DEST007233MA - - Google Patents

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DEST007233MA
DEST007233MA DEST007233MA DE ST007233M A DEST007233M A DE ST007233MA DE ST007233M A DEST007233M A DE ST007233MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 23b GRUPPE 402 St 7233 IVd/23b
Die Erfinder haben beantragt, nicht genannt zu werden
Standard Oil Development Company, Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Vertreter: E. Maemecke, Berlin-Lichterfelde West, und Dr. W. Kühl, Hamburg 36,
Patentanwälte
Stabilisiertes Heizöl
Die Priorität der Anmeldung in den V. St. v. Amerika vom 1. November 1952 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft aus Erdöl gewonnene Heizöle mit einem Gehalt von mindestens 10 Volumprozent Spaltprodukten, die erstens gegen Sedimentbildung, zweitens gegen Verfärbung stabilisiert und drittens gegen Korrosion von Eisenmetallen inhibiert sind. Viele dieser Heizölgemische zeichnen sich außerdem dadurch aus, daß sie bei der Verbrennung wenig oder gar keine Asche bilden.
Bekanntlich neigen Heizöle, die 10 oder mehr Volumprozent Spaltprodukte enthalten, zur Bildung
von Schlamm oder Sediment bei der Lagerung. Dieses Sediment, dessen Bildung oft in Gegenwart von Kupfer noch beschleunigt wird, führt dann zu einer Verstopfung oder Verschmutzung der Filter, Rohrleitungen und Düsen in den Brenneranlagen.
Ein weiteres Problem bei Destillatheizölen ist die Korrosion von Eisenmetallen, wie kohlenstoffhaltigem Stahl, Gußeisen usw., wenn die Metalle in Gegenwart von Wasser· oder einer wasserdampfhaltigen Atmosphäre mit den Heizölen in Berührung kommen. Ferner verursachen einige gegen Sedimentabscheidung wirksame Zusätze die Bildung äußerst stabiler Emul-
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St 7233 IVdI2Sh
sionen, wenn das öl mit Wasser in Berührung kommt. Schließlich ist es erwünscht, diese Heizöle gegen Farbverändeningen zu stabilisieren.
Hauptzweck der Erfindung ist die Stabilisierung von Heizölen, die io oder mehr \rolumprozent Spaltprodukte enthalten, gegen Sedimentbildung, insbesondere die Stabilisierung von Heizölen, die unter die ASTM-Norm D-396-4ST (Güteklasse 1 und 2) fallen, sowie von Dieselkraftstoffen Nr. i-D, Nr. 2-D und Nr. 4-1) der ASTM-Norm D-975-51T.
Weitere Zwecke der Erfindung sind die Verbesserung der Farbbeständigkeit und der korrodierenden Eigenschaften dieser Öle sowie die Beseitigung oder Herabsetzung der von den Verbesserungszusätzen herrührenden Aschebildung.
Eriindungsgemäß werden Heizöle g<-'gen Sedimentbildung stabilisiert, indem man ihnen etwa 0,001 bis 1 Gewichtsprozent eines oder mehrerer primärer Amine zusetzt, in welchen die Aminogruppe an ein tertiäres ('-Atom gebunden ist. Das tertiäre C-Atom soll vorzugsweise entweder an drei Alkylgruppen gebunden oder Bestandteil einer Terpenylgruppe und ebenfalls an mindestens eine Alkylgruppe gebunden sein.
Sind alle an das tertiäre C-Atom gebundenen Gruppen Alkylgruppen, so sollen eine derselben vorzugsweise 5 bis 2J C-Atome und die beiden anderen 1 bis 3 C-Atome enthalten. Besonders geeignete primäre Amine mit tertiärem Alkyl sind diejenigen, in denen zwei Methylgruppen am tertiären C-Atom sitzen, z. B. 2, 4, 4-Trimethyl-2-amino-pentan, tert. CJ2 15HS5..„NH.. und tert. C18 .,,H3719NH2. Die letztgenannten beiden Amine sind in Wirklichkeit Gemische mehrerer Amine, die mit ihrem C- und H-Gehalt in dem angegebenen Bereich liegen. Von diesen Aminzusatznütteln ist tert. C12 15H25..31NHS besonders wirksam. Besonders bevorzugte Konzentrationen der Amine liegen zwischen 0,005 und 0,2, insbesondere 0,005 und 0,02 Gewichtsprozent des Heizöls.
