DE730262C - Vorrichtung zur selbsttaetig fortlaufenden Bestimmung der chemischen Eigenschaften von Fluessigkeiten, insbesondere zur Wasseruntersuchung - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttaetig fortlaufenden Bestimmung der chemischen Eigenschaften von Fluessigkeiten, insbesondere zur Wasseruntersuchung

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DE730262C
DE730262C DER108385D DER0108385D DE730262C DE 730262 C DE730262 C DE 730262C DE R108385 D DER108385 D DE R108385D DE R0108385 D DER0108385 D DE R0108385D DE 730262 C DE730262 C DE 730262C
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Karl Rieker
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/75Systems in which material is subjected to a chemical reaction, the progress or the result of the reaction being investigated
    • G01N21/77Systems in which material is subjected to a chemical reaction, the progress or the result of the reaction being investigated by observing the effect on a chemical indicator
    • G01N21/78Systems in which material is subjected to a chemical reaction, the progress or the result of the reaction being investigated by observing the effect on a chemical indicator producing a change of colour
    • G01N21/79Photometric titration

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Description

  • Vorrichtung zur selbsttätig fortlaufenden Bestimmung der chemischen Eigenschaften von Flüssigkeiten, insbesondere zur Wasseruntersuchung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur weitestgehend selbsttätigen laufenden Überwachung der chemischen und erfarderlichenfalls der physikalischen Beschaffenheit von Flüssigkeiten und insbesondere von Kesselwasser.
  • Bei Dampfkesseln, insbesondere bei den sogenannten Hochleistungskesseln, ist zur Aufrechterhaltung eines einwandfreien Betriebes eine laufende Überwachung des Speisewassers und des Klesselwassers erforderlich.
  • Das Wasser wird zu diesem Zweck auf Härte, Dichte, Natronzahl und Sauerstoff sowie gegebenenfalls auf Trübung untersucht. Während die Härte und Dichte des Wassers unter normalen Umständen kaum größeren Schwankungen unterworfen sind, sind die Natronzahl und der Sauerstoffgehalt meist nicht gleichbleibend.
  • Früher wurde der Soda- und Kalküberschuß im Kesselwasser gemessen; mit der Entwicklung der neuzeitlichen Hochleistungskessel wurde es allgemein üblich, die Natron zahl als Gradmesser für den Zustand des Kesselwassers festzulegen. Die Natronzahl oder Alkalitätszahl gibt den Gehalt eines Wassers an Natronlauge oder seine Alkalität durch den Phenolphthaleinwert oderp-Wert an. Durch den Methylorangewert, kurz m-Wert genannt, wird der Gehalt an Soda bestimmt. Die Natronzahl errechnet sich aus dem p-Wert und m-Wert durch eine Formel ersten Grades.
  • Es wurde gefunden, daß bei normalem Detrieb der etwa 34fache p-Wert eine Zahl ergibt, welche der festzustellenden Natronzahl entspricht. Für den praktischen Betrieb kann man daher meistens auf die Feststellung des m-Wertes verzichten und'die Alkalitätszahl aus dem p-Wert errechnen. Dadurch ergibt sich eine vorteilhafte Vereinfachung gegenüber dem bisher üblichen Verfahren, bei welchem die Natronzahl erst nach Feststellung beider Werte errechnet wurde.
  • Da bisher die Titrationen zur Bestimmung der Alkalitätszahl und des Sauerstoffes von Hand und der Vergleich der Färbungen meist ohne Zuhilfenahme irgendewelcher Meß einerichtungen, wie Photometer, Kolorimete o. dgl., vorgenommen wird, wobei dei Meß ergebnisse persönlich ausgewertet werden müssen, so ist man in hohem Maße von den Kenntnissen, der Sorgfalt und Zuverlässigkeit sowie dem Fleiß des Untersuchenden abhängig. Bei diesen Kontrollen etwa unterlaufende Fehler sind für die wesentlichen Einrichtungen, wie Kessel, Speiseanlagen.
  • Vorwärmer, Dampfleitungen, Dampfturbinen usw., sehr nachteilig, da sie bei nicht richtig zusamengesetztem Speisewasser erhebliche Schaden nehmen können, Vorrichtungen zum selbsttätigen Überwachen von Kesselwasser sind bereits verschiedentlich in Vorschlag gebracht worden.
