DEP0056001DA - Raumsparende, vorzugsweise gekapselte Schaltanordnung - Google Patents

Raumsparende, vorzugsweise gekapselte Schaltanordnung

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DEP0056001DA
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switching arrangement
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LICENTIA Patent-Verwaltungs-GmbH, Hamburg
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Description

Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltanordnung, bestehend aus einem Leistungsschalter, einem Trennschalter, den dazugehörigen Sammelschienen, den Messwandler, Relais usw., bei der alle diese Teile auf engstem Raum zusammengebaut und vorzugsweise in einem geschlossenen Gehäuse, insbesondere aus Blech, betriebsfertig untergebracht sind. Derartige betriebsfertige, gekapselte Schalteinheiten werden in steigendem Maße in Fabriken, Krankenhäusern, Schulen, großen Geschäftsgebäuden und in ähnlichen Fällen bevorzugt eingebaut, weil die vom Käufer aufzuwendenden Installationskosten wesentlich geringer sind als bei anderen Schaltanlagen-Bauformen.
Weiter ist es bei dieser Anordnung bekannt, einen besonderen Trennschalter dadurch einzusparen, dass der in dem Leistungsschalter enthaltende Teil fahrbar ausgebildet und mit dem restlichen, festen Teil der Schaltanordnung durch Steckkontakte oder dergleichen verbunden wird. Nach erfolgter Stromunterbrechung mittels des Leistungsschalters wird der bewegliche Teil der Schaltanordnung von Hand so weit ausgefahren, dass zwischen den vorerwähnten Steckkontakten eine vorschriftsmäßig bemessene Lufttrennstrecke entsteht.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine derartige Anordnung zu verbessern. Sie erreicht dies durch verschiedene Maßnahmen, die einzeln oder zusammen zur Anwendung gebracht werden können. Jede dieser Maßnahmen ist für sich erfinderisch.
Sie besteht zunächst darin, dass die Abmessung der Schaltanordnung in der Weise verkleinert werden, dass die Steckkontakte in dem ausfahrbaren Teil der Schaltanordnung abweichend von den bekannten Ausführungen unmittelbar an geeigneten Teilen des Leistungsschalters derart angebracht sind, dass die die Schaltkammer oder dergleichen tragenden Isolatoren des Leistungsschalters zugleich die Isolation für die Steckkontakte übernehmen. Besondere Isolatoren erübrigen sich somit für diesen Zweck und es wird an Gewicht und Raum gespart. Gegebenenfalls kann man auch noch einen Schritt weitergehen und die die Gegenkontakte tragenden Sammelschienen mit einer Isolierstoffumkleidung versehen und unter Vermeidung der üblichen sperrigen Stützisolatoren unmittelbar an der Rückwand des Schaltschranks befestigt.
Weiter wird nach der Erfindung der beweglichen Teil der Schaltanordnung mit einer Ausfahreinrichtung versehen, die durch einen auf der Vorderplatte angebrachten Hebel, ähnlich dem Schalthebel für den Leistungsschalter, betätigt wird, wodurch der bewegliche Teil der Schaltanordnung aus seinen Steckverbindungen gelöst und um ein der vorgeschriebenen Lufttrennstrecke entsprechendes Maß vorgefahren wird. Hierdurch ergibt sich eine wesentlich vereinfachte Bedienung, zumal die Hebeleinrichtung zweckmäßigerweise so getroffen wird, dass durch eine entsprechende Übersetzung nur geringe Kräfte erforderlich sind, um den beweglichen Teil der Schaltanordnung, der selbst ein beträchtliches Gewicht besitzt, in die Trennschaltstellung zu fahren. Sobald diese erreicht ist, wird der fahrbare Teil verklinkt und bleibt in dieser Stellung stehen. Soll er z.B. für Kontroll- oder Reparaturzwecke völlig ausgefahren werden, wird die Verklinkung durch besondere Maßnahmen gelöst. Der Vorfahrkabel an der Vorderplatte der Schaltanordnung ist gegen den Betätigungshebel an der Vorderplatte der Schaltanordnung ist gegen den Betätigungshebel für den Leistungsschalter derart verriegelt, dass er erst gezogen werden kann, wenn der Leistungsschalter geöffnet ist.
Wird der Vorfahrhebel gezogen und der bewegliche Teil der Schaltanordnung vorgefahren, so erkennt man an dem ausgerückten Zustand der Vorderplatte, dass die Schalt- anordnung stromlos und die Lufttrennstrecke zwischen den Steckkontakten hergestellt ist. Um zu verhindern, dass in diesem Zustand eine Verstaubung oder Verschmutzung der an den beweglichen Teil der Schaltanlage angeordneten Apparate und Instrumente eintritt, ist die Vorderplatte mit einer Verkleidung versehen, die sich tubus- oder harmonikaartig in dem Gehäuse der Schaltanordnung bewegt. Infolgedessen ist auch bei vorgefahrenem Zustand der Vorderplatte für die Gesamtanordnung ein in sich geschlossenes Gehäuse vorhanden.
