DEST004706MA - - Google Patents

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DEST004706MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. April 1952 Bekanntgemacht am 31. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schuhschrank mit einer um eine waagerechte Achse drehbaren Tragvorrichtung mit in Drehrichtung hintereinander angeordneten kreissektorförmigen Fächern, die in radialer Richtung nach außen offen sind und besondere, den aufzunehmenden Schuhen anpaßfähige Halter aufweisen. .
Derartige Schuhschränke haben den Nachteil, daß die Tragvorrichtung aus einer beiderseits geschlossenen Trommel besteht, deren sektorförmige Fächer nur am Trommelumfang offen sind. Die in die Fächer einzubringenden Schuhe stehen paarweise dicht nebeneinander, so daß sie sich meistens berühren. Dadurch können Druckstellen entstehen, die die Schuhe unansehnlich machen und in ihrem Wert herabsetzen. Außerdem werden die Schuhe, wenn sie unmittelbar nach der Benutzung und eventuell sogar naß im Schuhschrank untergebracht werden, fleckig und schimmelig. Wegen des geringen Luftzutrittes am Trommelumfang können die Schuhe nicht genügend auslüften und trocknen. Dieser Nachteil wird noch dadurch gesteigert, daß der die Trommel aufnehmende Schrank nur eine kleine Öffnung aufweist. Auch die bei dem bekannten Schuhschrank gewählte Art der Halterung der Schuhe ist insofern unbefriedigend, als sie jeweils von Hand an die Absatzbreite angepaßt werden muß, da sie aus einer zweiteiligen
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Kammer besteht, zwischen deren federnden Teilen der jeweilige Schuhabsatz von unten her seitlich einklemmbar ist, um ein Herausfallen der Schuhe beim Drehen der Trommel mit Sicherheit zu ver-
' 5 hindern. '
Die Erfindung .zielt darauf ab, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und außerdem den durch die runde Gestalt der Tragvorrichtung bedingten freien Raum besonders zweckmäßig auszunutzen.
ίο Die Erfindung besteht darin, daß die kreissektorförmigen Fächer auf den beiden Flächen einer kreisrunden Scheibe angeordnet sind, die als Trennwand für die jeweils in zwei nebeneinanderliegenden Fächern aufzubewahrenden Schuhe eines Schuhpaares dient. Die Gestaltung der Tragvorrichtung gemäß der Erfindung verhindert mit Sicherheit eine gegenseitige' Berührung der nebeneinander befindlichen Schuhe und sichert einen guten Luftzutritt. Dieser wird noch dadurch verbessert, daß die Schrankunterseite in an sich bekannter Weise völlig offen ist und die Schrankrückwand eine kreisförmige Ausnehmung aufweist. Zweckmäßig dient die beim Herstellen der rückwärtigen Ausnehmung gewonnene kreisrunde Scheibe .als Trennwand der Haltevorrichtung.
Die den einzelnen.Fächern der Tragvorrichtung zugeordneten Halter bestehen nach der weiteren Erfindung aus je einer, über zwei nebeneinanderliegende Fächer reichenden und unter der Wirkung einer in radialer Richtung angeordneten Zugfeder stehenden Leiste, unter deren Druck auf das hintere Ende der Absätze die Schuhe eines Paares gemeinsam einspannbar sind. Diese in Längsrichtung der Schuhe wirkenden Spannvorrichtungen sind einfach herzustellen und zu bedienen, bedürfen keiner · jeweiligen Anpassung an verschiedene Schuhgrößen und -formen und sichern die Schuhe in jeder Drehlage der Tragvorrichtung vor dem Her-' ausfallen. -.:■'.'·.■:■■■.·
Der um die Tragvorrichtung herum vorhandene freie Raum ist in zweckentsprechender Weise dadurch ausgenutzt, daß in den freien Ecken des Schuhschrankes zusätzliche Fächer zur Aufbewahrung von Hausschuhen, Kinderschuhen u. dgl. bzw. von Schuhpflegemitteln vorgesehen sind. Diese Fächer sind zweckmäßig wenigstens teilweise als herauskippbare Kästen ausgebildet.
Nachstehend ist ein Ausführungbeispiel des Erfindungsgegenstandes an Hand der Zeichnung beschrieben, die den Schuhschrank in der Vorderansicht mit größtenteils entfernter Vorderwand ,zeigt. ;■■:
Der ohne Boden gefertigte Schuhschrank besteht aus einer geschlossenen Vorderwand 1, zwei Seitenwänden 2 und einem Deckel 3. Die Rückwand 4 be- : sitzt ein kreisrunde "Öffnung, die durch Aussägen entsteht. Die hierbei gewonnene kreisrunde Scheibe 5 ist fest mit einer waagerechten Welle 8 verbunden, die in 'einer Vorderwandleiste 6 und einer entsprechenden Rückwandleiste-7 gelagert ist. ' Die Scheibe 5 ist beiderseits mit schaufelartig angeordneten Tragbrettchen 9 versehen. Zwischen den Schaufeln jedes, Schaufelpaares ist in einem entsprechenden Ausschnitt 11 der Scheibe 5 ein radial verlaufender Spiralfederzug 10 angeordnet, der mit einer Spannleiste 12 versehen ist. Diese dient der Befestigung der beiden Schuhe eines Paares und drückt von hinten gegen die Absätze bzw. die Fersenteile der Schuhe.
