DEST006138MA - - Google Patents

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DEST006138MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. März 1953 Bekanntgemacht am 8. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Anordnung der Seihneide an Erdbohrern, die zur Herstellung untiefer Löcher durch Trockenbohren mittels eines motorisch angetriebenen Leichtbohrgerätes dienen.
Derartige Bohrer besitzen meist ein am Schaft angeschweißtes spiralförmiges Führungsblech bzw. eine Förderschnecke, die zum Ausheben der abgeibolhrten Erde dient, und sind unten mit einer durch einen Zentrierbohrer geführten Platte versehen, an der eine auswechselbare Schneide so angebracht ist, daß sie nach unten in schiefer Stellung aus der Platte vorsteht.
Es ist bekannt, daß der Bohrfortschritt bei solchen Erdbohrern nicht durch die Steigung der Führangsblechspiraile, die hierfür viel zu steil wäre, sondern durch das MaB, um d'as die Schneide unter der Platte vorsteht, festgelegt wird.
Es ist bei solchen Erdbohrern bereits bekannt, die Schneide oder Schneiden gegenüber der Platte einstellbar anzuordnen, z. B. dadurch, daß die Schneide an der Platte mit Schrauben befestigt ist, die durch Langlöcher geführt sind. Bei gelösten bzw. gelockerten Schrauben läßt sich die Schneide tiefer oder höher einstellen, eventuell durch die Verstellung weiterer senkrechter Schrauben. Sind die Schrauben angezogen, so drücken sie die Schneide in der eingestellten Lage fest an die Platte an.
Die bekannten Anordnungen erfüllen aber die theoretischen Forderungen nach einer richtigen
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St 6138 V/84c
Sehneidenstellung nur unvollkommen und engeben ein Übermaß an Kraftbedarf für das Bohren oder • übermäßig lange Bohrzeiten.
Es ist bekannt, daß bei der relativem Bewegung
. 5 einer Schraube in einem Medium, z. B. bed der Bewegung eines SchiifFspropeillers im Wasser, die Form und Steigung deir Schraube der Geschwindigkeit der relativen Bewegung angepaßt sein muß. Unter anderem muß also ein· guter Propeller gegen
ίο die Nabe zu eine größere Steigung haben als außen. Die gleichen Gesetze gelten aber auch für Erdbohrer, denn der Bohrer muß auch relativ zum Erdreich eine senkrechte Bewegung nach unten durchführen und soll in die Erde entsprechend dem Vorschub, dem Durchmesser und der Drehzahl eine Art Gewinde einschneiden.
Bei Erdbohrern mit einer an dem spiralförmigen Führungsblech angeordneten Schneide wird aber dieses Gewinde altein durch die Anordnung der Schneide festgelegt. Es ist deshalb nicht nur das Maß, um das die Schneide unter die waagerechte Platte des Bohrers heraussagt, wichtig, sondern auch deren Neigung. Aus technischen Gründen verzichtet man darauf, die Neigung der Schneide an der Nabe steiler zu wählen als außen. Das ist gerechtfertigt, denn der Leistungsgewinn; würde durch eine zu komplizierte Sdhneidenförm wohl zu teuer erkauft werden. Man wählt darum eine Schneddiemneigung, die außen etwas zu steil und innen in der Nähe der Nabe etwas zu flach ist. Die Schneidenmedgunig selbst ist aber durch den Bohrfortschritt und dieser wieder durch die Art der abzubdhrenden Erde bedingt. Im weichen Erdreich kann man einen großen Vorschub und, daher eine .steilere Schneide wählen, im harten Gelände muß aber die Schneidenneigung kleiner sein.
Es ist nun eine Eigentümlichkeit beim Erdbohren, daß man den gleichen Bohrer für verschiedene Bodenarten verwenden muß, da es nicht nur zu kostspielig wäre, für jede Bodenart einen besonderen Bohrer zu beschaffen, sondern der Transport eines ganzen Bohrersatzes auch zu umständlich wäre, zumal Leiehtgeräte durch die Bedienungsmannschaft meist getragen werden.
Die Erfindung schafft nun einen Bohrer, bei dem die gleiche Schneide auf verschdedene Schnittwinkel eingestellt und damit dem verschieden harten Erdreich genau angepaßt werden kann.
