DEP0055114DA - Wagenkasten für Krankentransport - Google Patents

Wagenkasten für Krankentransport

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Publication number
DEP0055114DA
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DE
Germany
Prior art keywords
car body
stretcher
seat
upholstered
body according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Sindelfingen Härtel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Personenwagenfahrgestell üblicher Größe aufgesetzten Wagenkästen für den Transport von Kranken. Unter einem Fahrgestell für Personenwagen üblicher Größe ist dabei ein Kraftfahrzeugfahrgestell zu verstehen, welches in der Stärke seiner Antriebsmaschine in seinem Radstand und seiner Spurweite für einen Personenwagenkasten mit 2 Sitzreihen, also mit 4 bis höchstens 6 Sitzplätzen, einschließlich dem Sitz des Fahrers, bestimmt ist. Soweit man derartige Fahrgestelle bisher mit Aufbauten für den Krankentransport vorsah, waren diese mit einer einschiebbaren Trage für einen Schwerkranken und mit einem neben der Trage angeordneten, gepolsterten Sitz für einen Leichtkranken bzw. für eine Begleitperson ausgestattet. Diese Einrichtung genügt zwar in vielen Fällen für den normalen Gebrauch. Es ergibt sich jedoch von Zeit zu Zeit, z.B. in Katastrophenfällen, immer wieder die Notwendigkeit, mit einem solchen Fahrzeug auch mehrere Schwerverletzte gleichzeitig transportieren zu müssen, und daher der Wunsch, das Fahrzeug wenigstens behelfsmäßig auch hierfür einrichten zu können, ohne deswegen einen größeren Wagenkasten mit einem entsprechend stärkerem und schwereren Fahrgestell in Kauf nehmen zu müssen, da hierdurch der normale betrieb des Fahrzeugs in untragbarem Maße verteuert werden würde.
Durch die Erfindung wird diese Aufgabe in der Weise gelöst, dass in dem gleichen, ursprünglich nur für die Aufnahme eines Schwer- und eines Leichtkranken bestimmten Wagenkasten nunmehr wahlweise zwei Schwerkranke auf Tragbahren oder zwei Leichtkranke sitzend oder ein Schwer- kranker und Leichtkranker befördert werden können.
Dioe Erfindung besteht darin, dass zwischen den hinteren Radeinbauten des Wagenkastens neben der Haupttragbahre eine Einrichtung zum Einschieben einer schmaleren Behelfstrage vorgesehen und der neben der Haupttragbahre angeordnete Polstersitz als Klappsitz ausgebildet ist, so dass er mitsamt seiner Rückenlehne in eine unterhalb der Ebene der Tragbahrenführung liegende Vertiefung des Wagenkastenbodens hineingeklappt werden kann. Die zusammenlegbare Behelfstrage kann bei Nichtgebrauch an der Wagenkastenseitenwand oberhalb der Radeinbauten oder an einer sonstigen geeigneten
Stelle innerhalb des Wagenkastens untergebracht werden. Eine Vervollkommnung der Erfindung besteht darin, dass auch die Haupttragbahre zusammenlegbar ebenfalls in eine Vertiefung des Wagenkastenbodens hineinklappbarer zweiter Polstersitz für einen Leichtkranken angeordnet ist. Zu diesem Zweck kann die Schiebebühne, auf welcher die Haupttragbahre geführt ist, um eine Längsachse schwenkbar eingerichtet sein, so dass sie bei Nichtgebrauch an die Wagenkastenseitenwand herangeschwenkt werden kann, während die Zusammengelegte Haupttragbahre in diesem Falle ihren Platz hinter dem hochgeklappten zweiten Polstersitz findet.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielswqeise dargestellt. Im einzelnen zeigen
Abb. 1 einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Wagenkasten für den Krankentransport im lotrechten Längsschnitt,
Abb. 2 einen waagerechten Schnitt durch den Wagenkasten nach der Linie 2-2 der Abb. 1 mit in Gebrauchsstellung befindlicher Haupttragbahre und neben dieser angeordnetem Sitz für einen Leichtkranken,
Abb. 3 den gleichen Wagenkasten in derselben Darstellungsweise wie in Abb. 2, jedoch nach Ersetzen der Haupttragbahre durch einen Sitz für einen zweiten Leichtkranken,
Abb. 4 den gleichen Wagenkasten in derselben Darstellungsweise wie in Abb. 2, jedoch nach Ersetzen des neben der Haupttragbahre befindlichen Sitzes durch eine Behelfstrage für einen zweiten Schwerkranken, und
Abb. 5 einen Querschnitt durch den Wagenkasten nach der Linie 5-5 der Abb. 3.
Der auf einem hier nicht dargestellten, üblichen Fünfsitzer-Fahrgestell aufgebaute Wagenkasten 6 wird durch eine Trennwand 7 in ein vorderes Abteil 8 für den Fahrer mit einem etwaigen Begleiter und in ein hinteres Abteil 9 für die Aufnahme der Kranken unterteilt. Die Höhe des hinteren Wagenkastenbodens 10 wird im wesentlichen durch den notwendigen Spielraum für die Hinterachse des Fahrzeugs bestimmt. Der darunter hinter der Achse freibleibende Raum ist für die Unterbringung des Ersatzrades 11ausgenutzt und durch eine Klappe 12 zugänglich gemacht. Auf der linkem Seite des Krankenabteils 9 ist neben dem Radeinbau 13 unmittelbar auf dem Wagenkastenboden 10 aufliegend eine sogenannte Schiebebühne 14 für eine Krankentrage 15 normaler Größe eingebaut. Diese Schiebebühne besteht im wesentlichen aus U-förmigen Führungsschienen für die Füße der Tragbahre und aus einer Haltevorrichtung für die eingeschobene Bahre. Sämtliche Halte- und Führungsteile sind auf einer gemeinsamen Unterlage 16 befestigt, die an ihrer äußeren Längskante durch Scharniere 17 mit dem Wagenkastenboden 10 verbunden ist, sodass sie bei Nichtgebrauch gegen die Seitenwand 18 des Wagenkastens bzw. gegen den Radeinbau 13 geschwenkt werden kann (Abb. 3 und 5). Die Haupttragbahre 15 ist in bekannter Weise durch Querteilung zusammenlegbar ausgebildet. Sie wird in zusammengelegtem Zustande (15' in Abb. 3) im hinteren Teil des Wagenkastens durch Lederriemen o.dgl. auf dem Wagenkastenboden befestigt.
