DEST005487MA - - Google Patents

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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. Oktober 1952 Bekanntgemacht am 27. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der Verwendung von zweihundertteiligen Leitungswählern, welche als zwei hundertteilige Wähler betrachtet werden können, die z. B. von demselben Triebwerk getrieben werden, und zwischen welchen mittels eines Umschalterelais ein Unterschied gemacht werden kann, entsteht die Möglichkeit, eine einfache Mischung zwischen den Anschlüssen an die verschiedenen Hunderte zustande zu bringen. Diese einfache Mischung wird wie folgt erzielt:
Die Teilnehmernummern des zehnten Hunderts (Misch- oder Aushilfsweg oder -vielfach) und des ersten Hunderts (Hauptweg) eines Tausends werden an die Gruppe von Leitungswählern angeschlossen, die über die erste Gruppe von Ausgängen des letzten Gruppenwählers erreicht werden können. Das erste Hundert (kurz nur noch Mischweg genannt) und das zweite Hundert (Hauptweg), die auch zusammen in einer Gruppe von Leitungswählern vorkommen, sind über die zweite Gruppe von Ausgängen der letzten Gruppenwählerstufe erreichbar; das zweite Hundert (Mischweg) und das dritte (Hauptweg), welche zusammen in der folgenden Gruppe von Leitungswählern vor-
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kommen, Weiden über die dritte Grupp,· von Ausgängen der letzten Gruppeiiwählerstufe erreicht usw. Die zweihunderUeiligen Leitungswähler haben hierbei zwei sogenannte r-Eingänge, nämlich einen normalen, über den im llauptweg die eine Hundertergruppc von Anschlüssen erreicht wird, und den Mischeingang, über welchen die andere Hundertergruppe von Anschlüssen erreicht wird. Das bereits erwähnte Umschalterelais eines Leitungswählers wird in Tätig-
jo keit gesetzt, wenn der Leitungswähler über den Mischeingang belegt wird. Der letzte Gruppenwähler durchläuft also bei seiner Einstellung in der erwünschten IIuI)Stnie zuerst eine Anzahl Ausgänge, über die der Leitungswähler in normaler Weise belegt wird. Wenn
J5 all diese Ausgänge besetzt sind, setzt der Gruppenwähler die Freiwahl, in fl.T folgenden Hubstufe oder Leilungsgnippe fort, jedoch über eine andere Bürste, so daß die Leitungswähler, die normal einem um Eins höher numerierten Hundert entsprechen, über den
so Mischeingang belegt werden können.
Bei einem bekannten Fallwählersystem ist eine ähnliche Mischung angewandt. Der Fallwähler ist in der Normalausführung zweihundertteilig. Die Anschlüsse sind in zwei Gruppen zu je hundert aufgeteilt, ein sogenanntes Hauptfeld und ein Aushilfsfeld, die derart zusammengeschaltet sind, daß das Hauptfeld des Leitungswählers für das erste Hundert mit dem Aushilfsfeld des Leitungswählers für das zweite Hundert verbunden ist usw. und das Hauptfeld des letzten Leitungswählers wieder mit dem Aushilfsfeld des Leitungswählers im ersten Hundert. Wenn nun die Leitungswähler einer Hundertergruppe alle belegt sind, können die Leitungswähler der folgenden Hundertergruppe über ihr Aushilfsfeld weitere Verbindüngen für diese Hundertergruppe herstellen, falls hier noch Wähler frei sind. Die Kriterien für die Belegung eines Leitungswählers in der nächsten Gruppe, wenn in der eigenen alles belegt ist, werden dabei von sogenannten Relaisgruppenwählern gegeben, die vor den Leitungswählern liegen.
Die Wirkung der vorgenommenen Mischung ist nur gering; sie ist ziemlich unvollkommen. Eine bessere Mischung ist bis jetzt für Leitungswähler nicht erzielt worden; sie scheint auch für die bestehenden direkten und indirekten Systeme nicht gut möglich. Es ist bei Verwendung von zweihundertteiligen Anrufsuchern gezeigt worden, daß eine bessere Mischung zwischen verschiedenen Ihindertergruppen nicht unerhebliche Ersparnisse an der Anzahl der Wähler gestattet. Wenn
z. B. eine Hundertergruppe in zwei Vierzigergruppen und eine Zwanzigcrgruppe aufgeteilt wird und diese an die Mischseite der zweihundertteiligen, anderen Hundertergruppen zugehörigen Anrufsucher angeschlossen werden, so kann gezeigt werden, daß mit einer gleichen Anzahl von Wählern je Hundert sich die Wahrscheinlichkeit für Verlorengehen von Anrufen von etwa 0,01 auf 0,001 senkt, d. h., daß auch für Leitungswähler eine gute Mischung wünschcnswert ist. Mit Berücksichtigung gewisser Regeln ist es möglich, in automatischen Systemen mit einem Verbindungsschema gemäß einem älteren Vorschlag der Anmelderin in der Leitungswählerstufe eine weiterdurchgeführte Mischung vorzusehen.