Nach der Erfindung erfolgt diese Einstellung auf einfache und dennoch völlig betriebssichere1 Art mittels keilförmiger Unterlegscheiben, die durch Schirauben, welche durch Laoglöcher der Schneide hindurchgeführt sind, mit der Schneide an die geneigte Lippe der Platte angepreßt werden, wobei sich die Schneide auf eine die Horizontalkomponente des Bohrdruckes aufnehmende Leiste abstützt. Die Befestigungsschrauben bleiben dabei stets in umverkanteter Stellung, was wegen der höhen Beanspruchung derselben beim Bohren unerläßlich ist.
In der Zeichnung ist ein Ausfülhrungsbei spiel des Erdbohrers' nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. ι einen Bohrer nach der Erfindung in der Ansicht,
Fig. 2 den Schnitt nach der Linie A-A' der Fig. 1 mit einer Draufsicht auf die Platte,
Fig. 3 den Querschnitt B-B' durch Platte und Schneide bei normaler Schneidenneigung und
Fig. 4 und S je einen Querschnitt bei verschieden stark geneigten Schneiden.
Am Schaft 1 ist das Spiralblech bzw. die Förderseihnecke 2 für den Erdaushub angeschweißt. Oben trägt der Schaft eine aus dem Zapfen 3, einer darin ausgedrehten- Rille 4 und zwei Mitnehmernocken 5 gebildete Schnellverbindung, mit der der Bohrer an die Spindei des Bohrgerätes angeschlossen wird. An 75' der waager echten Platte 6, die durch »ein Mantelblech 7 versteift ist, ist die Schneide 9 angeschraubt. Der Bohrer wird durch den Vorbohrer 8 zentriert. Die Platte 6 ist in bekannter Art segmemtartig ausgeschnitten, um für die Schneide und das eintretende Erdreich Raum zu geben.
Erfindungsgemäß weist die Platte 6 eine etwas nach unten abgebogene Lippe 14 und etwa an der Abbiegestelle eine Leiste 13 auf, die mit der Platte fest versieh weißt ist, die Lippe stützt und als Anschlag für die Schneide dient. Die Schneide 9 ist mit der Lippe 14 durch Schrauben: 10 mit den Muttern 11 und Unterlegscheiben 12 verbunden. Bei der Stellung nach Fig. 3 hat die Schneide eine Neargung, wie sie für mittelharte Erde in Betracht kommt. Zur Einstellung der Schneide 9 auf andere Schneidienwinkel werden zwischen die Lippe 14 und die Schneide 9 Keilbleche 15, 16 mit verschiedener Anzugsfläche eingelegt, wie in Fig. 4 für ganz flache Neigung, also sehr festes Erdreich, und in Fig. 5 für sehr große Neigung, also· weiches Erdreich, gezeigt ist. Die Keilbleche 15 und 16 nach Fig. 4 bewirken eine nur ganz geringe Schneidenneigung. Werden diese aber gewendet, so ergibt sich die Stellung nach Fig. 5, also eine sehr starke Schneidenneigung. Durch Verwendung einiger solcher Sätze vonKei.lbletihen läßt sich j edfegewünschte Schnei dennejgung erzielen. Die Befestigungsschrauben 10 sind dabei durch Langlöcher 17 hindurchgeführt und werden nicht verkantet, so daß sie die großen Zugkräfte sicher aufnehmen können. Die Leiste 13 dient stets als Anschlag für die Schneide 9 und nimmt die große Horizontalkomponente des Söhnittdruckes auf, SO' daß die Schrauben von dieser völlig entlastet bleiben und nur auf Zug beansprucht werden. Es ist verständlich, daß diese Verbindung zwischen Schneide 9 und Platte 6 nicht nur die Verstellbarkeit der Schneidenneigung gestattet, sondern auch sehr einfach und außerdem sehr fest ist, letzteres besonders, wenn der Hebelarm rechts der Schraube an der Schneide gegenüber dem Hebelarm links der Schraube größer gewählt wird, als in den Figuren sclhematisch dargestellt ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Erdbohrer mit einstellbarer Schneide, die an einer am unteren Ende der Förderschnecke angeordneten, durch einen Zentrierbohrer geführten Platte lösbar angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide (9) in ihrem Neigungswinkel zur Bohrerachse einstellbar ist und
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    zu diesem Zweck keilförmige Unterlegscheiben (15, 16) dienen, die durch Schrauben (10), welche durch Langlöcher (17) der Schneide (9) hindurchgeführt sind, mit der Schneide (9) an die geneigte Lippe (14) der Platte (6) angepreßt werden, wobei sich die Schneide (9) auf eine die Horizontalkomponente des Bdfordaruckes nehmende Leiste (13) abstützt.
    auf-
    Angezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 502 529; USA.-Patenitschriften Nr. 2 320 612, 1 997 887.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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