  • So ist beispielsweise eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei welcher eine abgemessen Menge des zu untersuchenden Wassers, welche zuvor von Hand mit Phenolphthalein und Clrlorbarium versetzt worden ist, selbsttäting mit Salzsäure titrert wird. wobei die Menge der bis zurn Farbloswerden verbrauchten Salzsäure durch die Stellung eines in das Vorratsgefäß eintauchenden Verdrängers gemessen wird, dessen Abwärtsbewegung von einer Selenzelle gesteuert wird, die von einer Lichtquelle getroffen wird, deren Strahlen zuvor durch das Untersuchungsgefäß gegangen sind (Patent 192467).
  • Es sind weiterhin recht komplizierte Vorrichtungen bekanntgeworden, bei denen eine fortlaufende Zufuhr von Chemikalien erforderlich ist, was nur mittels sehr komplizierten Dosiervorrichtungen einigermaßen genau durchführbar ist und einen ständigen hohen Verbrauch von Chemikalien zur Folge hat: denn die zu untersuchende Flüssigkeit durchströmt fortlaufend nacheinander die von einer Lichtquelle durchleuchteten Vergleichs- und Reaktionsgefäße (USA-Patente 1919858 und 2019871).
  • Mit den bekannten Vorrichtungen der letzteren Art stimmt die Vorrichtung nach der Erfindung hinsichtlich der Verwendung von zwei parallel deschalteten, durchleuchteten Vergleichsröhren sowie von Photozellen überein. Das Wesen der Erfindung ist demgegenüber darin zu erblicken, daß von einem zentralen Steuerorgan aus in an sich belsannter Weise über elelitrische Kontakte und Relais vor Beginn einer Messung die Meßröhre von einer reichlichen Menge der zu untersuchender Flüssigkeit durchströint und mit ihr gefüllt wird, daß hierauf mittls genau geeichter Schöpfvorrichtungen. Geber o. dgl. dem Inhalt des Meßrohres ein Indikator und/ oder die für für die Analyse erforderlichen (?hemikalien zugeführt werden mld daß schließlich mittels einer nur während der Farbungleichheit der beiden Vergleichsröhren tätigten Vorrichtung in bestimmten Zeitbständen und in abgemessenen Mengen Titriersubstanzen zugeführt werden und daß die Zahl der Titergaben mittels eines Zählwerkes o. dgl. gemessen wird.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung arbeiter vollständig auttomatisch und unterscht in bestimment Zeitabschnitten das Kesselwasser laufend auf die interessierenden Eigenschaften. Die Vorrichtung soll keineswegs die Möglichkeit oder Notwendigkeit von Einzeluntersuchungen ausschließen ; im Gegenteil: Sie soll unter Umständen gerade zu derartigen Untersuchungen Anlaß geben, wenn sich aus den von ihr gemachten Anzeigen ergibt, daß iregndeine ungewöhnliche oder schädliche Abweichung von den Sollwerten eingetreten ist. Aus diesem Grunde ist für die einzelnen automatisch gesteuerten Vorgänge in jedem einzelnen Fall auch eine nich häher beschriebene Handbet)tigung vorgesehen.
  • In der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung an einem Ausführungslei spiel rein schematisch dargestellt: Das zu untersuchende Wasser wird in dem Kühl- und Enstpannungsgefäß 38 entspannt und etwa auf Zimmertemperautr abgekülht.
  • Die in bestimment einstellbaren Zeitabständen efolgende Entnahme des zu untersuchenden Wassers, die Zuführung der erforderlichen Chemikalier und die Umschlaturng auf die eine oder andere Untersuchung erfolgt selbsttätig mittels einer dauernd in Bewegung befindlicen Antriebsvorrichtung 1, die über ein nicht näher gezeichnetes Vorgelege 2 ständig die Wellen 3. 4 und 5 mit verschiedenen Umdrehungsgeschwindigkeiten antreibt. Mittels elektrisch betätigter Kupplungsvorrichtungen 6/7, 11,10 und 13 können die Wellen 3. 4 und 5 bzw. mit den Wellen 8, 9 und 12 bzw.