Neben der Haupttragbahre 15 ist auf der anderen Fahrzeugseite ein klappbarer Polstersitz 19 für die Mitnahme eines Leichtkranken bzw. einer Begleitperson für den auf der Bahre 15 liegenden Schwerkranken angeordnet. Die bei 20 gelenkig mit dem Krankenkastenboden verbundene Rücklehne 21 dieses Polstersitzes ist mit einem einsteckbaren Kopfpolster 22 und mit in Rasten 23 einstellbaren Stützen 24 versehen, so dass ihre Schräglage in weiten Grenzen veränderlich ist. Der von der Hinterachse des Fahrzeugs liegende Teil des Wagenkastenbodens ist bei 25 und 26 gegenüber dem hinteren Boden 10 vertieft zugeordnet und das Sitzkissen 27 des Polstersitzes durch an seinem vorderen Ende befindliche Lenker 28 ebenfalls gelenkig mit dem Wagenkastenboden verbunden. Dadurch wird einmal genügend Raum für die Füße der auf dem Polstersitz 19 mitfahrenden Person geschaffen, außerdem aber erreicht, dass nach dem Herunterklappen des Sitzkissens und der Rücklehne in die Lage 21' bzw. 27' keiner der teile des Polstersitzes 19 nach oben über die Ebene des hinteren Wagenkastenbodens 10 hinausragt.
Nach dem Herunterklappen des Polstersitzes 19 kann neben der Haupttragbahre 15 anstelle des Sitzes eine Behelfstrage 30 aufgestellt werden (Abb. 4), die sonst in zusammengeklappten Zustande in Halterungen 31 oberhalb des Radeinbaus 13 hinter der hochgeklappten Schiebebühne 14 für die Haupttrage ruht (Abb. 5). Um auch diese Trage bequem ein- und ausfahren zu können, sind für sie auf dem hinteren Wagenkasten 10 Führungsschienen 32 mit einer Haltevorrichtung für die eingeschobene Trage fest angeordnet. Die Schienen 32 werden vor dem Einschieben der Trage 30 durch Einsteckteile 33 nach vorn hin verlängert, die bei Nichtgebrauch gleichfalls an der Wagenkastenseitenwand verstaut werden.
Neben dem Polstersitz 19 ist noch ein zweiter, ebenfalls zusammenklappbarer Polstersitz 35, jedoch in einfacherer Ausführung ohne Einstellvorrichtung für die Rücklehne 36 und ohne Kopfpolster, angeordnet. Dieser zweite Polstersitz ruht im Nichtgebrauchsfalle in zusammengeklapptem Zustande unterhalb der heruntergeklappten Schiebebühne 14 für die Haupttragbahre und kann, wenn diese nicht benötigt wird, mit wenigen Handgriffen in die Gebrauchsstellung (Abb. 3 und 5) gebracht werden.
Durch die beschriebene Einrichtung ergeben sich also folgende Kombinationsmöglichkeiten für die Benutzung des Krankenwagens:
1.) Transport von einem Schwerkranken auf der Haupttragbahre 15 und einem Leichtkranken
auf dem Polstersitz 19 (Abb. 2).
2.) Transport von zwei Leichtkranken auf dem Polstersitz 19 und 35 (Abb. 3).
3.) Transport von zwei Schwerkranken auf der Haupttragbahre 15 und der Behelfstrage 30.
Im letzterem Falle kann bei Grubenunglücken anstelle der Behelfstrage 30 auch als sogenannter Schleifkorb neben der Haupttrage 15 eingeschoben werden. Wesentlich ist, dass beide Tragbahren beim Transport von Kranken unmittelbar auf dem Wagenkastenboden zwischen den Radeinbauten des Wagenkastens und nicht, wie bei vielen bekannten Ausführungen, oberhalb derselben angeordnet sind. Dadurch wird eine übermäßige Höhe des Wagenkastens vermieden, der Schwerpunkt des Fahrzeugs tief gehalten und die Kranken werden während der Fahrt durch die unvermeidlichen Schwankungen des Fahrzeugaufbaus nicht so stark im Mitleidenschaft gezogen. Der Umstand, dass zu diesem Zweck die Behelfstrage 30 etwas schmaler gehalten werden muss als die Haupttrage 15, ist den genannten Vorteilen gegenüber von geringerer Bedeutung, da die Behelfstrage eben doch nur verhältnismäßig selten benutzt wird und die fast ständig benutzte Haupttrage dafür die normalen, bequemen Abmessungen beibehält. Bei größeren Unglücksfällen kann auf der Fahrt zur Unglücksstelle auch umfangreiches Rettungsgerät im Wagenkasten mitgeführt werden, wenn beide Polstersitze und beide Tragbahren in die Nichtgebrauchslage geklappt sind. Nach dem Ausladen und während der Benutzung des Rettungsgeräts an der Unglücksstelle kann der Wagenkasten dann uneingeschränkt zum Abtransport der Verletzten verwendet werden. Durch eine seitliche Tür 37 und eine zweiflügelige hintere Tür 38 ist bei jeder Benutzungsart des Wagenkastens ein bequemer Zugang zum Krankenabteil 9 gewährleistet.

