DE656617C - Reissverschlussstrang fuer galvanisch zu behandelnde Verschlussglieder - Google Patents
Reissverschlussstrang fuer galvanisch zu behandelnde VerschlussgliederInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
12. FEBRUAR 1938
12. FEBRUAR 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVs 656617 KLASSE 48 a GRUPPE
ist als Erfinder benannt worden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Oktober 1936 ab
Die Erfindung bezieht sich auf einen Reißverschlußstrang,
der eine galvanische Behandlung der auf der Unterlage befestigten Verschlußglieder gestattet.
Gemäß der Erfindung ist in der aus nicht leitendem Stoff bestehenden Unterlage ein
elektrischer Leiter vorgesehen, der in der Oberfläche der Unterlage an einer Anzahl
eng aufeinanderfolgender Stellen bloßliegt,
»ο wobei die Reißverschlußglieder mit bloßliegenden Stellen des Leiters in Berührimg
stehen.
In der zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist in dem die Unterlage bildenden
und aus Faserstoff bestehendem Tragband· ein Metallfaden eingewebt, der an einer Anzahl
eng aufeinanderfolgender Stellen bloßliegt. Bei angegossenen Verschlußgliedern
stehen die unter den Gliedern im Gewebe bloßliegenden Stellen des Metallfadens mit
dem in die Poren des Gewebes eindringenden Gießmetall in sicherer Verbindung. Bei einem
Reißverschlußstrang mit einer verdickten Kante des Tragbandes zum Halten der Ver-Schlußglieder
ist der Metallfaden vorzugsweise in der Oberfläche der verdickten Kante eingewoben. Es können mehrere Metallfäden
.gleichzeitig angeordnet sein. Der Metallfaden kann auch um einen aus Faserstoff bestehenden
Faden gewickelt sein. .
Die Erfindung erweist sich bei auf einem Tragband aus Faserstoff angegossenen Verschlußgliedern
von besonderern Vorteil, da eine galvanische Behandlung solcher Glieder
vor ihrer Befestigung, wie sie bei vorher fertiggestellten und dann nur aufgeklemmten
Gliedern möglich ist, nicht in Frage kommt.
In den Zeichnungen stellen dar:
Fig. ι eine Ansicht eines Reißverschlußabschnittes,
Fig. 2 eine Ansicht eines Strangteiles des Verschlusses mit mehreren zum Teil geschnittenen
Verschlußgliedern,
Fig. 3 einten Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig._2,
Fig. 4 und S je eine von der Darstellung in Fig. 3 abweichende Ausführungsform und
Fig. 6 eine Einzelansicht eines in besonderer Weise ausgeführten elektrisch leitenden
Fadens.
Der in Fig. ι gezeigte Teil eines Reißverschlusses
besteht aus zwei Strängen io, ioa,
von denen jeder aus einer Anzahl auf der Unterlage oder dem Tragband in. Längsrichtung
verteilten Verschlußgliedern ii, ii"
besteht, die auf dem verdickten Rande 12, 12«
des Tragbandes befestigt sind. Zum Trennen und Verbinden der Verschlußglieder 11, na
dient, wie üblich, ein Schieber 13, der mittels eines Fingerstückes 14 verschoben werden
kann.
Die beiden Stränge 10, ΐόβ sind gleichartig
ausgeführt, und es wird deshalb nur ein Strang beschrieben. In den Fig. 2 und 3 ist
der Strang 10 im vergrößerten Maßstab dargestellt,
und man sieht, daß jedes Verschlußglied 11 aus einem Endteil .15 besteht, mit
dem es an der Unterlage befestigt ist, und einem eingreifenden Endteil 16, der über den
verdickten Rand 12 der Unterlage hinausragt. An diesem überstehenden Teil befindet sich
an einer Seite eine knopfartige Erhöhung 17 und an der gegenüberliegenden Seite eine
Vertiefung 18 für den Eingriff einer knopfartigen
Erhöhung am zugehörigen Reißverschlußsrrang.
Die Verschlußglieder 11 bestehen aus Metall und können irgendeine gewünschte Form
erhalten und in irgendeiner Weise an der
Unterlage befestigt sein. ·
Bei dem dargestellten Reißverschluß ist
in dem verdickten Rand 12 eine als Füllung
dienende Schnur 19 eingeschlossen, die jedoch auch fortgelassen werden kann. Es wird
jedoch in Verbindung mit der Unterlage oder dem verdickten Rand ein Metallstreifen oder
Faden 20 angewandt, der sich in Längsrichtung über die ganze Länge der Unterlage 10
oder des verdickten Randteiles 12 erstreckt, derart, daß eine Berührung mit jedem darauf
angeordneten Verschlußglied 11 zustande kommt. Der Streifen oder Faden 20 kann
ein !einfacher oder metasträhniger Drant
oder von der in Fig. 6 gezeigten Art sein.
Der Faden 20 ist in den Stoff der Unterlage eingewebt oder anderweitig befestigt,
Und zwar derart, daß er fast in- seiner ganzen Länge in der Unterlage des Stranges
ι ο frei liegt, um eine elektrisch leitende Verbindung
der voneinander getrennten Verschlußglieder des Reißverschlußstranges herzustellen.
In Fig. 4 der Zeichnung ist eine etwas abweichende Ausführung gezeigt, in der anstatt
eines einzigen Metallfadens zwei Metallfaden 20«, 2OÄ Verwendung finden, die anstatt an
dem äußersten Rande, wie in Fig. 1 bis 3
gezeigt ist, an der Ober- und Unterseite der Unterlage 10 angeordnet sind.