  • 22 gekuppelt werden.
  • Die Wellen 3 und 4 f2hren etwa zehn bis zwölf Umdrehungen in der Minute aus. während dieWelle 5 nur etwa vier Umdrehungen in der Stunde ausführt. Die Umdrehungen der Welle 8, welche die Kolbenpumpen 16 und 17 betäatigt, werden von dem Zählwerk 15. die Umdrehungen der Welle 9, welche die Kolbenpumpen 19 und 20 betätigt, von dem Zählwerk 18 registriert. Wie sich aus der weiteren Beschreibung ergibt, ist die Zahl der Umdrehungen, bei denen jeweils eine vorgegebene Menge bestimmter Chemikalien dem Reaktions- oder Untersuchungsgefäß zugeführt werden, ein Maß für die chemische Beschaffenheit des untersuchten Wassers.
  • Die Steuerung der einzelnen zu bestimmten Zeiten zu betätigenden Organe erfolgt auf elektrischem Wege im wesentilichen durch die ständig umlaufende Kontaktscheibe 28, auf der verschieden Kontaktzungen schleifen, Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist etwa. die folgende: Zwecks. Bestimmung der Alkalität des zu untersuchenden Wassers wird zunächst mittels der von der Kontaktscheibe 28 aus elektrisch betätigten Absperrorgane 30 und 31 aus dem einen entsprechenden Vorrat enthaltenden Kühlgefäß 38 zu den Untersuchungsröhren 32 und 33 des Trübungsmelders 34 eine hinreichende Menge Wasser hindurch gelassen, Diese Menge ist so bemessen, daß aus den Röhren 32 und 33 der vorhergehende Inhalt restlos ausgespült wird. Nach dem -Schließen der Absperrorgane 30 und 3I verbleibt in den Röhren 32 und 33 zur Nusführung der chemischen Reaktion eine durch entsprechende überläufe bestimmte Wassermenge. Hierauf wird von der Kontaktscheibe 28 aus der die Kupplungen 13 betätigende Schalter 14 so mit Strom beschickt, daß die Hohlwelle 22 mit der Antriebswelle 5 gekoppelt wird und dabei auf nicht nänher gezeichnete Weise auf den Geber 21 einwirkt, so daß von ihm der Röhre 32 eine bestimmte Menge Phenolphthalein kurz vor oder nach dem Schließen des Absperrorganes 30 zugeführt wird. Die gleichmäßige Vermischung der jeweils zugeführten Chemikalien mit dem Wasserinhalt des Untersuchungsrohres 32 wird durch eine nicht gezeichnete Pendel-oder Rüttelvorrichtung begünstigt, welche das zweckmäßig schwach geneigte Rohr 32 beispielsweise in Schwingungen um seine Längsachse versetzt. Die dabei eintretende Durchwirbelung kann noch durch geeignet angeordnete Führungslamellen im Innern des Rohres begünstigt werden.
  • Nunmehr befindet sich in der Röhre 32 mit dem Zusatzgefäß G eine bestimmte Menge mit Phenolphthalein versetzten Wassers, während das Vergleichsrohr 33 mit ungefärbtem Wasser von sonst gleicher Beschaffenheit gefüllt ist. Der kolorimetrische Vergleich des Inhalts der Rohre 32 und 33 erfolgt mittels der als Trübungsmesser bezeichneten Vorrichtung 34, die zwei gegeneinandergeschaltete Photozellen 45 und 46 enthält, die dem Licht einer Lichtquelle 47 nach Durchgang durch die Rohre 32 und 33 ausgesetzt sind.
  • Solange die Photozellen infolge ungleicher Fäfbungen des Inhalts der beiden Rohre verschiedene Strömung abgeben, wird über nicht gezeichnete Yerstärker und Relais auf elektrischem Wege die Zugabe derjenigen Chemikalien gesteuert, die ein Entfärben des Inhalts von Rohr 32 bewirken.
