DEP0055830DA - Wand aus Blocksteinen. - Google Patents
Wand aus Blocksteinen.Info
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Description
Für Bauwerke, wie Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser, Fabriken, Bürohäuser usw. werden bekanntlich allerlei Baumaterialien verwandt, so z.B. Backsteine, Bruchsteine, Blockhohlsteine, Leicht-, Schwerbeton und dergl. mehr. Je nach Verwendung des einen oder anderen Materials ergibt sich die Güte des fertiggestellten Bauwerkes. Abgesehen davon, spielt bei diesen Materialien die dazu erforderliche handwerkliche Arbeit eine grosse Rolle. Selbst, wenn unter Verwendung dieser Materialien das betreffende Bauwerk auf die sogenannte billige Art und Weise hergestellt wird, bedarf es einer längeren Bauzeit und kommt verhältnismässig teuer zu stehen.
Um dem zu begegnen, sind zahlreiche sogenannte Schnellbauverfahren geschaffen worden. Diese werden als bekannt vorausgesetzt und zwar einerlei, ob es sich um die Plattenbauweise handelt oder um Baumethoden, die sogar ganze Hauswände auf einmal aufstellen. Diese Schnellbauverfahren besitzen meistens nicht die Vorteile einer soliden Massivbauweise. Andererseits sind sogenannte Blockhohlstein-Methoden bekannt, die wohl ein solideres Bauwerk als die obigen Verfahren ergeben, die aber dafür kostspielige Vorrichtungen voraussetzen.
Um ein Bauwerk mit möglichst niedrigem Kostenaufwand in möglichst kurzer Zeit und doch in erstklassiger und dauerhafter
Ausführung herzustellen, wird nach dem erfindungsgemässen Verfahren sowohl die Herstellung der Hauptelemente, als auch die Aufstellung des Bauwerkes gewissermassen fabrikmässig vorgenommen.
Das Verfahren umfasst:
Die Herstellung und Verwendung eines Spezial-Bauelementes und
eine mechanische Verbindung dieser Bauelemente zu einer Einheit.
Das Bauelement besteht aus einer Art Blockstein 1, der massiv oder hohl hergestellt wird. Dieser Blockstein 1 besitzt an seinen vier Stosseiten -in gegenüberliegender Anordnung- je eine Feder 2 und Nute 3. Dadurch ist die Möglichkeit geschaffen, dass jeder Blockstein 1 mit jedem der angrenzenden Blocksteine ohne weiteres zusammengeführt werden kann und sich damit gleichzeitig ohne besonderes Gerüst oder sonstige Vorrichtungen eine baufertige Einheit ergibt.
Die Federn 2 und Nuten 3 sind mit einer vorzugsweise halbrunden Aussparung 4 versehen, sodass diese nach der Zusammensetzung zweier Blocksteine einen geschlossenen Kanal 5 bilden. In diese Kanäle 5 wird dann mittels eines dafür geschaffenen Apparates (Zementpresspistole, Druckkessel oder dergleichen) ein Bindemittel (z.B. geeignete Zement- oder Mörtelmischung 7) eingepresst. Durch das Erhärten des Bindemittels 7 ergibt sich eine gegenseitige Verankerung bzw. Verkeilung der Blocksteine 1. Da die Blocksteine 1 eine bestimmte Grösse haben, z.B. 40 cm mal 40 cm, 50 cm mal 50 cm oder 42 cm mal 50 cm, -und alle genau passend zueinander sind- geht die Zusammensetzung derselben sehr schnell vor sich. Naturgemäss können die Blocksteine auch grösser oder kleiner sein.
Soll die betreffende Wand von besonderer Festigkeit sein, beispielsweise als Tragwand dienen, so kann man in die Kanäle 5, solange die Verkeilmasse 7 noch weich ist, Eisen- oder Stahlstäbe 8 hineindrücken. Für besonders starke Wände oder Säulen können mehrere Blocksteine 1 nebeneinander senkrecht aufgestellt und in Querrichtung nach demselben Verfahren verbunden werden. Da die Kanäle 5 nach der Zusammensetzung der Blocksteine 1 ein verhältnismässig enges Rohr bilden, so ist der Bedarf des hineingepressten Bindemittels 7 gering.