Wenn das in dem Ainin enthaltene tertiäre C-Atom einer Terpenylgruppe angehört, ist ein besonders bevorzugter Ty]) von Aminen derjenige von folgender Strukturformel:
CH, NH.,
CU,
CH(CH,).,
Diese Verbindung wird nachfolgend als "Zusatz D..-bezeichnet. Ein derartiges Amin kann aus durch Wärmeeinwirkung oder Hydrierung modifiziertem Kolophonium hergestellt werden. Derartige Amine stabilisieren Heizöle wirksam, wenn sie in Konzentrationen von 0,01 bis 0,5, insbesondere 0,04 bis 0,2 Gewichtsprozent vorliegen.
Derart gegen Sedimentbildung stabilisierte Heizöle können weiter durch Zusatz oberflächenaktiver Stoffe, wie öllöslieher Phosphate, Naphthenate, Sulfonate, Aminophosphatide und phosphorgeschwefelter Erdölkohlenwasserstoffe, verbessert werden. Alle diese Verbindungen wirken als Schlamminhibitoren, einige von ihnen außerdem als Rostschutzmittel. Der Zusatz derartiger oberflächenaktiver Stoffe zu Schmierölen ist an sich bekannt, es hat sich jedoch herausgestellt und ergibt sich aus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen, daß sie in Kombination mit den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Aminen besonders günstige Wirkungen hervorbringen.
Erfindungsgemäß geeignete öllöslichc Phosphate sind die Phosphorsäureester aliphatisch«· C0- bis C211-Alkohole. Es kommen sowohl einzelne Ester als auch Gemische von Mono-, Di- oder Triestern primärer und sekundärer Alkohole mit verschiedenen Phosphorsäuren in Betracht. Besonders gut für die Herstellung der Phosphorsäureester geeignete Alkohole sind die C5- bis C^-Oxoalkohole, die aus C4- bis C12-01efinen durch die Oxosynthese gewonnen werden.
Die C8-Oxo-phosphorsäureester werden bevorzugt. Ein besonders gut verwendbares Alkylphosphat ist der Dialkyl-C8-Oxoester von Phosphorsäure, der nachfolgend als -Zusatz LR« bezeichnet wird.
Die Alkylphenolsulfide, ihre Alkali- und Erdalkalisalze sowie ihre Umsetzungsprodukte mit Phosphorsulfiden sind als Schmierölzusätze an sich bekannt und im Handel verfügbar.
Als Sulfonate sind die öllöslichen Alkali- und Erdalkalisulfonate besonders wirksam, da die erfindungsgemäßen Amine in synergistischer Zusammenwirkung mit ihnen die Öle gegen Sedimentbildung in Gegenwart von Metallen stabilisieren. Bevorzugt verwendete Sulfonate leiten sich von Erdölsulfonsäuren mit Molekulargewichten von etwa 3S0 bis 550 her.
Besonders geeignete Naphthenate sind die Na-, Ca- und Zn-Salze von Naphthensäuren mit Molekulargewichten von etwa 330 bis 450.
Als oberflächenaktive Mittel werden in Zusammenwirkung mit den erfindungsgemäßen primären Aminen die öllöslichen Phosphatide, wie Lecithin, bevorzugt.
In Verbindung mit den aus modifiziertem Kolophonium gewonnenen Aminen übt Lecithin eine synergistische Wirkung aus.
Die in Verbindung mit den Aminen nach der Erfindung verwendeten phosphorgeschwefelten Kohlenwasserstoffe werden in bekannter Weise durch Umsetzung von Schmierölen oder anderen Kohlenwasserstoffölen mit Phosphorsulfid und Neutralisieren der Reaktionsprodukte hergestellt.
Die Reaktionsprodukte können auch durch Umsetzung mit Olefinen zwecks Entfernung des lose gebundenen Schwefels stabilisiert werden. Schließlich kann die Stabilisierung auch durch Umsetzung mit ungesättigten Estern erfolgen.
In Verbindung mit den erfindungsgemäß vorgeschlagenen primären Aminen können oberflächenaktive Mittel der oben beschriebenen Art in Konzentrationen von 0,001 bis 0,5 Gewichtsprozent verwendet werden. Bevorzugt werden Konzentrationen von 0,001 bis 0,05, insbesondere 0,002 bis 0,010 Gewichtsprozent des Heizöls.
