DER0015482MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. November 1954 Bekanntgemacht am 8. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
R 15482 V/85h
Die Erfindung betrifft einen Spülkasten, insbesondere für Klosettanlageni, bei dem der SpülvoTgang
durch Heberwirkung ausgelöst wird;. Eine Glocke schließt das. Abflußrohr ab und weist ein
Lufteinlaßventil auf.
Solche Spülkästen, sind an sich, bekannt. Sie bewirken
eine Spülung, solange die Zugvorrichtung herabgezogen wird. Sobald die Zugvorrichtung
nicht mehr betätigt wird und die Glocke den, Auslauf abschließt, wird die Spülung unterbrochen.
Andere Spülkästen ermöglichen beim Heben der Glocke zuerst eine Heberwirkung, die so>
lange fortgesetzt wirdt, bis der fallende Wasserspiegel das unter dem Wasserspiegel befindliche Lufteinlaßventiil
erreicht und Luft in die Glocke eindringen; kann. Die weitere Entleerung des Spülkastens
erfolgt dann nur durch erneutes Anheben
der Glocke.
Es sind1 weiter Spülkästen bekannt, bei denen
das Lufteinlaßvenitil an der Glocke sich oberhalb des Wasserspiegels befindet und durch, einen
Schwimmer geöffnet wird. Dieses· Lufteinlaßventil ist bei Beginn der Spülung geschlossen, und öffnet
sich erst bei fallendem Wasserspiegel. Die Zugvorrichtung arbeitet in diesem Falle mit einem
Druckpunkt, nach dessen Überschireitung die Schwimmerstange frei beweglich ist. Diese Anordnung
ist sehr aufwendig und besteht aus mehreren Hebeln, einem Bügel mit Anschlägen und, einer Druekpunkteinirichtung. Der Schwimmer
muß so· groß seini, daß er die Reibung der gesamten
Apparatur überwindet, so. daß seine Unter-
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R 15482 V185h
bringung im Spülkasten zusammen mit der Mechanik kaum möglich ist.
Nach dar Erfindung soll eine einfache betriebssichere
Anordnung geschaffen werden, mit der es möglich ist, jede gewünschte Wassermenge durch
Anheben dier Glocke aus dem Spülkasten! zu entnehmen.
Die gesamte Wassermenge des Spülkastens· wird durch, ein etwas längeres Anheben
der Glocke zum Ausfließen gebracht. Es wird, somit bei mehr oder weniger kurzer Betätigung der
Zugvorrichtung die aus dem Spülkasten herausfliegende Wassermenge stufenlos geregelt und,
wenn die Betätigung der Zugvorrichtung über eine gewisse Zeit erfolgt, die gesamte Spülmenge, aus
dem Spülkasten; zum Ablauf gebracht.
Die Lösung der Aufgabe nach der Erfindung erfolgt dadurch, daß das Lufteinlaßventil oberhalb
des höchsten, Wasserspiegels liegt und der den Verschlußkörper des Ventile tragende Schwimmerhebel
derart gekröpft ist, daß das Ventil sich, bei gefülltem Spülkasten, in, der geöffneten Stellung
befindet und in die geschlossene Stellung übergeht, wenn der Wasserspiegel auf eine einstellbare Höhe
gesunken ist. Der Schwimmerhebel ist an der
oberen Stirnseite' der Glocke schwenkbar gelagert und. trägt einen längs verschiebbaren Schwimmer,
Eine weitere Ausfübrungsform nach der Erfindung
besteht darin, daß das Lufteinlaßventil . mit einer den Schließ Vorgang verzögernden, Einrichtung
versehen ist, die aus einem an die Ventilbohrung angesetzten, eine Luftaiustrittsöffnung
aufweisenden Zylinder besteht, in dem ein durch eine Druckfeder belasteter und mit dem Ven.tilversehlußkÖTper
kraftschlüssig in. Verbindung stehender Kolben gleitet. Die Bewegung des
Kolbens wird durch ein im Boden des Zylinders angeordnetes, lediglich das Einströmen des
Wassers zulassendes Rückschlagventil sowie durch einen von dem unteren Raum des Zylinders ausgehenden
engen Verbindungskanal gesteuert. Zur Regelung des Durchflußquerschnittes des Verbindungskanals
dient eine Einstellschraube.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, und
zwar zeigt . .
Abb. ι die Ansicht eines üblichen Spülkastens, Abb·. 2 einen Schnitt durch die Glocke des Spülkastens
im größeren Maßstab und
Abb. 3 eine andere Ausführungsform des Luftei
η laß ventil s an der Glocke.
Der Spülkasten 1 besitzt in üblicher Weise das
Zuflußventil 2 Und, dien Ausfluß stutzen 3. Die einlaufende! WaSiSeirmeinigei wird durch den Schwimmer
4 geregelt. Durch einen Zughebel 5, der im Gelenk 6 drehbar ist, kann die Glocke 7 angehoben
werden,, die dann den Auslauf freigibt. Nach dem Senken der Glocke 7 erfolgt durch Heberwirkung
das vollständige Auslaufen des Spülkastens.