Ein Sender in jenen automatischen Systemen kann nämlich alle Leitungswähler aus allen Hundertergruppen auf Besetztsein prüfen. Es wird hierdurch also auch möglich, Leitungswähleranschlüssc, die numerisch einem gewissen Hundert zugehören, auf der Mischseite von numerisch zu einer anderen Hundertergruppe gehörenden Leitungswählern anzubringen, wobei diese in Mischzusammenhang vorgesehenen Anschlüsse in systematischer Weise zurückgefunden werden.
Ein allgemein anwendbares Mischverfahren ist das folgende: Man kann je nach dem erwünschten Mischungsgrad Gruppen von z. B. zehn, zwanzig, fünfundzwanzig oder fünfzig Anschlüssen verwenden. Von einem bestimmten Hundert können für die erste Gruppe von zehn bzw. zwanzig, fünfundzwanzig oder fünfzig Teilnehmerleitungen die Mischanschlüsse auf den ersten zehn bzw. zwanzig, fünfundzwanzig oder fünfzig Stellungen der Mischseite (zweites Hundert) des numerisch folgenden Hunderts angebracht werden und für die zweite Gruppe von zehn, zwanzig, fünfundzwanzig oder fünfzig Anschlüssen an der Mischscite der Leitungswähler des in Reihenfolge zweiten Hunderts, usw.
Es ist auch möglich, die Mischgruppen durch zyklische Verschiebung über die Leitungswähler einer gewissen Anzahl von Hunderten in einer geschlossenen Gruppe zusammenzufassen. Solches kann in gewissen Fällen aus Gründen praktischer Montage gewünscht sein.
In Tabelle A ist ein Beispiel für die Besetzung einer Anzahl Gruppen von zweihundertteiligen Lcitungswählern gegeben worden, die mit Mischgruppen λόιι zwanzig Anschlüssen in systematischer Aufteilung versehen sind.
Tabelle B gibt eine derartige Ausführung der Mischung, die indessen infolge einer zyklischen Verschiebung innerhalb einer Sechshundertergruppe verläuft.
Tabelle A
1 20 B - C 20 3 B 20 D 4 20 C 20 E 20 5 D 20 F 20 6 E 20
Λ ■I" B 20 A 20 C 40 Λ 40 D 4o B 40 E 40 C 40 F 40 D 40
Λ 60 B 40 C 60 D 6o A 60 E 60 B 60 F 60 C 60
Λ 80 I! 60 C 80 D 80 E 80 A 80 F 80 B 80
Λ 00 B 80 C 00 D 00 E 00 F 00 A 00
A 00
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Tabelle B
20 I F 20 B 20 2 A 20 C 20 3 B 20 D 4 20 C 20 E 20 5 D 20 F 20 6 E 20
A 40 E 40 B 40 F 40 C 40 A 40 D 40 B 40 E 40 C 40 F 40 D 40
A 6o D 6o B 6o E 6o C 6o F 6o D 6o A 6o E 6o B 6o F 6o C 6o
A 8o C 8o B 8o D 8o C 8o E 8o D 8o F 8o E 8o A 8o F 8o B 8o
A 00 B 00 B 00 C 00 C 00 D 00 D 00 E 00 E 00 F 00 F 00 A 00
A
Jede Leitungswählergruppe wird in den Tabellen mit zwei Spalten angegeben. Die linke Spalte enthält fünf Zwanzigergruppen der normalen Numerierung; die rechte Spalte bezeichnet die Stelle, wo die Mischgruppen angebracht sind. In Tabelle A findet man eine Mischgruppe an der Mischseite der Leitungswähler der w-ten Hundertergruppe nach der Hundertergruppe, in der diese Anschlüsse nach der normalen Numerierung vorkommen, wobei η die Nummer der Untergruppe des Hunderts bezeichnet.
