DEST009085MA - - Google Patents

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DEST009085MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. November 1954 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Hauptpatentanmeldung St 8500 VIIIa/2ia3 ist eine Schaltungsanordnung zur Registrierung von Zählstromstößen an Teilnehmersteilen in Fernmeldeanlagen, wie sie beispielsweise zur Fortschaltung von Gesprächszählern oder Gebührendfuckern verwendet wird.
Zur Aufnahme der Zählimpulse wird hierbei ein hochempfindliches Empfangsrelais verwendet, das seinerseits eine Registriereinrichtung steuert. Die zum Schalten benötigte Energie wird einem Energiespeicher (Kondensator)· entnommen, welcher zwischen Erde und den Mittelpunkt einer aus Widerständen oder Drosseln bestehenden, zwischen die Sprechadern geschalteten hochohmigen symmetrischen Brücke geschaltet ist. '
Es kann nun bei sehr langen Teilnehmerleitungen oder bei Änderungen im System (Herabsetzung des Sendepegels) der Fall eintreten, daß die zur Verfügung stehende Energie des Zählimpulses zur Betätigung eines der üblichen hochempfindlichen Empfangsrelais nicht ausreicht. Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, den Gegenstand der Hauptpatentanmeldung zu verbessern und ein besonders empfindliches, die Zählstromimpulse genügend verstärkendes Relais zu schaffen, das auch in den genannten Fällen das sichere und störungsfreie Arbeiten der Registriereinrichtung gewährleistet. Sie erreicht dies dadurch, daß zwischen den beiden Sprechadern eine hochohmige,- vorzugsweise aus Widerständen oder
609 527/223
St 9085 VIIIal21 as
Drosseln bestehende symmetrische Brücke angeordnet ist, zwischen deren Mittelpunkt und Erde die Registriereinrichtung über einen als Empfangsrelais dienenden und mit den Sprechadern über eine Frequenzweiche verbundenen Transistor, vorzugsweise Flächentransistor,/ geschaltet ist, und daß am Mittelpunkt der symmetrischen Brücke ein als Energiespeicher dienender Kondensator gegen Erde angeschaltet, ist.
ίο Es ist zwar eine Anordnung bekannt, welche zur Fortschaltung von Gebührenanzeigern Transistoren verwendet. Jedoch ist dort das Problem der Stromversorgung des Transistors nicht gelöst. Die Schaltung der bekannten Anordnung zeigt lediglich zwei Batterien von 2 bzw. 50 bis 60 V, während die zu- gehörige Beschreibung den Hinweis enthält, daß keine besonderen Spannungsquellen· benötigt würden, so daß man mit der bereits vorhandenen Amtsspannung von 60 V auskommt. Wird der einer Teilnehmerleitung zugeordnete Gebührenanzeiger im Amt installiert, so steht dort die Amtsbatterie zu seiner Stromversorgung zur Verfügung. Wird er dagegen zur Registrierung von Zählstromstößen an der Teilnehmerstelle eingebaut und die Stromes Versorgung über die Sprechadern vorgenommen, so treten erhebliche Mangel auf. An der Teilnehmerstelle steht schon bei nicht angeschalteter Registriereinrichtung eine gegenüber der Amtsbatteriespannung wesentlich geringere Spannung zur Verfügung. Diese wird durch das Anschaltender Registriereinrichtung je nach der Arbeitsweise des Transistors entweder, wenn die Schaltung Ruhestrom verbraucht, dauernd oder, wenn der Transistor nur impulsweise (als Schalter) betätigt wird, während der Impulsdauer auf einen noch geringeren Wert gesenkt. Im ersteren Fall tritt durch die herabgesetzte M.ikrofonispeises.pannung eine geringere Lautstärke, im letzteren Fall durch die Schaltstromstöße des Gebührenanzeigers ein erhebliches Knackgeräusch auf.