Claims (9)

1.) Auf ein Personenwagenfahrgestell üblicher Größe aufgesetzter Wagenkasten für den Krankentransport, mit einer einschiebbaren Krankentrage auf einer Fahrzeugseite und einem daneben auf der anderen Fahrzeugseite angeordneter Polstersitz, dadurch gekennzeichnet, dass der Polstersitz als Klappsitz ausgebildet ist, so dass er mitsamt seiner Rückenlehne in eine unterhalb der Ebene der Tragbahrenführung liegende Vertiefung des Wagenkastenbodens hineingeklappt werden kann, und zwischen den hinteren Radeinbauten des Wagenkastens neben der ersten (Haupt-)Trage eine Einrichtung zum Einschieben einer zweiten, schmaleren (Behelfs-)Trage vorgesehen ist.
2.) Wagenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammenlegbare Behelfstrage (30) bei Nichtgebrauch an der Wagenkastenseitenwand (18) oberhalb der Radeinbauten (13), zweckmäßig in hierfür geeigneten Haltevorrichtungen (31), untergebracht ist.
3.) Wagenkasten nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Einschieben der Behelfstrage (30) aus einem fest hinter dem Polstersitz (19) auf dem Wagenkastenboden (10) angeordneten hinteren Teil (32) und aus über den zusammengeklappten Polstersitz hinweg reichenden, die bei Nichtgebrauch zweckmäßig ebenfalls an der Wagenkastenseitenwand (18) untergebracht sind.
4.) Wagenkasten nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem ersten Polstersitz (19) ein zweiter, bei Nichtgebrauch ebenfalls in eine Vertiefung (25, 26) des Wagenkastenbodens hineinklappbarer Polster- sitz (35) angeordnet ist, der nach Entfernung der Haupttrage (15) an deren Stelle aufgerichtet werden kann.
5.) Wagenkasten nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haupttrage (15) ebenfalls zusammenlegbar ausgebildet und in zusammengelegtem Zustande auf dem Wagenkastenboden (10) hinter dem zweiten Polstersitz (35) angeordnet ist.
6.) Wagenkasten nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebebühne (14) für die Haupttrage (15) um eine seitliche Längskante schwenkbar ist, so dass sie bei Nichtgebrauch an die Wagenkastenseitenwand (18) herangeklappt und in dieser Stellung durch geeignete Haltevorrichtungen gesichert werden kann.
7.) Wagenkasten nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzkissen (27) des oder der klappbaren Polstersitze (19, 35) an seiner Vorderkante durch Lenker (28) mit dem Wagenkastenboden (25) verbunden ist.
8.) Wagenkasten nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rücklehne (21) wenigstens eines der klappbaren Polstersitze mit einer Einrichtung (23, 24) zur Einstellung ihrer Schräglage versehen ist.
9.) Wagenkasten nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzlehne (21) wenigstens eines der klappbaren Polstersitze mit einem abnehmbaren Kopfpolster (22) versehen ist.

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