Die verschiedenen Zusätze, sowohl die Amine als auch die oberflächenaktiven Mittel, können dem Heizöl
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als solche oder in Form öllöslicher Konzentrate zugesetzt werden. Als Lösungsmittel zur Herstellung der Konzentrate eignen sich Öle von hoher Qualität, z. B. lösungsmittelextrahierte paraffinbasische oder Mid-Continent-Neutralöle mit Viskositäten zwischen 30 und 120 SUS bei 990 oder stabile Heizöle der oben beschriebenen Gütegrade.
Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung.
10
Beispiel 1
Ein Heizöl wurde vor und nach Zusatz der verschiedenen Zusatzmittel auf seine Stabilität gegen Sedimentbildung geprüft. Das Öl bestand in diesem und in allen nachfolgenden Beispielen aus einem Gemisch aus 30 Volumprozent eines katalytischen Spaltproduktes, 50 Volumprozent eines thermischen Spaltproduktes und 20 Volumprozent eines ungespaltenen Produktes. Typische Kennwerte für ein solches Öl, wobei die betreffenden Bestandteile in der angegebenen Reihenfolge von 30 bis 50, 40 bis 50 und 5 bis 2O°/0 variiert werden können, sind folgende:
Dichte 15,6°
Farbwert, Robinson
Flammpunkt nach Pensky-Martens 0G
Schwefel, Gewichtsprozent
Neutralisationszahl
Anilinpunkt 0C
ASTM-Destillationsbereich, 0C
Siedebeginn
10 °/0
50%
90%
Siedeende
Koksrückstand nach Conradson
O ,8654
13
66 O
0 ,8
0 ,03
58
i66
2l6
260
307
341
Spuren
Diese Heizöle sieden im allgemeinen in den Grenzen von 150 bis 3700.
Die Stabilitätswerte dieses Heizöls selbst sowie mit verschiedenen Aminzusätzen sind in Tabelle I angegeben. In jedem Falle wurde eine Probe 16 Stunden auf 99° und eine Probe 14 Tage auf 66° erhitzt und die in dieser Zeit gebildete Sedimentmenge isoliert und gewogen.
Aus Tabelle I ergibt sich, daß der Zusatz geringer Mengen eines primären Amins, in welchem die Aminogruppe an ein tertiäres C-Atom gebunden ist, die Sedimentbildung in Heizölen merklich herabgesetzt, daß jedoch der Zusatz primärer Amine mit geraden Alkylketten, die kein derartiges tertiäres C-Atom enthalten, die Stabilität des Heizöls nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert. Derartige Amine finden weite Anwendung als Netzmittel, Rostschutzmittel und Dismulgatoren in verschiedenen Ölfraktionen; zur Stabilisierung gegen Sedimentbildung sind sie jedoch offensichtlich nicht geeignet. Man sieht ferner, daß die Amine nach der Erfindung in Konzentrationen über 0,005 Gewichtsprozent die von einem Spaltprodukt enthaltenden Heizöl ausgeschiedene Sedimentmenge sehr stark herabsetzen. Die Stabilisierungswirkung ist besonders deutlich, wenn die Aminkonzentration mindestens 0,01 % beträgt.
Beispiel 2
Das gleiche Heizöl wurde mit einem Amin nach der Erfindung sowie geringen Mengen eines öllöslichen oberflächenaktiven Stoffes gemischt. Dann wurden die Gemische auf Farbbeständigkeit, Neigung zur Schlammbildung, Emulsionsstabilität und Rostschutzwirkung untersucht.
Die Farbbeständigkeit wurde bestimmt, indem man eine Probe 16 Stunden auf 99°, eine andere Probe 14 Tage auf 66° erhitzte. Danach wurden die Proben filtriert und die prozentuale Durchlässigkeit für weißes Licht bestimmt und mit der Durchlässigkeit für weißes Licht vor dem Erhitzen verglichen.
Die Sedimentbildung wurde nach Beispiel 1 bestimmt.
Die Emulsionsbeständigkeit der Ölproben wurde bestimmt, indem man jede Probe 60 Sekunden mit 10 Volumprozent Wasser schüttelte. Die Zeit, bis das Öl dann wieder klar wird, ist ein direktes Maß für die Stabilität von Emulsionen, die sich unter Betriebsbedingungen bilden.
