DEP0055301DA - Reißverschluß und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Reißverschluß und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die bekannten Reißverschlüsse zum Öffnen und Schließen schlitzartiger Öffnungen z.B. Handtaschen, Geldbörsen, Aktenmappen, Bekleidungsstücken, Koffern, Planen usw. bestehen aus zwei Reihen von Hakengliedern (sog. Krampen), deren jede an einem meist aus Textilfaser bestehenden Grundband befestigt, z.B. angeklammert ist. Die beiden Reihen der Krampen werden durch einen über sie gleitenden Schieber, der zwei winklig ineinander mündende Kanäle aufweist, in und außer Eingriff miteinander gebracht. Es leuchtet ein, daß die meist aus Metall, insbesondere Leichtmetall (z.B. Aluminium) bestehenden Krampen eine höhere Lebensdauer als das faserige Grundband aufweisen, und es ist bekannt, daß selbst kleine faserige Teilchen, die sich nach längerem Gebrauch vom Grundband lösen und in die Reihe der Krampen eindringen, das Öffnen und Schließen des Reißverschlusses unmöglich, diesen also unbrauchbar machen.
Es ist ferner erwünschte, die metallenen Krampen zu färben, damit sie mit ihrem silbrigen Glanz z.B. an einem blauen Damenkleide nicht zu auffällig in Erscheinung treten. Um die Krampen färben zu können, werden sie zuvor einer künstlichen, insbesondere elektrischen Oxydation unterzogen, die zur Bildung feinster Poren führt, in die die Farbe eindringt. Bei den bisher bekannten Verfahren der elektrischen Oxydation, bei denen das Grundband mit den daran befestigten Krampen als Anode oder Kathode in ein Elektrolytbad getaucht wird, läßt sich jedoch keine gleichmäßige Porenbildung und daher auch keine einheitliche Färbung erreichen.
Die Erfindung betrifft einen Reißverschluß, bestehend aus zwei Reihen metallischer Krampen, die zweckmäßig an je einem der Verstärkung dienenden Wulst zweier aus Textilfäden hergestellten Grundbänder befestigt sind und durch einen zwei winklig ineinander einmündende Kanäle aufweisenden Schieber in und außer Schlußlage gebracht werden können. Die Erfindung ermöglicht auf einfache Weise
eine Abhilfe der bisherigen Übelstände und schlägt dieserhalb vor, das Grundband ganz oder teilweise, wenigstens aber im Wulst oder im Randteil, der die Krampen trägt, aus Stoffäden zu weben, die vor dem Weben mit einer dünnen metallischen Umhüllung versehen sind. Diese metallische Umhüllung kann beispielsweise aus einer oder mehreren Lagen von einem oder mehreren um die Faser gewickelten dünnen Metalldrähten bestehen. Die metallische Umhüllung bewirkt zunächst eine Steigerung der mechanischen Festigkeit des Grundbandes, so daß dessen Lebensdauer weit mehr, als dies bisher möglich war, derjenigen der metallischen Krampen angepaßt und verhütet wird, das sich Faserteilchen lösen und in die Reihe der Krampen eindringen. Vor allem aber führt die metallische Umhüllung wenigstens der den Wulst- oder Randteil bildenden Fasern zu einer elektrisch leitenden Verbindung der metallenen Krampen, die daher einheitlich wie ein einziger Metallteil im Oxydationsband als Anode bzw. Kathode dienen, demzufolge völlig gleichmäßig oxydiert werden und nunmehr die Gewähr für eine gleichmäßige Farbaufnahme bieten. Die Geschmeidigkeit, Elastizität und Biegsamkeit des Grundbandes wird durch die vorgeschlagene metallische Umhüllung in keiner Weise beeinträchtigt, da eine man kann sagen hauchdünne Umhüllung genügt, um die erwünschte höhere Festigkeit gegen Antrieb und andererseits die elektrische Verbindung der einzelnen Krampen zu erzielen.
Die Zeichnung läßt Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes erkennen. Die Darstellung ist eine rein schematische, jede der Abbildungen stellt eine Seiten- und eine Stirnansicht dar. Abb. 1 zeigt ein Grundband, das insgesamt aus mit Metallumhüllung versehenen Textilfäden gewoben ist; bei der Ausführung nach Abb. 2 besteht nur der Wulst des Grundbandes aus metallumhüllten Fäden. Abb. 3 zeigt ein solches Grundband mit eingesetzten Krampen, während in Abb. 4 in stark vergrößertem Maßstabe der Faden mit seiner Metallumhüllung veranschaulicht ist.
Die in bekannter Weise aus Fasergebilden pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs gesponnenen Fäden a (Abb. 4) sind mit einer schraubenlinienförmigen Umwicklung aus dünnen Metalldrähten b versehen. Die in dieser Weise vorbehandelten Fäden a, b dienen zur Fertigung des Grundbandes c (Abb. 1 bis 3), das, wie an sich bekannt, zur Aufnahme der metallenen Krampen d (Abb. 3) mit einem Wulstrand e versehen ist. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 besteht das ganze Grundband c (veranschaulicht durch durchgehende Schraffur) aus Textilfäden, die nach Abb. 4 mit einer Metallumhüllung b versehen sind. Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 ist nur
der Wulst e (vgl. die entsprechende Schraffur nur dieses Teils) aus mit Metallumhüllung b versehenen Fäden a (Abb. 4) gewoben. In den Wulstteil e sind (Abb. 3) die metallenen Krampen d in bekannter Weise eingesetzt, sie umklammern den Wulst oder Rand e. Sämtliche Krampen d sind bei allen Ausführungsbeispielen durch die Metallumhüllung b elektrisch leitend miteinander verbunden und werden daher gleichmäßig elektrisch oxydiert.
Die Metallumhüllung der Fasern a (Abb. 4) kann auch anders als durch schraubenlinienförmige Umwicklung mit dünnem Draht b erfolgen. Als Beispiel sei genannt die Verwendung von dünn geschlagenem oder gewalztem Metall (Blattmetall), das schon beim Spinnen der Faser um diese geschlungen werden kann.
Claims (3)
1). Reißverschluß, bestehend aus zwei Reihen von metallischen Krampen, die zweckmäßig an je einem der Verstärkung dienenden Wulst zweier aus Textilfäden hergestellten Grundbänder befestigt sind und durch einen zwei winklig ineinander einmündende Kanäle aufweisenden Schieber in und außer Schlußlage gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundband (c) ganz oder teilweise, wenigstens aber in dem die Krampen (d) tragenden Wulst- oder Randteil (e) aus Textilfäden (a) gewoben ist, die vor dem Weben mit einer dünnen metallischen Umhüllung versehen sind (b).
2). Reißverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Weben des Grundbandes (c) dienenden Textilfäden (a) mit einer ein- oder mehrlagigen Umwicklung eines oder mehrerer dünner Metalldrähte (b) versehen sind.
3). Verfahren zur Herstellung eines Reißverschlusses nach Anspruch 1 oder 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf Textilfasern gesponnene Fäden (a) mit einer metallischem Umhüllung (b) versehen, aus solchen Fäden (a, b) ganz oder teilweise ein Grundband (c) gewoben, an diesem, soweit es metallische Einlagen (b) enthält, die metallenen Krampen (d) befestigt werden, dann das Ganze als Anode oder Kathode in ein Elektrolytbad getaucht, oxydiert und anschließend gefärbt wird.
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