Die Erfindung vermeidet beide Nachteile gleichzeitig. Der Transistor wirkt als Schalter und ist derartig angeordnet, daß er bei Abwesenheit eines Zählsignals in seinem Ausgangskreis (Kollektor — Emittor) keinen oder nur einen vernachlässigbar geringen Strom führt. Demzufolge lädt sich in den langen Pausen zwischen den Zählimpulsen der Energiespeicher langsam auf die halbe Spannung der Amtsbatterie auf. Der während der Aufladung fließende Strom ist so gering und fließt kontinuierlich, so daß die geschilderten Mängel sicher vermieden werden. In gewissen Fällen bietet eine Anordnung Vorteile, bei welcher der Gesprächszähler vom Transistor über ein Hilfsrelais gesteuert wird.
Diese letzte Ausführungsform wird nun an Hand der Figur erläutert.
Zwischen den Sprechadern ist der Teilnehmerapparat TIn sowie eine symmetrische, aus Widerständen R gebildete Brücke geschaltet, an deren Mittelpunkt gegen Erde der Kondensator C liegt.
Der Kondensator.C wird;während;der Pausen zwiL '"■; sehen den Zählstromimpulsen aufgeladen und ist so bemessen, daß er die Energie.zur Betätigung des Hilfsrelais^ sowie des von diesem betätigten Gebührenanzeigers Z liefert. V ■
Der Transistor Tr wird in Emittorbasisschaltung betrieben. Er benötigt im Eingangskreis (Basiselektrode^Em.ittor) kej;ne. Vorspannung und besitzt, wenn an den EingängsklerhmenJ3 und 4 keine Signalspannung anliegt, einen so hohen Innenwiderstand, daß in seinem Ausgangskreis (Kollektor— Emittor) praktisch kein Strom fließt. In den Impulspausen lädt sich daher der Kondensator C auf die halbe Spannung der Amtsbatterie auf. Durch eine nicht gezeigte, in-die beiden Sprechädern eingeschaltete Siebschaltung werden die Wechselstromzählimpulse von" der Nachricht abgezweigt und potentialfrei an die Klemmen 3 Und 4 des Transistors geleitet. Jede negative Spannungshalbwelle im Eingangskreis setzt den Innenwiderstand im Ausgangskreis herab. Während eines Wechselstromimpulses fließt also im Ausgangsstromkreis (Erde; Emittor, Kollektor, Relais A, Kondensator C, Erde) ein vom geladenen Kondensator C hervorgerufener und vom Transistor Tr gesteuerter Halbwellenstrom; der das Relais A ansprechen läßt. Relais A betätigt mit seinem Kontakt α den Gesprächszähler Z. Die dazu benötigte Energie wird ebenfalls dem Kondensator C entnommen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung zur Registrierung von Zählstromstößen an,.-Teilnehmerstellen in Fernmeldeanlagen, bei der die Zählstromstöße über die Sprechadern auf ein hochohmiges Empfangsrelais gegeben werden, das die Zählstromstöße auf die Registriereinrichtung überträgt, nach Patentanmeldung St 8500 VIIIa/21 a3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Sprechadern eine ;höchahmige, vorzugsweise aus Widerständen oder Drosseln bestehende symmetrische Brücke angeordnet ist,
. zwischen deren Mittelpunkt und Erde die Registriereinrichtung über einen als Empfangsrelais dienenden und mit den. Sprechadern über eine Frequenzweiche verbundenen Transistor, vorzugsweise Flächentransistor, geschaltet ist, und daß am Mittelpunkt der■·. symmetrischen Brücke ein als Energiespeicher dienender Kondensator gegen Erde angeschaltet ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, - dadurch gekennzeichnet, -daß der Transistor (Tr) ein Hilfsrelais (A) und dieses die Registriereinrichtung (Z) betätigt und dabei beide aus dem Energiespeicher (C) gespeist werden.
3. Schaltungsanordnung nach · Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Transistor in Emittorbasisschaltung und ohne Vorspannung im Eingangskreis betrieben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 527/223 5. 56

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