DER0008072MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. Januar 1952 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1958
DEUTSCHES PATENTAMT
Zur Bestimmung von im Wasser vorhandenen Härtebildnern sind bereits Vorrichtungen bekannt,,
die in einem Mischgefäß fortlaufend abgemessene Raumteile des zu untersuchenden Wassers mit abgemessenen
Mengen einer Indikatorlösung und einer puffernden Lösung zusammenbringen. Das hierbei entstehende Flüssigkeitsgemisch durchläuft
in gleichem Rhythmus eine lichtdurchstrahlte Küvette. Das durch die Küvette gegangene Licht fällt
auf eine Fotozelle, wo es in elektrische, zur Betätigung von Meß-, Anzeige- und Steuergeräten
benutzbare Energieimpulse umgewandelt wird. Der zur einwandfreien Durchführung der Messung erforderliche
pH-Wert wird mit Hilfe der Pufferlösung eingestellt, damit die Härtebestimmung von
der Wasserstoffionenkonzentration des zulaufenden Wassers unabhängig ist.
Derartige, selbsttätig anzeigende und registrierende Apparate liefern bei der Bestimmung der gesamten
Wasserhärte oder der Magnesiahärte keine einwandfreien Ergebnisse, weil es keinen Indikator
gibt, der bei jeder vorkommenden Wasserhärte in gleicher Weise anspricht.
Es wurde gefunden, daß diese Nachteile überraschenderweise nicht auftreten, wenn man Indikatoren
und Pufferlösungen verwendet, die nur einen Meßbereich von ο bis annähernd 0,2 deutschen
Härtegraden umfassen. Dieser Meßbereich ist vor-
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nehmlich für die Überwachung vonBasenaustauschenthärtungsanlagen
erforderlich. Bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise registriert die Fotozelle die
Intensität und Art der vom Indikator verursachten Farbänderung unmittelbar in deutschen Härtegraden
: oder anderen Härteeinheiten. Hierbei können gleichzeitig auch mehrere Enthärtungsfilter
überwacht werden, wenn man in üblicher Weise einen Mehrwegehahn verwendet, der abwechselnd
ίο in bestimmter Reihenfolge Wasser aus den in Frage
kommenden Prüfstellen dem Analysenapparat zuleitet.
Als Indikatorlösung für das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders gut eine Lösung
von i, 2'-Azo-6-nitro-2, i'-naphthol-sulfonsäure. Es
handelt sich dabei um einen schwarzen Farbstoff, der unter dem Handelsnamen Eriochromschwarz
oder Chromogenschwarz bekannt ist. Mit diesem Indikator kann man in dem erfindungsgemäßen
Meßbereich von ο bis 0,2 deutschen Härtegraden neben der Kalkhärte auch die Magnesiahärte einwandfrei
bestimmen.
In der Zeichnung ist in schematischer Weise eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignete Vorrichtung dargestellt.
■ Aus der Zufluß leitung 1 gelangt das fortlaufend
zu untersuchende Wasser in ein Meßgerät 2. Die je Zeiteinheit zufließende Wassermenge wird unter
Zwischenschaltung von Kapillarrohren mit Hilfe eines von einer Steuerwalze elektromagnetisch betätigten
Ventils geregelt.
In Abhängigkeit von der eingestellten Wasserdurchflußmenge wird dem Meßgefäß 2 aus einem
Vorratsbehälter 3 durch Leitung 4 je Zeiteinheit eine bestimmte Menge der erfindungsgemäß verwendeten
Indikatorlösung zugeführt, die vorzugsweise Eriochromschwarz oder Chromogenschwarz
enthält. Der Zufluß der Indikatorlösung wird mit Hilfe eines elektromagnetischen Ventils 5 gesteuert.
Neben der Indikatorlösung wird dem Meßgefäß 2 noch eine Pufferlösung zugeführt, die im wesentlichen
aus verdünnter Ammoniaklösung besteht und sich im Vorratsbehälter 6 befindet. Von hier aus
fließt die Lösung durch Leitung 7 zu einem elektromagnetisch gesteuerten Ventil 8, das in vorgeschriebener
Menge und vorgeschriebenen Zeitabständen Pufferlösung in" das Mischgefäß 2 abfließen läßt.
Aus dem Mischgefäß 2 fließt das vom Indikator gefärbte Flüssigkeitsgemisch durch Leitung 9 in
eine von planparallelen Glasplatten begrenzte Küvette 10, wobei der Abfluß durch ein in Leitung 9
liegendes, elektromagnetisch gesteuertes Ventil geregelt wird.
Die Küvette 10 wird von einer Lichtquellen
durchstrahlt, die ihr Licht auf eine Fotozelle 12 wirft. Je nach der vom Indikator verursachten
Farbänderung erhält die Fotozelle 12 mehr oder weniger große Lichtenergiemengen. Gleichlaufend
hiermit ändert sich die Intensität des von der Fotozelle gelieferten elektrischen Stromes. Mit Hilfe
von an sich bekannten Verstärkungseinrichtungen können die Energieschwankungen der Fotozelle
verstärkt und zur Betätigung von Meß-, Anzeigeoder Registriereinrichtungen benutzt werden. Hierbei
kann man akustische oder optische Signalvorrichtungen verwenden, die beim Überschreiten oder
Unterschreiten vorgegebener Härtewerte ein Warnsignal betätigen. Die von der. Fotozelle erzeugten
Stromimpulse lassen sich auch zur selbsttätigen Schaltung1 oder Steuerung bzw. sonstigen Bedienung
von einem oder mehreren Basenaustauschern verwenden, die fortlaufend überwacht werden,
sollen.
Aus der Küvette 10 läuft die Meß flüssigkeit durch Leitung 13 unter Vermittlung eines automatischen
Ventils 14 ab.
Claims (2)
1. Verfahren zur Bestimmung von im Wasser
enthaltenen Härtebildnern mit Hilfe eines Meßgefäßes, das in dauernder Aufeinanderfolge abgemessene
Mengen des zu untersuchenden Wassers mit abgemessenen Mengen einer Indikatorlösung
und abgemessene Mengen einer Pufferlösung miteinander vermischt, worauf die Mischungen in gleichem Rhythmus eine lichtdurchstrahlte
Küvette durchlaufen, wobei das durch die Küvette gegangene Licht auf eine Fotozelle fällt, die es in elektrische, zur Betätigung
von Meß-, Anzeige- und Steuergeräten benutzbare Energieimpulse urmvandelt, dadurch gekennzeichnet, daß Indikatoren und
Pufferlösungen verwendet werden, die einen. Meßbereich von ο bis annähernd 0,2 deutsche
Härtegrade umfassen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Indikatorlösung eine
. Lösung von 1, 2'-Azo-6-nitro-2, i'-naphthol-4-sulfonsäure
verwendet wird, d. h. die Lösung eines schwarzen Farbstoffes, der unter dem Handelsnamen Eriochromschwarz oder Chromogenschwarz
bekannt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 233
deutsche Patentschrift Nr. 645 431.
Schweizerische Patentschrift Nr. 233
deutsche Patentschrift Nr. 645 431.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
© 609 656/424 9.56
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