In den oberen Ecken des Schrankes befinden sich feste Fächer 13, in denen Schuhpflegemittel, Schuhspanner ti. dgl. aufbewahrt werden können. In' die unteren Ecken des Schrankes sind um Scharniere 14 kippbare Kästen 15 eingebaut, die der Aufbewahrung von Hausschuhen, Kinderschuhen usw. dienen können. Der aufklappbare Deckel 3 liegt auf Stützieisten 16 lose auf und ermöglicht den Zugang zur Tragvorrichtung sowie zu den Fächern 13 und gestattet erforderlichenfalls auch einen Luftzutritt von oben her in das Schrankinnere.
Die Handhabung des Schuhschrankes gemäß~der Erfindung erfolgt in nachstehender Weise:
Will man Schuhe in dem Schrank aufbewahren, dann öffnet man den Deckel 3, dreht die als Schaufelrad ausgebildete Tragvorrichtung an den Leisten 12 so lange, bis sich zwei freie Fächer oben befinden. Dann wird die entsprechende Spannleiste 12 nach oben gezogen und nach Einsetzen der Schuhe wieder losgelassen, so daß sie nun das eingesetzte Paar Schuhe an. den Absätzen nach unten drückt und festhält.· Zum Einlegen weiterer Schuhe wird das Schaufelrad in gleicher Weise weitergedreht, und es können so sämtliche Fächer ohne Schwierigkeit mit Schuhen belegt werden. Ein Herausfallen der bereits eingelegten Schuhe wird durch die Leisten 12 mit völliger Sicherheit verhindert. Zum Herausnehmen der jeweils gebrauchten Schuhe wird sinngemäß in gleicher Weise verfahren.
Der dargestellte Schrank ermöglicht eine bequeme und übersichtliche, dabei raumsparende Unterbringung einer großen Zahl von Schuhen sowie der Schuh- und Schuhputzutensilien und ist außerordentlich leicht ohne Bücken bedienbar. Vor allem sichert er eine ausreichende Belüftung der im Schrank aufbewahrten Schuhe, so daß diese gut gepflegt und erhalten werden. Erwähnt sei noch, daß die erzielbare Belüftung des Schuhschrankes und somit auch die der Schuhe von besonderem gesundheitlichen Wert ist, da bekanntlich feuchte Schuhe Erkältungskrankheiten sehr fördern.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Schuhschrank mit einer um eine waagerechte Achse drehbaren Tragvorrichtung mit in Drehrichtung hintereinander angeordneten kreissektorförmigen Fächern, die in radialer Richtung nach außen offen sind und besondere, den aufzunehmenden Schuhen anpaßfähige Haiter aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die kreissektorförmigen Fächer auf den beiden Flächen einer kreisrunden Scheibe (5) angeordnet sind, die als Trennwand für die jeweils in zwei nebeneinanderliegenden Fächern aufzubewahrenden Schuhe eines Schuhpaares dient.
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  2. 2. Schuhschrank nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die den einzelnen Fächern der Tragvorrichtung zugeordneten Halter aus je einer über zwei nebeneinanderliegende Fächer reichenden und unter der Wirkung einer in radialer Richtung angeordneten Zugfeder (io) stehenden Leiste (12) bestehen, unter deren Druck auf das hintere Ende der Absätze die Schuhe eines Paares gemeinsam einspannbar sind.
  3. 3. Schuhschrank nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrankunterseite in an sich bekannter Weise völlig offen ist und die Schrankrückwand eine kreisrunde Ausnehmung aufweist und die beim Herstellen der rückwärtigen Ausnehmung gewonnene kreisrunde Scheibe als Trennwand (5) der Haltevorrichtung dient.
  4. 4. Schuhschrank nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den freien Ecken des Schuhschrank^ zusätzliche Fächer (13, 15) zur Aufbewahrung von Hausschuhen, Kinderschuhen u. dgl. bzw. von Schuhpflegemitteln und sonstigen Schuhutensilien vorgesehen sind.
    5- Schuhschrank nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Fächer wenigstens teilweise als herauskippbare Kästen (15) ausgebildet sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 835 339;
    schweizerische Patentschriften Nr. 158 779,
    060;
    USA.-Patentschrift Nr. 2587971.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 660/30 10'. 56

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