Die Rostwirkung der Ölprobe wurde bestimmt, indem man jede Probe mit 10 Volumprozent Wasser mischte, 30 Sekunden schüttelte, ein Blech aus poliertem Flußstahl (SAE 1020) einsetzte und wiederum 30 Sekunden schüttelte. Das Ausmaß der Rostwirkung in der wäßrigen Schicht und in der Schicht des mit Wasser gesättigten Öls wurde beobachtet, nachdem man die Probe etwa 1 Monat bei Raumtemperatur hatte stehenlassen.
Die Prüfungen auf Sedimentbildung und Farbbeständigkeit wurden sowohl in Anwesenheit als auch in Abwesenheit von Kupfer durchgeführt.
Die Wirksamkeit der Amine für sich allein und in Kombination mit öllöslichen oberflächenaktiven Mitteln geht eindeutig aus Tabelle II hervor, in welcher die Ergebnisse der verschiedenen, oben beschriebenen Untersuchungen tabellarisch zusammengestellt sind.
Man sieht, daß geringe Konzentrationen eines primären Amins mit tertiären Alkylgruppen die Sedimentbildung eines Erdöldestillatheizöls sehr wirksam herabsetzen und die Farbstabilität erhöhen. Wenn die Konzentration eines solchen Amins etwa 0,1% beträgt, verleiht der Zusatz dem Öl auch eine gewisse Rostschutzwirkung.
»Zusatz Ρ« (tert. C12_16H25_31NH2) ist als Zusatzmittel für Heizöle besonders wirksam. Er verringert in Abwesenheit von Kupfer die Sedimentbildung weitgehend, erhöht auch merklich die Farbbeständigkeit des Heizöls und setzt die Emulsionsbeständigkeit mit Wasser herab.
Ferner ist ersichtlich, daß die Kombination geringer Mengen eines primären Amins mit tertiären Alkylgruppen mit einem oberflächenaktiven Mittel nicht nur die Sedimentbildung des Heizöls verringert, sondern auch andere Eigenschaften des Öls erheblich verbessert. Wenn man z. B. tert. C12_15H26_31NH2 und Lecithin zusammen einem Heizöl zusetzt, werden Sediment- und Farbbildung des Heizöls herabgesetzt, und gleichzeitig wird die Beständigkeit gegen Rost-
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und Einulsionsbildung stark erhöht. Außerdem hat dieses besondere Zusatzgemisch eine synergistische Wirkung in bezug auf die Herabsetzung der Sedimentbildung in Gegenwart von Kupfer. Das Gemisch zeichnet sich ferner dadurch aus, daß es praktisch keine Asche bildet, da es überhaupt keine metallischen Bestandteile enthält.
Tabelle Il zeigt ferner, daß auch andere Amine, wie tert. ("1H 21I1.17 J9NH2 und -Zusatz D--, die
ίο Stabilität von Heizölen wirksam erhöhen. Die Wirksamkeit dieser Amine wird ersichtlich durch Zusatz geringer Mengen oberflächenaktiver Mittel, wie der Alkylester von Phosphorsäure und der Alkali- und Erdalkalisalze von Naphthensäuren, Sulfonsäuren und Alkylphcnolsulfiden, verstärkt.
Heispiel 3
Proben eines ähnlichen Heizöls mit etwas abao weichendem Stabilitätswert wurden mit einem Amin nach der Erfindung gemischt. Andere Proben wurden mit geringen Mengen von phosphorgeschwefelten Kohlenwasserstoffen sowie mit Ammoniumerdölsulfonat in Gegenwart oder Abwesenheit des Amins gemischt. Die Proben wurden dann auf ihre Färb- und Sedimentbildung geprüft. Das Ergebnis dieser Versuche ist in Tabelle III angegeben.
Diese Werte zeigen wiederum klar, daß Amine nach
der Erfindung Heizöle sehr wirksam stabilisieren. Die Tabelle zeigt ferner, daß das Heizöl noch stärker stabilisiert wird, wenn man zusammen mit dem Amin geringe Mengen eines phosphorgeschwefelten Kohlenwasserstoffs oder von Ammoninmsulfonat zusetzt. Das Amin wirkt mit jedem dieser beiden oberflächenaktiven Mittel bei der Stabilisierung des Heizöls in Gegenwart von Kupfer synergistisch.