Die Mischanschlüsse einer Hundertergruppe von Teilnehmerleitungen sind im System nach Tabelle B zyklisch in (N +1) Hunderten angebracht. Mit Mischgruppen von zehn Anschlüssen z. B. verläuft die zyklische Verschiebung der Mischgruppen innerhalb von elf Hunderten, mit Mischgruppen von fünfzig Anschlüssen nur innerhalb von drei Hunderten.
Eine Mischung mit ungleichen Gruppen von z. B. vierzig, vierzig und zwanzig an den Leitungswählern ist auch möglich; sie stellt indessen höhere Anforderungen hinsichtlich Ermittlung der Mischgruppen.
Die Mischung von Leitungswähleranschlüssen nach Tabelle A würde in einem automatischen Signalsystem mit einem Verbindungsschema gemäß dem älteren Vorschlag der Anmelderin in folgender Weise durchgeführt werden können:
Der Besetztsucher BZ eines Senders wird entsprechend den ersten zwei Ziffern der Teilnehmer, die dort als vierstellig vorausgesetzt ist, eingestellt. Der Besetztsucher BZ gestattet dem Sender, über eine seiner Bürsten das gewünschte Hundert und über die anderen Bürsten individuell einen bestimmten Leitungswählerstromkreis zu prüfen und, wenn nötig, zu belegen. Wird in dieser Stellung des Besetztsuchers BZ ein freier Leitungswähler angetroffen, so wird die Verbindung auf numerischem Wege zustande gebracht. Gibt es aber keinen freien Leitungswähler, so ist es möglich, daß der Sender durch Versetzen des Besetztsuchers Zugang zu den Prüf leitungen derjenigen Hundert ergruppe (Leitungswähler) erhält, in welcher die gewünschte Teilnehmerleitung als Mischanschluß vorkommt.
Der Sender muß dazu mit einer Vorrichtung versehen werden, welche die Nummer der Mischgruppe im betreffenden Hundert fixiert. Diese Nummer muß also von den letzten zwei Ziffern der empfangenen Teilnehmernummer abgeleitet werden, und entsprechend dieser Nummer muß der Besetztsucher aufs neue eingestellt werden. Als Ausführungsform und Verfahren wird die Summierung betrachtet. Der Besetztsucher muß dann entsprechend der Summe der Nummer der Mischgruppe und der gewählten Hunderternummer aufs neue eingestellt werden.
Es wird nun beispielsweise eine Schaltung gezeigt, welche es möglich macht, daß ein-Besetztsucher eines Senders, wie er im Verbindungsschema gemäß dem älteren Vorschlag der Anmelderin verwendet wird, zum zweiten Male eingestellt wird. Hierbei wird vorausgesetzt, daß die Speicherung der Ziffern der Nummer des anzurufenden Teilnehmers im binären Kode erfolgt und daß Mischgruppen von zwanzig Anschlüssen gebildet werden. Es ist für den Schaltungstechniker sehr einfach, aus den gegebenen Schaltungen jene für andere Mischgruppengrößen, selbst etwa für Mischgruppen verschiedener Größe, abzuleiten.
Die Schaltung nach Fig. 1 stellt die Steuerung eines Besetztsuchers BZ im Sender eines automatischen Signalsystems nach dem älteren Vorschlag dar.
Der Sender ist für ein automatisches Signalsystem mit vierstelligen Rufnummern gezeichnet. Die gegebenen Grundsätze gelten aber auch für Systeme mit anderen Ziffernzahlen.
In Fig. ι sind vier Kontaktbogen eines ankommenden Folgeschalters I und vier damit verbundene Gruppen von vier Speicherrelais zum binären Fixieren der empfangenen Wählkriterien angegeben. Diese Gruppen von Speicherrelais sind mit AA bis AD, BA bis BD, CA bis CD und DA bis DD bezeichnet. Die erste Einstellung des Besetztsuchers BZ des Senders kann in verschiedenen Weisen erfolgen, z. B. mittels eines sogenannten Vergleichungssystems.
In Fig. ι ist einfachheitshalber ein normales Markiersystem gewählt worden, welches für jede von den Speicherrelaisgruppen AA bis AD und BA bis BD eine Kontaktpyramide mit zehn Ausgängen erfordert. Die Kontaktpyramide der Relais AA bis AD (Tausenderziffer) gibt die Markierung für den Besetztsucher mit Rücksicht auf die erste Einstellung (Fig. ia). Die Ausgänge dieser Kontaktpyramide sind systematisch mit den Zehnerkontakten des Markierbogens α des Besetztsuchers BZ verbunden (Fig. ib). Die ersten neun Ausgänge der Kontaktpyramide BA bis BD sind systematisch mit den neun zwischen jedem Paar Zehnerkontakten liegenden Einerkontakten verbunden.
