DEP0054724MA - - Google Patents

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DEP0054724MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. September 1949 Bekanntgemacht am 26. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, zur Verkleidung von Räumen mit feuchtem Betrieb, z. B. Küchen und Bädern, an Stelle der üblichen keramischen Wandfliesen Platten aus Asbestzement, Kunststoffen sowie ähnlichen organischen und anorganischen Bestandteilen zu verwenden. Es ist ferner üblich, die bei keramischen Wandfliesen notwendige Anbringung mit Zement, Gips oder ähnlichen Bindemitteln, die infolge der kleinen Formate umständlich ist und Schmutz verursacht, durch eine trockene Montage von Wandplatten mit großen Formaten zu ersetzen. Diese meist aus mineralischen Stoffen (z. B. auf Zementbasis) oder Holz und Kunststoffen hergestellten Platten, haben jedoch neben ihrem Vor teil der trockenen Montage den Nachteil, daß sie nicht die gleiche Widerstandsfähigkeit gegenüber Wasser und nicht das gleiche, auf die Dauer gute Aussehen wie die abwaschbaren keramischen Fliesen besitzen.
Man ist daher bereits dazu übergegangen, die Vorteile einer abwaschbaren Oberfläche mit einer keramikähnlichen Beschaffenheit und die Möglichkeit der trockenen Montage von Platten mit großem Format dadurch zu verbinden, daß man ebene oder geformte Platten aus Stahlblech weiß oder farbig emailliert und als Verkleidung für Apparate benutzt. Die praktische Anwendung emaillierter Stahlplatten als Wandbekleidung in einer wirt-
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schaftlich tragbaren Serienfertigung war jedoch bisher unmöglich, da die Anfertigung großer Platten aus emailliertem Stahlblech nur mit Hilfe entsprechender Werkzeuge erfolgen kann und andererseits bei emaillierten Stahlblechplatten eine nachträgliche Formänderung nach dem Emaillieren — beispielsweise zwecks Anpassung an verschiedene Raummaße — nicht möglich ist. Wollte man aber für jeden in der Praxis vorkommenden Fall immer
ίο wieder eine Anfertigung großer Elemente nach Maß vornehmen, so würde dieses praktisch untragbare Werkzeugkosten verursachen. Damit scheiterte bisher jede praktische Auswertung von großformatigen emaillierten Stahlblechplatten für Zwecke des Bauwesens im allgemeinen und für die Verkleidung von, Installationsanlagen im besonderen!
Erfindungsgemäß. wird nun die hier vorliegende
Aufgabe dadurch gelöst, daß kleine Einzelplatten aus Stahlblech serienmäßig mit typisierter Form hergestellt und zu größeren Bautafeln in besonde-. rer Weise zusammengefügt und danach emailliert werden. !
Die besondere Eigenart der erfmdungsgemäßeh Lösung besteht darin, daß mit einem verhältnis-
25. mäßig kleinen Werkzeug Stahlblechplatten von rechteckiger Grundform derart gepreßt werden, daß sie auf allenr vier Seiten einen zusammenhängenden umgebördelten Rand erhalten. Durch An-' wendung verstellbarer Teile am Preßwerkzeug können die Einzelabmessungen der Platten verändert werden. Hierdurch besteht die Möglichkeit, die Ränder zweier Platten, die nebeneinander gelagert werden, miteinander zu verschweißen, wobei zweckmäßig die Widerstandsschweißung in Form der Punkt- oder Nahtschweißung Verwendung findet. In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung ,durch die Darstellung von Ausführungsbei- > spielen veranschaulicht.
Bild ι zeigt eine Einzelplatte mit ihrem umgebördelten Rand α und der spater sichtbar bleibenden Fläche b,
Bild 2 eine aus vier Einzelplatten zusammengesetzte Bautafel und
Bild 3 schemat'isch die Ausführung der Schweiß-. verbindung c zwischen zwei Plattenrändern mit Hilfe von zwei Rollenelektroden d, wobei jede Elektrode kreissegmentförmig sein muß, wenn die Schweißnähte auch bis in die Ecken durchgeführt werden sollen.
