AT6491U2 - Wandausbildung in bauwerken - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Wandausbildung in Bauwerken, insbesondere Fertigteilbauten, wobei der Wand (1), an der dem Inneren eines Raumes zugewandten Seite eine aus aufeinander geschichteten Bausteinen (15), insbesondere gebrannten Tonziegeln bestehende Wand vorgesetzt ist. Die vorgesetzte Wand kann vor Ort errichtet werden. Es ist jedoch auch möglich, die vorgesetzte Wand in einem Werk vorzufertigen.

Description


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   Die Erfindung betrifft eine Wandausbildung in Bauwerken, insbesondere in
Fertigteilbauten. 



   Aufgabe der Erfindung ist es, das   Wärme- und Schalldämmvermögen   in derartigen
Bauwerken durch eine Neugestaltung der Wand zu verbessern. Erreicht wird dies, wenn gemäss der Erfindung, der Wand, an der dem Inneren eines Raumes zugewandten Seite eine aus aufeinander geschichteten Bausteinen, insbesondere gebrannten Tonziegeln bestehende, Wand vorgesetzt ist. Durch diese erfindungsgemässe Ausgestaltung von Wänden in Räumen eines
Bauwerkes, die sich bevorzugt über die Raumhöhe erstreckt, wird eine wesentlich über 100 % erhöhte speicherwirksame Masse der den Raum, insbesondere nach aussen, begrenzenden Wand geschaffen. Die vorgesetzte Wand kann hiebei vor Ort errichtet werden, jedoch ist es auch möglich, die vorgesetzte Wand in Produktionsstätten vorzufertigen. 



   Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Ziegeln als Hohllochziegeln ausgebildet sind. Solche Ziegel können eine Masse von ca. 7 kg aufweisen, wobei als Rohmaterial Ton verwendet wird. 



  Um die Porosität zu erhöhen, werden zur Porosierung Sägespäne dem Rohmaterial beigegegeben. 



  Der Rohziegel wird bei einer Temperatur von ca.   840 C   ca. 120 min gebrannt. Die Dichte beträgt dann ungefähr   1, 85 kg/dm3,   seine Saugfähigkeit 14, 8 g/dm2min. Die Druckfestigkeit ist höher als 10 N/mm2. Die spezifische Wärmekapazität liegt bei 0, 92 kJ/kgK, seine   Wärmeleitfähigkeit     1,   0 W/mK. 



   Gemäss einer besonderen Ausgestaltung der erfindungsgemässen Wandausbildung sind die Bausteine in Reihen "Fug auf Voll" verlegt. Die Verlegung der Bausteine kann trocken, also ohne Mörtel oder Kleber, erfolgen, jedoch ist es auch möglich, zwischen den Bausteinen einer Reihe und den Bausteinen der benachbarten Reihe eine   Mörtel- oder   Kleberschicht anzuordnen. Die endständigen Bausteine (Ziegel) einer Reihe sind gegebenenfalls unter Zwischenlage eines Füllstückes, jeweils gegen eine Lattung abgestützt, die an der als Fertigteil ausgebildeten Wand fixiert und bevorzugt vertikal angeordnet ist. Durch diese Ausgestaltung werden die Ziegel einer Reihe von der Seite her unter Druck gesetzt.

   Soferne es gewünscht ist, kann eine glatte Sichtfläche dadurch erreicht werden, dass in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die aufeinander geschichteten, der Wand vorgeseetzten Bausteine durch eine Platte,   z. B.   eine Gipskartonplatte, gegen das Rauminnere abgedeckt sind, wobei die Platte an der Lattung befestigt ist, z. B. mittels Klammem, Nägel oder Schrauben. Die aufeinander geschichteten Bausteine bilden in allen Fällen eine freistehende Wand, die bevorzugt den Aussenwänden von 

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Räumen vorgesetzt ist. Raumtrennwände werden bevorzugt ohne solche vorgesetzten Wände ausgebildet. 



   Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert, in der Fig. 1 einen teilweisen Vertikalschnitt durch ein Bauwerk darstellt, wobei lediglich zwei aufeinanderfolgede
Geschosse,   z. B.   das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss, dargestellt ist. Fig. 2 zeigt in einem gegenüber Fig. 1 kleineren Massstab einen Horizontalschnitt durch das Erdgeschoss eines
Bauteiles. 



   Mit 1 und 2 sind als Platten ausgebildete Wände von Unter- und Obergeschoss bezeichnet,   u. zw.   mit 1 eine Wand des   Unter (Erd)-Geschosses   und mit 2 eine Wand des Obergeschosses. Alle Wände 1, 2 sind nach der herkömmlichen Holzriegelbauweise aufgebaut, gemäss welcher an einem Holzrahmen bestehend aus Stehern 3 und Riegeln 11 an der Innen- und Aussenseite Tragplatten 12,13 angeordnet sind, wobei der Zwischenraum zwischen den Tragplatten mit einer (inneren) Isolierung 14 ausgefüllt ist. 



   An der Aussenseite der äusseren Tragplatte 13 ist an jeder Wand 1, 2 eine (äussere) Isolierung 4 vorgesehen, an deren Aussenseite ein Kunstharzputz 5 angebracht ist. 



   An der jeweils oberen Wand 2 ist entlang ihrer Unterkante ein Aufnahmeprofil 6 angeordnet, das einen nach unten weisenden Aussenschenkel 7 aufweist, der an seiner Aussenseite mit dem Kunstharzputz 5 beschichtet ist. Die darunterliegende Wandplatte 1 weist an ihrer Oberseite einen Versteifungsriegel 8 auf, der die (äussere) Wärmedämmschicht 4 nach oben zu abschliesst und einen stabilen Randbereich ergibt, welcher unter den Aussenschenkel 7 des Aufnahmeprofils 6 einschiebbar ist, wobei der Kunstharzputz 5 der unteren Wand 1 hinter den Aussenschenkel 7 des Aufnahmeprofils 6 hineinreicht. Zwischen der unteren horizontalen Stirnfläche des Profiles 6 und dem Versteifungsriegel 8 ist ein Dichtstreifen 9 eingelegt. 



   Die obere Wand 2 übergreift mit ihrer äusseren Tragplatte 13 die Deckenkonstruktion 10 des Untergeschosses. 



   Beim Aufstellen des Bauwerkes wird zunächst das Erdgeschoss auf einem vorhandenen Keller oder Fundament aufgestellt, wonach die Oberkante der Wand 1 bzw. Wandkonstruktion des Erdgeschosses durch die Deckenkonstruktion 10 zum überwiegenden Teil abgedeckt wird. Die Deckenkonstruktion 10 reicht dabei bis in den Bereich der äusseren Tragplatte 13, sodass die Wand 2 des Obergeschosses auf die Deckenkonstruktion 10, diese übergreifend, aufgesetzt werden kann, wobei die Unterkante des Aussenbereichs der Wand 2 das Aufnahmeprofil 6 trägt, das mit seinem Aussenschenkel 7 die darunterliegende Wand   I   übergreifend, auf diese aufgesetzt wird. Auf diese Weise wird eine dichte Wandkonstruktion erzielt, ohne dass auf der Baustelle noch Putzarbeiten vorgenommen werden müssen. 

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   Als Kunstharzputz 5 wird bevorzugt ein Silikonharzreibputz verwendet, der in einer Dicke von   2, 5 mm   aufgetragen wird, dies auf eine etwa 5 mm starke Klebspachtelschichte mit Gewebearmierung. Im Erdgeschoss ist die Stärke der Isolierung und damit auch die Tiefe des Holzrahmens, in welchen sie eingebracht ist, 50 mm, im Ober-geschoss kann sie ca. 105 mm betragen. Es ist jedoch auch möglich, im Obergeschoss die gleiche Isolierstärke wie im Untergeschoss, insbesondere Erdgeschoss, auszuführen. Die äussere Tragplatte 13 kann als Gipsfaserplatte ausgebildet sein und eine Stärke von 15 mm aufweisen. Die der Rauminnenseite zugekehrte Tragplatte 12 am Holzrahmen ist gegen die Isolierung 14 mit einer PAE-Folie abgedeckt, deren Stärke   0, 15 mm   beträgt.

