DER0002422MA - - Google Patents

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DER0002422MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Mai 1938 Bekanntgemacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Feuerungs- oder Entlüftungsschornsteine für Betonbauwerke, beispielsweise aus Guß- oder Stampfbeton, Leichtoder Schwerbeton, oder Lehmbeton.
Die Erfindung bietet neue Möglichkeiten, in Betonbauwerken Feuerungs- und Entlüftungsschornsteine aus glatten 14er, 18er und 22er gebrannten und/oder ungebrannten feuersicheren Röhren einwandfrei herzustellen.
Neben den genannten Röhren können auch feuerfeste poröse Matten, vorzugsweise Lehmmatten, wie sie im Handel erhältlich sind, für die Herstellung von Feuerungs- und Entlüftungsschornsteinen herangezogen werden.
Die Erfindung bezweckt eine Verbilligung und Vereinfachung der Bauten schlechthin. Sie ermöglicht dabei die Einsparung von erheblichen Werkstoffmengen. Außerdem aber erlaubt sie eine schnellere und einwandfreiere Schornsteinbauweise, als sie bisher möglich war.
Die Erfindung besteht darin, daß aufeinander- und ineinandergesetzte gebrannte Röhren von vereinheitlichter Bauart zusammen mit den Anschlußstutzen der Feuerstellen und mit Reinigungstüren in Betonwänden entweder schichtweise eingebaut oder geschlossen freistehend errichtet sind und daß die Lagerfugen der Röhren sowie die Hohlräume zwischen den Schornsteinwandungen untereinander
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und zwischen der äußeren Schornsteinwandung und dem Beton mit nachgiebigen, eine unabhängige Bewegung der Röhren gegenüber dem Beton zulassenden Dichtstoffen ausgefüllt sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Fugen der Röhren in der Höhe gegeneinander versetzt.
Die Röhren der inneren Schornsteinteile sind vorzugsweise auf Lehmkittfugen, die der äußeren
ίο Schornsteinteile auf Fettkalkfugen ohne Zementzusatz gesetzt.
Die Schornsteine gemäß der Erfindung sind nicht starr an die. bisherige Anordnung gebunden, d. h. sie können an jeder zweckdienlichen Stelle vereinzelt oder in Gruppen errichtet werden. Auch können beispielsweise schon in 25 cm starken Mauern 14er Schornsteine angeordnet werden, ohne daß wie bisher Pfeilervorsprünge zur Verstärkung hergestellt werden müßten.
Weitere Merkmale und Besonderheiten der Erfindung ergeben sich. aus der Beschreibung, in welcher die Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert sind.
Abb. ι zeigt in schaubildlicher Darstellung eine einfache erfindungsgemäße Schornsteinausbildung mit einem Innenrohr und einer nachgiebigen Umkleidung;
Abb. 2 zeigt in schaubildlicher Darstellung eine Bauart für eingebaute oder frei errichtete Feuerungis- oder Entlüftungsschornsteime aus. zwei Röhren mit nachgiebiger Zwischenlage;
Abb. 3 zeigt in schaubildlicher Darstellung eine Schornsteinbauart mit drei Röhren und Zwischenlagen;
Abb. 4 zeigt in schaubildlicher Darstellung die erfindungsgemäßen Elemente in verschiedenen Zusammensetzungsmöglichkeiten, .beispielsweise zur schichtweisen und/oder geschlossenen Herstellung von Schornsteinen mittels den in Abb. 1 bis 3 dargestellten Einzelheiten;
Abb. 5 ist ein Grundriß zu den Abb. 1 und 2 zur Veranschaulichung der Schornsteinanlagen in einer 25 cm starken Betonwand;
Abb. 6 ist ein Grundriß zu Abb. 1, 2 und 3 zur Veranschaulichung einer Schornsteinanlage in einem Betonpfeiler;
Abb. 7 zeigt in einem Schnitt schematisch drei verschiedene Schornsteinzusammensetzungsmöglichkeiten in einer Betonmauer, und zwar sind mehrere Ausführungsbeispiele für die SchoTiistemanschlüsse und -verbindungen angedeutet.