Wie in Bild 4 dargestellt, kann man zur Vereinfachung auch eine Punktschweißung anwenden und ferner die Ecken, zwischen zwei bzw. vier Platten an der . Oberfläche (mit elektrischer .Lichtbogenschweißung) verschweißen.
Nach Bild 5 kann, aber auch an Stelle der Schweißverbindung der rohen Stahlplatten vor dem Emaillieren eine Vernietung der fertig emaillierten. Platten durch Niete/ (möglichst in zwei Reihen) am besten mit einer abdichtenden Zwischenlage e in Form einer Kunsstoffolie erfolgen.
Wichtig ist die Tatsache, daß die umgebördelten Ränder nicht, nur eine einfache Verbindung der einzelnen Platten untereinander ermöglichen, sondern außerdem der fertigen Bautafel eine große Stabilität verleihen, da sie als versteifende Querrippen wirken. '
Auf diese Weise wird ein Verziehen der Tafel schon beim Emaillieren verhindert und ferner auch eine Formänderung beim Gebrauch erschwert und eine außerordentliche große Widerstandsfähigkeit gegen Beschädigung. auch bei Anwendung kleiner Blechstärken erzielt. Dies ist aber wieder von grundlegender Bedeutung, weil auf diese Weise mit verhältnismäßig kleinen Blechstärkeh auch sehr große Flächen, z. B. zur Verkleidung von Badewannen oder Installationszellen, ausgeführt werden können und dabei also an Stahl und Gewicht gespart werden kann. Die Gewichtsersparnis verbilligt den Transport und erleichtert die Montage.
Unter Anwendung der vorstehend umrissenen Grundsätze können nun Bautafeln, die aus einzelnen Platten zusammengesetzt sind, mit besonderem Vorteil für einige Sonderaufgaben der Haustechnik eingesetzt werden.
Beispielsweise zeigt Bild 6 eine Verkleidung für Badewannen oder Installationszellen. Hier bietet die Erfindung den besonderen Vorteil, daß mit wenigen Schrauben g eine Verkleidungstafel h von 1 bis 2 m Länge oder noch mehr mühelos montiert werden kann, daß aber sinngemäß auch nach Lösen go der wenigen Schraubverbindungen g die Verkleidungstäfel h jederzeit entweder im ganzen oder auch teilweise (z. B. zur Bildung einer Reinigungsöffnung i) wieder abgenommen werden kann.
Es ist somit auch die Möglichkeit gegeben, hinter einer solchen Wandverkleidung die Rohrleitungen zu verlegen und doch.diese Rohrleitungen zugänglich zu erhalten und dabei die gleiche innenarchitektonische Wirkung und den gleichen Gebrauchswert (in bezug auf Reinigung und Sauberhaltung) zu erzielen wie bei einer keramischen Fliesenverkleidung, die aber im Gegensatz zur erfindungsgemäßen Konstruktion zerstört werden muß, wenn die unter ihr liegenden Rohrleitungen wieder freigelegt werden sollen.
Die Räume zwischen den Rippen (also den umgebördelten Rändern der Einzelplatten) können nach Bedarf mit einem Isolierstoff zur Erhöhung der Wärme- und Schalldämmung oder mit einer feuerfesten Masse ausgefüllt werden.
Ganz besonders vorteilhaft wirkt sich die Erfindung bei Verkleidungstafeln in Verbindung mit Armaturen aus. Bisher war es bei Bauten mit höheren Ansprüchen üblich, »Unterputzarmaturen« zu verwenden, wobei Rohrleitungen und Armatüren unter den keramischen Fliesen liegen und lediglich die Ventilspindeln und Oberteile der Armaturen sowie die Wasserausläufe u.dgl. aus dem Fliesenbelag herausragen. Der Nachteil dieser besonders hochwertigen Ausführung besteht darin, daß Armaturen, und Rohrleitungen nur zugänglich sind, wenn man den ganzen Fliesenbelag entfernt.