Beispiel 4
Eine Reihe von Dieselkraftstoffen und ein schweres katalytisches Kreislauföl wurden der gleichen Prüfung auf Sedimentbildung, Farbbeständigkeit und Rostwirkung unterworfen wie in den Beispielen 1, 2 und 3. Jedes Öl wurde außerdem mit 0,014 Gewichtsprozent eines Zusatzmittels gemischt, das aus 1 Gewichtsteil tert. 0!2-!5H25^31NH2 und ein Gewichtsteil handelsüblichem Lecithin bestand. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in Tabelle IV angegeben. Alle Dieselkraftstoffe enthielten Spaltprodukte und entsprachen den verschiedenen allgemein anerkannten Normen für derartige Kraftstoffe. In der Tabelle ist jeder Dieselkraftstoff durch die betreffende Norm gekennzeichnet.
Tabelle IV zeigt, daß Dieselkraftstoffe durch ein Zusatzmittel nach der Erfindung wirksam stabilisiert werden können. Das besondere in Tabelle IV angegebene Zusatzmittel hat eine ausgezeichnete Wirkung auf die Herabsetzung der Sedimentbildung, der Verfärbung und der Rostwirkung der Dieselkraftstoffe.
Die Erfindung ist zwar hauptsächlich auf Heizöle gerichtet, die ganz aus Destillatfraktionen bestehen, sie läßt sich aber auch auf Heizöle anwenden, die geringe Mengen oder sogar bis zu io°/0 oder mehr Rückstandskohlenwasserstoffe enthalten.
Tabelle I
Stabilitätsprüfung der Heizöle (Sedimentbildung) Bewertung des Inhibitors
Geprüftes Gemisch mg Sediment je 600 g öl 16 Stunden 14 Tage
bei 99° bei 66°
Heizöl, nicht inhibiert
I 0,1 % tert. C12 .,,H26-S1NH1,1)
-I- 0,040/,, terti cla_15Hi5_MNHa»)
+ 0,01 % tert. C12 15H,5 _8lN H8*)
+ 0,0050/0 tert. C12_,5H25^31 NH2 1)
-1-0,01% "Zusatz Du (Amin aus modifiziertem Kolophonium)
-j- 0,1 % geradkettiges, aliphatisches, primäres Amin2)
-|- 0,1% geradkettiges, aliphatisches, primäres Amin3)
') Tert. C12 ijlljr, „ N H, wird nachfolgend kurz als »Zusatz P- bezeichnet.
a) Kin Gemisch geradkettiger primärer Amine etwa folgender Zusammensetzung: »ο«/» C15Il0N H2, 9% C11H811N H2, i»/„ C111H35NH1.
;1) Kin Gemisch gcradkettiger primärer Amine mit etwa folgender Zusammensetzung: 9""/UC16H33NH,, 6 '/,C1JI11NH,, 4V0C^H35NH2.
32,8
1,2
1,1
0,9
2,4
13,3
25,9
55,7
26
i,5 1,6 1,6
2,4
9.1 39,6
42,7
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Tabelle II
Konzentration des Zusatzes
im Heizöl Gewichtsprozent
mg unlösliches Sediment mit 14 Tage mit T? mit
je 600 g Öl Cu4) bei 66° Cu Cu
16 Stunden ohne
bei 99° Cu 16 Stunden
ohne bei 99°
Cu ohne
Cu
Tage
bei 66°
ohne I mit
Cu Cu
Rostwirkung
Wasserphase
Ölphase
Emulsionsbeständigkeit
kein Zusatz 0,005 Zusatz P 0,01 Zusatz P
0,02 Zusatz P
0,04 Zusatz P 0,10 Zusatz P 0,005 Zusatz J1) 0,01 Zusatz J 0,01 Zusatz D 0,04 Zusatz D 0,005 Lecithin 0,01 Lecithin 0,02 Lecithin 0,04 Lecithin 0,01 Zusatz LR 0,005 Zusatz P 0,005 Lecithin 0,01 Zusatz P 0,01 Lecithin 0,02 Zusatz P 0,01 Lecithin 0,04 Zusatz P 0,01 Lecithin 0,04 Zusatz P 0,005 Na-erdölsulfonat (Molgewicht 460) ' 0,04 Zusatz P 0,02 Ba-tert.-octylphenolsulfid
0,04 Zusatz P 0,02 Zusatz C2) 0,04 Zusatz P 0,05 Zusatz N8) 0,04 Zusatz P 0,05 Zusatz N 0,02 Zusatz C 0,02 Zusatz P 0,005 Zusatz LR 0,02 Zusatz P 0,01 Zusatz LR 0,01 Zusatz P 0,01 Zusatz LR 0,01 Zusatz J 0,01 Lecithin 0,01 Zusatz D 0,01 Lecithin 0,005 Zusatz D 0,01 Lecithin
32,8 82,7 26 21,9 79 45 71 68 stark stark
2,4 2,4 86 80 - -
0,9 76,2 1,6 16,7 87 33 86 49 - -
/0,8 J 1,6 /91 (84 sehr
W 54,4 U.5 185 33 179 stark -
1,1 1,6 91 90 stark Spuren
1,2 i,5 87 86 Spuren keine
3,i 65,0 3,8 21,0 72 23 73 56 stark stark .