  • Nachdem das ÄVasser des Untersucbungsrohres 32 gefärbt ist, werden durch die an der Kontaktscheibe 28 schleifende Kontaktfeder 39 die im Trübungsmelder 34 angeordnete Lichtquelle 47 und die Photozellen 45 und 46 eingeschaltet, deren Ströme mit an sich bekannten Verstärkungsvorrichtungen verstärkt werden. Gleichzeitig wird durch den Kontakt 40 der Strom zu dem Relais 1 1 geschlossen und damit über die Kupplung In die bisher ruhende Welle 9 mit der ständig umlaufenden Welle 4 verbunden. Der Schalter 29 wird durch die Kontaktscheibe 28 gesteuert, ähnlich wie der Schalter 14, welcher mit dem Schalter 29 zwangsläufig verbunden ist. Wie schon eingangs erwähnt, können diese Schalter auch von Hand betätigt werden, Die von der Welle 9 betätigte Kolbenpumpe 20 entnimmt dem Vorratsbehälter 41 n/10-Salzsäure, und zwar bei jedem Hub eine bestimmte einstellbare Mange von beispielswise etwa 0,3 bis 1,2 ccm. Die Pumpe 10 saugt je Hub einige Kubikzentimeter Wasser aus dem mit dem Untersuchungsrohr 32 kommunizierenden Überlaufgefäß 44, das zum Nachspülen des etwa in dem Fallrohr 48 hängenbleibenden Phenolphthaleins und der Salzsäure dient.
  • Die Mischung der zugesetzten Salzsäure mit dem Inhalt des Rohres 32 wird einmal durch die obenerwähnten Schu-ingbewegungen des Rohres 32, zum andern aber durch das allmähliche Umpumpen seines Inhaltes möglichst rasch durchgeführt. Während der Bewegung des Rohres 32 und während des Pumpens wird die Lichtdurchlässiglieit des flüssigen Rohrinhalts durch die dabei auftretenden Schlieren herabgesetzt.
  • Die eigentliche Messung erfolgt immer jeteils zwischen den durch die Pumpe20 erfolgenden Salzsäuregaben. Sobald so viel Salzsäure zugeführt ist, daß eine Entfärbung des Inhalts des Untersuchungsrohres 32 eingetreten ist, die Ströme der gegeneinandergeschalteten Photozellen also gleich sind, wird über ein nicht gezeichnetes Relais und über den Schalter die Kupplung 10 ausgeschaltet, worauf die Welle 9 bis zum Beginn der nächsten Meßreihe in Ruhe bleibt.
  • Der Zähler 18 zeigt die bei jeder Meßreihe erfolgte Zahl der Umdrehungen der Welle 9 und damit die Menge Salzsäure an, welche erforderlich war, um den Inhalt des Untersuchungsrohres 32 zu entfärben. Die Anzeige, die beispielsweise direkt als Angabe des PH-Wertes bzw. der Natronzahl erfolgt, kann jederzeit in an sich bekannter Weise registriert und auf einem Registrierstreifen ein gezeichnet werden.
  • In ganz analoger Weise erfolgt die Feststellung des in dem zu untersuchenden Wasser evtl. enthaltenen Sauerstoffes. Zu diesem Zweick werden über die Kontaktscheibe 28 oder von Hand die Schalter 29 und 14 umgesteuert, so daß über die Kupplungen 7 und 13 bzw. die Wellen 8 und I2 mit den ständig umlaufenden Wellen 3 und 5 gekoppelt werden. Durch die Kontaktscheibe 28 werden, wie bei Beginn der oben beschriebenen Alkalitätsmessung, die Absperrorgane 30 und 31 einge Zeit geöffnet, wodurch die Rohre 32 und 33 nach Ausspülen des vorhergehenden Inhalts wieder neu gefüllt werden.
  • Hierauf werden, nachdem über die Kontaktscheibe 28 mittels der Kupplung 13 die langsam umlaufende ÄVelle 5 mit der Welle 12 gekoppelt ist, durch letztere mittels geeigneter Vorrichtungen die für die Titrierung erforderlichen Chemikalien und der entsprechende Farhindiliator dem Äfeßrohr 32 zugeführt.
  • Die für die Farbreaktion erforderliche Stärkelösung wird dem Vorratsgefäß 27 entnommen, dessen Geber durch die ÄVelle 12 betätigt wird. Durch die Schöpfwerke 24, 25 und 26 werden zweckmäßig in kurz aufeinanderfolgenden Zeitabständen genau geeichte Mengen kaliumjodidhaltige Natronlauge, Manganchloridlösung, konzentrirte Salzsäure und erforderlichenfalls mit dem Schöpfer 23 eine entsprechende Menge des zu untersuchenden Wassers als Spülwasser zugeführt.
