DER0010476MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 15. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Beinschützer für Einspurfahrzeuge, insbesondere Motorräder. Beinschützer
bei Einspurfahrzeugen sind an sich bekannt; sie besitzen in der Regel die Gestalt von
Schutzschilden aus Blech od. dgl., die rechts und links an der Vorderradgabel des Fahrzeuges bzw.
an dessen Rahmen befestigt werden.
So zweckmäßig das Vorhandensein von Beinschützern bei der Fahrt im Schnee und Regen oder
ίο bei Schmutz ist, so störend sind diese bei trockener Straße, da die Beinschützer ·— abgesehen von dem
häufig wenig gefälligen Aussehen — den Fahrwiderstand beträchtlich erhöhen. Dieser letztere
Mangel ist bereits frühzeitig erkannt worden; ihm läßt sich dadurch begegnen, daß die Beinschützer
drehbar angeordnet und je nach Bedarf senkrecht oder parallel zur Radebene eingestellt werden. Eine
andere Lösung geht dahin, die Beinschützer zusammenlegbar zu gestalten, d. h. eine Anzahl
leistenförmiger, gelenkartig miteinander verbündener Einzelelemente vorzusehen, die durch einen
Hebel verspannt werden.
Diese bekannten Konstruktionen vermögen insofern nicht zu befriedigen als die Beinschützer, die
ja in beiden Fällen auch beim Nichtgebrauch an Ort und Stelle verbleiben, nicht nur mit ihrem Ge-
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wichl das Vorderrad belasten, sondern unter Umständen
auch eine gewisse Stabilisierungswirkung hervorrufen, die die I .enkeigenschaften des Fahrzeuges
hei schneller Fahrt in ungünstigem Sinne becin(lu(.lt. Das gleiche gilt für das Aussehen des
Kalii'zcugcs.
Nach der Krfmdung lassen sich diese Schwierigkeiten dadurch beheben, daß den Beinschützer!!
eine solche Gestaltung gegeben wird, daß diese bei
ίο Nichtgebrauch als zusätzliche Verkleidung des
llinderrades (W^ Fahrzeuges dienen können, wo sie
z. Ii. durch Steekvorrichtungen befestigt werden. Das Hinterrad ist für die Unterbringung der Beinschützer
deshalb besonders günstig, weil die Tenden/, beim Bau von Kiiispiirfahrzeugen ohnehin
darauf gerichtet ist, das Fahrzeugheck möglichst weitgehend zu verkleiden. Im Bedarfsfalle ist es
ein leichtes, die Beinschützer ihrem eigentlichen Verwendungszweck· zuzuführen und diese am
Vonlerrad des Fahrzeuges anzubringen.
Zur Verbesserung des Gesamteindruckes empfiehlt es sich, die schmalen Knden der Beinschützer
mit einer Wölbung zu versehen, die der Rundung des I linlerradsehutzbleches 011tspricht, wobei gear, gebenenfalls am oberen linde je eine Kille als
Schmutz und VVasserfang vorgesehen werden kann. Fernerhin können Durchbiegungen im mittleren
Teil angebracht werden, die zur Kühlluftzuführung für den Motor dienen. Diese werden
zweekinäßigerweise von elastischen Finlagen gebildet, die sich im Bedarfsfalle nach der Gegenseite
durchbiegen lassen, so daß bei der Befestigung der Beinschützer am Hinterrad des Fahrzeuges keine
Schwierigkeiten entstehen.
SS Kin Ausführungsbeispiel der Erlmdung und
deren Kinzclhcitcn werden im nachfolgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Abb. 1 zeigt das I I interradschutzblech des Fahrzeuges
mit der Steckvorrichtung für den linken Beinschützer;
Abb. 2 und 3 zeigen den linken Beinschützer für sich in der Ansicht von der Seite und von oben;
Abb. .| zeig! das I linterradschutzblech mit angestecktem
Beinschützer; dieser Zustand ist in den
•1!) Abb. 5 und 6, in denen beide Beinschützer eingezeichnet
sind, nochmals in der Draufsicht und im Schnitt dargestellt.
Kür gleiche Teile sind in sämtlichen Abbildungen gleiche. Bezugszeichen gewählt.
Iu den Abbildungen ist mit 1 das llinterradschutzblech
bezeichnet, das mit Steekvorrichtungen in Korni von gelochten Laschen 2 versehen ist,
(U1IH-Ii Anordnung aus der Abb. 6 zu entnehmen ist.
Im Sinne der Krlmdung dienen diese Steckvorrichlungeii
zur Befestigung von Beinschützern 3, deren (iestall so gewählt ist, daß die Beinschützer, die bei
Gebrauch rechts und links an der Vorderradgabel des Kahrzeuges bzw. dessen Rahmen angebracht
sind, bei Nichtgebrauch eine zusätzliche Verklei-
0(i dung des Fahrzeughinterrades bilden.
Die besondere Form der Beinschützer ist aus den Abb. 2 und 3 zu ersehen; sie stellen im wesentlichen
ein Stanzteil aus Blech dar, dessen Mittclpartic 3' (vgl. Abb. 3 und 5) leicht gebogen ist und dessen
schmale Enden 4', 4" mit einer Wölbung ausgeführt sind, die der Rundung des Hinterradschutzbleches
entspricht, wobei das Ende 4", das bei Gebrauch der Beinschützer oben liegt, je eine Rille 5 als
Schmutz- und Wasserfang aufweist, während das gegenüberliegende Ende glatt ausgeführt ist. Im
vorliegenden Falle ist außerdem in der Mittclpartic ein Ausschnitt vorgesehen, der durch eine elastische
Einlage 7 aus gummiertem Stoff od. dgl. ausgefüllt ist. Diese Einlage ist von einem Stahldraht: 8 getragen,
der der Biegung der Mittelpartie 3' folgt. Infolgedessen läßt sich die Einlage im Bedarfsfalle,
wie in Abb. 2 gezeigt, nach der Gegenseite durchbiegen und sichert damit die Kühlluftzufuhr für
den Motor. Das Befestigen der Beinschützer selbst am Hinterradschutzblech erfolgt mit Hilfe zweier
abgewinkelter Arme 6 (vgl. Abb. 6), die sich in die Öffnungen der Steekvorrichtungen 2 einführen
lassen. Durch Anheben der Beinschützer in Pfeilrichtung können diese gelöst und ihrem eigentlichen
Verwendungszweck zugeführt, d. h. am Vorderrad des Fahrzeuges angebracht werden.
Claims (6)
1. Beinschützer für Einspurfahrzeugc, insbesondere
Motorräder, gekennzeichnet durch eine derartige Gestaltung, daß sie bei Nichtgebrauch
als zusätzliche Verkleidung des Hinterrades des Fahrzeuges dienen können.
2. !Beinschützer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie durch Steekvorrichtungen am Fahrzeug befestigt werden können.
3. Beinschützer nach den Ansprüchen 1: und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schmalen
Enden der Beinschützer mit einer Wölbung versehen sind, die der Rundung des Hinterradschutzbleches
entspricht.
4. Beinschützer nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende je
eine Rille als Schmutz- und Wasserfang vorgesehen ist.
5. Beinschützer nach den Ansprüchen 1 bis 4,
gekennzeichnet durch Durchbiegungen im mittleren Teil, die zur Kühlluftzuführung für den
Motor dienen.
6. Beinschützer nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftführungen
von elastischen Einlagen gebildet werden, die sich im Bedarfsfall nach der Gegenseite durchbiegen
lassen.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 257 255, 670 753, 711 579.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
© 509 599/271 12.55
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