In Fig. 5 der Zeichnung ist eine weitere Ausführungsfonn gezeigt, in der der Metallfaden
20 wie auch die Metallfaden 20«, 20*
verwendet sind. Die Verwendung von mehr als einem Metallfaden hat in erster Linie den
Zweck, eine sichere elektrisch leitende Verbindung der !einzelnen Glieder des Stranges
herzustellen, und zweitens den Plattierungsvorgang zu beschleunigen, der auf Grund der
vorliegenden Ausbildung möglich gemacht ist.
Die Anordnung !eines elektrischen Leiters,
beispielsweise 20, 20s, 2o&, auf der Unterlage
hat den Zweck, das Aufbringen, eines galvanischen Überzuges 21 auf die einzelnen
Verschlußglieder eines Stranges zu erleichtern, der dazu dient, dem in der Herstellung der
Glieder verwendeten Metall eine besondere Farbtönung zu geben. Die VerschlußgiLeder
können auf diese Weise schwarz gefärbt werden oder eine Silberfarbe, Goldfarbe oder
andere gewünschte Farbtönung erhalten, die im galvanischen Plattierverfahren erzielt werden
kann.
Bei der Herstellung der Stränge eines Reißverschlusses werden die Verschlußglieder
auf der Unterlage mit dem leitenden Faden 20 oder den Fäden 20«, 20'' angebracht, so
daß sie in Berührung damit kommen. Es wird ein fortlaufender Streifen unbestimmter
Länge mit den in gebräuchlicher Weise entweder in ununterbrochener Reihe oder in
Gruppen angeordneten Verschlußgliedern durch ein Galvanisierbad geführt, um die Verschlußglieder
während des Durchganges mit dem gewünschten galvanischen Belag zu versehen,
indem einfach über den elektrischen 9·>
Leiter 20, 20", 20* oder über den gerade im
Bad befindliehen Teil desselben ein Stronv kreis hergestellt wird. Die Reißverschluß-Stränge
können jedoch auch auf gewünschte Länge geschnitten und die Stücke beispielsweise
durch Eintauchen in ein Galvanisierbad plattiert werden, indem über die Glieder
jeder Stranglänge der Stromkreis hergestellt wird. ,
Die Fäden 20, 20«, 206 können aus einem
einfachen oder mehrsträhnigen Draht bestehen, vorzugsweise jedoch wird ein Faden 2OC
von der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform benutzt, in der ein dünner Draht 20ff lose um
eine Schnur 20** aus Faserstoff gewunden ist.
Ein solcher Faden ist biegsamer und wird weniger leicht brechen, wenn die Unterlage
oder das Tragband gebogen wird.
Es ist auch möglich, die galvanische Plattierung durchzuführen, indem erst die beiden
Stränge des Reißverschlusses verbunden, werden und dann der gesamte Reißverschluß
dem Plattierverfahren unterworfen wird.
Die Erfindung ist auf Reißverschlüsse mit metallischen Schließgliedern der verschiedensten
Art und Form anwendbar und eignet sich besonders für Glieder, die unmittelbar auf
dem Band angegossen werden. Dies findet seinen Grund darin, daß das Gießmetall in
die Poren des Gewebes eindringt und eine sichere Verbindung mit dem Leiter herstellt.
_,
Claims (6)
1. Reißverschlußstrang, der eine galvanische Behandlung der auf der Unterlage
befestigten Verschlußglieder gestattet, dadurch, gekennzeichnet, daß in der
aus nicht leitendem Stoff bestehenden Unterlage ein elektrischer Leiter vorgesehen
ist, der in der Oberfläche der Unterlage an einer Anzahl eng aufeinander folgender
Stellen bloßliegt, wobei die Reißverschlußglieder mit bloßliegenden Stellen des Leiters in Berührung stehen.
2. Reißverschlußstrang nach Anspruch. 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem die Unterlage bildenden und aus Faserstoff
bestehendem Tragband ein. Metallfaden eingewebt ist, der an einer Anzahl
eng aufeinanderfolgender Stellen bloßliegt.
3. Reißverschlußstrang nach Anspruch 2 mit angegossenen Verschlußgliedern, dadurch
gekennzeichnet, daß die unter den Gliedern im Gewebe bloßliegenden Stellen,
des Metallfadens mit dem in die Poren des Gewebes eindringenden Gießmetall in sicherer Verbindung stehen.
4. Reißvexschlußstrang nach Anspruch 2 mit einer verdickten Kante des Tragbandes
zum Halten der Verschlußglieder, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallfaden
in der Oberfläche der verdickten Kante eingewoben ist.
5. Reißverschlußstrang nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anordnung
mehrerer Metallfäden.
6. Reißverschlußstrang nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallfaden
um einen aus Faserstoff bestehenden Faden gewickelt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL47921D NL47921C (de) | 1936-10-17 | ||
| DEM136010D DE656617C (de) | 1936-10-17 | 1936-10-17 | Reissverschlussstrang fuer galvanisch zu behandelnde Verschlussglieder |
| FR811970D FR811970A (fr) | 1936-10-17 | 1936-10-21 | Fermeture à curseur et procédé pour sa fabrication |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEM136010D DE656617C (de) | 1936-10-17 | 1936-10-17 | Reissverschlussstrang fuer galvanisch zu behandelnde Verschlussglieder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE656617C true DE656617C (de) | 1938-02-12 |
Family
ID=7333467
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM136010D Expired DE656617C (de) | 1936-10-17 | 1936-10-17 | Reissverschlussstrang fuer galvanisch zu behandelnde Verschlussglieder |
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| DE (1) | DE656617C (de) |
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1936
- 1936-10-17 DE DEM136010D patent/DE656617C/de not_active Expired
- 1936-10-21 FR FR811970D patent/FR811970A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL47921C (de) | |
| FR811970A (fr) | 1937-04-27 |
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