  • Für die Titrierung wird, nachdem der Inhalt des Reaktionsrohres 32 mit den zuvor zugesetzten Chemikalien gleichmäßig versetzt ist, in an sich bekannter Weise Natriumthiosulfat verwendet, das, nachdem die Weller über die Kupplung 7 mit der ständig und rasch umlaufenden Welle 3 gekuppelt ist, inittels der geeichten Pumpe 17 dem Vorratsbehälter 42 entnomment wird. Auch hier erfolgt mittels der Pumpe 16 ein Nachspülen mit dem aus dem überlaufgefäß 44 des Reaktionsrobres 32 entnommenen Wasser. Die Zufuhr der Titriersubstanz mittels der Pumpe 17 erfolgt so lange, bis, wie bei der Alkalitätsbestimmung, eine vollständige Entfärbung des Inhalts des Untersuchungsrohres 32 eingetreten ist. Auch hier wird nach eingetretener Entfärbung über die Photozellen 45 und 46 sowie die entsprechenden Verstärker und Relais, die Kupplung 7 ausgeschaltet und die weitere. Zufuhr von Natriumthiosulfatlösung unterbrochen. Das nunmehr stillgesetztz Zählwerk 15 gibt auf Grund der vorangegangenen Eichungen ein Nfaß für den Sauerstoffgehalt.
  • Die beiden Zählwerke 15 und I8 können auch mit optischen oder akustischen Signal-oder anderen an sich bekannten Einrichtungen versehen werden, welche das Bedienungspersonal des Kessels benzchrichtigen bzw. aufmerksam machen, wenn irgendeine. Abweichung von dem Sollzustand des lsesselwassers eingetreten ist. n Stelle des Getriebes 2 können für die Antriebsorgane der Wellen 8, 9, 12 und 22 auch Magnetrelis o. dgl. verwendet werden, welche über entsprechend eingestellte Zeit uhren bestätigt werden, so daß die Häufigkeit der Schaltungen und damit auch der Untersuchungen willkürlich gewählt und eingestellt werden kann. Ebenso kann selbstverständlich auch nur die Kontaktscheibe 28 durch eine Zeituhr ersetzt werden.
  • Mit einer Einrichtung gemäß der Erfindung ist es auch möglich, die Wasser von verschiedenen Kesseln oder Wasserreinigungsanlagen nacheinader zu untersuchen. Der registrierende Schreiber für die Meßergebnisse wird in diesem Fall zweckmäßig als Mehrfarbenschreiber ausgebildet.
  • Mit der hier beschriebenen Vorrichtung können auch die sich im Wasser bildenden Niederschläge oder Ausfällungen festgestellt werden, was in einfachster Weise mittels des mit einer umschaltbaren Umwegelitung versehenen Filters 35 erfolgen kann.
  • Schließlich kann mit der dargestellten Vorrichtung auch die Dichte des zu untersuchenden Wassers mittels eines Arämeters 36 festgestellt werden. das in einem mit überlauf versehenen Gefäß untergebracht ist. velches einen elektrisch betätigten Auslaß 49 hat. der nur bei Ausführung der Dichtemessung geschlossen ist. Das Arämoeter 36 wird zu diesem Zweck mit einem lichtundurchlässige11 Plättchen 37 versehen, das bei den Messungen in den Strahlengeng der Photozelle 46 eingreift. Die Dichtemessung geht getrennt von den anderen Messungen folgendermaßen vor sich: Schalter 14 und 29 stehen auf Mittelsteilung und weden nicht betätgt. Die Absperrorgane 30 und 31 wurden durch Stromgebung von der Kontaktscheibe 28 kurzweili geöffnet, so daß den Röhren 32 und 33 die zur Durchspülung und nachherigen Füllung notwendige Wassermenge zufließt, Vorher wurde durch die Kontaktscheibe 28 das Ablaßorgan 49 geschlossen und das Meßinstrument 50 durch den Schalter eingeschaltet.