Abb. ι zeigt eine einfache Schornsteinbauart. Hierbei werden 35 cm lange, iVscm starke, 14, 18, 22 cm usw. lichten Durchmesser aufweisende gebrannte und ungebrannte, glatte, feuerfeste Röhren aller Art aufeinander auf Lehmkittlagerfugen gesetzt und mit biegsamen, porösen, feuerfesten bzw. feuersicheren Leichtplatten oder Lehmmatten ummantelt und zusammen mit dem Betonbauwerk errichtet. Die zur Durchführung der geschilderten Schornsteinbauart benötigten Röhren, Leichtplatten und Lehmmatten sind im Handel fertig zu beziehen.
In Abb. ι sind Tonröhren α auf Fettkalklagerfugen e auseinandergesetzt und mit 3 bis 10 mm starken feuerfesten Lehmmatten d ummantelt, wobei die Stoßkanten der Lehmmatten d mit Nesseloder Papierstreifen überklebt werden. Es können auch andere feuerfeste bzw. feuersichere, poröse, biegsame Leichtplatten anstatt der Lehmmatten d verwendet werden. Es ist vorteilhaft, wenn "man statt Fettkalklagerfugen e für Feuerungsschornsteine Lehmkittlagerfugen f wählt. Bei der Anlage oder zum Abschluß eines Schornsteines werden aus den geschilderten Röhren gebildete halbe Röhren aus Tonrohrlang- und Tonrohrquerstücken verwendet. Beispielsweise ist in Abb. 1 ein Tonrohrquerstück a2 zu sehen. Dabei umkleiden die Lehmmatten d die Tonröhren α stets ganz, und die Fettkalklagerfugen e sind zugleich gegen den Beton des umgebenden Mauerwerkes abgedichtet.
Abb. 2 zeigt einen Schornstein aus zwei Röhren mit Zwischenlage. Hierbei werden Tonröhren α in Tonröhren b auf Lehmkittlagerfugen / aufeinandergesetzt und der im folgenden als »Mantelfuge« bezeichnete Zwischenraum zwischen ■ den Mänteln mit Gußlehm g vollgegossen. Stets sind die Stoßfugen der Tonröhren α und b gegenseitig derart versetzt, . daß sie in Höhe der Mitten der Tonröhren b und α liegen. Werden Feuetrungsschornsteine in Lehmmauern in dieser Art errichtet, dann müssen die Tonröhren α und b in Fettkalklagerfugen e aufgesetzt und die Mantelfugen mit Gußkalk ohne Zementzusatz vollgegossen werden. Das gleiche gilt dann auch für Feuerungs- und Entlüftungsschornsteine, wenn sie in sich freistehend errichtet werden. Werden sie aber in Kieszementbetonmauern u. dgl. allseitig fest eingebaut, so müssen die Tonröhren α und b auf Lehmkittlager fugen / gesetzt werden. Ausnahmsweise können auch die Lehmkittlagerfugen f, wie in Abb. 2 ersichtlich, außen als Fettkalklagerfugen e gefertigt werden. Ähnlich wie in Abb. 1 wird auch in Abb. 2 ein Tonrohrquerstück a2 zum Ausgleich und stets dann zum Abschluß noch ein weiteres Tonrohrquerstück für das Tonrohr b verwendet.
Abb. 3 zeigt eine Schornsteinbauart ähnlich Abb. 2. Sie unterscheidet sich von der geschilderten Schornsteinanlage nur durch Hinzunahme eines weiteren Mantels aus Tonröhren c.
In Abb. 4 sind Schornsteinmuffen h, i und / in Verbindung mit Tonrohrlangstücken a1, h1 und c1 sowie Tonröhren a, b und c in Fettkalkfugen e und Lehmkittfugen f beispielsweise so zusammengesetzt, wie sie am häufigsten verwendet werden.
Abb. 5 zeigt in einem Grundriß die Herstellungsmöglichkeit der in Abb. 1 und 2 erläuterten zwei Schornsteinanlagen in einer glatten 25 cm starken Betonmauer r. Dabei deutet m einfache, aus mit Lehmmatten d ummantelten 14er Tonröhren a bestehende und η aus 14er und 18er Tonröhren a und b zusammengesetzte Schornsteine an. Wenn 14er Schornsteine als einfache oder zusammengesetzte Anlagen in 25 cm starken Betonmauern r errichtet werden, dann müssen sie mit Maschendraht aller Art locker umkleidet und mittels dünnen
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Bindedrahts verknüpft werden. Zweckmäßig wird eine Gußbetonbauweise verwendet.