Wenn die erste Ziffer der erwünschten Teilnehmernummer im Speicher des Senders in an sich bekannter, aber weiter nicht angegebener Weise empfangen worden ist, wird der Steuerschalter SSu (Fig. 1 b) aus Stellung ο in Stellung 1 versetzt. Infolgedessen wird ein Stromkreis für den Steuermagneten DM des Besetztsuchers BZ geschlossen. Die Kontaktpyramide aa bis ad, welche entsprechend der ersten Ziffer eingestellt worden ist, wird über den Widerstand R1 mit dem Minuspol der Batterie verbunden (Fig. ia). Relais P wird über Widerstand R2 erregt (Fig. ib).
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Der Beset/.tsucher HZ bewegt die Bürsten, von denen in I1Ig. ib mn- die Bürsten α und b angegeben sind, bis die «-Bürste den markierten Zehnerkontakt (der l.citungswählergnippe ----- 'lausender der Teilnchinerniiiiierierung) erreicht, wodurch ein Stromkreis für das Prüfrelais T geschlossen wird. Dieses Relais zieht den Anker an. Kontakt / unterbricht den Stromkreis für den Stellermagneten D.M. Der Besetztsucher hält. Ober die Kontakte />■', α und y1 kann ein Stromkreis
ίο für Relais .V geschlossen werden, das durch Schließen des Kontaktes x~ einen Stromkreis für den Magneten des Folgeschalters SSn schließt, wenn der Kontakt a geschlossen ist. Dieser Kontakt wird erst (in nicht angegebener Weise) geschlossen, wenn die zweite Ziffer der Reihe von vier empfangen worden ist. Dann darf die /,weite Einstellung des Besetztsuchers JV/, der IIlinderterziHer folgen.
Das erregte Relais X schließt mit .r1 einen Stromkreis für das Relais Y, das sich mittels Kontakts y1 über Arbeitskontakt / hält. Der Stromkreis des trag abfallenden Relais X ist wieder unterbrochen, so daß der Magnet des Folgeschalters einen Stromstoß beschränkter Dauer empfängt. Der Kontakt y2 unterbricht auch den Stromkreis des Steuermagneten J)M von Ji/. Kontakt y;l bringt Relais T zum Abfall.
Infolge Erregung des Magneten SS11 kommt der Folgeschalter in Stellung 2. Dies verursacht die Unterbrechung des Stromkreises des Relais T. Die Kontaktpyrainide der Relaisgruppe IiA bis IiJ) wird nun eingeschaltet. Durch das Abfallen des Relais 7 läßt auch Relais Y den Anker los, so daß der Magnet I)M von IiZ wieder erregt werden kann. Die Bürsten des Suchers werden hierdurch aufs neue in Bewegung gesetzt, bis der durch die Pyramide der Relais JiA bis JiJ> markierte Kontakt gefunden wird.
Das Relais J zieht dann den Anker an; der Sucher wird aufs neue stillgesetzt und der Stromkreis des Relais X geschlossen. Der Folgeschalter wird in bereits beschriebener Weise, jetzt nach Stellung 3, weitei'geschaltet.
In Stellung 1 des Folgeschalters SSn wird über den Widerstand Λ'., ein Stromkreis für das 7·1-Relais geschlossen. Dieser Erregungsstromkreis wird in Stellung 3 des Folgeschalters SSn auf einen über Arbeitskontakt /j1 und die Bürste b des Besetztsuchers HZ verlaufenden Haltestromkreis umgeschaltet. Die Bürste I) des Besetztsuchers HZ gewährt den Zugang zu einer Kette von parallel geschalteten Ruhekontakten von Relais in den I.eitungswählerstromkreisen des in dieser Stellung vom Besetztsucher IiZ angegebenen Hunderts. Wenn ein Leitungswähler besetzt ist, ist der betreffende Kontakt ek geöffnet. Wenn alle Leitungswähler des betreffenden Hunderts besetzt sind, sind also alle Kontakte ck geöffnet. Das Relais P kann dann in Stellung 3 des Folgeschalters SSn den Anker nicht angezogen halten.