Nachstehend wird die Erfindung anhand Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert:
In Figur 1-3 ist mit 1 das kasten- oder schrankförmige Gehäuse einer Schaltanordnung bezeichnet, das mit einer Vorderplatte 2 versehen ist. Diese sitzt an einem auf Rollen gelagerten Fahrgestell 3, das seinerseits den Leistungsschalter 4, die Messwandler 5 und die anderen Teile der Schaltanordnung trägt. Der bewegliche Teil 3 ist über Steckkontakte 6 mit den festen Teilen der Schaltanordnung verbunden, die in dem Gehäuse 1 untergebracht sind. Für die Betätigung des Leistungsschalters 4 ist ein Bedienungshebel 7 an der Vorderplatte 2 angebracht und mit dem Schalter durch ein Gestänge verbunden.
Erfindungsgemäß sind nun bei einer derartigen Schaltanordnung die Steckkontakte 6 unmittelbar an dem Leistungsschalter 4, und zwar bei dem Ausführungsbeispiele auf der Gleitführung der beweglichen Schaltkontakte eines ölarmen Strömungsschalters angeordnet. Der Strom wird von den Steckkontaktbolzen durch Strömungsschalter besondere, auf der Gleitführung aufliegende Strombänder weitergeleitet. Die Steckkontaktbolzen 6 arbeiten mit tulpenförmigen, festen Gegenkontakten an den Sammelschienen 8 zusammen, wobei es im Hinblick auf Raumersparnis zweckmäßig ist, die Sammelschienen mit Isolierstoff zu umkleiden und unter Vermeidung von besonderen Stützisolationen unmittelbar an der Kastenrückwand zu befestigen. Entsprechendes gilt sinngemäß für die übrigen Steckkontaktvorrichtungen der Anordnung, z.B. den Steckkontakt 9 für die Messwandler 5.
Auf der Vorderplatte 2 der Schaltanordnung ist ferner erfindungsgemäß noch ein zweiter Bedienungshebel 10 vorgesehen- Dieser dient über ein Hebelgestänge dazu, den beweglichen Teil 3 der Schaltanordnung in die Trennschaltanlage zu bringen, die in Figur 3 dargestellt ist. Der Vorfahrhebel 10 ist dabei mit dem Bedienungshebel 7 für den Leistungsschalter 4 wie vorgeschrieben verriegelt. Das Gestänge wird so ausgebildet, dass der bewegliche Teil der Schaltanordnung durch Ziehen des Hebels 10 ohne großen Kraftaufwand in die Trennschaltlage vorgefahren wird. In dieser Stellung ist der bewegliche teil der Schaltanordnung zunächst gegen Weiterbewegen gesperrt. Erst nach Aufheben der Verklinkung kann der bewegliche Teil weiter ausgefahren werden, wobei es dann nach der weiteren Erfindung zweckmäßig ist, für den ausfahrbaren Teil feste oder auch ortsbewegliche, mit Ratschenlöcher versehene Lauf- schienen vorzusehen, in die das Hebelgestänge des Vorfahrhebels 10 derart eingreift, dass es möglich ist, den beweglichen Teil der Schaltanordnung ohne großen Kraftaufwand über eine erhebliche Wegstrecke hinweg in die völlige Ausfahrlage zu ratschen.
Zur staubdichten Abdeckung der auf dem beweglichen Teil 3 der Schaltanordnung angebrachten Apparate und Instrumente in vorgefahrenem Zustande sind Verkleidungsbleche 11 an der Vorderplatte 2 angebracht, die beim Ausführungsbeispiele sich tubusartig in dem Gehäuse 1 bewegen. Wie aus Figur 3 zu entnehmen ist, bleibt auch in vorgefahrenem Zustande die Kapselung der Anlage geschlossen. Sind mehrere der erfindungsgemäßen Schaltschränke zu einer Schaltanlage vereinigt und nebeneinander aufgestellt, so ist der vorgefahrene Zustand der Vorderplatte 2 eines Schrankes ein ohne weiteres sichtbares Anzeichen dafür, dass diese Zelle strom- und spannungslos ist.
Selbstverständlich kann das Verfahren des beweglichen Teiles der Schaltanordnung in die Trennschaltstellung auch maschinell vorgenommen werden, z.B. bei Verwendung eines Druckgaswandschalters als Leistungsschalter durch einen Druckgasantrieb. Es ist dann erforderlich, das Steuerventil für den Druckgasantrieb in entsprechender Weise mit dem Steuerventil für den Druckgasschalter zu verriegeln. Das gleiche gilt sinngemäß auch bei Verwendung eines Elektromotors anstelle des Vorfahrhebelgestänges. Diese Ausführungen machen natürlich ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch.