Nach der Erfindung besitzt die Glocke 7 ein mit einem Verschlußkörper 8 versehenes Lutteinlaßventiil,
welches mit einem Schwimmer 9 verbunden ist. Der Schwimmeirhebel ίο· ist verstellbar.
Das Lufteinlaßventil wird bei gefülltem Spülkasten, in geöffneter Stellung gehalten, und schließt
sich erst, nachdem der Wasserspiegel 22 um ein gewisses Maß gesunken ist.
Beim Anheben der Glocke 7 strömt das Wasser aus dem Spülkasten durch die Öffnung 11 in, den
Stutzen 3. Nach kurzzeitigem Anheben der Glocke 7 bleibt das Lufteinlaß ventil geöffnet, so
daß beim Schließen der Glocke keine Heberwirkung eintritt und- kein. Wasser mehr über die
Glocke herausläuft. Bei längerem Anheben, dea: Glocke 7 ist der Wasserstand, bis zur Höhe 12 abgesunken,
und, dann hat der Schwimmer 9 eine solche Stellung, daß das Lufteinlaßventil geschlossen
ist. In, diesem Fall tritt nach, dem Absenken den- Glocke 7 die Heberwirkung ein, und
der Spülkasten entleert sich vollständig.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 3 ist das Lu fteinl aß ventil mit einer den Schließvorgang verzögernden!
Einrichtung versehen. Das Ventil ist mit dein Zughebel 13 verbunden, so daß es bei der
Betätigung des Zuges zum Anheben, der Glocke 7 geöffnet wird;. Mit dem Verschlußkörper 8 des
Ventils ist ein Kolben' 14 kraftschlüssig verbunden,
der in dem Zylinder 15 geführt ist. Der Kolben
steht unter der Wirkung einer Druckfeder 16. Der
Zylinder 15 besitzt ein im Boden angeordnetes Rückschlagventil 17 und eine den! Durchflußquerschnitt
eines vom unteren Raum 20 des Zylinders ausgehenden Verbindungskanäls 19 regelnde Einstellschraube
18.
Solange das Ventil 8 geöffnet ist, tritt Luft über den Verbindungskanal 21 in das Innere der
Glocke 7 ein, und eine Heberwirkung kann nicht eingeleitet werden. Je nach dem eingestellten
Durchflußquerschnitt des Kanals 19 bleibt das Lufteinlaßventil kürzer oder länger geöffnet, und
die Öffnungsdauer des Lufteinlaßventils bestimmt die Wassermenge, welche ohne Heberwirkung aus
dem Spülkasten entnommen wird.
Claims (3)
1. Spülkasten,, inisbesondere für Klosettanlagen,
bei dem eine mit schwimmergesteueirtem Lufteinlaßventil versehene Glocke
das Abflußrohr verschließt und durch Anheben der Glocke der SpülvoTgang durch Heberwirkung
ausgelöst wird, dadurch gekennr zeichnet, daß das Lufteinlaßventil oberhalb des
höchsten Wasserspiegels liegt und der den Verschlußköirper (8) des, Ventils tragende
Schwimmerhebel (10) derart gekröpft ist, daß das Ventil sich bei gefülltem Spülkasten in der
geöffneten Stellung befindet und in die geschlossene
Stellung übergeht, wenn der Wasserspiegel auf eine einstellbare Höhe gesunken
ist, und daß der Schwimmerhebel (10), an dem
der Schwimmer (9) längs verschiebbar beifestigt
ist, an der oberen Stirnseite der Glocke
(7) schwenkbar gelagert ist,
2. Spülkasten, insbesondere für Kloset.tanlagen, mit einer das Abflußrohr des Spülkastens
abschließenden und ein Lufteinlaßventil aufweisenden Glocke, die durch Betätigung
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eines in der Aufhängeöse der Glocke mit Spiel eingesetzten und zugteich den Verschltißkörper
des Einlaßventils tragenden. Zughebeis angehoben, wird, wodurch der Spülvorgang unter
Heberwirkung ausgelöst wird,1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lufteinlaßventil mit einer dem Schließ Vorgang verzögernden, Einrichtung
versehen ist, die aus, einem an die
Veintilbohrung angesetzten,, eine Luftaustrittsöffnung
(21) aufweisenden Zylinder (15) besteht,
in dem ein durch eine Druckfeder (16) belasteter und mit dem Ventilverschlußköirper
(8) kraftschlüssig in Verbindung stehender Kolben, (14) gleitet, dessen Bewegung durch
ein im Boden des Zylinders (15) angeordnetes, lediglich das Einströmen des Wassers zulassendes
Rückschlagventil (17) sowie einen von. dem unteren. Raum (20) des Zylinders (15)
ausgehenden engen Verbindungskanal (19) gesteuert wird.
3. Spülkasten nach Anspruchs, gekennzeichnet
durch eine den. Durchfluß querschnitt des Verbindungskanals· (19) regelnde Einstellschraube
(18).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 584 570, 585 046, 513, 830 176.
Deutsche Patentschriften Nr. 584 570, 585 046, 513, 830 176.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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