1,5 91,0 1,0 25,2 81 20 77 46 - -
13,3 9-1 77 80 - -
3i,3 17,0 95 85 - -
32,2 55,3 22,4 42,9 78 57 68 65 keine leicht
20,1 46,2 10,4 53,6 74 61 62 62 - keine
2,2 4,8 5,9 18,1 49 34 58 59 mittel leicht
1,6 2,6 62 39 - keine
48,6 56,7 61 52 keine -
2,1 44,2 2,7 15,6 86 47 83 66 - -
0,7 14,8 0,6 2,2 85 38 80 52 - Spuren
0,9 1,0 86 84 - keine
0,9 1,0 92 85 - -
1,0 2,0 75 89 stark Spuren
1,0 1,0 80 93 - leicht
1,0 1,0 83 92 leicht Spuren
1,0 2,0 81 86 stark mittel
1,0 2,0 84 91 - Spuren
i,3 1,6 93 84 keine keine
1,0 i,4 88 81 - -
3,1 3,6 77 82 - -
0,9 9,3 0,9 i,5 80 26 76 62 stark ■ mittel
i,5 0,4 66 73 - leicht
5,9 3,i 57 68 - -
ι Tag
etwa 3Std.
etwa3Std.
2 Tage
ι Tag
<iTag
etwa3Std. :
etwa 3 Std. 9o etwa 3Std.
' 95
110 etwa 3 Std.
etwa 3 Std.
etwa 3 Std. "5
1) »Zusatz
2) »Zusatz
»Zusatz N«
tert. C18-24H37-49NH2.
Gemischte Ca- und Ba-Salze von tert. Octylphenolsulfid.
io°/0ige Lösung von Na-naphthenat in Öl, gewonnen aus Naphthensäure (Molekulargewicht 370).
4) Kupferbleche von 1,27 · 15,24 cm, während des Erhitzens in das Öl getaucht.
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Claims (1)

  1. St 7233 IVd/'23 b
    Tabelle III
    Nr. Gemisch, Zusatz > unlösliches Sediment ') Farbbestäncligkcit -) mit Cu in Gewichtsprozent Ji3) ohne Cu mit Cuc) ohne Cu 48 I IOO "/ι. Heizöl Ji 35,2 65,3 8l 33 0,02 1V0 Zusatz Ji 1,4 54,4 85 43 3 0,02 1Y0 Zusatz > 27,8 69,6 35 25 4 0,05 "/„ Zusatz 20,5 48,1 13 37 5 0,01 "/Ό Zusatz 0,01 'Υ,, Ainmoniuinsulfonat4) i,4 10,2 83 0,01 "/ι. Zusatz 0,01 "/Ι, Zusatz P 41 6 0,01 °/n Zusatz 0,01 °/0 Ainmoniuinsulfonat5) 3,9 22,1 87 0,02 "/,, Ainmoniuinsulfonat·1) 57 7 0,02 °/0 Aininoniumsulfonat5) 7,4 19,6 84 25 8 5i,6 129,0 45 37 9 73,i 74,o 37
    ') mfi Sediment je (,00 g Öl nach idstündigem Erhitzen auf 9g0.
    '-) Durchlässigkeit des Kilt rats für weißes Licht nach tOstündigem Erhitzen auf 99° in Prozent, bezogen auf nicht erhitztes öl,
    :i) Hright-Stoiic von der Viskosität 36,2 cSt bei 98,9° -f- io°/0 P2S5) + 4% Vinylacetat.
    4) 33,Xi11Ai Ammoniumerdölsulfonat enthaltende Üllösung. 85
    '') 5°"/ci Ammoniumcrdölsulfonat in Öl gelöst.