Wenn das Relais /' den Anker in Stellung 3 des Folgeschalters SS11 angezogen hält, wird der (nicht angegebene) Sehnursucher 1\Z normal zum Zusammenwählen eines freien Leitungswälilers und eines freien Verbindungsstromkreises, über den dieser Leitungswähler erreichbar ist, angelassen. Wenn aber das /'-Relais abfällt, kann infolge des Öffnens des Kontaktes pl der Anlauf des Schnursuchers nicht erfolgen. Der Besetztsucher wird dann auf das Hundert in den Leitungswählern eingestellt, von welchen der anzurufende Teilnehmer seinen Mischanschluß hat.
Es wird vorausgesetzt, daß die Mischung in Gruppen von zwanzig Teilnehmern erfolgt. Die Zwanzigergruppe, in welcher der gewünschte Teilnehmer vorkommt, kann leicht mittels einer normalen Kontaktpyramide auf der Speicherrelaisgruppe CA bis CD, deren Ausgänge 1 und 2, 3 und 4, 5 und 6, 7 und 8 und schließlich 9 und 10 unter sich verbunden sind, bestimmt werden. Mittels der angegebenen Schaltung mit einigen Sperrzellen oder etwa mittels Relais EA, EIi und EC mit mehreren Wicklungen kann die Nummer der Zwanzigergruppe wieder binär gemacht werden. Die Nummer der Zwanzigergruppe gibt an, um wieviel Hunderter weiter sich die Mischgruppe von zwanzig Anschlüssen an derselben Stelle im Leitungswähler, jedoch an der Mischseite befindet. Durch die Art des als Besetztsuchers verwendeten Wählers bedingt, kann dieser z. B. mittels einer Anzahl Stromstöße od. dgl. weitergesteuert werden. Im Beispiel wird diese Nummer der Zwanzigergruppen mittels einer in Fig. 1 angegebenen Addierschaltung an sich bekannter Art mit der Hunderterziffer zusammengezählt.
Die Summe wird von der Relaisgruppc FA bis FD fixiert. Die Summe kann im gewählten Beispiel nicht mehr als 15 betragen.
Die Markierung des Besetztsuchers BZ erfolgt mittels zehn Drähte, welche die Zehnerkontakte angeben, und mittels eines Vielfachen von neun Drähten, womit die zwischenliegenden Einheitenkontakte gekennzeichnet sind. Wenn nun die zehn Drähte für die Markierung der Zehnerkontakte einen Augenblick unberücksichtigt gelassen werden, so kann der Besetztsucher HZ von allen Stellungen aus die von der Nummer der Zwanzigergruppen angegebene Anzahl Stellungen weiterstcuern, wenn auf der Relaisgruppe FA bis FD eine völlige Kontaktpyramide vorgesehen wird, deren Ausgänge 1 und 11, 2 und 12, 3 und 13, 4 und 14 und schließlich 5 und 15 unter sich verbunden werden. Es tritt dabei die Schwierigkeit auf, daß die Zehnerkontakte des Suchers dann unmarkiert sind. Dieser Schwierigkeit kann abgeholfen werden, indem der zehnte Draht der Kontaktpyramide der Relais FA bis FD mit einer zweiten Kontaktpyramide der Speicherrelais AA bis AD der Tausenderziffer verbunden wird. Die letztere Pyramide ist mit der ersten Kontaktpyramide der Relais AA bis AD derart verbunden, daß stets der um Eins höher numerierte der Markierdrähte der Zehnerkontakte markiert wird, wie in Fig. ι angegeben. In dieser Weise wird also stets die durch die Nummer der Zwanzigergruppen bedingte weitere Stellung des Besetztsuchers gekennzeichnet. Wenn infolge der Summicrung ein Kontakt in einer folgenden Zehnergruppc markiert werden muß, muß auch die Markierung der Zehnergruppen versetzt werden, so daß ein Relais OR (Fig. ib) vorzusehen ist, um dies zu bewirken.