Abb. 6 zeigt in einem Grundriß eine Anordnung der in Abb. i, 2 und 3 erläuterten einfachen und zusammengesetzten Schornsteine in einem Betonpfeiler. η ist hierbei ein Schornstein mit 14er und 18er Tonröhren α und b, 0 ein Schornstein mit 14er, 18er und 22er Tonröhren a, b und c, p sind einfache Schornsteine mit 18er- Tonröhren b, ummantelt mit Lehmmatten d, und q einfache Schornsteine mit 22er Tonröhren c, mit Lehmmatten d ummantelt. r ist Quß- oder Stampfbeton.
Werden Feuerungs- und/oder Entlüf tungsschornsteine in Betonpfeilern, z. B. als Schornsteinsäulen oder Schornsteinköpfe, errichtet, dann dürfen die schwächsten Betonwandungen nicht weniger als 5 cm betragen. Dabei sind die Röhren mit Maschendraht zu umkleiden und miteinander kreuz und quer zu verstricken. Die Schornsteinköpfe müssen • 20 mit wasserabweisendem Beton albgedeckt sein, wobei dann in den Mantelfugen der Röhren hakenförmige Drahtenden eingefügt sind, die die Abdeckungsverankerung bilden. Der Beton muß voll über die Röhren greifen und wird mit deren Innenflächen scharfkantig abgeschnitten. Die Röhren werden hierbei oben zum Schutz gegen Betonabfälle mit Papierstopfen verschlossen.
Abb. 7 zeigt schematisch drei verschieden große Schornsteinzüge in Verbindung mit sieben Einmündungen, wie sie beispielsweise in einer Betonmauer hergestellt werden können, und zwar bedeuten in diesem Ausführungsbeispiel r = Gußoder Stampfbeton aller Art, s = 14 cm, t = 18 cm ' und u = 2,2, cm lichten Schornsteindurchmesser.
Die erste bis sechste Schicht ist im Lichten 14 cm, die siebente bis zehnte Schicht ist im Lichten 18 cm und die elfte und zwölfte Schicht ist im Lichten 22 cm breit. Bei jeder vierten bzw. fünften Schornsteineinmündung, etwa alle zwei Stockwerke bei beispielsweise je zwei Einmündungen in einem Stockwerk, wird der Schornstein um eine Rohreinheit, also um 4 cm Schornsteinzugdurchmesser, erweitert. Das bedeutet, daß ein Schornstein mit einem angelegten Rohrdurchmesser von 14 cm lichter Weite mit dreimal vier gleich zwölf Schornsteineinmündungen in einem sechsstöckigen Hause mit einem lichten Rohrdurchmesser von 22 cm im Schornsteinkopf endet. Hierzu sind also in der ersten und zweiten Etage 14er Tonröhren α angewendet, dann weiter in der dritten und vierten Etage 18er Tonröhren b und schließlich in der fünften und sechsten Etage bis zur Schornsteinkopfmündung 22er Tonröhren c. Während in diesem Fall der Schornstein weiter werdend hergestellt wird, können, weil im Gegensatz zu diesem die Mauern dünner werden, die so entstehenden Schornsteinpfeiler nach der Innen- oder Außenseite einseitig oder, wie in Abb. 7, gleichmäßig verteilt errichtet werden. Schornsteineinmündungen dürfen einander in den Rohrzügen nicht gegenüberliegen oder sonstwie den Zug behindern. Sie müssen stets mindestens 35 cm, entsprechend der Höhe der Schornsteinmuffen h, i und ;', unter oder über einer anderen Einmündung angelegt werden. Sie können auch von Mitte zu Mitte gemessen 70 cm unter oder über einer anderen Einmündung angelegt werden, wie dies an den Stellen 4 und 5, 6 und 7 in Abb. 7 dargestellt ist. Außerdem darf der Schornstein nicht unmittelbar über einer Einmündung breiter angelegt werden, sondern es muß bzw. müssen in diesem Falle stets mindestens noch eine oder mehrere Schichten von 35 cm Höhe unter oder über der Einmündung im alten Rohrdurchmesser vorhanden ~ sein, wie es beispielsweise an den Stellen 4, 5 und 6 der Fall ist. Die Ausführungsbeispiele in Abb. 7 muß man sich entsprechend der schichtweisen Errichtung des Schornsteines, und zwar beispielsweise von Stelle 1 bis Stelle 3 als Raumhöhe, vorstellen.