  • Durch Kontakt 39 werden alsdann Lichtquelle 48 sowie Photozellen 45 und 46 eingeschaltet Zwischen dem Stromfluß der Photozellen bew. deren nicht gezeichneten Verstärkern ist das einfache Meßinstrument 50. z. B. ein Amperemeter, eingebaute, dessen Skala so geeicht ist. daß die Dichte des Wassers direkt abgelesen werden kann. Das Plättchen des Aräomevers kann an Stelle von undurchlässigem auch aus vermindert lichtdurchlässigem Werkstoff hergestellt sein. In letzterem Falle kann das Plättchen 37 auch als optischer Keil ausgebildet sein.
  • Es ist selbstverständlich auch möglich, mit an sich bekannten Mitteln und Vorrichtungen auf Grund der automatisch ermittelten Meßergebnisse diejenigen Maßnahmen zu treffen, die einen geordneten Fortgang des Betriebes gewährleisten, beispielsweise durch Steuerung von Zugabevorrichtungen oder Ablaßorganen für Wasser und/order Chemikalien.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur selbsttätig fortlaufenden Bestimmung der chemischen Eigenschaften von Flüssigkeiten, insbesondere zur Wasseruntersuchung mittels kolorimetrischer Messungen in zwei parallel geschalteten, durchleuchteten Vergleichs röhren unter Verwendung von Photozellen, dadurch gekennzeichnet, daß von einem zentralen Steuerorgan aus in an sich bekannter Weise über elektrische Kontakte und Relais vor Beginn einer Messung id;ie Meßröhre von einer reich-Lochen Menge der zu untersuchenden Flüssigkeit durchströmt und mit ihrgefüllt wird, daß hierauf mittels genau geeichter Schöpfvorrichtungen, Geber o. dgl.- dem Inhalt des Meßrohres ein Indikator undl oder die'für die Analyse erforderlichen Chemikalien zugeführt werden und daß schließlich mittels einer nur während der Farbungleichheit der beiden Vergleichsröhren betätigten Vorrichtung in bestimmten Zeitabständen und in abgemessenen Mengen Titriersubstanzen zugeführt werden und daß die Zahl der Titergaben mittels eines Zählwerkes o. dgl. gemessen und erforderlichenfalls registriert wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Zuführung der Indikatoren, Chemikalien und Titriersubstanzen die Zuführungsrohre mittels Wasser nachgespült werden, das zweckmäßig dem Untersuchungs rohr entnommen wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der Titriersubstanzen mittels Schöpfern erfolgt, die von einer Welle betätigt werden, die ihrerseits für die Dauer der Farbungleichheit über durch Magnetrelais 0. dgl. betätigte Kupplungen mit einer ständig umlaufenden Welle gekuppelt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Spender für Chemikalien, Indikatoren und Titriersubstanzen durch eine Zeituhr 0. dgl. erfolgt, welche iiber an sich bekannte Magnetrelais o. dgl. die für die Betätigung der Pumpen, Schöpfer o. dgl. erforderlichen mechanischen Bewegungen erzeugt.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Untersuchungsrohr durch an sich bekannte Mittel nach der Zugabe von Chemikalien o. dgl. in Schwingungen versetzt wird, wobei die Durchmischung des Inhalts durch geeignet angeordnete Führungsflächen begünstigt wird.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung der Dichte ein Aräometer in einem am oberen Ende mit Überlauf und am unteren Ende mit einem verschließbaren Auslaß versehenen Aräometergefäß dient, das mittels eines in den Strahlengang der Photozellen eingreifenden, an ihm befestigten Plättchens die Anzeige der Photozellen beeinflußt.
DER108385D 1940-09-26 1940-09-26 Vorrichtung zur selbsttaetig fortlaufenden Bestimmung der chemischen Eigenschaften von Fluessigkeiten, insbesondere zur Wasseruntersuchung Expired DE730262C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1194602B (de) * 1959-01-23 1965-06-10 Energeticky Ustav Selbsttaetige Steuerung eines Geraetes zum Messen der Wasserresthaerte
DE1274821B (de) * 1959-09-15 1968-08-08 Milton Roy Co Kolorimetrische Einrichtungen zur Bestimmung der Absorption von Fluessigkeiten

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