    ") Kupferblech (1,27 · 15,25 cm), wahrend des Erhitzens in das Öl getaucht.
    Tabelle IV
    Stabilisierung von Dieselkraftstoffen
    Kraftstoll
    Kraftstofftype
    unlösliches Sediment mg/600 cm3
    ohne Cu I mit Cu
    Farbbeständigkeit
    ohne Cu I mit Cu
    Rostwirkung
    Wasserphase
    Ölphasc
    Λ
    Λ
    Ji
    I- Zusatz1)
    ·|- Zusatz
    Zusatz
    - Zusatz
    ASTM
    ASTM
    ASTM
    ASTM
    ASTM
    ASTM
    975
    975
    975
    975
    975
    975
    MIL-F-8(/>
    MIL-F-896
    51Τ
    51 τ
    51 τ
    51 τ
    51Ί
    51 τ
    (Kl
    (Kl
    (2-D) (2-D) (2-D) (2-D)
    (4-D) (4-D) isse 1) asse 1)
    E -I- Zusatz
    1-7,7 iß
    9-9
    0,9
    10,4
    1,0
    9,2 1,6
    16,3 1.3
    44,6
    14,0
    8,3
    i,3
    32,0
    °,9
    42,9
    9,4
    18,4
    10,9
    97
    +
    84
    85
    81
    ioo-f
    90
    86
    73
    48
    67
    +
    stark
    keine
    Spuren
    keine
    leicht
    keine
    mittel
    keine
    sehr
    stark keine
    mittel keine
    leicht
    keine
    mittel
    keine
    sehr
    stark keine
    ') Der Zusatz besteht in allen Fällen aus einem Gemisch von tert. C12 .,5H25 -31NH2 und handelsüblichem Lecithin
    50 2) Kraitstoli I) entspricht der Vorschrift MlL-F-SgG (Klasse ι) mit der Ausnahme, daß er 30% eines thermischen
    produktes enthält.
    ;') Kin ιοο''/niges Spaltprodukt mit folgenden Eigenschaften:
    lii-lilc 15/," 0,8984
    Anihnpunkt 0C 74
    Gewichtsprozent Schwefel 1
    rr spez. J )ispersion 180
    Destillation " C
    2o"/„ bis 327"
    Ko"/„ bis 382"
    (1 : 1). Spalt
    P Λ T K N T Λ N S Ι» Γ. 0 C II I":
    ΐ· Stabilisiertes Heizöl, bestehend aus Erdölkolilenwasserstoffen, die oberhalb 1490 sieden und
    mindestens 10% Kohlenwasserstoffe aus Spaltverfahren enthalten, und aus 0,001 bis I Gewichtsprozent eines oder mehrerer primärer C8- bis
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    C24-Amine, in denen ein tertiäres C-Atom direkt an die Aminogruppe gebunden ist.
    2. Heizöl nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das tertiäre C-Atom des Amins an drei Alkylgruppen gebunden ist, deren eine 5 bis 21 C-Atome enthält, während jede der beiden anderen Gruppen ι bis 3 C-Atome enthält.
    3. Heizöl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das tertiäre C-Atom einer Terpenylgruppe angehört.
    4. Heizöl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem 0,001 bis 0,5 Gewichtsprozent eines öllöslichen oberflächenaktiven Mittels, wie Lecithin, Phosphorsäureester aliphatischer Alkohole mit 6 bis 20 C-Atomen, Natrium-, Kalium- oder Zinknaphthenate, Ammonium-, Alkali- oder Erdalkalisulfonate, Salze von Alkylphenolsulfiden oder phosphorgeschwefelte Kohlenwasserstoffe, enthält.
    5. Heizöl nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das primäre Amin entweder tert.
    tert. C18_24H3,_49NH2, 2,4,4-Trimethyl-2-aminopentan oder eine Verbindung der Formel
    CHQ NH
    CH(CH3),
    ist.
    6. Heizöl nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß es etwa 0,001 bis 1 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,005 bis 0,5 Gewichtsprozent, eines Gemisches von primären Aminen enthält, deren jedes ein tertiäres C-Atom hat und der Gruppe C12_15H25_31NH2 angehört.
    Angezogene Druckschriften :
    USA.-Patentschriften Nr. 2 437 041, 2 527 987,
    575 003, 2 230 642, 2 553 183.

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