DEP0055486DA - Preßwerkzeug für das Warmpressen von Formkörpern - Google Patents
Preßwerkzeug für das Warmpressen von FormkörpernInfo
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Description
Die Herstellung von metallenen Formkörpern wird auf mannigfache Art und Weise durchgeführt. Neben der Erzeugung der Aussenform von Werkstücken durch Gießen, Schmieden oder der mechanischen Bearbeitung ist es üblich, Metallstücke durch Pressen in geeignet ausgebildeten Pressgesenken in die gewünschte Form zu bringen. Zweck dieser Herstellung ist es, die Formstücke ohne Nachbearbeitung in maßhaltigem Zustande zu erzielen und hierbei eine technisch vorteilhafte Gefügeverdichtung des Materials zu erreichen. Insbesondere hat sich diese Herstellungsart bei der Verwendung von Messing- und Leichtmetall-Legierungen eingeführt.
So arbeitet man beispielsweise in der Art, daß ein in zwei Halbteilen geteiltes Pressgesenk mit dem Vorwerkstück beschickt wird und dann unter hohem Druck die beiden Gesenkhalbteile zusammengedrückt werden.
Im besonderen ist auch ein Verfahren bekannt geworden, bei welchem ein gegossenes Vorwerkstück aus Aluminium in eine allseitig geschlossene, der Außenform des herzustellenden Gegenstandes entsprechend ausgebildete Preßform eingelegt werden und auf welches dann auf einer begrenzten Fläche mit Hilfe eines Stempels ein Druck ausgeübt wird, um das Material des Werkstücks in die Form zu pressen.
Die Erfindung bezweckt nun dem Bekannten gegenüber, den Preßvorgang nicht nur zum Erzeugen der äußeren maßhaltigen Form, sondern gleichzeitig zur Einformung von im Körper des Werkstück-
kes erforderliche Kanäle auszunutzen.
Zu diesem Zweck ist das Preßwerkzeug so ausgebildet, daß von der Gesenkhöhlung aus quer zum Preßstempel verlaufende Seitenkanäle ausgehen, in denen Kerndorne gelagert sind.
Hierdurch wird erzielt, daß bei der Verarbeitung von Stangenmaterialabschnitten durch den Preßdruck ein Fließen des Metalles eintritt, dessen Strömung in die Seitenkanäle nach Art eines Strangpreßverfahrens zur Bildung ausgehöhlter Preßkörperteile dient.
Eine einfache Bauart einer entsprechenden Preßform wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß jeder Seitenkanal mit gleicher Weite durchgehend ausgebildet ist und der Kerndorn auf einem mit einem abgestützten Kopf versehenen, in Achsrichtung verschiebbaren Stopfen befestigt ist. Um das fertiggestellte Werkstück leicht aus der Form lösen zu können, ist das Preßwerkzeug gemäß der Erfindung mehrteilig ausgebildet und durch eine zusammenhaltende Gegenform aufgenommen, deren Innenseite mit Führungsdruckflächen für die Köpfe der Stopfen versehen ist.
Ein sich besonders für die Herstellung von Wasserhähnen oder Ventilgehäusen eignendes Preßwerkzeug ist gemäß der Erfindung mit einem Preßdorn ausgerüstet, der am unteren Ende einen vorstehenden, mit verjüngtem Absatz versehenen Kerndorn trägt.
Zum Zweck der Ausbildung von über den Außendurchmesser des Preßkörpers überragenden Teilen, wie z.B. Bunde oder Flaschen ist gemäß der Erfindung bei einem zweiteiligen Preßwerkzeug die eine oder beide Gesenkhälften in zwei oder mehr Teile aufgeteilt.
Durch die Erfindung ist es ermöglicht, z.B. einen Wasser-
hahn mit seinen kreuzförmigen Bohrungen aus einem Metallstück in einem einzigen Preßdruck herzustellen. An dem aus der Form ausfallenden Preßkörper braucht dann lediglich die Verbindungsbohrung zwischen den Höhlungen hergestellt und das Gewinde angeschnitten zu werden. Ferner ist der längere Stutzen zu biegen, was aber im warmen Zustande unmittelbar nach dem Verlassen der Preßform sehr einfach und leicht ist. Hiermit wird die Herstellung der Hähne nicht zur verbilligt, sondern auch in der Form und Gefügebeschaffenheit erheblich verbessert.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Es zeigt:
Abb. 1 einen Schnitt durch das Werkzeug zur Herstellung eines Wasserhahnes,
Abb. 2 einen teilweisen Schnitt nach der Linie A - B der Abb. 1,
Abb. 3 den Preßling in natürlichem Maßstab.