Claims (1)

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    Neue Ansprüche:
    1. Raumsparende, vorzugsweise gekapselte, betriebsfertige Schaltanordnung mit einem festen und einem ausfahrbaren Teil, die durch Steckverbindungen miteinander verbunden sind und die erst nach erfolgter Stromunterbrechung zur Spannungstrennung auseinander gefahren werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckkontakte (6) an dem ausfahrbaren Teil (3) der Schaltanordnung unmittelbar auf dem Leistungsschalter (4) angeordnet sind.
    2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckkontakte (6) des ausfahrbaren Teiles (3) der Schaltanordnung unmittelbar auf der Gleitführung der beweglichen Kontakte des Leistungsschalters (4) angeordnet sind.
    3. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Gegensteckkontakte tragende Sammelschienen (8) isolierstoffumkleidet und unmittelbar an der Rückwand des Gehäuses (1) der Schaltanordnung bzw. eines entsprechenden Gerüstes angeordnet sind.
    4. Raumsparende, vorzugsweise gekapselte, betriebsfertige Schaltanordnung mit einem festen und einem ausfahrbaren Teil, die durch Steckverbindungen miteinander verbunden sind und die erst nach erfolgter Stromunterbrechung zur Spannungstrennung auseinander gefahren werden können, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Vorderplatte (2) des ausfahrbaren Teiles der Schaltanordnung ein Vorfahrhebel (10) vorgesehen ist, der bei seiner Betätigung den beweglichen Teil der Schaltanordnung über ein Gestänge in die Trennschaltstellung bringt und mit der Betätigungseinrichtung (7) für den Leistungsschalter (4) derart verriegelt ist, dass er nur bei geöffnetem Leistungsschalter gezogen werden kann.
    5. Schaltanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie zugleich den beweglichen Teil (3) der Schaltanordnung in der Trennschalt-Vorfahrstellung gegen Weiterbewegen sperrt.
    6. Schaltanordnung nach Anspruch 4-5, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Hebel (10) betätigte Vorfahreinrichtung derart ausgebildet ist, dass nach dem Aufheben der Sperrung in der Trennschalt-Vorfahrstellung der bewegliche Teil der Schaltanordnung ratschenartig unter Zuhilfenahme eines mit Eingreiflöchern versehenen Laufschienenpaares mit Hilfe des Vorfahrhebels weiter ausgefahren werden kann.
    6. Schaltanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorfahren des beweglichen Teiles (3) der Schaltanordnung anstelle des Hebelantriebs maschinell erfolgt und die auf der Vorderplatte (2) angebrachten Steuerorgane des Antriebs mit der Betätigungseinrichtung für den Leistungsschalter (4) verriegelt sind.
    7. Raumsparende, vorzugsweise gekapselte, betriebsfertige Schaltanordnung mit einem festen und einem ausfahrbaren Teil, die durch Steckverbindungen miteinander verbunden sind und die erst nach erfolgter Stromunterbrechung zur Spannungstrennung auseinander gefahren werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderplatte (2) des beweglichen Teiles (3) der Schaltanordnung derart mit einer Verkleidung (11) versehen ist, dass auch in der Trennschalt-Vorfahrstellung ein geschlossenes Gehäuse erhalten bleibt.
    8. Schaltanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (11) an der Vorderplatte (2) des beweglichen Teiles (3) der Schaltanordnung tubusartig mit dem festen Gehäuse (1) zusammenwirkt.
    10. Schaltanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (11) an der Vorderplatte (2) des beweglichen Teiles (3) der Schaltanordnung harmonikaartig mit dem festen Gehäuse (1) zusammenwirkt.

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