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Kaminformstein
Es ist bekannt, zum Bau von Kaminen Formsteine zu verwenden, die mit einer viereckigen oder runden Lochung zur Bildung des Rauchkanales versehen sind und bei denen diese Lochung mit Ausnehmungen umgeben ist, welche für Isolierungs-oder Ventilationszwecke ausgenützt werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Kaminfbrmstein, der ausserdem mit Hacknuten versehen ist, die ein leichtes und sauberes Anpassen des Steines an das umgebende Mauerwerk ermöglichen. Solche Steine gewährleisten einen fachgemässen Verband der einzelnen Kaminelemente unter sich und mit dem umgebenden Mauerwerk bei der Herstellung mehrrohriger Kamingruppen und können somit vorteilhaft nicht nur für niedere Baracken, Behelfsbauten usw., sondern auch für mehrgeschossige Hochbauten verwendet werden.
Als Material kommen die verschiedensten Betonarten-hergestellt im Stampf-, Rüttel-oder Pressverfahren-sowie gebrannter Ton in Frage, als Verbindungsmaterial in erster Linie KalkZementmörtel. Die Dimensionierung erfolgt im allgemeinen in Anpassung an das anschliessende Mauerwerk und den verfolgten Zweck. Bei stärkeren Mauern werden die gegenständlichen Formsteine einseitig oder beiderseitig zurückversetzt oder es wird vorgemauert. Der Rauchrohrquerschnitt wird im Bedarfsfalle (z. B. für stärker beanspruchte Kamine, Zentralheizungen, Werkstätten usw. ) entsprechend vergrössert.
Grössere Ventilationsquerschnitte können einerseits durch entsprechende Reihung und Zuformung der einzelnen Elemente und anderseits durch Vergrösserung der Formsteine erzielt werden.
Die Höhe der Elemente richtet sich nach den in Frage kommenden Ziegelschichten, nach dem Gewichte des in Frage kommenden Materials und den gegebenen Arbeitsverhältnissen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die Wandund Stegstärken werden sich nach dem zur Verwendung kommenden Material innerhalb der Grenzen von 1 bis 5 cm bewegen.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt einen einrohrigen Kamin vom Keller bis über das Dach aus den Elementen I bis VIII. Fig. 2 zeigt einen Grundriss des Grundelementes III. Fig. 3 zeigt einen Vertikalschnitt durch das Grundelement III. Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf das Element V. Fig. 5 zeigt einen Vertikalschnitt durch die Elemente V, VI, VII. Fig. 6 zeigt den Grundriss einer ersten Schicht einer zweirohrigen Kamingruppe mit vier kleinen und einem grossen Ventilationsschlauch. Fig. 7 zeigt den Grundriss einer zweiten Schicht einer Kamingruppe, wie in Fig. 6 dargestellt. Fig. 8 zeigt eine Ansicht dieser zweirohrigen Kamingruppe.
Der Zusammenbau der einzelnen Steine und ihre Verbindung mit dem anschliessenden Mauerwerk kann auf verschiedene Arten bewerkstelligt werden. Das Kaminelement I bildet das auf
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enthält das Rauchrohr a mit dem doppelten Putztürchen h. Wird dieses aus Beton hergestellt, kann der Rahmen dafür gleich bei der Her- stellung der Formsteine mitgeformt werden oder es wird lediglich die Öffnung für einen späteren Einbau eines Putztürchens ausgespart. Das Kaminelement III ist das Grundelement mit dem Rauchrohr a, umgeben von den vier dreieckigen Hohlräumen b, den vier Ventilations-bzw.
Isolierräumen c und den vier Eckhohlräumen d.
Je nach Bedarf werden in dieses Element die Rauchrohreinmündungen i eingeformt. Ebenso die Ventilationseinmündungenj und Ventilationsausmündungen k.
Kommen für ein Rauchrohr in derselben Etage mehrere Rauchrohreinmündungen in Betracht, werden diese der Höhe nach deshalb zwangsweise versetzt erzielt, weil das Element III nur mit einer einzigen Rauchrohreinmündung erzeugt wird. In den vier Aussenseiten sind je vier, und in den vier Eckschlitzen d sind je zwei durchgehende Nuten e eingeformt, die ein leichtes und sauberes Abhacken bzw. Abtrennen der Ecken und der Aussenwand und auch des Innensteges ermöglichen. Zwecks besseren Verbandes der Formsteine mit dem umgebenden Mauerwerk wird diese Hackarbeit bzw. Aus- sparung zweckmässigerweise nur in jeder zweiten Schicht erfolgen. An der Unter-und Oberseite
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Element-in Höhe der Ventilationsoberkante kgeschlossen.
Das Kaminelement VII ist eine Kaminabdeckplatte, ausgeführt in der Grösse des Kamines (ohne Vorsprung) mit dem Rauchrohr a.
Das Kaminelement VIII entspricht dem Element III oder IV, keilförmig für Neigungen von 60, 70 oder 80 Grad ausgeführt, um ein Ziehen" des Kamines ohne Hackarbeit zu ermöglichen. Bei den vorbeschriebenen Formsteinen II-VIII werden die Ausnehmungen d beim Aufmauern mit Zementmörtel ausgefüllt (und allenfalls mit einer Armierung versehen), so die Mörtelfuge stark verbreiternd und die Stabilität des Kamines sehr verbessernd.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kaminformstein, mit um ein Rauchrohr symmetrisch angeordneten Hohlräumen, dadurch gekennzeichnet, dass seine Flächen mit durchgehenden Nuten versehen sind, die ein leichtes Abhacken einzelner Stege und Wandungen ermöglichen.