Das Preßwerkzeug 1 ist quergeteilt. Eine der beiden Hälften ist dann nochmals halbiert, so daß die Werkzeugteile 2 und 3 entstehen. Die Werkzeugteile werden durch Paßstifte 4 gegen einandergesetzt. Dieses zusammengesetzte Preßwerkzeug besitzt eine mittlere Ausnehmung 5. Von dieser Ausnehmung gehen die Seitenkanäle 7 und 8 aus. In diesen Kanälen sitzen die Kerndorne 9 und 10. Ihr Durchmesser ist kleiner als der Innendurchmesser der Kanäle. Lediglich an ihrem Kopfende entspricht der Durchmesser dieser Dorne dem Innendurchmesser der Seitenkanäle, so daß stopfenartig wirkende Bunde 11 und 12 entstehen. Der Kopf 13 eines jeden Dornes steht über das Formstück vor, so daß er leicht faßbar ist, und man die Dorne in einfacher Weise herausziehen kann.
In die mittlere Ausnehmung 5 mündet nun außerdem die Eintrittsöffnung für den Preßdorn 14. Dieser ist am unteren Ende
mit einem Kerndorn 15 versehen, der z.B. der Querbohrung eines Wasserhahnes entspricht. Der Preßstempel sitzt im übrigen in einem Führungsring 16, der auf der Form aufsitzt.
Vor dem Pressen wird diese Form in eine Gegenform 17 eingesenkt, so daß die einzelnen Teile beim Preßvorgang sich nicht trennen können.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Bevor der Preßdorn 14 niedergeht, wird in die mittlere Ausnehmung 5 ein massives, vorgewärmtes Materialstück eingeführt. Beim Niedergang des Preßdornes wird dieses Material um die Dorne 9, 10 und den Kerndorn 15 herumgepreßt. Es werden sämtliche Zwischenräume hierbei unter hohem Druck bei fliessendem Material ausgefüllt.
Der Preßstempel geht zurück, man kann nunmehr die Form aus der Gegenform 17 herausnehmen, die Dorne 9 und 10 seitlich herausnehmen und im übrigen die Form in die einzelnen Teile zerlegen. Der Preßling 18 (vgl. Abb. 3) liegt dann frei. Er besitzt die Bohrungen 19 und 20 und die Ausnehmung 24 und im übrigen ein dem Formstück entsprechendes Äußeres mit vollkommen glatter Oberfläche. Die strichpunktiert dargestellten Querbohrungen 21 und 22 werden noch nachträglich angebracht. Der längere Arm 23 wird nach dem Verlassen der Preßform sofort abgewinkelt.
Claims (5)
1. Preßwerkzeug für das Warmpressen von Formkörpern unter Benutzung eines mehrteiligen Preßgesenkes, in dem ein Preßstempel gegen die Mitte des Werkstückes eingetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß von der Gesenkhöhlung quer zum Preßstempel (14) verlaufende Seitenkanäle (7, 8) ausgehen, in denen Kerndorne (9, 10) gelagert sind.
2. Preßwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Seitenkanal (7, 8) mit gleicher Weite durchgehend ausgebildet ist und der Kerndorn (9, 10) auf einem mit einem abgestützten Kopf (13) versehenen, in Achsrichtung verschiebbaren Stopfen (11, 12) befestigt ist.
3. Preßwerkzeug nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine das mehrteilige Preßgesenk (1, 2, 3) aufnehmende und zusammenhaltende Gegenform (17) deren Innenseite mit Führungsdruckflächen für die Köpfe (13) versehen ist.
4. Preßwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßdorn (14) am unteren Ende einen vorstehenden mit verjüngtem Absatz versehenen Kerndorn (15) trägt.
5. Preßwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem zweiteiligen Preßgesenk die eine oder beide Gesenkhälften aus zwei oder mehr Teilen bestehen.
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