DEP0056240DA - Verfahren zur Herstellung fester Sulfonatseifen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fester Sulfonatseifen

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DEP0056240DA
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soap
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alkali
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Erhard Dr. Grams
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Description

Bekanntlich stellen die Alkalisalze langkettiger Sulfonsäuren oberflächenaktive Stoffe dar, die verschiedenartigste Verwendungen als Waschrohstoffe gefunden haben. Sie zeigen eine grössere Waschaktivität als die normalen Seifen, leichtere Löslichkeit, Beständigkeit in saurer Waschflotte, Kalkbeständigkeit und hervorragende Schaumkraft. Besonders gut eignen sie sich für den Einsatz in Waschpulvermischungen. Nicht ohne weiteres möglich war jedoch bisher ihre Verarbeitung zu Stückseife, vor allem wegen des Fehlens eines festen Gefüges und der zum Zerfliessen der Stücke führenden Hygroskopizität.
Zwar war es möglich, die Fettsäuren in Kernseife teilweise durch Produkte wie z.B. das sogenannte Mersolat (Natriumsalze echter Sulfonsäuren von Paraffin-Kohlenwasserstoffen mit etwa 10-16 C-Atomen, wie sie z.B. aus Petroleumfraktionen oder Kohlenwasserstoffen der Kohlehydrierung gewonnen werden können) zu ersetzen, wenn als andere Komponente harte Fette eingesetzt wurden. So ergaben z.B. 70 Teile Stearinsäure und 30 Teile Mersolat eine brauchbare Mischung. Höhere Anteile an Alkalisulfonaten langkettiger Kohlenwasserstoffe waren aber nicht tragbar. Zudem musste im wesentlichen im Leimseifenverfahren gearbeitet werden, da Mersolate nur unvollkommen aussalzbar sind. Weiterhin kamen zur Verfestigung die verschiedenen sonst üblichen Füllstoffe zu Anwendung: Kaolin, Bentonit, Ton, sowie Zusätze von Natriumbikarbonat und Methylcellulose. Auch Kunststoffe wurden eingesetzt, so pulverisiertes Polyvinylacetat und Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte. In keinem Falle war es jedoch möglich, homogene, feste Stückseifen aus Alkalisulfonaten langkettiger Kohlenwasserstoffe herzustellen ohne Beimischung von Fettsäuren.
Es wurde nun gefunden, dass ein Zusatz von Wachsen in verhältnismässig geringer Menge den Alkalisulfonaten langkettiger Kohlenwasserstoffe ein festes Gefüge verleiht. Besonders überraschend war dabei, dass bereits Zusätze von etwa 10% eines Wachses die sonst so starke Hygroskopizität ausschalten. In Räumen mit normalem Feuchtigkeitsgehalt erfolgt keinerlei Gewichtszunahme und selbst in feuchten Räumen nur ein leichtes Beschlagen der Stücke; nie aber wird das feste Gefüge als solches beeinträchtigt, während Vergleichsstücke ohne Zusatz stets erweichen und in feuchten Räumen zerfliessen. Gleichzeitig bewirkt der Wachszusatz eine Einschränkung des infolge der grossen Löslichkeit unverhältnismässig hohen Verbrauches an Sulfonatseife.
Als Wachse kommen in Frage solche, die durch Bleichen von Montanwachsen gewonnen werden, andere Naturwachse wie Karnaubawachs, sowie z.B. durch Polymerisation von Äthylenoxyd hergestellte Kunstwachse.
Die Verwendung von Wachsen mit freien Karboxylgruppen bzw. deren Alkalisalzen ist mit weiteren Vorteilen verbunden.
Durch den Einbau langkettiger Montansäuren in das Seifengefüge wird eine beträchtliche Erhöhung des Schmutztragevermögens und eine ausgezeichnete Reinigungswirkung erzielt, während gleichzeitig das Alkalimontanat eine sehr erwünschte Pufferwirkung gegenüber sonst leicht eintretenden Nachsäuerungen bewirkt.
Selbstverständlich können neben den Wachszusätzen auch die üblichen Seifenfüllstoffe als weitere Verfestigungs- und Streckungsmittel zur Anwendung gelangen und ebenso kann der Wachszusatz auch in den bekannten Fettsäure-Mersolat-Mischseifen als zusätzliche Komponente Einsatz finden.
Beispiele:
Beispiel 1
2000 g einer 60%igen Paste von Alkalisulfonaten, die durch Sulfochlorierung einer von Aromaten und Olefinen befreiten Petroleumfraktion vom Kp.180-280° und Verseifung hergestellt worden waren, wurden mit 180 g eines Montanwachses zusammengeschmolzen und erhitzt, bis die erforderliche Konsistenz erreicht war, worauf die Seife nach einem der üblichen Verfahren zu Stücken geformt wurde. Die Stücke zeigten in Räumen mit normaler Luftfeuchtigkeit selbst nach einigen Monaten keine Gewichtszunahme und keinerlei sonstige Veränderungen, während ohne Wachszusatz durch starken Wasserentzug zwar auch feste Stücke erhalten werden konnten, die aber nach kurzer Zeit weich wurden und zerflossen.
Beispiel 2
1000 g einer 60%igen Alkalisulfonatpaste, die durch Sulfochlorierung von Kogasin II nach bekanntem Verfahren und Verseifung erhalten worden war, wurde mit 60 g einer Montansäure der Kettenlänge C(sub)28 bei Einstellung eines pH-Wertes von etwa 8 zusammengeschmolzen und mit 300 g Kaolin vermischt. Die so erhaltene Stückseife zeigt auch nach monatelangem Lagern in Räumen mit normalem Feuchtigkeitsgehalt keinerlei Erweichungserscheinungen. Das Schmutztragevermögen ist hervorragend und ein Nachsäuern wurde nicht beobachtet.
Beispiel 3
50 g einer Montansäure der Kettenlänge C(sub)28 wurden mit 500 g Mersolatflocken unter Zusatz von 50 g 10%iger NaOH und 100 g Natriumbikarbonat zusammengeschmolzen. Die erhaltenen Seifenstücke zeichneten sich durch gute Festigkeit und hervorragende Waschkraft aus. Ohne Wachszusatz hergestellte Stücke sind bereits nach 1 Tag stark klebrig und beginnen nach einiger Zeit zu zerfliessen.
Beispiel 4
80 g eines durch Polymerisation von Äthylenoxyden hergestellten Kunstwachses wurden mit 1 kg Mersolat-Sprühpulver und 300 g Füllstoff (Xaolin) zusammengeschmolzen. Die so erhaltene Stückseife behält ihre Festigkeit auch nach monatelangem Lagern.
Beispiel 5
80 g Karnaubawachs wurden mit 1 kg Mersolat, 250 g Bikarbonat und 250 g Kaolin zusammengeschmolzen. Die erhaltene Stückseife zeichnet sich durch gute Festigkeit und einen sparsamen Verbrauch aus.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Stückseife aus Alkalisulfonaten langkettiger Kohlenwasserstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man als Zusatz Wachs verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen etwa 10%igen Zusatz von Wachs verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man karboxylgruppenhaltige Wachse oder deren Alkalisalze verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zur weiteren Verfestigung von Alkalisulfonatseife neben Wachszusätzen gleichzeitig einen oder mehrere der übrigen Seifenfüllstoffe beimischt.

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