (Ob
ist als Erfinder genannt worden
Fahrbarer Lastenaufzug
Fahrbare Lastenaufzüge bestehen in bekannter Weise aus einem Fahrgestell mit einem vertikalen
Hub rahmen, an dem zweckmäßig unter Vermittlung einer Hydraulik die Hubplattform vertikal
verschiebbar geführt ist. Der Fahrzeugrahmen ist dabei U-förmig ausgebildet, d. h. nach einer Stirnseite
offen, derart, daß die Hubplattform zwischen den U-Schenkeln auf den Boden abgesenkt werden
kann. Das Auffahren auf die abgesenkte Hubplattform von der offenen Rahmenseite her ist somit
möglich.
Nun besteht ein hohes Bedürfnis dafür, ein Auffahren
auf die Hubplattform auch von der Seite her zu ermöglichen. Man hat diese Aufgabe bisher
damit gelöst, daß man Auffahrbleche angelegt hat.
Bedingt durch die Höhe des Fahrzeugrahmens und die erforderliche Bodenfreiheit verlaufen die Auffahrbleche
naturgemäß verhältnismäßig steil und genügen damit den gestellten Anforderungen nicht.
Versucht man den Fahrzeugrahmen möglichst tief zu legen, so erfolgt dies auf Kosten der Bodenfreiheit,
die wiederum erforderlich ist, z. B. beim Befahren von Bahnsteigen und beim Überfahren
von Eisenbahngleisen. Gerade bei Benutzung der fahrbaren Lastenaufzüge auf Bahnsteigen, ist aber
die Möglichkeit des seitlichen Auffahrens auf die Plattform ein besonderes Bedürfnis.
Es sind bereits einachsige, verfahrbare Lastenaufzüge bekannt, bei denen dem einachsigen Radpaar
ein Lastenträger oder Fuß zugeordnet ist, auf
609 710/226
St9362XI/81e
den zum Zweck des Hebens der Last der Lastenaufzug abgesenkt wird. Um die Absenkung zu ermöglichen,
sind die Räder der Achse durch Schwenkhebel getragen, so daß sie eingezogen oder
eingeschwenkt werden können.
Ein Verfahren des belasteten Lastenaufzuges ist in diesem Falle nicht angestrebt und auch kaum
möglich, da in diesem Falle, mit Rücksicht auf das Vorliegen einer einzigen Achse, die Last ausbalanciert
angeordnet sein müßte.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem zweiteiligen Lastenaufzug mit
zwei Achsen die Hubplattform auf den Boden absenkbar auszugestalten. Dieses wird erfmdungsgemäß
dadurch erreicht, daß bei einem an sich bekannten zweiteiligen Lastenaufzug mit zwei
Radachsen, deren eine lenkbar ist, der durch die Lenkachsen getragene Teil außer dem Hubmotor
für die Plattform einen Preßkolbenzylinder trägt, dessen freies Ende an. einem zum Ausschwenken
der nicht lenkbaren Räder bestimmten Gestänge der Hubplattform, angreift.
Die Zeichnung1 'zeigt eine Ausführungsform eines
erfmdungsgemäßen f'a^cba'ren Lastenaufzuges, und
zwar ""-., 4V/-. ,\s
Fig. ι im Aufriß, ''-■>·
Fig. 2 in Stirnansicht,
Fig. 3 in Draufsicht. Χ/Λ/
Fig. 2 in Stirnansicht,
Fig. 3 in Draufsicht. Χ/Λ/
Das Fahrgestell des fahrbaren-Lastenaufzuges
besteht aus den beiden Teilen 1 und 2. Der Teil 1 stellt den eigentlichen Rahmen dar und befindet
sich unter der Hubplattform 3. Der Teil 2 ist als Lenkgestell mit Deichsel ausgebildet, trägt eine
Hydraulik 4 mit darunter befindlicher Batterie zur Speisung des elektrischen Antriebes. Die Hydraulik
ist dazu bestimmt, einen die Hubplattform 3 tragenden Schlitten 6 an einem vertikalen Hubgestell 7 in
die gestrichelt gezeichnete Höhenlage zu verschieben.
An dem Gestell 2 ist ein Preßkolbenzylinder 8 angelenkt, dessen Kolbenstange 9 an Winkelhebeln
10 des Fahrgestellteiles 1 angreift und somit dazu geeignet ist, den Fahrgestellteil 1 zu heben
und zu senken. Die Winkelhebel 10 sind mit ihren einen Enden am Schlitten 6 angelenkt und, über
Zug- und Stoßstangen 14 mit Winkelhebeln 11 verbunden. Die Winkelhebel 11 sind am anderen
Ende des Gestells 1 angelenkt und tragen an ihren freien Enden die Hinterräder 12, derart, daß beim
Verschieben des Kolbens in den Zylinder 8 nach innen das Gestell 1 gehoben und die Hebel 11 nach
unten ausgeschwenkt werden, und umgekehrt. An den äußeren Seitenkanten der Hubplattform 3 sind
im übrigen noch Bleche 13 angelenkt, die bei abgesenktem Fahrzeugteil 1 ausgeschwenkt werden,
um das seitliche Auffahren auf die Hubplattform 3 zu ermöglichen. Die Hubplattform 3 mit Auffahrblechen
kann in die in Fig. 1 gestricheilte Stellung gehoben werden.
Soll auf die Hubplattform 3 aufgefahren werden, so wird durch Betätigung der Hydraulik 8 der
Rahmenteil 1 auf den Boden abgesenkt, wobei die die Räder 12 tragenden Winkelhebel 1-1 nach oben
verschwenkt werden. Nach dem Absenken werden die Bleche der Plattform ausgeschwenkt, und es
kann aufgefahren werden. Zufolge des völligen Ab-.senkens
des Rahmenteiles 1 auf den Boden ver- ■ laufen die Auffahrtbleche verhältnismäßig wenig
schräg und sind infolgedessen auch dazu geeignet, ihren Zweck zu erfüllen.
Es sei bemerkt, daß die Einrichtung zum Heben und Senken des Gestellteiles 1 unabhängig ist von
der Höhenverschiebbärkeit der Hubplattform 3. Es sind infolgedessen auch zwei voneinander unabhängige,
getrennte, hydraulische Aggregate 4 und 8 vorgesehen.
Zur Geradeführung des Gestells 1 sind den Hebeln 10 parallele Hebel 15 zugeordnet (Gelenkparallelogramm).
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i'. Fahrbarer Lastenaufzug, bestehend aus einer an einem Vertikalgestell verschiebbaren Hubplattform und für sich heb- und senkbaren Rädern, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem an sich bekannten zweiteiligen Lastenaufzug mit zwei Radachsen, deren eine lenkbar ist, der . durch die Lenkachse getragene Teil außer dem Hübmotor (4) für die Hubplattform (3) einen Preßkoilbenzylinder (8, 9) trägt, dessen freies Ende an einem zum Ausschwenken der anderen Räder bestimmtein Gestänge (14) der Hubplattform angreift.
- 2. Lastenaufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkolbenzylinder des durch die Lenkachse getragenen Teiles (2) annähernd vertikal angeordnet ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 909560, 639261.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 710/226 11.56
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