Bei der Herstellung, von Feuerungs- und Entlüftungsschornsteinen werden innerhalb einer Wandschalung an passender Stelle ein 14er, i8er und/oder 22er feuerfestes Rohr a, b oder c senkrecht auf Beton r gesetzt, alsdann wird die Schalung bis zur Rohrmündung e mit Beton r gefüllt, und der Schornstein ist fertig angelegt. Ein nächstes Tonrohr α wird dann auf Lehmkitt- / oder Fettkalklagerfuge e aufgesetzt, mit Lehmmatten d ummantelt, und wieder wird die Schalung bis zur Rohrmündung e voll Beton r gefüllt. Auf diese Weise wird weitergearbeitet bis zur Schornsteinkopfmündung. An den Stellen 1 und 2 sind zwei Schornsteinmuffen h in Fettkalklagerfugen e eingebaut. Von einem 14er Tonrohr α wird ein Tonrohrstück a2 quer abgeschnitten und, wie an den Stellen 2, 3, 4, 5, 6 und 7 ersichtlich, an der Einmündung einer Schornsteinmuffe h in den Beton eingemauert und im Innern der Schornsteinmuffe h mit Fettkalk e säuberlich verfugt. Gegenüber dieser Einmündung ist an der Stelle 1 die Möglichkeit zum Reinigen des Ofens, durch den Schornsteinzug hindurch, gezeigt. Hierzu ist eine Schornsteinreinigungstür eingebaut, und durch diese kann man bequem die gegenüberliegende Einmündung bis zur obersten Ofendecke hindurch reinigen. An der Stelle ι ist eine Schornsteintüreinfassung if in den Beton r zusammen mit einem Tonrohrquerstück b2 eingebaut.
Will man in 25 cm starkem Ziegelmauerwerk Feuerungs- und/oder Entlüf tungsschornsteine herstellen, so läßt man die für die Schornsteine vorgesehenen Stellen in hochstehender Verzahnung frei, mauert in jede vierte, sechste oder achte Schicht Maschendraht in Streifen von 50X20 cm zur Hälfte mit ein und stellt alsdann die Schornsteine in jeder Etage für sich in einem Zuge fertig. Das gleiche ist selbstverständlich auch bei anderen Mauerstärken möglich. Dabei werden dann in die Mauerfläche Schornsteintüren und/oder Abzuggitter üblicher Bauart während der Fugen- oder Putzarbeiten eingebaut, mit aus den Verbundlöchern der Schornsteinmuffen herausragenden Drahtenden festgebunden und dann fertig verfugt oder verputzt.
Werden Feuerungsschornsteine an den Außen-Seiten von Bauten anstatt im Bauinneren errichtet,
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dann können Schornsteinreinigungstüren in den Außenflächen der Häusersockel eingebaut werden.
Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten für den prak-. tischen Einbau. Man kann diese Türen etwa 30 cm über der Erdoberfläche einbauen und/oder man vertieft sie etwa 1 m in der Erde, in mit wasserdichten Abdeckungen versehenen Einsteigeschächten, so daß sie dem Auge unsichtbar, dem Schornsteinfeger aber jederzeit zugänglich sind. Man kann auch im letzten Fall mehrere Züge von einer Stelle aus bequem reinigen, wenn man eine Schornsteintüreinfassung mit einer Schornsteinmuffe zusammen in die Mauersockelfläche einbaut und hinter diese statt der Tonrohrlangstücke a1, b1 und c1 einen 3SX35X35 cm großen Reinigungskanal mauert, in dem dann sämtliche Röhren von allen Seiten einmünden. Solche mehrfachen Rohrzusammenziehungen in einem Reinigungskanal haben auf die Züge der Schornsteine keinen Einfluß.
