DER0001565MA - Herstellung von aus zwei Stählen verschiedener Härte bestehender Blasversatzrohre - Google Patents

Herstellung von aus zwei Stählen verschiedener Härte bestehender Blasversatzrohre

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DER0001565MA
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DE
Germany
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tube
carbon
steels
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clad
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Ewald Dr. Düsseldorf-Oberkassel Baerlecken
Wilhelm Düsseldorf-Eller Brunken
Eberhard Düsseldorf-Gerresheim Weber
Original Assignee
Rheinische Röhrenwerke AG, Mühlheim
Publication date

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Description

Man verwendet für die im Bergbau benötigten Blasversatzrohre, sofern sie nahtlos hergestellt werden, bisher einen Kohlenstoffstahl mit etwa 0,3 - 0,4% Kohlenstoff. Die Verschleißfestigkeit dieser Rohre ist verhältnismäßig gering. Weiterhin ist bekannt, längsgeschweißte Blasversatzrohre aus plattierten Blechen herzustellen. Infolge der Verwendung eines härteren Stahles für die Innenseite besitzen solche Rohre eine gesteigerte Verschleißfestigkeit. Nahtlos plattierte Blasversatzrohre sind bisher nicht üblich.
Erfindungsgemäß werden hochverschleißfeste und zähe aus zwei Stählen verschiedener Härte bestehende Blasversatzrohre in nahtloser Ausführung derart hergestellt, daß zunächst eine innere Rohrluppe aus Stahl mit etwa 0,2 - 0,5% Kohlenstoff, 0,6 - 2,0% Mangan, Rest Eisen mit den üblichen Gehalten an Phosphor, Schwefel und Silizium (vorzugsweise 0,3 - 0,4% Silizium) und eine äußere Rohrluppe aus einem weichen unlegierten Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt bis etwa 0,15% (vorzugsweise 0,10 - 0,15% Kohlenstoff) durch Warmverformung hergestellt und darauf ohne Blankmachen der Rohroberflächen ineinander geschoben und dann in einem Rohrwalzwerk, vorzugsweise einem Pilgerwalzwerk, zum plattierten nahtlosen Rohr warm ausgewalzt werden. Sofern die Luppen die für die Plattierung erforderliche Temperatur vom Lochen her nicht mehr besitzen, werden sie vor dem Walzen auf die entsprechende Temperatur gebracht. Es hat sich überraschenderweise ergeben, daß erfindungsgemäß plattierte Blasversatzrohre an der Berührungsfläche der beiden Stähle ausreichend verschweißen, obwohl keine Maßnahmen zum Blankmachen bzw. Blankhalten dieser Oberflächen getroffen werden, und obwohl infolgedessen ein gewisser Anteil an Oxyden in der Bindungsschicht der beiden Stähle verbleibt.
Bisher hat man es beim Plattieren für notwendig erachtet, die Berührungsflächen der zu verbindenden Schichten metallisch blank zu machen und beim Anwärmen auf Plattierungstemperatur Maßnahmen zu treffen, die eine Oxydation der blankgemachten Oberfläche verhindern. Die Möglichkeit, bei dem Verfahren gemäß der Erfindung ohne solche Maßnahmen zu arbeiten, bedeutet eine erhebliche Vereinfachung, Beschleunigung und Verbilligung des Verfahrens.
Um die Verschleißfestigkeit der Innenschicht noch zu verbessern, empfiehlt es sich, die gemäß Erfindung hergestellten Blasversatzrohre innen zu härten. Da der weiche unlegierte Stahl der Außenschicht im wesentlichen ungehärtet bleibt, ist es möglich, das Härten durch Ablösen der Innenschicht des auf Härtetemperatur befindlichen Rohres vorzunehmen. Zweckmäßig erfolgt dies mit Wasser und im unmittelbaren Anschluß an das Walzen der Rohre.

Claims (3)

1.) Verfahren zur Herstellung hochverschleißfester und zäher aus zwei Stählen verschiedener Härte bestehender Blasversatzrohre, dadurch gekennzeichnet, daß zur nahtlosen Ausführung der Rohre eine innere Rohrluppe aus einem Stahl mit etwa
0,2 - 0,5% Kohlenstoff,
0,6 - 2,0% Mangan,
Rest Eisen mit den üblichen Gehalten an Phosphor, Schwefel und Silizium (vorzugsweise 0,3 - 0,4% Silizium)
und eine äußere Rohrluppe aus einem weichen unlegierten Stahl mit bis 0,15% Kohlenstoff (vorzugsweise 0,10 - 0,15% Kohlenstoff) durch Warmverformung hergestellt, ohne Blankmachen der Berührungsflächen ineinander geschoben und darauf, gegebenenfalls nach entsprechender Wiedererhitzung, in einem Rohrwalzwerk, vorzugsweise einem Pilgerwalzwerk, zum plattierten, nahtlosen Rohr warm ausgewalzt werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das plattierte Rohr innen gehärtet wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das fertiggewalzte auf einer für die Härtung der Innenschicht geeigneten Temperatur befindliche Rohr z.B. bei Beendigung des Walzens innen mit Wasser abgeschreckt wird.

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