Durch dieses Verfahren, d.h. die Verkeilung der Federn 2 mit den Nuten 3 werden die Blocksteine 1 nicht nur zu einer Einheit verbunden, sondern auch vollkommen abgedichtet. Unabhängig davon können die einzelnen sich berührenden Flächen vor ihrer Zusammensetzung mittels einer Spritzpistole mit einer dickflüssigen Bindemasse übersprüht werden, wodurch die Festigkeit und die Dichte der entstehenden Wandflächen bis zur Luftdichtigkeit gewährleistet ist.
Naturgemäss kann das erwähnte Verfahren auch zum Verbinden von andersgearteten Bauelementen angewandt werden, -wie z.B. von backsteinähnlicher Gestalt 1b- sofern diese mit entsprechenden Löchern und Kanälen 6 vorbereitet sind.
Die Blocksteine 1 können in bekannter Weise aus allerlei Material gepresst oder gegossen werden, einerlei, ob es sich um Mörtel mit Steinzusatz wie Tuffsteingriess, Bruchstein, Steinkörnung (Bimsstein) mit Zementzusatz, Kieselgur mit oder ohne Asbestzusatz, Holzwolle mit Zementzusatz oder dergleichen handelt. Ein ganz vorzügliches Material zur Herstellung der Blocksteine 1 für das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung ist Lavakrotze mit oder ohne Zusatz.
Die Blocksteine 1 sind auch als Hohlsteine vorgesehen, indem sie der Länge nach mit röhrenförmigen Löchern versehen werden. Derartige Blocksteine besitzen in jeder Beziehung eine günstige Isoliereigenschaft gegen Temperatur wie auch gegen Schall.
Von den Blocksteinen brauchen höchstens drei Grössen hergestellt werden u. zw. ein Blockstein für den Wändeaufbau, ein Eckstein (Abb. V) und ein Verbindungsstein 1c (Abb. VIII) für dünne Zwischenwände. Damit kann man jede Art von Wänden und Grössen von Bauwerken ausführen.
Das Ergebnis dieses Bauverfahrens ist eine nahezu völlig fabrikationsmässige Herstellung von Bauwerken. Die Baukosten sind bis zu 50% niedriger als die, der bisher bekannten Baumethoden.
In der beigefügten Zeichnung ist der Blockstein in verschiedenen Arten schematisch dargestellt.
Es zeigen:
Abbildung I: eine Vorderansicht von mehreren zusammengefügten Bauelementen 1,
" II: einen senkrechten Schnitt derselben,
" III: einen waagerechten Schnitt derselben,
" IV: eine Verbindung zweier Elemente mit Bewehrung 8 im Schnitt,
" V: einen Eckstein von oben,
" VI: eine Doppelwand mit zusätzlicher Querverbindung "A" und
Bewehrung,
" VII: den Querschnitt einer Feder 2 mit Vergussmasse 7 und Bewehrung 8.
" VIII: einen Verbindungsstein für dünne Zwischenwände.
" IX: Die Verbindung anders gearteter Blocksteine.
Claims (6)
1. "Wand aus Blocksteinen" dadurch gekennzeichnet, dass die Blocksteine (1b) an zwei oder vier schmalen Begrenzungsflächen mit Bohrungen oder Kanälen versehen sind, in welche eine dickflüssige Vergussmasse eingepresst wird, die nachträglich erhärtet und somit die Blocksteine miteinander starr verbindet.
2. "Wand aus Blocksteinen" nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Blocksteine (1) mit Federn (2) und Nuten (3) versehen sind und die Bohrungen oder Kanäle (5) durch einander gegenüberliegende Aussparungen (4) in den Federn (2) und Nuten (3) gebildet sind.
3. "Wand aus Blocksteinen" nach Anspruch 1 bis 2 gekennzeichnet durch eine in den Kanälen verlegte Bewehrung (8).
4. "Wand aus Blocksteinen" nach den Ansprüchen 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung starker Wände zwei oder mehr Blocksteinreihen nebeneinander angeordnet und durch Queranker miteinander verbunden sind.
5. "Blocksteine für die Wand" nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass sie ganz oder teilweise aus Lavakrotze hergestellt sind.
6. "Verfahren zur Verbindung der Blocksteine für die Wand" nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass das Hineinpressen der dickflüssigen Vergussmasse (7), z.B. Zement- oder Kalkmischung, in die Kanäle (5) mittels eines geeigneten Druckapparates, z. B. Zement-Presspistole oder Druckkessel, erfolgt.
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