   Die Stärke der dem Rauminneren zugewandten Tragplatte kann zwischen 10 bis 18 mm betragen und ist als Gipskartonfeuerschutzplatte ausgebildet. 



   Der Wand 1 ist an der dem Inneren des Raumes zugewandten Seite eine aus aufeinandergeschichteten Bausteinen 15 bestehende, vor Ort oder werkseitig vorgefertigt errichtete Wand vorgesetzt. Als Bausteine 15 werden bevorzugt gebrannte Tonziegel verwendet. 



  Die Stärke der Ziegel senkrecht zur Wand beträgt dabei 40-70 mm. Die Bausteine 15 können als Hohllochziegeln ausgebildet sein und sind in Reihen verlegt, derart, dass eine Fuge zwischen zwei Steinen jeweils auf einen vollen Stein der darunter oder darüberliegenden Steinreihe trifft. Die Bausteine 15 können trocken verlegt werden. Es ist jedoch auch möglich, dass zwischen den Bausteinen einer Reihe und den Bausteinen 15 der benachbarten (darüber oder darunter befindlichen Reihe) eine   Mörtel- oder   Kleberschicht angebracht ist, um den horizontalen Verlauf der Bausteinreihen zu sichern. Die endständigen Bausteine einer Reihe sind gegebenenfalls unter Zwischenlage eines in den Zeichnungen nicht dargestellten Füllstückes gegen eine Lattung 16 abgestützt, die an der als Fertigteil ausgebildeten Wand 1 fixiert und bevorzugt vertikal angeordnet ist.

   Die Lattung 16 besitzt senkrecht zur Wand eine Stärke von 40-70 mm und besteht bevorzugt aus Holz. Der Abstand der Mitten zweier benachbarter Lattungen 16 beträgt etwa 625 mm. Die der Wand 1 vorgesetzten Bausteine 15 können durch eine Platte 17 gegen das Rauminnere abgedeckt sein. Die Platte ist an der Lattung 16 befestigt. Als Befestigungsmittel dienen bevorzugt Klammen, Nägel oder Schrauben. Die Platte 17 kann als Gipskartonbauplatte ausgebildet sein ; ihre Stärke beträgt bevorzugt 12, 5 mm. In die vorgesetzte Wand können auch Installationselemente,   z. B.   elektrische Leitungen oder Gas-/Wasser-Installationsrohre eingebracht werden.

Claims (7)

  1. Ansprüche : 1. Wandausbildung in Bauwerken, insbesondere Fertigteilbauten, dadurch gekennzeichnet, dass der Wand (1), an der dem Inneren eines Raumes zugewandten Seite eine aus aufeinander geschichteten Bausteinen (15), insbesondere gebrannten Tonziegeln bestehende Wand vorgesetzt ist.
  2. 2. Wandausbildung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bausteine (15) als Hohllochziegeln ausgebildet sind.
  3. 3. Wandausbildung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bausteine (15) in Reihen, Fug auf Voll verlegt sind.
  4. 4. Wandausbildung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bausteine (15) trocken verlegt sind.
  5. 5. Wandausbildung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Bausteinen (15) einer Reihe und den Bausteinen (15) der benachbarten Reihe eine Mörtel- oder Kleberschicht angeordnet ist.
  6. 6. Wandausbildung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die endständigen Bausteine (15) einer Reihe gegebenenfalls unter Zwischenlage eines Füllstückes, jeweils gegen eine Lattung (16) abgestützt sind, die an der als Fertigteil ausgebildeten Wand (1) fixiert und bevorzugt vertikal angeordnet ist.
  7. 7. Wandausbildung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinandergeschichteten, der Wand (1) vorgesetzten Bausteine (15), durch eine Platte (17), z. B. eine Gipskartonplatte, gegen das Rauminnere abgedeckt sind und dass die Platte an der Lattung (16) befestigt ist, z. B. mittels Schrauben.
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