Bei Deckenentlüftungen wird am besten nur die einfache Schornsteinbauart angewendet, wie sie in Abb. ι dargestellt ist. Man verlegt während der Betonschüttung an den Deckenober- oder -unterkanten die Röhren in der nötigen Anzahl und Richtung und läßt sie in die Entlüftungsschornsteine, die in den Betonwänden, Mauern und Pfeilern errichtet sind, einmünden. Es können beliebige Abzuggitter in den frei zu lassendem Stallen ebenso wie in den Wänden auch an geeigneten Stellen der Decken während der Putzarbeiten eingebaut werden. In Küchendecken können in den Deckenkehlen während der Betonschüttung vertiefte Abzugkanäle hergestellt werden, in welche der Wrasen gleichmäßig strahlenartig hineinzieht und aus diesen durch einen elektrischen Ventilator ins Freie geleitet wird. Der elektrische Ventilator kann auch kurz vor der Schornsteinmündung zusammen mit einer Schornsteinreinigungstür eingebaut werden. Dadurch erhält jeder Raum seine eigene Schaltstelle und kann rasch entlüftet werden. Das vom angesaugten Wrasen entstehende Schwitzwasser sammelt sich in einem Entlüftungsschörnstein und läuft nach unten ab, wo es in einem besonderen Behälter aufgefangen werden kann.
Um Dehnungsrisse im Beton durch die eingebauten Röhren zu vermeiden, werden gemäß der Erfindung nur dehnbare, feuerbeständige, poröse und widerstandsfähige Baustoffe gewählt. Sie gewährleisten die Dauerhaftigkeit der * Schornsteine und des umgebenden Betons. Beispielsweise ist es bei der einfachen Schornsteinanlage möglich, daß die Röhren sich durch Erhitzung dehnen. Die umkleideten Lehmmatten geben dann so viel nach, daß der Betonkörper nicht in seiner Starrheit beeinträchtigt wird. Schrumpfen die Röhren beim Erkalten, zusammen, so dehnen sich hierbei die Lehmmatten aus und verhindern somit eine etwaige Fugenbildung hinter den Röhren. Die Schornsteinführung »atmet« auf diese Weise beständig, ohne den umgebenden Betonmassen zu schaden. Bei den übrigen Schornsteinanlagearten ist der Atmungsprozeß derselbe, hier übernehmen die Röhren und der Gußlehm die Gewährleistung für die Dauerhaftigkeit der Feuerungs- und Entlüftungsschornsteine.
Die Ummantelungen der Röhren mittels Leichtplatten und Lehmmatten und die Ausfüllung der Mantelfugen mit Gußkalk und/oder Gußlehm isolieren die Schornsteine auch zugleich gegen Nässe und Kälte.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Elemente ermöglicht einen raschen Aufbau von Schornsteinen aller Größen und Arten, weil durch das einfache und schnelle Auf- und Ineinandersetzen der Röhren die Möglichkeit gegeben ist, einerseits die Schornsteine an allen zweckdienlichen Stellen einwandfrei zu errichten, andererseits vorhandene Baustoffe wie Tonröhren, Leichtplatten u. a. m. zur Errichtung von Feuerungs- und Entlüftungsschornsteinen heranzuziehen. ,

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Doppel- oder mehrwandiger Schornstein für Betonbauwerke, dadurch gekennzeichnet, daß aufeinander- und ineinandergesetzte. gebrannte Röhren von vereinheitlichter Bauart zusammen mit den Anschlußstutzen der Feuerstellen und mit Reinigungstüren in Betonwänden entweder schichtweise eingebaut oder
. geschlossen frei stehend errichtet sind und daß die Lagerfugen der Röhren sowie die Hohlräume zwischen den Schornsteinwandungen
; untereinander und zwischen der äußeren Schornsteinwandung und dem Beton mit nachgiebigen, eine unabhängige Bewegung der Röhren geigein über dem Beton zulassenden Dichtstoffen ausgefüllt sind.
2. Schornstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen der Röhren in der Höhe gegeneinander versetzt sind. xoo
3. Schornstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhren der inneren Schornsteinteile auf Lehmkittfugen und die der äußeren Schornsteinteile auf Fettkalkfugen ohne Zementzusatz gesetzt sind.
Angezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 119 812;
französische Patentschrift Nr. 674019.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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