Wenn das Relais P den Anker losgelassen hat, wobei die dritte Ziffer empfangen sein muß (was nicht in der Figur angegeben ist), so wird über den Ruhekontakt/»2
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ein Stromkreis für den Steuermagneten DM von BZ geschlossen. Der Besetztsucher BZ läuft dann bis zu der von den Kontaktpyramiden der Relais FA bis FD und AA bis AD (zweite Pyramide) bestimmten Stellung. Das Relais T zieht den Anker an, so daß nun Arbeitskontakt t über Ruhekontakt f3 einen Stromkreis für Relais Q schließt. Relais Q zieht den Anker an; es hält sich während dsr weiteren Belegung des Senders mittels der Erde und der Kontakte ra2
ίο und q1 im Sender. Kontakt qi schließt den Stromkreis des Relais S, das zuerst prüft, ob es in dieser Leitungswählergruppe auch freie Leitungswähler gibt. Wenn dies der Fall ist, zieht dieses Relais den Anker an. Es schließt mittels Kontakts s1 den Anlaufstromkreis für den Schnursucher KZ, welcher einen freien Leitungswähler und einen freien Verbindungsstromkreis, die unter sich erreichbar sind, zusammen wählt. Darauf wird der (in Fig. 1 nicht angegebene) Eingangswähler in dieselbe Stellung versetzt wie der Besetzt-
•ao prüfwähler. Dies kann z. B. durch Zurücksuchen der Stellung des Besetztprüfwählers durch den Eingangswähler oder auf irgendeine andere für das System oder die angewendeten Wählerkonstruktionen geeignete Weise erfolgen.
Wenn es auf Schwierigkeiten stößt, die Mischgruppen stets in Leitungswähler von weiter liegenden Hundertergruppen unterzubringen, was z. B. seine Ursache in der Montage finden könnte, so ist es auch möglich, die Mischung in eine geschlossene Gruppe von Hundertergruppen anzubringen. Eine Mischung in Gruppen von zwanzig Teilnehmern würde z. B. in einer Sechshundertergruppe zustande gebracht werden können, eine Mischung in Gruppen von fünfundzwanzig Teilnehmern in einer Fünfhundertergruppe usw. Dies bedeutet aber, daß eine Mischgruppe in einer Hundertergruppe untergebracht wird, welche in der Numerierung niedriger liegt als die Hundertergruppe, die die Anschlüsse der normalen Numerierung enthält. Der Besetztprüfwähler BZ im Sender würde dann vorzugsweise zwei Bewegungsrichtungen (hin und her) haben müssen; oder er müßte so angeordnet sein, daß er beim ersten Hundert der Mischgruppe von η Hundertergruppen hält und mittels anderer für den Schaltungstechniker bekannter Mittel die Hundertergruppe der normalen Numerierung, in welchen der erwünschte Anschluß vorkommt, und die Leitungswählergruppe, in welcher sich dieser Anschluß als Mischanschluß befindet, auf Anwesenheit freier Leitungswähler prüft und in dieser Gruppe einen freien Leitungswähler reserviert, wobei die Steuerung des Besetztprüfwählers dementsprechend weiter durchgeführt werden müßte. Ausgenommen der Feststellung der richtigen Stelle des Mischanschlusses des gewünschten Teilnehmers werden in diesem Fall die
.55 Vorgänge mit normalen Schaltmitteln durchgeführt. Die Feststellung der richtigen Stelle des Mischanschlusses eines Teilnehmers wird an Hand der Schaltung nach Fig. 2, in welcher Mischgruppen von fünfundzwanzig Teilnehmern in einer geschlossenen
■60 Gruppe von fünfhundert Teilnehmern verwendet werden, erläutert.
Die Mischgruppen von fünfundzwanzig Teilnehmern sind ihrer Nummer gemäß zyklisch in der Fünfhundertergruppe verschoben. Der Besetztprüfwähler BZ ist einfachheitshalber als Kreuzschienenschalter ausgeführt und wird mittels zehn horizontaler und zehn vertikaler Magneten H und V eingestellt. Jede Schaltertype mit einer genügenden Anzahl von Kontakten eignet sich zu diesem Zwecke.
Fig. 2 zeigt vier Gruppen von Speicherrelais, in welchen die in irgendeiner Weise empfangenen Ziffern der gewünschten Nummer z. B. binär fixiert werden. Eine Speicherung in zehnteiligen Markierschaltern ist aber auch ohne weiteres möglich. Die Speicherrelais AA bis AD sind mit einer Pyramide von Kontakten versehen, welche eine dezimale Übersetzung der binären Speicherung ermöglichen. Die numerischen Ausgänge dieser Pyramide sind mit den entsprechend numerierten Steuermagneten der horizontalen Schienen des als Besetztprüfwähler dienenden Kreuzschienenschalters verbunden.