Die in Bild 7 dargestellte Ausführung einer erfindungsgemäßen ' Bautafel zur Verkleidung der Wandfläche über einem Spülbecken hat eine ebenso hochwertige Gebrauchswirkung, ermöglicht aber
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zugleich die dauernde Zugänglichkeit der Rohrleitungen und der Armaturen. In diesem Bild bedeuten k die rohe Wand, z. B. aus Ziegelsteinen oder Beton, / die Verkleidung in Form einer Bautafel gemäß der Erfindung, m die Rohrleitung, η eine Leiste aus Holz oder anderem Baustoff, die zu gleich als Konstruktionselement und als Abstellbord dient, ο das Oberteil der unsichtbar angeordneten Armatur, p eine Abdeckscheibe mit Schraube
ίο ■ zur Befestigung, zugleich als Haken oder Halter für Gebrauchsgegenstände dienend, und q den Hohlraum zur Dämmung gegen Schall- und Wärmeübergang mit einem losen Dämmstoff r ausgefüllt. Die Verkleidungstafel / ist unten mit einem das Spülbecken aufnehmenden und eine Abstellfläche bildenden Schränkchen verbunden.
In Bild 8 sind zwei für eine Bautafel nach der Erfindung bestimmte Einzelplatten dargestellt, die mit Öffnungen s in den Rändern versehen sind, um entweder Befestigungsmittel durch diese Löcher parallel zur Sichtfläche und unsichtbar (wie z. B. die Niete nach Bild 5) hindurchzuführen, oder aber, um die Möglichkeit einer Luftzirkulation zu schaffen. Eine solche ist vor allem dann am Platze, wenn der Übergang von Wärme vermindert wer-■ den soll, also beispielsweise bei der Verkleidung einer nicht feuersicheren Wand hinter einer Feuerstätte (Ofen oder Herd) oder wenn Wärme transportiert werden soll, wie z. B. bei Verwendung der Bautafel als Bauelement für Heizeinrichtungen selbst. Gegebenenfalls können die Zu- und Abgänge auch regelbar sein.
Bild 9 veranschaulicht ein Beispiel für die Anbringung einer angeschweißten Blechleiste t mit umgebördelten Rändern, die als Ablagefläche für Gebrauchsgegenstände (z. B. Geschirrteile, Putzmittel u. dgl.) dient. In ähnlicher Weise können auch Eckverkleidungen gebildet werden.
Neben Abstellbrettern können an einer Bautafel nach der Erfindung auch Wandmöbel, sanitäre Einrichtungsgegenstände u. dgl. angebracht werden. Die Bautafel kann auch Griffelemente aufweisen, die ebenso wie Haken, Halter, Armaturen u.dgl. zweckmäßig zugleich zur lösbaren Befestigung der Tafel an der Wand dienen. ■

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Bautafel zum Verkleiden von insbesondere mit Armaturen, Geräten usw. zu versehenden Wänden, bestehend. aus kleineren Bauplatten aus emailliertem Stahlblech geringer Stärke, deren umgebördelte Ränder zur Verbindung der einzelnen Platten und zur Versteifung der aus den einzelnen Platten gebildeten Bautafel dienen.
2. Bautafel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Griffelemente und durch Aussparungen zur Verbindung der Armaturen mit den hinter der Tafel angeordneten Versorgungsleitungen.
3. Bautafel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffelemente, Haken, Halter, Armaturen u. dgl. zugleich zur lösbaren Befestigung der Tafel an der Wand dienen.
4. Bautafel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume auf der Rückseite der Tafel mit einer schall- oder wärmedämmenden oder einer schall- und wärmedämmenden oder einer feuerfesten Masse ausgekleidet sind.
. 5. Bautafel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch an ihr angebrachte Abstellbretter, Wandmöbel, sanitäre Einrichtungsgegenstände u. dgl.
6. Mit Bautafeln nach einem der Ansprüche ι bis 5 verkleidete Wand, dadurch gekennzeichnet, daß , zwischen' Wand und Bautafeln ein Hohlraum angeordnet ist, der zur Luftumwälzung oder zur Ableitung von Abgasen, Abluft oder Rauch dient und dessen Zu- und Abgänge gegebenenfalls regelbar sind. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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