DER0001428MA - Verfahren zum Herstellen von orthopädischen und klinischen Hilfsmitteln - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von orthopädischen und klinischen Hilfsmitteln

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DER0001428MA
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Helmut Kirchheim Röck (Teck.)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von orthopädischen und klinischen Hilfsmitteln, die Körperteilen nachgebildet sind oder sich diesen anschmiegen. Diese Hilfsmittel wurden bisher vorzugsweise aus Holz, Metall, Leder, Gips usw. angefertigt, und ihre Herstellung war verhältnismäßig umständlich und daher kostspielig.
Demgegenüber besteht die Erfindung im wesentlichen darin, daß diese Hilfsmittel aus durchsichtigen, warm formbaren Kunststoff (beispielsweise Polymethacrylsäureester) hergestellt werden und zwar in der Weise, daß ein vorzugsweise aus Gips angefertigtes Modell des Körperteils und eine Platte aus dem Kunststoff auf etwa 150° erhitzt werden und die Kunststoffplatte dann an das Modell angepreßt und bis zu ihrer Erkaltung festgehalten wird. Dabei kann die Herstellungsdauer zweckmäßig dadurch verkürzt werden, daß das Erkalten der Kunststoffplatte durch Zuführen von kalter Luft oder Auflegen kalter Preßteile, z.B. feuchter Tücher, beschleunigt wird. Die Kunststoffplatten werden vor dem Erwärmen mit Hilfe von Schablonen auf die richtige Größe zugeschnitten, und ihre Stärke kann bei den verschiedenen Geräten den jeweiligen Erfordernissen angepaßt sein und zwischen 2 und 8 mm schwanken.
Durch die Erfindung wird die Herstellung jener Hilfsmittel in vorteilhafter Weise wesentlich vereinfacht und dadurch verbilligt. Weitere Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß die erfindungsgemäß hergestellten Geräte abwaschbar, völlig geruchfrei und lange Zeit verwendbar sind, da sie nach Gebrauch gegebenenfalls für einen anderen Patienten umgeformt werden können. Darüber hinaus bieten die verschiedenen, nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Hilfsmittel im einzelnen noch erhebliche Vorteile gegenüber den bisher gebräuchlichen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann zum Herstellen von Hilfsmitteln für die Orthopädie und die klinische Behandlung von Knochenbrüchen, Knochenerkrankungen usw. vielseitige und vorteilhafte Anwendung finden. Beispielsweise können nach ihm Kunstglieder hergestellt werden, die leichter als die bekannten sind. Bei der Herstellung dieser Kunstglieder kann zweckmäßig so verfahren werden, daß das Kunstglied und ein den Stumpf des amputierten Gliedes aufnehmender Köcher aus dem Kunststoff hergestellt werden und der Köcher dann in der Öffnung des Kunstgliedes befestigt wird. Dabei können Druckstellen des Köchers infolge der Durchsichtigkeit des verwendeten Kunststoffes durch die hellere Farbe der Haut ohne weiteres erkannt und mit Leichtigkeit dadurch beseitigt werden, daß der Köcher an dieser Stelle z.B. mit einem Bunsenbrenner kurz erwärmt und verformt wird.
Auch Stützapparate der verschiedensten Ausführung können nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellt werden und gegebenenfalls Gipsverbände ersetzen. In diesem Falle besteht der Stützapparat zweckmäßig aus zwei Halbschalen aus dem Kunststoff, die den zu stützenden Körperteil umschließen und an den Nähten miteinander verbunden sind. Diese Stützapparate haben infolge ihrer Durchsichtigkeit den großen Vorteil, daß Entzündungen an dem umschlossenen Körperteil durch den Stützapparat hindurch sichtbar sind.
Außerdem leiten die neuen Stützapparate die Wärme besser ab als die bisher gebräuchlichen Gipsverbände und sind daher im Tragen wesentlich angenehmer als diese.
Weiterhin kann das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen von Liegeschalen und von Stützschienen vorteilhafte Anwendung finden. In diesem Falle ist es besonders von Vorteil, daß die Geräte nach dem Gebrauch ohne weiteres umgeformt und daher lange Zeit verwendet werden können, während beispielsweise die bisher gebräuchlichen Gipsbetten nach Gebrauch vernichtet werden mußten. Auch können Veränderungen des Körperteils während des Gebrauchs des Hilfsmittels mit Leichtigkeit dadurch ausgeglichen werden, aß dieses der neuen Form des Körperteils angepaßt wird.
Schließlich können nach dem Verfahren gemäß der Erfindung auch Fußstützen hergestellt werden, die sich dem bekannten gegenüber durch ihr geringes Gewicht und insbesondere durch ihre Überempfindlichkeit gegenüber Schweißabsonderung auszeichnen. Damit die neuen Fußstützen eine gute Stützwirkung erhalten aber im Schuh nur wenig Raum beanspruchen, kann bei ihrer Herstellung zweckmäßig so verfahren werden, daß sie aus einer verhältnismäßig starken Kunststoffplatte hergestellt und nach dem Erkalten an beiden Enden auf einen Bruchteil dieser Stärke abgeschliffen werden.

Claims (10)

1. Verfahren zum Herstellen von orthopädischen und klinischen Hilfsmitteln, die Körperteilen nachgebildet sind oder sich diesen anschmiegen, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise aus Gips angefertigtes Modell des Körperteils und eine Platte aus durchsichtigem, warm formbaren Kunststoff (z.B. Polymethacrylsäureester) auf etwa 150° erhitzt werden und die Kunststoffplatte dann an das Modell angepreßt und bis zu ihrer Erkaltung festgehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Erkalten der Kunststoffplatte durch Zuführen von kalter Luft oder Auflegen kalter Preßteile, z.B. feuchter Tücher, beschleunigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch seine Anwendung zum Herstellen von Kunstgliedern.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunstglied und ein den Stumpf des amputierten Gliedes aufnehmender Köcher aus dem Kunststoff hergestellt werden und der Köcher dann in der Öffnung des Kunstgliedes befestigt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch seine Anwendung zum Herstellen von Stützapparaten.
6. Nach dem Verfahren nach Anspruch 5 hergestellter Stützapparat, gekennzeichnet durch zwei Halbschalen aus dem Kunststoff, die den zu stützenden Körperteil umschließen und an den Nähten miteinander verbunden sind.
7. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch seine Anwendung zum Herstellen von Liegeschalen.
8. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch sein Anwendung zum Herstellen von Stützschienen.
9. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch seine Anwendung zum Herstellen von Fußstützen.
10. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußstütze aus einer verhältnismäßig starken Kunststoffplatte hergestellt und nach dem Erkalten an beiden Enden auf einen Bruchteil dieser Stärke abgeschliffen wird.

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