Die Speicherrelaisgruppe BA bis BD, in welcher die zweite Ziffer gespeichert wird, ist gleichfalls mit einer Kontaktpyramide mit zehn Ausgängen versehen, von welcher zum Erzielen einer erheblichen Ersparnis in einer später zu beschreibenden Vorrichtung die Ausgänge 1 und 6, 2 und 7, 3 und 8, 4 und 9 und schließlich 5 und 10 paarweise verbunden sind, so daß die Kontaktpyramide fünf Ausgangsleiter hat. Diese fünf Ausgangsleiter werden durch die Vorrichtung zu Kontakten der Relais C1, C2, C4 geführt. Sie verlassen diese Vorrichtung in derselben Nummernfolge, wenn die Relais C1, C2 und C4 nicht erregt sind. Darauf werden die fünf Leiter wieder mittels Kontakte des Relais Oi? in zehn Leiter verteilt, welche den ursprünglichen zehn Leitern der Kontaktpyramide entsprechen. Die Kontakte bb5, bc5 und bds sind derart angeordnet, daß sie einen Erregungsstromkreis für das Oi?-Relais schließen, wenn die in den Relaisgruppen BA bis BD gespeicherte Ziffer größer als Fünf ist. Die zehn Ausgangsleiter werden nach den zehn Vertikalmagneten des Kreuzschienenschalters geführt. Nachdem der. angewiesene Vertikalmagnet erregt worden ist, kann der Erregungskreis des Horizontalmagneten wieder unterbrochen werden, so daß UA erst geöffnet wird, wenn eines der Relais V einen Haltestromkreis geschlossen hat. Die Kontakte des im Kreuzschienenschalter geschlossenen Kreuzpunktes geben einer nicht angegebenen, aber im übrigen bekannten Prüfvorrichtung des Speichers Zugang zu einem Draht, auf welchem der Besetztzustand der ganzen gewünschten Leitungswählergruppe der normalen Numerierung untersucht werden kann. Eine solche Schaltung kann also z. B. in der für Bürste b des Besetztsuchers in Fig. 1 angegebenen Weise verwirklicht werden. Wenn diese Vorrichtung feststellt, daß auf dem numerierten Weg der gewünschte Anschluß nicht erreichbar ist, muß der Besetztsucher aufs neue eingestellt werden, und zwar derart, daß die Leitungswählergruppe eingestellt wird, in welcher der gewünschte Anschluß als Mischanschluß vorkommt.
Im Beispiel muß daher in erster Linie die Fünfundzwanzigergruppe der zu rufenden Teilnehmer festgestellt werden oder grundsätzlich die Nummer der Gruppe von Mischanschlüssen und damit also die Anzahl Hunderte, welche in der Mischgruppe von Hun-
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dertern zyklisch weitergezahlt werden muß, damit die gewünschte (Ίnippe von Mischanschlüssen erreicht wird.
Die Nummer der (!nippe von Mischanschlüssen wird mittels Kontakte der Relais C-I bis CD, der Kontakle ilb-, de- und dd· der Gruppe von Speicherrelais I)A his I)I), in welchen die Einheitenziffer gespeichert wird, sowie auch des Hilfsrelais CS binär in den Relais C1, C, und C1 fixiert. Eine binäre Fixierung
ίο ist nicht notwendig, führt aber wohl zu den einfachsten Schaltungen. Die Kontakte cj-rj, c\-c\, c\-c\ bewirken in der in Fig. 2 angegebenen Schaltung eine der Nummer der Misehgruppe entsprechende zyklische Verschiebung des von der Kontaktpyramide BA bis IiI) markierten Drahtes, so daß bei der zweiten Einstellung der ßesetztsueher auf das Hundert eingestellt wird, welches auch die gewünschte Gruppe von Mischanschlüssen am Leitungswähler enthält. Es ist hierbei zu beachten, daß 25 und 75 im dritten bzw. im
ao achten Zehner liegen, so daß das Relais OS eine Verteilung besorgen muß.
Wenn die an zweiter Stelle empfangene Ziffer eine Null ist, kommt, wie in Fig. 1 angegeben, in Stellung 2 des Folgesehalters .S1S11 gleich ein Stromkreis für das Prüfrelais T zustande. Da dieser Stromkreis nicht verhindern darf, daß nach dem Versetzen des Folgeschalters von Stellung 1 nach Stellung 2 das '/'-Relais den Anker losläßt, so wird die Wicklung dieses Relais von einem Kontakt y:l kurzgeschlossen. Wenn also der Folgeschalter wirklich versetzt worden ist, d. h. wenn Kontakt / den Stromkreis für die Relais A' und Y geschlossen hat, über Kontakt x- der Schrittschaltinagnet .S1S11 des Folgeschalters erregt worden ist und Kontakt y:l das '/'-Relais durch Kurzschluß zum Abfall gebracht hat, so daß dieses Relais den Erregungsstroinkreis des V-Rclais geöffnet hat, kann das '/'-Relais aufs neue erregt werden, ohne daß der Stellermagnet I)MH/, des Besetztsucliers HZ aufs neue erregt wird. Wenn also die Ilunderterziffer eine Null ist, steht nach der ersten !einstellung der Besetztsucher zum Erfüllen seiner ersten Aufgabe schon richtig, in gleicher Weise, wie es bei der Einstellung normaler Leitungswähler der Fall ist.
Infolge der Wahl von Gruppen von fünfundzwanzig Anschlüssen und infolge der Tatsache, daß hierdurch die zyklische Verschiebung innerhalb einer Fünfhundcrlergruppe verläuft, ist das beschriebene Beispiel sehr einfach. Hei Verwendung einer Gruppe von zwanzig Anschlüssen muß die zyklische Verschiebung innerhalb Seehshundertergruppen verlaufen. Bei einer zweckmäßigen Speicherung der zwei ersten Ziffern einer aus vier Ziffern bestehenden Teilnehmernummer im Zahlensystem mit Grundzahl Sechs kann die Schaltung für die zyklische Verschiebung grundsätzlieh dieselbe bleiben. Diese Schaltung kann auch mit einem kleinen Drehschalter ausgeführt werden, dessen Anzahl Stellungen um Eins größer ist als die Anzahl Gruppen von Mischanschlüssen pro Hundert und dessen Anzahl Bürsten ebenso groß ist. .
Dies ist symbolisch in Fig. 3 dargestellt. Die gcschlosscne Mischgruppe von N + 1 Hundertern ist nur möglich, wenn eine Vorrichtung vorhanden ist, welche durch zyklische Verschiebung den Mischanschluß des gewünschten Teilnehmers wieder ermitteln kann.

Claims (2)

Patentanspruch ε :
1. Schaltung für Leitungswähler in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, die zum Teil mit numerischen Anschlüssen und zum Teil mit Gruppen von Anschlüssen aus anderen Hunderten versehen sind, gekennzeichnet durch eine die Leitungswähler steuernde, zum Speichern der ganzen numerischen Bezeichnung eines gewünschten Anschlusses dienende Zentralvorrichtung, die zum Prüfen des Besetztzustandes der Leitungswähler mit einer Vorrichtung versehen ist, welche zuerst feststellt, ob der gewünschte Anschluß auf dem numerischen Weg erreicht werden kann, und anschließend, daß, falls alle numerischen Wege besetzt sind, unter der Steuerung der vorletzten etwa und der letzten Ziffer aufs neue eingestellt wird, und zwar auf diejenige Gruppe von Leitungswählern, in welcher der betreffende Anschluß im Aushilfsvielfach vorkommt, worauf bei Freisein von einem oder mehreren Leitungswählern in dieser Gruppe die den Leitungswählern vorhergehende Wählstufe in solcher Weise durch die Zentralvorrichtimg eingestellt wird, daß einer dieser freien Leitungswähler erreicht wird, und zwar derart, daß im Speicher eine Übersicht des Besetztzustandes der für den gewünschten Anschluß verfügbaren Leitungswähler erlangt wird, bevor Schaltstufen zn den Leitungswähler!! eingestellt werden, so daß für die Fortsetzung der Verschiebung der Anschlüsse im Aushilfsvielfach in einer Richtung zyklisch von den letzten über den ersten Leitungswähler sowie auch für eine Verteilung auf Aushilfsgruppen in beschränktem Umfange immer auch Kontakte der vorletzten Schalt- too stufe benutzt werden.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffinden der Anschlüsse im \'rielfach der Leitungswähler in der steuernden Zentralvorrichtung durch eine Schaltvorrichtung verrichtet wird, welche die Aushilfsvielfachc an die Prüfvorrichtung zyklisch versetzt anzuschließen gestattet.
Angezogene Druckschriften:
Scheibc-Wolffhardt: Fernmeldetechnik der Telefonbau und Normalzeit, 1949, S. 142 ff.;
deutsche Patentschrift Nr. 606 205;
schweizerische Patentschrift Nr. 235 881.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 509 577/73 10. 55

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